Bank of England: Abschaffung von Bargeld zwingend erforderlich

Die Bank of England sieht nur ein Mittel, um sich gegen die nächste Rezession zu wappnen: Mit Negativ-Zinsen sollen die Sparer zum Geldausgeben gebracht werden. Dazu sei es zwingend erforderlich, das Bargeld abzuschaffen.

Bank of England: Abschaffung von Bargeld zwingend erforderlich

Die Bank of England sieht nur ein Mittel, um sich gegen die nächste Rezession zu wappnen: Mit Negativ-Zinsen sollen die Sparer zum Geldausgeben gebracht werden. Dazu sei es zwingend erforderlich, das Bargeld abzuschaffen.

Der Chef der Bank of England, Mark Carney, könnte schon bald negative Leitzinsen einführen. (Foto: dpa)

 

Der Chef-Ökonom der Bank of England Andy Haldane rechnet damit, dass die britische Zentralbank bald Negativzinsen einführen
Bargeldverbot Ulrich Horstmann, Gerald Mann    Bargeld ist geprägte Freiheit  Nicht nur die andauernde Niedrigzinsphase ist eine große Gefahr für Sie als Sparer, sondern auch das immer stärkere Zurückdrängen von Bargeld. In Italien und Frankreich sind bereits Bargeldzahlungen ab 1000 Euro illegal und viele Deutsche Banken haben neben Tageslimits schon Wochenlimits eingeführt. Seitens der EU soll es bereits für 2018 konkrete Pläne für eine vollständige Bargeldabschaffung geben. Welche krassen Folgen ein Verbot von Bargeld hätte und wie Sie sich als Sparer davor schützen können, zeigen Ulrich Horstmann und Gerald Mann als profunde Kenner in diesem Buch.      Alle Informationen über die Szenarien und Folgen einer Bargeldabschaffung     Das erste Buch, das über diesen neuen Enteignungs- und Überwachungsansatz informiert     Profundes Hintergrundwissen von zwei erfahrenen Finanzexperten  Taschenbuch, 128 Seitenwird.
Das schwache Wirtschaftswachstum zwinge die Zentralbank zu diesem radikalen Schritt. Doch um eine Flucht der Bürger ins Bargeld zu verhindern, forderte er eine Abschaffung von Scheinen und Münzen. Haldane ist einer von neun Mitgliedern des Monetary Policy Committee (MPC), dass sich zwölf Mal im Jahr trifft, um die Leitzinsen für Großbritannien festzusetzen.

„Bei den großen Industrienationen stehen die Leitzinsen praktisch bei Null“, so Haldane. Dies erschwere es den Zentralbanken zusehends, Rezessionen mit geldpolitischen Maßnahmen zu bekämpfen. Als Grund für die historisch niedrigen Zinsen nennt Haldane eine Mischung aus niedrigem Wirtschaftswachstum, geringeren Investitionen, einer alternden Bevölkerung und steigender Ungleichheit bei den Einkommen. „All diese Faktoren sind keine Trugbilder. Keiner davon wird sich demnächst umkehren“, so Haldane.

In Großbritannien stehen die Leitzinsen seit nunmehr sechs Jahren bei 0,5 Prozent. Doch die lockere Geldpolitik hat dem Land keinen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Vielmehr droht der britischen Wirtschaft die nächste Rezession. Dennoch sprach sich Haldane auf einem Kongress in Nordirland nun für weitere geldpolitische Maßnahmen aus. Er sieht „eine Notwendigkeit, die geldpolitischen Zügel als nächsten Schritt zu lockern statt sie zu straffen, um das Wachstum in Großbritannien zu unterstützen und das Inflationsziel zu erreichen“, zitiert der „Telegraph“ den Zentralbanker. Doch eine Zinssenkung könnte dazu führen, dass die Sparer ihre Guthaben von der Bank abheben. Das Horten von Bargeld hätte negative Effekte auf die Wirtschaft und könnte das Wachstum weiter bremsen. Um dies zu verhindern, plädiert Haldane für eine Abschaffung des Bargeldes.

Mit dieser Forderung ist der britische Zentralbanker nicht allein. Auch der ehemalige Chef-Ökonom der Weltbank Larry Summers und der deutsche „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger sprachen sich schon öffentlich für eine Abschaffung des Bargeldes aus. Der Münchener Ökonom Gerald Mann geht davon aus, dass eine schrittweise Abschaffung bereits beschlossene Sache ist. Mann glaubt, dass die Schulden-Staaten in Abschaffung des Bargeldes die Möglichkeit sehen, die Sparer zum Konsum zu zwingen. Der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart hält ein Bargeldverbot allerdings für verfassungswidrig. Er sieht in der Forderung eine bedenkliche Entwicklung hin zur Totalüberwachung des Bürgers und zur Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.

Die Schweiz hat bereits Anfang des Jahres Negativzinsen eingeführt. Seit der Einführung horten die Schweizer vermehrt Bargeld
Smart Investor Magazin Juli 2015     Smart Investor - das Magazin für den kritischen Anleger Das Monatsmagazin Smart Investor analysiert die Entwicklungen in Wirtschaft und Politik. Denk- oder Sprechverbote kennt die Redaktion dabei nicht und kommt schon deshalb oft zu völlig anderen Einschätzungen als der Mainstream.  Märkte  6 Japanischer Aktienmarkt: Neues Denken als zusätzlicher Kurstreiber 11 Japan: Fonds & Zertifikate: Investments am Kabutocho 12 Biotechnologie: Übernahmefieber in der Biotech-Branche 14 Wachstumsaktien: Die Welt oder nichts 18 Nebenwerte: Neuigkeiten aus der zweiten Reihe   Hintergrund  24 Österreichische Schule: Im Zeichen der Freiheit 28 Politik & Gesellschaft: " Wir müssen hin zum Primat des Rechts über die Politik", Gespräch mit Carlos A. Gebauer 30 Lebensart & Kapital - International: St. Thomas - US Virgin Islands 32 Nachhaltiges Investieren: Die Energierevolution 34 Phänomene des Marktes: Mit System ans Ziel   Fonds  38 Inside: Dynamisch navigieren bei Staugefahr; Gastbeitrag von Jens Kummer, MARS Asset Management 40 Interview I: "Wir setzen auf steigende Zinsen", Gespräch mit Marc Decker, SKALIS Asset Management AG 42 Interview II: "2008 war sehr speziell"; Gespräch mit Hans-Wilhelm Brand, HWB Capital Management 44 Kolumne: Umfeld spricht für Multi Asset; Gastbeitrag von Achim Backhaus, Hauck & Aufhäuser 45 News, Facts & Figures: Erfreuliche Tendenz  Research - Märkte  46 Das große Bild: Kommt das Bargeldverbot? 48 Interview: "Geprägte Freiheit"; Gespräch mit Professor Dr. Gerald Mann 52 Löcher in der Matrix 54 Relative Stärke: Vorsommerliche Flaute 55 Demografie & Börse 55 Charttechnik: Kreuzunterstützung 56 Quantitative Analyse 56 Intermarketanalyse 57 Sektoranalyse 57 sentix Sentiment 58 Edelmetalle: Auf die Überholspur? 60 Silberpreis-Manipulation: First Majestic-Chef beschwert sich bei US-Börsenaufsicht 61 wikifolio: Stunde der Systemtrader  Research - Aktien  62 Aktie im Blickpunkt: Deutsche Bank = Lehman Brothers 2.0!? 66 Value-Aktien: Stabilität gesucht 68 Buy or Good Bye: Tele Columbus und Suchergebnisse Deutsche Annington 69 Mittelstandsaktien: Müsli aus Ostdeutschland oder Immobilien in Istanbul? 70 MoneyTalk: "Wir können die aktuelle Flaute recht gelassen aussitzen"; Dr. Thomas Gutschlag, Deutsche Rohstoff AG 72 Musterdepot: Zwei Joker in der Hinterhand 74 Anleihen: Kuponjagd mit Augenmaß  Potpourri  76 Interview mit einem Investor: Leo Willert 78 Leserbriefe: Die Folgen des "Finanziellen Fallout" 80 Buchbesprechungen: "Inside IS" und "Gescheiterte Titanen" 82 Zu guter Letzt: "Ampeltrangenderchen"               81 Unternehmensindex/ Impressum und Vorschau bis Smart Investor 11/2015zu Hause. Für die Sparer gibt es damit keinerlei Anreize mehr, ihr Geld auf der Bank zu belassen. Auch in Schweden sind die Leitzinsen bereits im Negativ. Die schwedische Zentralbank kündigte kürzlich an, den Leitzins mindestens bis Jahresende auf minus 0,25 Prozent zu belassen. Als Begründung nannten die Notenbanker, dass das Inflationsziel von 2 Prozent erreicht werden müsste, bevor die Zinsen wieder erhöht werden könnten.

Als einzige Alternative zu Negativzinsen sieht der britische Zentralbanker die Erhöhung des Inflationsziels. Die derzeitige Vorgabe von zwei Prozent stamme aus einer Zeit, als die Leitzinsen bei sechs Prozent lagen. Eine Erhöhung des Inflationsziels auf vier Prozent würde der Zentralbank mehr Spielraum für geldpolitische Maßnahmen verschaffen, so Haldane. Doch er gab zu Bedenken, dass dies bei der Bevölkerung vermutlich nicht auf große Gegenliebe stoßen werde.

„Die Leute, die von der Inflation am stärksten getroffen werden, sind die Armen, die Alten und all jene, die sich nicht gegen ein solches Risiko absichern können. Das sind die Erfahrungen aus der Geschichte“, zitiert der „Telegraph“ den britischen Zentralbanker. „Ein Inflationsziel über dem derzeitigen Niveau würde nicht nur die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken aufs Spiel setzen, sondern könnte auch die Präferenzen der allgemeinen Bevölkerung erschüttern.“

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2 Responses to “Bank of England: Abschaffung von Bargeld zwingend erforderlich”

  1. Yuping Ritter says:

    Das ist das naechste Ziel der Angelsachsen und des in London sitzenden “Geldadels” zur Erreichung der NWO. Nur noch Kartengeld am besten pro Kopf zugeteilt, um alle Geldstroeme, sei es ein Zigaretteneinkauf, ein Autoeinkauf, der Einkauf der Anti-Baby-Pille oder sonst etwas fest im Griff zu haben und dadurch die Menschen steuern zu koennen. Das Endziel ist die voellige Losloesung der Menschen von Werten und der absolute Verlust persoenlicher Freiheit. England war,-ist und bleibt der groesste Feind jeglicher Freiheit fuer die Voelker, welches es seit Jahrhunderten ausbeutet und versklavt. Ich kann nicht nachvollziehen, dass Deutsche, die durch den Vernichtungskrieg Englands grosses Leid erfahren haben seit nunmehr 70 Jahren in Jubel verfallen wenn sie ein Mitglied des englischen Koenigshauses sehen. Das dumme deutsche Volk jubelt den Moerdern ihrer engsten Verwandten zu. Und ich fuerchte, wenn das Bargeld abgeschafft ist dies noch als Fortschritt empfunden wird. Siehe ALDI und LIDL-Kassen. Einstein hatte den richtigen Spruch dafuer.

  2. Ich denke der Hauptgrund gegen das Bargeld vorzugehen ist die tiefe Angst dieses Systems vor dem Bankensturm (Bankrun), weil das dem Kapitalismus die Maske vom Gesicht reißt.

    Gibt es kein Bargeld mehr, und nur noch Bits und Bytes auf elektronischen Speichermedien ‘erübrigt’ sich ein Bankenansturm. Bites und Bytes sind unendlich darstellbar, zu den marginalsten Kosten die denkbar sind, es gibt fast 100% Seigniorage – perfekt und ideal den Lohnsklaven auszubeuten und zu kontrollieren. Als Seigniorage (historisch auch „Münzgewinn“, „Schlagschatz“ oder „Schlagsatz“; ausgesprochen [zɛnjoˈraːʒ(ə)]) wird der von der Notenbank erzielte Gewinn bezeichnet, der durch die Emission von Zentralbankgeld entsteht, also die Differenz zwischen Kosten der Gelderstellung (physisch) und dem aufgedruckten/aufgeprägten Nennwert.

    Darüber hinaus haben Banken angefangen den Wert der Cryptowaehrungen wie Bitocin erkannt zu haben, hier besonders das Buchhaltungssystem, welches sich Blockchain nennt. Bitcoin wird fälschlicherweise als elektronisches Bargeld bezeichnet, aber das stimmt so nicht, über die Blockchain ist jede Transaktion für die Ewigkeit auf 1000-enden Rechnern gespeichert und abrufbar.

    es gibt allerdings Möglichkeiten, sich zu schützen..
    Fakt ist, Bargeld sollte man jetzt ausgeben, bevor das System sich auflöst und Bargeld kriminalisiert wird. Ideen gibt es hier: http://www.bargeldwillkommen.com

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