«Ein Kampfsportler kann gezielter zuschlagen»

Dass Carlos so gefährlich ist, liegt auch am Thaibox-Unterricht, den er besuchen durfte. Das hat zu einem Umdenken geführt: Kampfsport zur Resozialisierung ist mittlerweile passé.

Carlos (21) betrachteten die Aufseher des Gefängnisses Pfäffikon als so gefährlich, dass sie sich nicht trauten, seine Zellentür zu öffnen. Vorher mussten sie ein Polizeiaufgebot hinzuziehen. Die Folge: Der tägliche Hofgang blieb ihm verwehrt. Er litt unter erniedrigenden Haftbedingungen, wie ein am Montag vorgestellter Bericht zeigte. Erst letzte Woche schlug Carlos wieder zu: Er ging in der Strafanstalt Pöschwies gleich auf sieben Aufseher los, einer musste ins Spital.

Doch ausgerechnet die Behörden haben mit dazu beigetragen, dass Carlos so gefährlich ist. Als Carlos 16 Jahre alt war, wurde für ihn in Basel ein Sondersetting organisiert, bei dem er während über einem Jahr Thaiboxen lernte. Typisch an Thaiboxen ist, dass man sowohl Fäuste, Ellbogen als auch die Beine zum Kämpfen einsetzen kann.

Dank des Thaibox-Trainings ist aus Carlos, der jahrelang von Institution zu Institution weitergereicht wurde und an vielen Orten schon als Jugendlicher als untragbar galt, offenbar eine Kampfmaschine geworden.

«Aggressionen kann man nicht mit aggressivem Sport begegnen»

Für Strafrechtsexperte und Kriminologe Martin Killias ist es unverständlich und falsch, straffällig gewordene Jugendliche in Kampfsport zu unterrichten. «Sicher ist, dass so trainierte Personen gezielter zuschlagen können. Sie brauchen also weniger Schläge, um jemanden ausser Gefecht zu setzen.»

Killias plädiert schon lange dafür, dass keine Art von Kampfsport zur Resozialisierung eingesetzt wird. Dass man Aggressionen mit einem aggressiven Sport abreagieren könne, ist aus seiner Sicht eine Fehlüberlegung. Es gebe viele Studien, die beweisen würden, dass dies nicht funktioniere.

«Boxtraining im Gefängnis ist kontraindiziert»

Killias verweist auf eine Langzeitstudie mit Jugendlichen aus Norwegen. Diese habe nachweisen können, dass speziell Sportarten wie Boxen, Kraftsport, Wrestling, Thai- und Kickboxen Aggressionen und asoziales Verhalten verstärkten. Der negative Effekt entstehe einereseits durch den Sport selbst, aber auch durch die an den Trainingsorten gelebten Machoattitüde und die dortigen Normen und Ideale.

Für den Strafrechtsexperten ist es darum unverständlich, dass es immer noch Gefängnisse gibt, in denen man Boxen trainieren kann. «Mir ist bewusst, dass es wenig Platz gibt und Kraft- und Boxtrainig deshalb praktischer sind als andere Sportarten, dennoch ist es extrem kontraindiziert», sagt Killias.

1 Response » to “Wie krank sind all diese Pädagogen und Soziologen?”

  1. Koeterchef says:

    Noch dummer und dekadenter geht es wirklich kaum noch, oder? Zumindest sehr schwer vorstellbar. Die bezahlen Schwerverbrechern Kampfsporttraining oder Schießausbildungen zur angeblichen Resozialisierung. Als nächstes kommt bestimmt für Vergewaltiger eine Pflichtteilnahme am Kurs “Vergewaltigen für Fortgeschrittene” wo die Erlebenden hinterher einen Fragebogen ausfüllen müssen, ob Sie zufrieden waren mit dem Service und ob sie Verbesserungsvorschläge für das nächstemal hätten. Europa und seine linksrotgrünen Faschisten und Genderdekadenzler sind wirklich das eitrige Geschwür am Arsch einer kranken Welt.

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