MÜNCHEN. Der CSU-Bezirksverband München hat den Parteivorsitzenden Horst Seehofer zum Rücktritt aufgefordert. Acht von neun Kreisverbänden der bayerischen Landeshauptstadt stehen hinter diesem Schritt, berichtet die Bild-Zeitung. Der Verband wird von Kultusminister Ludwig Spaenle geführt.

Zuvor hatten bereits die Bezirksverbände Oberfranken und Oberpfalz einen personellen Wechsel an der Spitze der Christsozialen verlangt. Sie geben Seehofer die Schuld an dem schlechten Abschneiden der CSU bei der Bundestagswahl. Die Partei holte am 24. September 38,5 Prozent der Stimmen – ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949.

Söder ist der aussichtsreichste Kandidat

Als aussichtsreichster Kandidat für eine mögliche Nachfolge gilt Finanz- und Heimatminister Markus Söder. Dieser hatte zuletzt Verständnis für die Kritik am Parteichef geäußert, gleichzeitig aber den Aufschub der Personaldiskussion bis zum Parteitag im November verlangt: „Wir haben vereinbart, daß wir Personaldebatten auf dem Parteitag führen. So hat es Horst Seehofer vorgeschlagen und so haben wir es in der Fraktion beschlossen.“

Bei der Landes-SPD glaubt man an ein baldiges Ende Seehofers. „Wir gehen von einem politischen Wechsel an der CSU-Spitze noch in diesem Jahr aus“, sagte ihr Fraktionschef im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher. (tb)

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