Britische Aktivisten werden heute Samstag eine Demonstration in London abhalten, um gegen die “Dominanz der Wirtschaft” zu protestieren. Sie weisen daraufhin, in einer Zeit der verschärften Sparmassnahmen für die britische Bevölkerung, wird irrsinnig viel Geld ausgegeben, von dem nur die internationalen Konzerne und die Elite profitiert. Tatsächlich hat sich der britische Staat in immense Schulden gestürzt, denn die Olympischen Spiele kosten umgerechnet bis zu 30 Milliarden Euro.

Unter dem Slogan “Whose Games? Whose City?” oder “Wessen Spiele? Wessen Stadt?” haben die Organisatoren des “Counter Olympics Network” (CON), oder des “Anti-olympischen Netzwerk” sich mit Occupy London und 40 anderen Gruppen zusammengetan, einschliesslich Gegner der Konzernmacht, Menschenrechtsgruppen, Vertreter des lokalen Gewerbes, Umweltschützer, Kriegsgegner und andere Aktivisten, die sich gegen die Olympiade aussprechen.

Es soll ein Demonstrationszug von Mile End durch East London nach Victoria Park um 12 Uhr Mittag stattfinden, um damit zu zeigen, die britische Regierung hat die Olympiade von London in eine privilegierte Arena für die Konzern-, Finanz-, und Militärmacht verwandelt, die nur der Elite dient.

Tatsächlich gab es noch nie eine Olympiade, die so “militarisiert” ist. Das sah man symbolisch schon bei der Eröffnungsfeier gestern, wo britische Soldaten die Olympiafahne aufgezogen haben und nicht Sportler.

Die Olympiade sollte die Errungenschaften der Menschheit feiern. Aber die sogenannten ‘Spiele der Menschen’ in London stehen unter dem Willen der Konzerne und Finanzinstitutionen, die damit ‘legal’ Steuern vermeiden und den Sport mit ihren Marketing durchdringen wollen, um ihr Image aufzupolieren, neben den limitierten Eintrittskarten und den Fahrspuren nur für VIPs,” sagte die Aktivistin Kate Morris der Occupy London Bewegung.

Trotz der Dominanz der Spiele durch die Konzerne, belaufen sich die geschätzten Kosten für den Steuerzahler zwischen 11 und 24 Milliarden Pfund, während Grossbritannien tiefer in eine Rezession schlittert und die Briten gezwungen sind Sparmassnahmen zu tragen, für eine Krise, die sie nicht verursacht haben.

Die Olympiade 2012 ist in ein Fest der Weltsicherheit der Konzerne verwandelt worden, das Milliarden unseres Geldes verschlingt, um die privaten Profite zu steigern, während die Senioren, die Kranken, die Arbeitslosen, die Jungen und andere Gruppen für eine Krise bestraft werden, welche die Finanzindustrie verursacht hat,” sagte der CON Aktivist Julian Cheyne.

Tatsächlich wurden ausgerechnet den Reichen 2 Millionen Eintrittskarten geschenkt, die es sich aber am ehesten leisten können. Dafür gehen die “Normalbürger” leer aus oder müssen den vollen Preis bezahlen. Damit die Bonzen ohne Stau zu den Stadien mit ihren Limousinen fahren können, wurden spezielle Spuren nur für sie eingerichtet. Ganz London ist in eine Festung verwandelt worden, mit tausenden Soldaten, Polizisten, Geheimagenten auf den Strassen, Abwehrraketen auf den Dächern und Hubschrauber und Kampfflugzeuge am Himmel.

Öffentliche Plätze wurden übernommen, das Kleingewerbe ausgeschlossen und die lokalen Bewohner aus ihren Wohnungen vertrieben. Überall sind Sicherheitssperren und speziell die Jugend wird von der Polizei schikaniert. Wer mit einem T-Shirt bei den Spielen als Zuschauer erscheint, die nicht als Aufschrift einer der Marken der Sponsoren hat, wird weggewiesen.

CocaCola, McDonalds, Visa, Addidas und viele andere Konzerne haben sich die Exklusivrechte gesichert und die werden gnadenlos durchgesetzt. Es dürfen keine “fremden Marken” dem weltweiten TV-Publikum bei der Übertragung gezeigt werden, wenn die Zuschauer in den Rängen applaudieren, die nicht zu den Sponsoren gehören.

Wer noch glaubt, es geht bei solchen Grossveranstaltungen nur um Sport, der ist wirklich sehr naiv. Es geht um weltweites Konzernmarketing, um Werbung für Produkte und um die aggressive Markterweiterung. Dazu ist es ein Fest der Elite und Privilegierten, um sich selber zu feiern, auf Kosten der Steuerzahler. Das Volk spielt nur eine Nebenrolle und darf zahlen.

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