Wollt ihr die totale Meinung?

Bei anderer Gelegenheit wurde da schon mal laut “ja” geschrien. Heutzutage macht der deutsche Staat derartiges leiser, aber nicht minder effizient. Er gibt das Geld und – wer bezahlt, bestimmt schließlich  die Musik – läßt nachgeordnete Truppenteile die Taktiken für die Gleichschaltung der Presselandschaft ausarbeiten und umsetzen. Soll heißen, daß unliebsame Zeitungen und Zeitschriften verschwinden. Nicht mit Verboten! Nein – das wäre ja undemokratisch und wird nur im Notfall gemacht – der allerdings immer öfter eintritt – wie bei nächtlich-gefährlich Demonstrierenden. Denn wir sind ja laut Grundgesetz sowas von frei, daß es fast nicht mehr auszuhalten ist und wir uns endlich demnächst in die EU-Tollität hinein auflösen wollen. Und dazu ist’s gut, vorher schon die totale Meinung hergestellt zu haben wie wir sie in Deutschland lieben und schon oft hatten. Also gibt das Familienministerium via DGB- an die ver.di-Jugend jede Menge Kohle und Order, damit diese eine Anleitung verfasse für ihre zahlreichen Fußtruppen, in der genau beschrieben wird, wie man vorzugehen hat.

“Aktiv gegen extrem rechte Zeitungen”

heißt dies informative Heftchen und beschreibt ausführlich, wie man – also die antifaschistische Jugendgruppe  – Zeitungshändler gelehrig und gefügig macht. Damit sie solch unzensierte Blätter wie Junge Freiheit, Zuerst oder Nationalzeitung gar nicht erst in die Regale legen? Natürlich kein plumpes “Kauft nicht bei Juden!” Und nicht gleich mit Scheiben einwerfen, Boykott, Mahnwachen und Protest-Demos vor dem Laden agieren, obwohl das ja erst den richtigen Spaß macht, nicht? Nein, das steht nur zum Schluß an als Empfehlung bei ganz uneinsichtigen sturen Händlern. Zunächst ‘reden’ wir natürlich ganz einfühlsam und subtil mit den Händlern, zeigen die Probleme auf, die Umsatzeinbrüche, das schlechte Image. UmGottesWillen nicht die Pistole an den Kopf halten. Gewalttätig sind ja nur die Rechten. Wir sind nur eine edle wehrhafte Demokratie, wo allerdings kein Platz für Nazi-Händler ist, nicht wahr?

Welch Händler sollte dieser Antifa-Argumentation widerstehen können?

Über kurz oder lang kann damit endlich auch die Presselandschaft nachhaltig harmonisiert werden. Bei Fernsehn, Rundfunk und Film ist’s ja schon ewig der Fall. DIE schöne heile und totale Medieneinfalt! Fehlt nur noch das Internet. Aber auch dort sind wir auf einem guten Weg – wie es ganz oben neuerdings immer öfter heißt! Früher führten alle Wege nach Rom – heute die besonders guten nach Brüssel (nur mal so angemerkt, hähä). Also, wie gesagt ein Axel Möller sitzt schon lange und nun auch ein Johannes Lerle wegen seiner Holocaust-Leugnung. Nun gut, diese war ihm eigentlich gar nicht nachzuweisen, aber irgendwie hatten die Richter doch so ein Gespür davon. Kurz – es lag was davon in der Luft. Ein Hauch – wie früher in der Berliner.

Wie bei Demjanjuk: Nichts ist nachweisbar – verurteilt wird trotzdem!

Wozu haben wir unabhängige Gerichte? Natürlich – zum Verurteilen von Rechten. Also “Auf geht’s Buan” – hat wohl auch die Schwandorfer Richterin Kerstin Schirmbeck gesagt, als sie den jungen Daniel Weigl zu 5 Monaten Haft wegen seiner nationalen Gesinnung verurteilte. Er hatte auf seiner Internetseite bis zum 25. Januar die Liedzeile “Ein junges Volk steht auf” stehen, welche aber Anfang des Jahres vom OLG Stuttgart als bösartiges Liedgut der HJ abgeurteilt wurde. Tschja, Pech für den armen Daniel: Nun sitzt er in der Löwengrube der deutschen Justiz! Die gewöhnlich gut informierten Denunziantenkreise waren schneller und nun isser dran – der Meinungsverbrecher.

Daniel Weigl – “der schlimmste geistige Brandstifter der Region!”

– wie ihn Richterin Schirmbeck tituliert. Sie schickt ihn von der Benutzeroberfläche sozusagen in die Tiefen der vergitterten Speicherplätze. Geht’s eigentlich nicht doch noch ‘ne Nummer kleiner? Ist das das Schirmbecksche Hochzeitsgeschenk dafür, daß er sich an einem unleidlichen Tage im April hat in Mitteldeutschland trauen lassen? Frau Schirmbeck paßt gut in die Zeiten der Rettungsschirme. Aber ist damit das deutsche System noch zu retten? Heißt es nur noch Zeit zu gewinnen, bis man unwiderruflich in der EU-Tollität gelandet ist. Dort liegen ja insgeheim schon ganz andere Gesetze parat:

In der EU darf scharf geschossen und getötet werden bei Bedarf!

Und ganz rechtens. Oh, ihr ungehorsamen Demonstranten, warm anziehn hilft da nichts mehr, höchstens die schußsichere Weste. Da wird dann endlich kurzer Prozeß gemacht und es heißt wieder: “Von nun an wird zurückgeschossen!” Wie sich doch die Dinge wiederholen in der Geschichte und Frau Schirmbeck und all die anderen Spießgesellen helfen gehorsamst und eilfertig mit…

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