Sollen jetzt alle AfD wählen?

On September 7, 2013, in Analysen zum Zeitgeschehen, Euro, by admin

Sollen jetzt alle AfD wählen?

AFD_LogoWohlweislich der Gefahr, einen Shitstorm zu ernten, möchten wir unsere Leser dennoch auf einen kurzen Aufsatz des Publizisten Jürgen Elsässer hinweisen, da es darum geht, Denkprozesse anzustoßen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der nachfolgende Inhalt nur von Teilen der Redaktion ähnlich gesehen wird, lassen aber jedem seine Meinung.

Lest Euch mein Interview mit Lucke in COMPACT 9/2013 durch. Da gehe ich schon auf Contra, gerade in der Lohnfrage, und frage hart nach beim Verhältnis AfD und Merkel. Will die AfD Merkel stützen? Und warum gibt es in der Euro-Frage keine klare Kante? Ich bin vermutlich der erste Journalist, der Lucke nicht zuviel, sondern zuwenig Populismus vorwirft…

Was meine Privatmeinung angeht: Ich werde mein Kreuzchen bei der AfD machen. Obwohl ich meine Skepsis habe und die kritischen Einwände kenne. Ich wähle AfD aus einem taktischen Verständnis heraus, nicht wegen strategischer Übereinstimmung: Weil wir Bürger NUR durch die AfD-Wahl am 22. September unsere Ablehnung der Euro-Politik zum Ausdruck bringen können. Ein Wahlboykott wäre rein theoretisch auch ne Möglichkeit, aber da ist null organisiert. Eine Revolution wäre natürlich auch ne schöne Möglichkeit, aber das ist Traumtänzerei. Wir reden nicht über eine Fernperspektive, sondern wir reden über den 22. September 2013!!

Mit demselben taktischen Kalkül habe ich 2009 die Piraten und 2005 Die Linke (wegen des Übertritts von Lafontaine) gewählt. Heute sind diese Partei für mich nicht mehr wählbar, aber für die DAMALIGE Situation würde ich das auch im Rückblick immer noch als richtig sehen. Mein Ansatz ist immer derselbe: Durch die Wahl einer entwicklungsfähigen Partei Unruhe in das etablierte Politikkartell zu bringen und so erstmal Luft und Raum zu schaffen, damit die Friedhofsruhe in Deutschland durchbrochen wird und das Volk Hoffnung schöpft, um sich selbst zu organisieren. Letztlich muss das Volk selbst auf die politische Bühne treten, nicht eine gewisse Partei – das will COMPACT befördern. Volkssouveränität – das ist das wichtige Ziel unseres “Magazins für Souveränität” (so der neue Untertitel von COMPACT).

In diesem Sinne ist die AfD nicht “die” Alternative für Deutschland, aber sie schafft Möglichkeiten, dass sich im Volk “AlternativeN für Deutschland” in viel breiterem Rahmen bemerkbar machen können. Wären andere Parteien – PdV oder Neue Mitte – ähnlich aussichtsreich vor dem Überspringen der 5-Prozent-Klausel, wäre auch deren Wahl für mich eine Option, da bin ich ganz unideologisch. Aber sind sie nicht! PdV und NM sind absolut chancenlos, weil sie nur in einigen wenigen Bundesländern antreten.

Die AfD ist ein Experiment. Es kann scheitern. Aber zuerst müssen wir diesem Experiment eine Chance zur Entfaltung geben. Außerparlamentarisch und für die persönliche Lebensführung gibt es viele Möglichkeiten, für Veränderungen zu wirken. Aber bei der Stimmabgabe am 22. September gibt es aus meiner Sicht nur eine sinnvolle Möglichkeit, dem System unsere Ablehnung zu zeigen – und das ist die Wahl der AfD!

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1 Response » to “Sollen jetzt alle AfD wählen?”

  1. Balance says:

    Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie in der brd verboten.

    Für die brd ist die sog. “Demokratie” das Non-plus-ultra, der Weisheit letzter Schluß, und daher sind Parteien, die dieses System abschaffen würden, per Grunzgeschwätz-äh-Grundgesetz automatisch verboten (Artikel 9).

    Das Judensystem hat aus “1933” gelernt und wird es daher nie wieder zulassen, daß eine Systemalternative durch Wahlen die Macht ergreifen kann, um Deutschland zu retten, indem es das System abschafft und eine andere Form des Zusammenlebens (z.B. antimaterialistische Volksgemeinschaft, d.h. echter, weil nationaler Sozialismus) statt des materialistischen Kapitalismus/”Demokratie” oder materialistischen Kommunismus’ (falscher sog. “Sozialismus”) aufbauen will.

    Egal was man wählt, es ist Mist, weil es ja nur dann vom System zur Wahl zugelassen und nicht verboten wird, wenn es “demokratisch” ist (nicht zu verwechseln mit Volksherrschaft ! ; denn eine solche will die sog. “Demokratie” nämlich gerade nicht, – siehe Euroeinführung u.v.m.).

    Nichtwählen ist leider auch Mist, weil dann die großen Abgreiferparteien die “Wahlkampfkostenerstattung” dieser nicht-abgegebenen Stimmen trotzdem unter sich aufteilen.
    Von daher ist es also egal, ob man nun “AfD” oder sonst etwas wählt.
    Die einzig wirklich Alternative für Deutschland, nämlich die NSDAP, läßt dieser “freiheitlichste Staat, den wir je auf deutschen Boden hatten” ja nicht zur Wahl zu, weil per se verboten.

    Da aber für die sog. “Demokraten” die NPD trotz ihrer (und wenn auch nur durch Wahlfälschung, wenn sonst nichts helfen würde!) ein bis zwei Prozent Wählerstimmenerwartung die “große Gefahr von rechts” darstellt, das System mit all seinen Protagonisten, Lakaien, Helfern usw. usf. nicht müde wird, täglich gegen diese Partei zu hetzen, nur weil sie deutsche Interessen vertreten will (ob das nun für alle ihrer Repräsentanten zutrifft, ist dabei unerheblich), sollte jeder Nationale, auch wenn er mit den Inhalten, den Personen und allem anderen in und um die NPD nicht einverstanden ist oder sie sogar ablehnt, nur aus Protest gegen dieses System, das sich für alternativlos hält, nicht “AfD”, “Rechte”, REPse, Pro- oder “Freiheits”judenknechte oder sonst irgend etwas, sondern die NPD wählen, – auch in dem sicheren Wissen, daß diese für den Quatschbudenzirkus (“Einzug in den Bundestag”) keine Chance hat (was angesichts so manchen Funktionärs an der Spitze vielleicht sogar ein Glück ist …).

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