Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche: »Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Beziehungen bringt uns der Apokalypse näher«

 

Der Patriarch von Moskau und ganz Russland Kyrill I. betrachtet die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in westlichen Ländern als Omen des Untergangs und forderte die Russen auf, sicherzustellen, dass diese Sünde niemals durch das Gesetz legitimiert werde.

 

»Wir sind erheblichen Versuchungen ausgesetzt, wenn Länder damit beginnen, Sünden zu billigen und durch das Gesetz zu schützen, um sie so zu rechtfertigen«, zitierte die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS den Patriarchen, aus dessen Predigt am Sonntag in der Kasaner Kathedrale auf dem Roten Platz diese Worte stammen. Diejenigen, die ihrem Gewissen folgen und  »gegen solche von einer Minderheit aufgezwungenen Gesetze kämpfen, werden verfolgt«, fuhr er fort. »Dies ist ein sehr gefährliches, apokalyptisches Anzeichen, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um sicherzustellen, dass diese Sünde niemals in Russland durch staatliche Gesetze für rechtens erklärt wird, denn dies würde bedeuten, dass unsere Nation den Weg der Selbstzerstörung eingeschlagen hat.«

 

 


Gender Volker Zastrow Politische Geschlechtsumwandlung Was »Gender Mainstreaming« bedeutet, können oder wollen selbst Leute nicht vernünftig erklären, die es wissen müssten. Das hat wohl Methode. Denn die Gender-Theorie ist eine sozialrevolutionäre Ideologie, die darauf zielt, die Geschlechterrollen zu zerstören – weil sie diese Rollen für künstlich, also beliebig formbar hält. Und das »Mainstreaming«-Konzept ist eine politische Technik, die das durchsetzen soll. Was heute die Politik bestimmt, begann vor vierzig Jahren in Baltimore mit einem verantwortungslosen Menschenversuch …  Gebunden, 58 Seiten
Der Patriarch betonte, den Menschen sei eingetrichtert worden, dass die Freiheit der Wahl der einzige wirkliche Wert sei, und dass niemand das Recht habe, sich [in die Privatsphäre anderer] einzumischen, »selbst wenn ein Mensch sich für etwas Böses oder ein gesellschaftlich gefährliches Verhalten entscheidet«.

 

Er forderte die Russen auf, für die Befreiung von Sünden zu kämpfen. »Dort, wo Sünde aus Freiheit hervorgeht, drohen Tod, Terror und Diktatur.« Kyrill forderte die Gläubigen auf, für die Zukunft des Landes zu beten und die »Sklaverei der Sünde« zu verhindern, die zur »Selbstzerstörung der Nation« führen werde.

 

Der Patriarch hielt den Gottesdienst an diesem Sonntag zu Ehren der Ikone Unserer lieben Frau von Kasan, die zu den am meisten verehrten Reliquien in Russland gehört. Der Gottesdienst fand in der Kathedrale Unserer lieben Frau von Kasan am Roten Platz statt, in der eine Kopie dieser Ikone aufbewahrt wird.

 

In Russland wird derzeit heftig über gleichgeschlechtliche Partnerschaften diskutiert. Am 30. Juni unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein umstrittenes Gesetz, das Strafen für »Propaganda für Homosexualität gegenüber Minderjährigen« verschärft. Dieses Gesetz zur so genannten »Schwulen-Propaganda« führt Strafen für Propaganda zu nichttraditionellen sexuellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen ein. Dies gilt auch für die Medien, das Internet und Viralspots (d.h. Verbreitung über soziale Netzwerke).

 

Gemäß diesem umstrittenen Gesetz sind nun auch Demonstrationen von so genannten »Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen« oder entsprechende Umzüge sowie die Verbreitung von Informationsmaterial, das darauf abzielt, Kinder über nichttraditionelle sexuelle Orientierungen zu informieren, untersagt. Das Gesetz verbietet ebenfalls die »aufdringliche Verbreitung von Informationen über nichttraditionelle sexuelle Beziehungen, die dazu angetan ist, das Interesse an derartigen Beziehungen zu wecken«.

 


Eine Liebe wie jede andere auch? Buchholtz, Elisabeth Das Thema Homosexualität ist seit den neunziger Jahren durch die Diskussion um die sog. Homo-Ehe und zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen zunehmend ins öffentliche Bewußtsein getreten, in der Deutschdidaktik aber bisher kaum bearbeitet worden.Das Buch möchte Interesse für die innovative Thematik wecken und vielfältige Möglichkeiten der Behandlung im Unterricht aufzeigen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Gegenwartsliteratur und berücksichtigt bewusst Autor/innen, die im Deutschunterricht nicht kanonisiert sind, also literarisches Neuland. Die Arbeit verbindet fachdidaktische Theorie und unterrichtliche Praxis. Dementsprechend gliedert sie sich in zwei Teile: Grundlagen und Unterrichtsmodelle zur Gegenwartsprosa. Der einführende Grundlagenteil steckt den theoretischen Bezugsrahmen der komplexen Thematik ab. Die Unterrichtsmodelle enthalten jeweils einen sachanalytischen Teil und einen skizzierten Unterrichtsverlauf mit Strukturskizzen, Schaubildern, zahlreichen Materialien und konkreten Vorschlägen zum unterrichtsmethodischen Vorgehen, wobei sowohl analytische als auch handlungsorientierte Ansätze berücksichtigt werden. Die Modelle beziehen verschiedene Gattungen der Gegenwartsprosa mit ein; den jugendliterarischen Adoleszenzroman: Kate Walker Peter (8./9.Jahrgangsstufe), Kurzprosa der Gegenwart: Andreas Steinhöfel: What's love gotto do with it? (10./11. Jahrgangsstufe) und den modernen Roman: James Baldwin: Giovannis Zimmer (11.-13. Jahrgangsstufe). Alle drei Werke stellen das Thema Homosexualität in den Zusammenhang von Identitätsfindung und AuseinanderSetzung mit der männlichen Rolle, so dass einer der zentralen didaktischen ZielSetzungen des heutigen Deutschunterrichts, nämlich Identitätsförderung im Rahmen der Persönlichkeitsbildung, ein entsprechender Stellenwert eingeräumt wird.
Aktivisten für die Gleichstellung der Homosexualität in Russland und im Ausland bezeichneten das Gesetz als »schwulenfeindlich«. In einer Stellungnahme auf der Internetseite GayRussia.eu schrieb ein russischer Aktivist, Putin habe mit der Unterzeichnung dieses Gesetzes Russlands internationale Verpflichtungen verletzt.

 

Bereits im April dieses Jahres sah sich Wladimir Putin bei seinen Besuchen in Deutschland und den Niederlanden Hunderten von Demonstranten gegenüber. Unter ihnen befanden sich Aktivisten für »Schwulenrechte« und auch eine feministische barbusige Gruppe. In Amsterdam protestierten mehr als 1000 »Schwulenaktivisten« mit Plakaten vor dem Ort von Putins Zusammenkunft mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte.

 

Demgegenüber unterstützen 88 Prozent der Russen einer Meinungsumfrage zufolge, die im Juni vom Allrussischen Zentrum für Meinungsforschung (VTSIOM) durchgeführt wurde, die Gesetzesänderungen. Lediglich sieben Prozent sprechen sich dagegen aus, und 54 Prozent sind der Auffassung, Homosexualität sollte verboten und bestraft werden.

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