BERLIN. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat eine gesellschaftliche Reaktion auf die schweren Ausschreitungen von Linksextremisten während des G20-Gipfels in Hamburg gefordert. Denkbar sei beispielsweise ein Rockkonzert gegen Links, sagte Maas auf Nachfrage der Bild-Zeitung.

„Ich würde mir wünschen, daß jegliche Form von politischem Extremismus, der dann umschlägt in sinnlose Gewalt, in Straftaten bis hin zum versuchten Mord, nicht ohne gesellschaftliche Reaktion bleibt“, erläuterte Maas. Dies könne beispielsweise „ein Rock gegen Links oder was auch immer“ beinhalten.

Knapp 500 verletzte Polizisten

Konkret müßten das diejenigen entscheiden, die ein solches Konzert auf die Beine stellten. Maas war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil er der linksextremen Band „Feine Sahne Fischfilet“ für ihren Auftritt bei einem Anti-Rechts-Konzert gedankt hatte.

Bei den Ausschreitungen waren am Wochenende mindestens 476 Polizisten verletzt worden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von über 20.000 Beamten im Einsatz. An zahlreichen Orten in der Stadt hinterließen die Linksextremisten eine Schneise der Verwüstung. Autos brannten, Schaufensterscheiben wurden eingeschlagen und Geschäfte geplündert. Teilweise wurden Polizisten mit Zwillen angegriffen. Ein Polizeihubschrauber wurde mit einer Leuchtpistole beschossen. In einem anderen Fall wurde der Pilot eines Polizeihubschraubers mit einem Laser geblendet. Hier wird gegen den Täter wegen versuchten Mordes ermittelt (krk)

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