Potsdam (DE) – “Der Tourismus ist für uns ein unverzichtbarer Partner, um der Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Tendenzen zu begegnen”, so Bildungsministerin Martina Münch (SPD) gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Brandenburg. Hintergrund der Argumentation ist die Behauptung, daß tatsächliche und angebliche “Rechtsextremisten” – gemeint sind damit, egal wie sie im Detail denken mögen, rechtsdenkende, nationale Deutsche –  Touristen vergraulen und somit das Geschäft von Gastronomie und Hotellerie schädigen würden.

Damit in Zukunft alle Gastwirte und Hoteliers wissen, wie sie besonders politisch korrekt und von oberster staatlicher Stelle geleitet gegen “Rechtsextremisten” vorzugehen haben, hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (kurz: DeHoGa) gemeinsam mit Sozialdemokratin Martina Münch eine Broschüre mit dem Titel ”Rechtsextremisten nicht auf den Leim gehen” (sic!) herausgebracht, die “Tipps und Tricks” gegen den enfant terrible der Bundesrepublik beinhalten. Der staatlich subventionierte “Ratgeber” weist unter anderem darauf hin, wann ein Vermieter den Vertrag auflösen kann – so etwa, wenn auf der Veranstaltung, wer hätte es gedacht, “rechtsextreme, rassistische, antisemitische oder antidemokratische” Inhalte auf der Tagesordung stehen.

In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, wie sich bspw. Mitglieder der NPD unter falschem Vorwand – wie einem “Weinkontor”, der wohl von der NPD Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zur Raummietung vorgeschoben wurde – Räumlichkeiten für ihre gefährlichen und bösartigen Versammlungen anmieten würden. “Mich macht jeder einzelne dieser Fälle betrübt”, so DeHoGa-Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke, der offenbar bisher wenig wirklich Betrübendes in seinem Leben erfahren hat. Was denn so betrübend an der Sache sein soll, daß eine demokratisch legitimierte Partei völlig selbstverständliche Treffen abhält und dafür Räume anmietet, lässt Lücke offen. Viel mehr ist es doch betrübend, daß es nationale Deutsche heutzutage nötig haben, den Vermieter zu belügen, weil die Antwort unter anderen Umständen so oder so – oft auch unter Zwang –  feststehen würde.

Für die NPD ist es durchaus schon vorgekommen, daß sie einen Parteitag in einem Bierzelt abhalten mussten, weil die befragten Gastronomen allesamt zu kleinkariert und zu politisch korrekt von ihrem “Hausrecht” gebrauch machten. Über dieses frappierende Mitläufertum, das nichts weiter ist als paranoide Unmündigkeit, scheinbar noch stolz, betont der “Deutsche” Hotel- und Gaststättenverband, daß er weitere Mitglieder zukünftig in dieser undemokratischen Haltung bestärken und unterstützen möchte. Die Antwort auf die Frage fällt nicht schwer, wen der politisch korrekte Verband wohl etwa zur Zeit des Nationalsozialismus oder zur Zeit des DDR-Sozialismus unterstützt hätte. Wie sagt der Volksmund? Wes’ Brot ich ess’, des’ Lied ich sing’.

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