Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Holger Arppe, hat am Donnerstag seinen Austritt aus der Fraktion angekündigt. Hintergrund sind Chatprotokolle aus einer internen Facebook-Gruppe, in denen Arppe 2015 zu Gewalt aufgerufen haben soll.

Der Wochenzeitung Junge Freiheit sagte Arppe: „Angesichts der gegen meine Person erhobenen Vorwürfe, die auf illegal beschafften angeblichen Chatprotokollen beruhen, ist mein wichtigstes Anliegen der Schutz meiner Partei, der Alternative für Deutschland. Von den mir unterstellten Äußerungen distanziere ich mich ganz klar. Um meiner Verantwortung an dieser Stelle gerecht zu werden und Schaden von der AfD und ihrer Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern abzuwenden, habe ich mich daher entschlossen, sowohl die Fraktion als auch die Partei zu verlassen. Das wird mich freilich nicht davon abhalten, auch in der Zukunft zum Wohle meines Vaterlandes zu arbeiten.“ Sein Landtagsmandat werde er aber behalten.

Holm nennt Austritt konsequent

AfD-Fraktions- und Landeschef Leif-Erik Holm sowie sein Co-Landessprecher Bernhard Wildt nannten Arppes Austritt „konsequent“. Die Entscheidung sei zwingend notwendig, sollten die im Raum stehenden Äußerungen von Arppe stammen. „Solche Vorstellungen passen nicht zur AfD. Die AfD ist eine bürgerlich-konservative Partei, die das Grundgesetz verteidigt sowie für Freiheit und Demokratie eintritt“, teilten Wildt und Holm, der auch AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist, auf Anfrage der JF mit.

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