Seit Jahren die gleichen Versprechungen, die gleichen Beteuerung, die gleiche geheuchelte Euphorie – doch am Ende ausschließlich blanker Populismus.

1998 – Koalitionsvertrag SPD, Grüne:

“Deutschland muss eine Ideenfabrik werden. Wir wollen ein Klima des geistigen Aufbruchs fördern, das Bildung, Wissenschaft und Forschung neue Entfaltungsmöglichkeiten bietet, bestehende strukturelle Verkrustungen aufbricht und der jungen Generation Zukunftschancen eröffnet. Bildung, Forschung und Wissenschaft sind unsere Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.”

2002 – Koalitionsvertrag SPD, Grüne:

“Wir setzen auf die bestmögliche Bildung für alle, auf ein Bildungssystem, das die Fähigkeiten des Einzelnen fördert. […] Deutschland muss im Bildungsbereich weltweit einen Spitzenplatz einnehmen.”

2005 – Koalitionsvertrag CDU, CSU, SPD:

“Bildung ist der Schlüssel für individuelle Lebenschancen und kulturelle Teilhabe, für Entwicklung und Innovation. […] Der Zusammenhalt und die soziale Entwicklung unserer Gesellschaft, unser Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft hängen immer stärker davon ab, welchen Stellenwert Bildung erhält. Bildung ist der entscheidende Zukunftsfaktor für unser Land, aber auch für die Chancen jedes einzelnen Menschen.”

2009 – Koalitionsvertrag CDU, CSU, FDP:

“Bildung und Forschung sind Grundlagen des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts. […] Deswegen sagen wird der Bildungsarmut den Kampf an. […] Wir wollen Deutschland zur Bildungsrepublik machen, mit den besten Kindertagesstätten, den besten Schulen und Berufsschulen sowie den besten Hochschulen und Forschungseinrichtungen.”

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Rotte Charlotte // Bildet Banden

Der Bildungssektor wird von den demokratischen Parteien gern als ein zentrales Wahlkampfthema verstanden, findet nach der Wahl nochmal Einzug in die utopischen Regierungsziele der frisch gekürten Machthaber, um sich dann schnell zu all den Bereichen zu gesellen, die von diesen Kunstfiguren mittlerweile völlig kaputt regiert und reformiert wurde.

Stand einst das Label “Made in Germany” für den deutschen Erfindergeist, Innovation und Qualität, zeichnete sich unser Volk über Jahre hinweg durch seine geistig-schöpferische Kraft aus, haben sich Millionen Deutsche einst den stolzen Ruf der Zuverlässigkeit und des Pflichtbewusstseins erarbeitet, um diesen dann über Generationen hinweg gerecht zu werden, so reichten den Demokraten gerade mal 60 Jahre, um aus dem Volk der Dichter und Denker ein Heer von Schulabbrechern und Unterqualifizierten werden zu lassen.

Man glaubt, dass jeder die gleichen Möglichkeiten hätte und hängt damit immer noch dem Marx-Gedanken an, dass der Mensch sozusagen wie ein leerer Sack auf die Welt käme und nur durch seine Umwelt etwas werde. Und je mehr leere Säcke man füllt, umso mehr Forscher und Erfinder hat man dann zur Verfügung! Dem gleichen Geist entspringt auch der dann logisch erscheinende Gedanke, die Geburtenarmut der Deutschen durch Zuwanderung auszugleichen – denn leerer Sack ist doch gleich leerer Sack – oder?

Welche Früchte jahrzehntelange demokratische Bildungspolitik schlussendlich trägt, lässt sich aus einem am Mittwoch erschienenen Bericht der Nachrichtenagentur dpa erahnen, welcher auf einen Entwurf des “Berufsbildungsberichts” der Bundesregierung verweist. Demnach gelten mittlerweile 47,3 Prozent der Schulabgänger als “nicht ausbildungsreif”. Die meisten der Betroffenen müssen vor der Vermittlung in eine Lehrstelle zusätzliche Fördermaßnahmen absolvieren.

Zwar wurde diese Zahl von der Bundesregierung mittlerweile dahingehend korrigiert, dass diese 47,3 Prozent nicht für den Anteil der Jugendlichen steht, welcher generell nicht in der Lage ist, nach dem Schulabschluss eine Ausbildung anzutreten, sondern für den Teil, welcher nach der Schule einen zusätzlichen Grundbildungs(!)kurs in Anspruch nimmt, so lässt sich doch trotz aller möglichen Korrekturen und Zahlenwischerei nicht über den Umstand hinweg täuschen, dass die Demokraten auch in puncto Bildung völlig versagt haben.

Die fatale demografische Entwicklung gepaart mit der Unfähigkeit der Herrschenden, das geistige Potential dieses Volkes zu erkennen und zu erwecken, sorgt somit dafür, dass von dem wenigen Nachwuchs, der dem Arbeitsmarkt in Zukunft überhaupt noch zur Verfügung steht, ein großer Teil nicht in der Lage sein wird, den Anforderungen der an sie gestellten Aufgaben gerecht zu werden.

Selbst große Firmen, die ja generell als Anlaufpunkt einer Vielzahl von Bewerbern auf die angebotenen Ausbildungsplätze gelten, verzeichnen neben einem Rückgang der Bewerber auch eine immer schlechter werdende Leistungsfähigkeit der Interessenten.

So äußerte sich auch Martin Stöckmann, Ausbildungsleiter von Siemens am größten Ausbildungsstandort des Konzerns in Berlin, zur derzeitigen Situation:

“Die Qualität der Schulabgänger nimmt ab. Manche können keine drei zusammenhängenden Sätze sprechen oder schreiben. Die Durchfallquote bei unserem Einstellungstest ist signifikant gestiegen.”

Welche Auswirkungen der Bildungsmangel der kommenden Generationen haben wird, ließ sich unlängst einer Prognose der Brüsseler Denkfabrik “Centre for European Policy Studies” (CEPS) entnehmen.

Demnach könnte die deutsche Wirtschaft aufgrund fehlender Investitionen in Bildung in den kommenden 30 Jahren europaweit stark absteigen und sogar hinter der polnischen Wirtschaft zurück fallen. Laut Daniel Groß, Leiter des CEPS, liegt das überwiegend an zu vielen Schulabbrechern und zu wenig Uni-Absolventen im deutschen Bildungssektor. Verknüpfe man die Akademikerquote mit den Resultaten der PISA-Studie, liege Warschau bereits vor Berlin.

Laut Groß werde diese Entwicklung Deutschland in der nächsten Generation zum Land der Hilfsarbeiter machen. Eine Entwicklung, die im Bereich der Politik schon vor Jahrzehnten eingetreten ist.

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