BERLIN. Ein Jahr nach dem Aussetzen der Wehrpflicht bereitet Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die hohe Abgängerquote unter den Freiweilligen weiterhin Sorge. Noch immer geht fast jeder vierte Wehrdienstleistende (24 Prozent) vorzeitig von der Fahne.

Möglicherweise existierten falsche Vorstellungen über die Grundausbildung, sagte de Maizière der Celleschen Zeitung: „Das ist hart und muß hart sein.“ Disziplin gehöre nun mal zum Soldatenberuf dazu. „Wir erwarten, daß der Soldat jeden Tag mit frisch geputzten Stiefeln erscheint“, stellte der Verteidigungsminister klar.

„Wir wollen zum Beispiel keinen rechtsradikalen Rambo“

Es sei aber auch entscheidend, daß die Ausbilder den richtigen Ton träfen. Wenn die Soldaten in ihren ersten Dienstmonaten begeistert würden, blieben sie auch bei der Bundeswehr.

Gleichzeitig betonte de Maizière, es sei wichtig, eine Auswahl zu treffen. „Wir wollen zum Beispiel keinen rechtsradikalen Rambo haben, der mit Waffen der Bundeswehr rumballern will.“ Zudem sei ein guter Gesundheitszustand ein wichtiges Kriterium bei der Bewerberauswahl.

Ende vergangenen Jahres lag die Quote der Soldaten, die ihren freiwilligen Wehrdienst vorzeitig abbrechen, bei knapp 28 Prozent. (krk)

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