Endkampf um die deutsche Heimat
Im Januar 1945 begann die Schlußphase des Krieges im Osten

Im September 1944 erging der Befehl zur Aufstellung des Volkssturms. Alle wehrfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren sollten, so sie denn geeignet waren, den Heimatboden mit allen Mitteln und Waffen verteidigen. Die Angehörigen des deutschen Volkssturms waren während des Einsatzes Soldaten im Sinne des Wehrgesetzes. Im Gegensatz zu feindlichen Terror- und Bandengruppen trugen die Volkssturmmänner eine Uniform (mindestens aber eine Armbinde mit der Aufschrift: Deutscher Volkssturm – Wehrmacht), hatten ein Soldbuch sowie verantwortliche Führer und waren so Kombattanten im Sinne der Haager Landkriegsordnung. Der Volkssturmmann hatte daher die gleichen Pflichten und Rechte wie jeder andere Soldat der Wehrmacht.

Vor allem ab Januar 1945 vollbrachten Männer und Jungen des Volkssturms an vielen Frontabschnitten überragende Tapferkeitstaten. Besonders in Schlesien, Ostpreußen und im Wartheland schlug das Schicksal Anfang 1945 unbarmherzig zu.

Bei bitterer Kälte von unter minus 20 Grad traten in der Nacht zum 13. Januar 1945 die russischen Panzerkolonnen aus dem Baranow-Brückenkopf heraus zum Angriff auf die deutschen Linien an. Vorausgegangen war ein tagelanges massiertes Trommelfeuer der bolschewistischen Artillerie, das an Stärke alles Vorhergegangene übertraf. Das sowjetische Oberkommando hatte dafür Hunderte von Batterien aller Art bereitgestellt. Nach kurzer Zeit brachen die Sowjets in Ostpreußen ins Samland durch, und schlossen die ostpreußische Hauptstadt Königsberg ein. Königsberg wurde daraufhin zur Festung erklärt.

Für die deutsche Bevölkerung begann eine in der Menschheitsgeschichte einmalige Tragödie. Aufgestachelt durch den bolschewistischen Mordhetzer Ilja Ehrenburg, der mit den Worten: “Tötet! Tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist, die Lebenden nicht und die Ungeborenen nicht! Folgt der Weisung des Genossen Stalin und zerstampft für immer das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassehochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!”

Als sich die Mordlust der verbrecherischen Elemente der Roten Armee ins Unermeßliche steigerte, mußten Millionen deutsche Frauen, Kinder und alte Männer aus ihrer Heimat fliehen. Wer Glück hatte, konnte das nackte Leben retten, Millionen aber wurden erschossen, vergewaltigt, gefoltert, geschändet und verjagt.

Immer wieder aber stellten sich dem Feind die Männer des Volkssturms entgegen. Allein in Ostpreußen kämpften achtzigtausend gegen ihn an – “(…) im Raum ostwärts Treuburg erschienen vorn im Schützengraben alte Männer mit Armbinden des Volkssturms, ausgerüstet nur mit italienischen Beutewaffen”. In einem anderen Bericht heißt es: “(…) unter den Verwundeten, die wir bekamen, mehrten sich diejenigen, die nicht mehr als regelrechte Soldaten zu bezeichnen waren. Viele von ihnen sind über das wehrpflichtige Alter hinaus. Trotzdem haben manche erstaunliche Leistungen vollbracht. Einer von ihnen war trotz schwerer Verwundung fast irre vor Begeisterung, weil es ihm gelungen war hintereinander vier Russenpanzer abzuschießen”.

Mit dem Mut der Verzweiflung kämpfte der Volkssturm um Freiheit und Leben, doch der Kriegsverbrecher Stalin hatte den bolschewistischen Mordbrennern freie Hand gegeben, und sie tobten sich mit unvorstellbarer Bestialität an den deutschen Frauen und Kindern aus. Aber dank des unermüdlichen Widerstandes des deutschen Ostfrontkämpfers gelang es vielen Bewohnern der Ostprovinzen, sich in den Westen des Reiches zu retten. Die Roten Armeen der Sowjet-Marschälle Schukow, Konjew und Rokossowski mußten sich vier Monate lang in deutsches Land hineinkämpfen, ehe die Deutsche Wehrmacht einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll unterlag.

Panzerknacker Tiburzy

In der eingeschlossenen Festung Königsberg kämpfte der Volkssturm in der Stärke von acht Bataillonen. Die Volkssturmeinheiten waren auf die einzelnen Frontabschnitte aufgeteilt und den jeweiligen Kampfkommandanten des Heeres unterstellt. Der Führer des Volkssturms Königsberg war der NSDAP-Kreisleiter und Leutnant der Reserve Wagner.

Als ein Beispiel für alle tapferen Soldaten, vom 13-jährigen Freiwilligen des Jungvolks bis zum alten Mann, sei der Bataillonsführer im Königsberger Volkssturm genannt, der Hauptsturmführer der SA, Ernst Tiburzy. Dem damals 34-jährigen, bereits schwerkriegsbeschädigten Ostpreußen Tiburzy wurde das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 10. Februar 1945 verliehen. Er war Führer des Volkssturmbataillons 25/82 in der Festung Königsberg. Bei einem russischen Panzerangriff knackte er einen sowjetischen T-34 Panzer mit der Panzerfaust. Als einer seiner Zugführer feige fliehen wollte, erschoß er ihn, nahm sich neue Panzerfäuste und vernichtete weitere vier T-34 Panzer. Dann warf er, an der Spitze seines Bataillons, im Gegenangriff die Bolschewiken aus ihrer Stellung und hielt befehlsgemäß an dieser Stelle die Front.

Im Wehrmachtsbericht vom 28. Februar 1945 hieß es: “(…) wird die Verleihung des Ritterkreuzes an den SA-Hauptsturmführer Tiburzy bei einem Königsberger Volkssturmbataillon für den Abschuß von fünf Panzern bekanntgegeben”. Tapfere Taten wie diese gab es in jenen Tagen ungezählte, denn die deutschen Kämpfer wußten, daß von ihnen und ihrem Widerstand das Leben ihrer Frauen und Kinder abhing.

Textquelle: http://www.read-all-about-it.org/arc…pf_ds0104.html

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