EU-Kommission will das Gütezeichen „Made in Germany“ abschaffen

Datei:DBP 1988 1378 Made in Germany.jpgDie Europäische Union ist für ihre Regelungswut bekannt. Jetzt soll sogar das Gütesiegel „Made in Germany“ abgeschafft werden. Die Bundesrepublik ist für ihre Qualitätsprodukte weltweit berühmt, jetzt sollen diese Erzeugnisse zu Allerwelts-Produkten degradiert werden. Für die deutsche Wirtschaft käme dies einer Katastrophe gleich, warnen Experten wie Branchenvertreter gleichermaßen.

„Qualitätsmerkmal“ Germany

Deutsche Produkte genießen weltweit einen guten Ruf. Die Autoindustrie ist in technologischer Hinsicht führend. Die klingenden Namen von Mercedes und Porsche bürgen für Status und Qualität. Konzerne wie Thyssen-Krupp gehören in ihrer Branche zu den angesehensten auf dem Globus. Zumindest eines verbindet all diese Produkte: das Siegel „Made in Germany“. Damit soll es, geht es nach dem Willen der Europäischen Union und Brüsseler Beamten, vorbei sein.

Industriebetriebe der Bundesrepublik müssen die meisten Rohstoffe importieren. Schließlich gibt es in Deutschland nur vergleichsweise geringe Vorkommen von Bodenschätzen. Die EU-Kommission plant eine umfassende Änderung (http://www.welt.de/wirtschaft/articl…n-Germany.html) des Warenursprungsrechts. Demnach würden in Zukunft 90 Prozent der Wertschöpfung bei der Warenproduktion im Inland erfolgen müssen, um als „Made in Germany“ gelten zu dürfen. Allein aufgrund von notwendigen Rohstoffimporten würde dieses Qualitätsmerkmal dann kaum noch zur Anwendung kommen dürfen. Vertreter der Industrie laufen Sturm. „Mit der geplanten Änderung gerät das Label ’Made in Germany’ in Gefahr. Denn wenn künftig Herkunft und Wert der Vormaterialien entscheidend sind, werden viele Produkte nicht mehr als deutsch gelten“, sorgt sich Hans Heinrich Dittmann, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer.

Schlag gegen die Industrie

Eine faktische Abschaffung dieses Labels wäre nicht nur ein Schlag für Industriebetriebe, sondern für die deutsche Wirtschaft insgesamt. „Ich warne ausdrücklich vor einem solchen Schritt. Das Gütesiegel ’Made in Germany’ bürgt weltweit für Qualität und beflügelt deutsche Exporte. Das geltende Ursprungsrecht ist unbürokratisch und international anerkannt, die Änderungspläne sollten daher schnell wieder in der Schublade verschwinden“, fordert Dittmann die Kommission auf, von ihren Plänen Abstand zu nehmen. Deutschland war im Jahr 2010 drittplatzierte Nation im Ranking (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz…757669,00.html) der Exportweltmeister. Allein China und die Vereinigten Staaten schnitten besser ab. 40 Prozent des Wirtschaftswachstums der Bundesrepublik gründet in der erfolgreichen Exportbranche.

Der Bundesrepublik werden systematisch die ökonomischen Flügel gestutzt: Haftungen im Umfang hunderter Milliarden Euro für schwankende Eurostaaten wurden übernommen. Jetzt soll auch die deutsche Realwirtschaft getroffen werden. Die EU schlachtet ihre beste Kuh.

Quelle: http://www.unzensuriert.at/content/0…any-abschaffen

Zur Erinnerung, wie es zu dem Siegel “Made in Germany” überhaupt kam, und welchen Rohrkrepierer es darstellt:

Als Ende des 19. Jahrhunderts auch in anderen europäischen Ländern die Industrialisierung einsetzte, versuchte man in Großbritannien, durch die Kennzeichnung importierter Ware vermeintlich minderwertige Produkte (zum Beispiel Nachahmerprodukte) erkennbar zu machen. Das britische Handelsmarkengesetz vom 23. August 1887 (Merchandise Marks Act 1887) schrieb vor, dass auf Waren unmissverständlich das Herkunftsland anzugeben sei. Dies sollte dem Schutz der britischen Wirtschaft vor importierten Waren – speziell solcher vom Kontinent – dienen, deren Qualität generell als minderwertiger galt. Ein zentraler Auslöser für diese Entwicklung in Großbritannien waren unter anderem Waren aus Chemnitz auf der Londoner Ausstellung im Jahr 1862, da hier erstmals die englische Domäne des Maschinenbaus gebrochen wurde. Dies veranlasste beispielsweise das berühmte Jurymitglied Sir Joseph Whitworth beim Anblick der Maschinen von Johann von Zimmermann erstmals zu dem Ausspruch „very good indeed“ („tatsächlich sehr gut“).

1891 wurde das „Madrider Abkommen über die Unterdrückung falscher Herkunftsangaben auf Waren“ vereinbart. Viele andere Staaten übernehmen damit diese Kennzeichnungsvorschrift.

Im Ersten Weltkrieg verschärfte Großbritannien diese Vorschriften, um es den Briten zu erleichtern, Waren von Kriegsgegnern zu erkennen und zu boykottieren.

Die Kennzeichnungspflicht bestand auch nach dem Krieg weiter. Da die Qualität der deutschen Waren der Qualität jeweiliger einheimischer Produkte im Ausland häufig überlegen war, wirkte „Made in Germany“ zunehmend wie ein Qualitätssiegel. Somit kehrte sich die negativ gedachte Warenkennzeichnung ins Gegenteil um. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „Made in Germany“ zu einen Synonym für das deutsche Wirtschaftswunder. Durch die Exporterfolge der Bundesrepublik Deutschland (siehe Exportweltmeister) und die Globalisierung wurde es weltweit bekannt.

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