DRESDEN. Die Kollekten der Gottesdienste zum Beginn und Abschluß des Deutschen Evangelischen Kirchentags Anfang Juni in Dresden sollen Zigeunern und einem Anti-Rechts-Programm zugute kommen.

Die Kollekte der Eröffnungsgottesdienste ist laut dem am Dienstag veröffentlichten Programm des Kirchentags für die diakonische Arbeit mit Sinti und Roma in Rumänien und der Slowakei bestimmt. Diese seien vom gesellschaftlichen Leben noch immer ausgeschlossen. Spezielle Programme sollten ihnen helfen, „Elend, Arbeitslosigkeit und Analphabetismus zu überwinden.“

Sichtbares Zeichen

Die Sammlung des Abschlußgottesdienstes soll an die Aktion Sühnezeichen fließen. Der Verein will mit den Spenden für drei Jahre eine „Koordinierungsstelle“ finanzieren, die die „kirchliche Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit und Auseinandersetzung“ mit antisemitischem und rechtsextremem Denken stärke.

Dieses finde sich „in allen gesellschaftlichen Schichten – auch innerhalb der Kirche“. Der Schlußgottesdienst setze damit ein sichtbares Zeichen, daß sich der Deutsche Evangelische Kirchentag einem der wichtigsten Motive für seine Gründung nach der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft dauerhaft verpflichtet fühlt. (krk)

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