Wiesbaden (DE) – Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass hinter dem angeblichen Mord der dubiosen Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) an einem Ausländer in Kassel mit hoher Wahrscheinlichkeit in Wahrheit der Verfassungsschutz steckt.

Halit Yozgat, Betreiber eines Internetcafés, wurde am 6. April 2006 in Kassel durch zwei Kopfschüsse getötet. Er war 21 Jahre alt und Türke. Das Café hatte er erst kurze Zeit zuvor mit von seinem Vater geliehenem Geld eröffnet. Zudem besuchte er eine Abendschule, um sein Abitur nachzumachen. Yozgat befand sich ungeplant in seinem Geschäft, er hätte bereits von seinem Vater, der sich verspätete, abgelöst worden sein sollen. Hierbei handelt es sich um einen der neun Morde an Ausländern und einem weiteren Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter. Diese werden alle der vom Verfassungsschutz aufgebauten, finanzierten und gesteuerten Gruppe NSU angehängt. Bewiesen ist nichts. Offiziell wird aber diese Darstellung in der Bundesrepublik verbreitet.

Ominös ist auch, dass es nie ein Bekennerschreiben oder politische Forderungen seitens des NSU gab. Das ist völlig unüblich für eine Terrorgruppe. Auch die angeblichen Ziele sind dafür nicht dienlich. Ausländische Kleingewerbebetreiber sind wahrlich keine politischen Ziele und erfüllen selbst aus der Sicht von rassistisch motivierten Terroristen gar keinen Sinn. Die RAF hatte hochrangige und einflussreiche Personen des Staats- und Wirtschaftsgeschehens als Ziel um das System zu stürzen. Das waren nachvollziehbare Ziele.

Ein Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz war nach Informationen der ZEIT möglicherweise in den vorbezeichneten Mord an dem Kasseler Internetcafé-Angestellten im April 2006 verwickelt. Die Tat wird bislang dem NSU angelastet. Die ZEIT schreibt:

„Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen ermittelten 2006 wegen Mordverdachts gegen den Verfassungsschutzbeamten Andreas T. Dieser habe sich zur Tatzeit in dem Internetcafé aufgehalten. Bei Durchsuchungen der Wohnungen von T. hätten Polizisten zudem neben zwei Pistolen, einem Revolver und Schrotpatronen auch eine abgetippte Version von Hitlers “Mein Kampf” gefunden. Die Aufklärungsarbeit der Polizei sei letztlich daran gescheitert, dass das hessische Landesamt für Verfassungsschutz sich geweigert habe, Informationen über Andreas T. oder seine Quellen zur Verfügung zu stellen. Andreas T. arbeitete als V-Mann-Führer im rechtsradikalen Milieu. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen ihn wegen mangelnder Beweise Anfang 2007 ein. […] In einer vorherigen Version dieses Artikels lautete die Überschrift “Verfassungsschützer soll hinter NSU-Mord stecken”. Wir haben dies geändert, um den Sachverhalt präziser zu beschreiben. Die Redaktion“

Offenbar hat man, wie man den letzten beiden Sätzen entnehmen kann, bereits von Verfassungsschutzseite bei der ZEIT interveniert. Seit wann nimmt es ein „Qualitätsmedium“ wie die ZEIT „präzise“ mit der Berichterstattung?

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