Die neue Fed-Chefin gehört auch dazu

On October 10, 2013, in Schall und Rauch, by admin

Wie das Weisse Haus mitteilt, soll die Vizechefin der Federal Reserve Bank (Fed), Janet Louise Yellen, das Amt ab 31. Januar 2014 von Ben Shalom Bernanke übernehmen. Damit soll erstmals in der hundertjährigen Geschichte eine Frau die US-Zentralbank führen. Yellen ist die eigentliche treibende Kraft der ultra-lockeren Geldpolitik der Fed gewesen und wird die Gelddruckerei noch intensiver fortsetzen. Bernanke musste das beabsichtigte “Zurückfahren” der Notenpresse im September aufgeben, weil die US-Konjunktur immer noch in der Rezession verharrt. Yellen wird wohl weiter massiv die Wertpapiere des US-Schatzamtes kaufen müssen.

Was ist das überhaupt für eine Wirtschaft, die nur dahinserbelt und nicht mehr gesundet, ausser sie wird mit sagenhaften 84 Milliarden Dollar pro Monat am Leben erhalten, damit der “Motor” nicht ausgeht? Das ist wie ein Komapatient der ohne künstlicher Ernährung am Tropf und Abschalten der Geräte sterben würde. Das ist aber für die Vereinigten Staaten die Normalität seit 2007 geworden, ein totkranker Patient der nur noch mit permanenten Geldinfusionen überhaupt funktioniert. Yellen wird das fortsetzen … müssen!

Wie lange noch? Bis die Welt aufwacht und realisiert, Amerika und damit der Dollar sind eigentlich klinisch tot!

Die Bundesbehörden stehen jetzt schon wegen den “Shutdown” seit zwei Wochen still, weil sich Obamas Demokraten und die Republikaner nicht auf einen Haushalt einigen konnten. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht – und der Countdown läuft: Denn dazu kommt, bis zum 17. Oktober müssen sich die Abgeordneten auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, sonst droht die Zahlungsunfähigkeit. Die USA sind offiziell mit fast 17 Billionen verschuldet, inoffiziell mit 70 Billionen, und die Schulden steigen jeden Tag um 4 Milliarden. Jeden Tag!!!

Die Chinesen haben schon gewarnt und gesagt, lange schauen sie diesem Chaos in den Staatsfinanzen und der Unregierbarkeit Amerikas nicht mehr zu.

Die 67-jährige ehemalige Professorin Yellen vertritt die Idee, mit Geld zum Nulltarif und mit Inflation kann man die Beschäftigung erhöhen. Seit 2008 hat die Fed unter Bernanke fast 3 Billionen Dollar durch das sogenannte “Quantitative Easing”, oder “Geldrucken” laienhaft gesagt, in die Märkte gepumpt, aber es hat nichts gebracht. Wo sind die 2’900’000’000’000 Dollar geblieben? Damit hätte man alle internen finanziellen Probleme der amerikanischen Bürger lösen können. Aber stattdessen ist das Geld ausschliesslich bei den Banken gelandet. Sie benutzen es um ihre Wettverluste zu decken und um weiter im Kasino genannt “Wall Street” zu spielen.

Janet Yellen mag die erste Frau als Chefin der Fed werden, aber sie gehört wie alle ihre Vorgänger zur “Sippe”, vorsichtig ausgedrückt. Was qualifiziert eigentlich die Mitglieder dieser Gemeinschaft, die weniger als 2 Prozent der Bevölkerung ausmachen, exklusiv die wichtigste Bank der Welt ohne Unterbruch zu führen? Ihre eigentliche Aufgabe der Geldwertstabilität, was Zentralbanken eigentlich tun sollen, haben sie auf keinen Fall erfüllt. In den 100 Jahre seit der Gründung der Fed 1913, hat der Dollar über 90 Prozent an Kaufkraft verloren. Das ist für mich ein totales Versagen. Wer hat als einziger davon profitiert? Ihre “Verwandten” bei den Grossbanken?

Es muss jedem klar sein, Zentralbanken sind nur dazu da, um eine Vermögensumverteilung von untern nach oben durchzuführen. Das zeigt jedenfalls die Geschichte des Fiat-Geldes, denn es findet grundsätzlich eine Verarmung der Massen und eine Bereicherung der Elite statt. Wann kapiert die Mehrheit das endlich? Es ist völlig unlogisch, dass die westlichen Staaten die Geldschöpfung privaten Institution überlassen haben, die angeblich “unabhängig” sind (lach), sich von dort das Geld leihen und Zinsen dafür zahlen müssen.

Unabhängig sind die Zentralbanker nur vor einer Kontrolle durch den Souverän, also durch uns. Wir dürfen ihnen nicht in die Bücher schauen und fragen, wie sie zu ihren geldpolitischen Entscheidungen kommen. Die Blutsauger haben ein fantastisches System unter ihrer totalen Kontrolle, mit dem sie Geld aus nichts schaffen können und wir sind ihre Zinssklaven und werden durch die Inflation ständig beraubt. Die neue Fed-Chefin gehört auch dazu.

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