Frankreich: Juden fordern Schmerzensgeld und Benutzerdaten von kritischen Tweets, UEJF

Auserwaehlter Schmierlappen: Judenchef des UEJFDer Jüdische Studentenverband Frankreichs (UEJF) hat angekündigt, weitere juristische Schritte gegen Twitter zu unternehmen, da das soziale Netzwerk bisher nicht der Anordnung eines französischen Gerichts gefolgt ist, die Nutzerdaten der Verfasser von Tweets herauszugeben, in denen Juden kritisiert wurden.

„Twitter hat die gerichtliche Entscheidung vom 24. Januar ignoriert, innerhalb von zwei Wochen die gewünschten Nutzerdaten (IP-Adressen, Mobilfunknummern, E-Mail-Adressen und weitere personenbezogene Daten) auszuhändigen“, sagte Jonathan Hayoun, Vorsitzender des Jüdischen Studentenverband Frankreichs (UEJF).

Die jüdische Studentengruppe fordert 38,5 Millionen Euro an Schmerzensgeld, welche sie vorgibt an ein „Gedenkzentrum“ für den Holocaust in Paris weiterleiten zu wollen.

Twitter beklagte sich, die Aufforderung des französischen Gerichts erst vor wenigen Tagen erhalten zu haben und kündigte an, gegen die Anordnung Widerspruch einzulegen.

Am Sonntag erhielt der UEJF Unterstützung von höchster Stelle: Der französische Staatspräsident François Hollande forderte Twitter auf, die Daten der dem UEFJ missliebigen Twitter-Benutzer umgehend auszuliefern.

Der jüdische Studentenverband hatte Twitter schon früher aufgefordert, kritische Äußerungen über Juden einer strengen Kontrolle zu unterwerfen. Infolgedessen wurden bereits zahlreiche beanstandete Tweets entfernt.

Schon im Oktober letzten Jahres hatte Twitter auf Wunsch einer BRD-Behörde das Twitter-Konto einer regimekritischen Gruppe in Hannover gesperrt. Dies war die erste landesspezifische Sperrung eines Benutzerkontos durch die amerikanische Firma als Resultat politisch motivierter Forderungen einer ausländischen Behörde.

Leave a Reply

Free WordPress Theme



Free WordPress Theme