Nur wenige können noch daran zweifeln, Syren steht als nächster auf der langen Abschussliste des Westen, die schön der Reihe nach abgehackt wird. Diesmal sind die Nachbarländer beauftragt worden, die Drecksarbeit als Vorbereitung zu erledigen. Saudi Arabien und die Golfstaaten beliefern die angeheuerten Terroristen mit Waffen und statten sie mit Petrodollar aus. Über Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei werden die bewaffneten Söldner eingeschleust, verursachen Chaos und Angst zur Destabilisierung der Assad-Regierung, und können sich dann nach ihren Überfällen, Bombenanschlägen und Massaker in die Nachbarländer zurückziehen.

An der Konferenz der Syrien-Aktionsgruppe in Genf ist wenigstens eine Verständigung über Grundsätze für einen politischen Übergang am Samstag zu Stande gekommen. Das gab der UNO-Sondergesandte Kofi Annan nach dem Ende der Verhandlungen in einer vorgelesenen Erklärung bekannt. Die Aussenminister der fünf UNO-Vetomächte und arabischer Staaten einigten sich unter anderem darauf, dass Mitglieder der aktuellen syrischen Führung auch an einer Übergangsregierung beteiligt sein könnten. Ebenso könnte dies für Vertreter der Opposition und anderer Gruppen der Fall sein.

China und Russland haben verhindert, dass nur vom Westen eingesetze Terrorbanden die Macht in Syrien übernehmen dürfen, so wie in Libyen. Wie sich im Nachhinein zeigt, können die Ölkonzerne dort ungehidert das Land ausplündern, während sich die verschiedenen islamischen Gruppen gegenseitig bekämpfen und die Bevölkerung terrorisieren. Dieses Chaos nach einer NATO-Intervention ist das abschreckende Beispiel für Syrien, China und Russland.

Das Ergebnis der Konferenz passte Hillary Clinton überhaupt nicht. Sie musste im Anschluss ihre Gift versprühen und sagte, der syrische Präsident Bashar al-Assad muss gehen. Wer Blut an den Händen habe, werde die Prüfung eines gegenseitigen Einverständnisses nicht bestehen. Das sagt ausgerechnet dieses Vampir, die selber in Blut badet. Als Aussenministerin ist sie mitverantwortlich für die Kriege Washingtons nicht nur in Afghanistan, Irak und Libyen, sondern auch für das gezielte Morden aus der Luft mit Drohnen in Pakistan und Jemen.

Insgesamt geht die Zahl der Toten durch die US-Militärinterventionen der letzten 20 Jahre in die Millionen, die meisten davon Zivilisten. Seit dem II. Weltkrieg sind laut einer Studie die Vereinigten Staaten höchstwahrscheinlich für den Tot von 20 bis 30 Millionen Menschen durch Kriege und Konflikte in der ganzen Welt verantwortlich.

Es ist deshalb unglaublich, wie Washington sich trotz dieser Tatsache als DIE MORALISCHE INSTANZ aufspielt. Der Unterschied zwischen dem mit Hollywood-Propaganda verbreiteten positiven Image der USA und den tatsächlichen mörderischen Taten könnte nicht grösser sein. Jeder der Augen im Kopf hat sieht doch, das “Land der Freiheit” hat sich seit 9/11 in einen faschistischen Polizeistaat verwandelt und die NATO-Lakaien sind auf den besten Weg dorthin.

Satan kommt gerne in Engelsgestalt, versteckt sich, täuscht, lügt und betrügt. Wir wissen mittlerweile, Krieg ist Frieden, denn alles ist auf den Kopf gestellt. Sich selber bezeichnet man als Guten der nur gutes will, dabei verbreitet man nur Elend, Tod und Zerstörung auf der Welt. Der Abwurf von zwei Atombomben auf Japan diente auch einem guten Zweck. Spätestens damit hat Amerika seine Unschuld und moralische Rechtfertigung verloren.

Eigentlich ist eine Konferenz von Staaten, die über das Schiksal und die Regierungsform eines anderen souveränen Staates diskutiert und entscheidet, völlig unakzeptabel, völkerechtlich illegal und eine Anmassung. NIEMAND hat das Recht von Aussen die Regierung eines Landes zu unterminieren, zu stürzen und über die Köpfe der Bevölkerung hinweg zu bestimmen. Aber ausgerechnet die westlichen Länder, welche immer über Demokratie und das Selbstbestimmungsrecht der Völker daherschwafeln, machen es dauernd. Sie reden überall rein, diktieren und spielen sich als Besserwisser auf, sind an Arroganz nicht zu überbieten.

Die Liste der Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten seit dem II. WK ist lang. Vom Sturz der demokratisch gewählten Regierung des Iran 1952 und Einsetzung des Schah als Diktator, bis zur Ermordung von Muammar al-Gaddafi in Libyen und Einsetzung von dutzenden sich verfeindeter und bekämpfenden Stammesgruppen 2011, plus mindestens 40 weitere Staatsstreiche, politische Morde und Militärinterventionen in all den Jahren dazwischen.

In Syrien sind sie gerade dabei und sehen es als Beseitigung des Hindernis auf dem Weg in den Iran. Ziel ist es alle Regierungen im Nahen- und Mittleren Osten zu entfernen, die sich nicht dem Diktat Washingtons unterwerfen und Israel als einzige regionale Atommacht akzeptieren. Das Hindernis für Afrika haben sie mit Gaddafi beseitigt, der gerade dabei war, eine Opposition der afrikanischen Staaten gegen AFRICOM zusammen zu stellen. Dieses im Jahre 2008 gegründete US-Kommando mit Sitz in Stuttgart hat die Aufgabe, den Chinesen den Zugriff auf die reichen Ressourcen Afrikas streitig zu machen.

Bei allen Konflikten geht es nur um Macht und Kontrolle und sicher nicht um Demokratie oder Menschenrechte. Das ist nur eine vordergründige Ausrede für die leichtgläubigen Gutmenschen, für die leicht zu täuschenden Linken und Grünen, die dann einer militärischen Intervention gerne zustimmen. Ja, werfen wird doch aus humanitären Gründen Bomben auf die Bevölkerung der Zielländer, um sie zu schützen. Wir müssen alles zerstören, um sie zu retten. Eine beklopptere, absurdere und verbrecherische Logik gibts gar nicht.

Der Abschuss einer türkischen Spionagemaschine über syrisches Staatsgebiet wird jetzt als willkommene Ausrede verwendet, um Truppen, Panzer und Waffen an die türkisch/syrische Grenze zu verlagern. Nach dem Erdogan neue Einsatzregeln verkündete, hat die Türkei Raketenbatterien, Artillerieeinheiten und Luftabwehrgeschütze zur Grenze mit Syren verlagert, zusammen mit Lastwagen voller Soldaten. Gepanzerte Fahrzeuge sind nach Sanliurfa und Reyhanli in der südtürkischen Provinz Hatay entsandt worden.

Erdogan sagt, jede Aufmarsch auf syrischer Seite wird als Bedrohung angesehen und entsprechend beantwortet. Das heisst, die Türkei betrachtet das Gebiet 20 Kilometer tief in syrisches Territorium hinein bereits als das eigene und erlaubt keine syrischen Truppen mehr dort. Syrien hat aber 170 Panzer und Militäreinheiten nördlich von Aleppo verlagert, entweder als Antwort auf den türkischen Aufmarsch, oder um die Terroristen in der Grenzregion zu bekämpfen. Es stehen sich Panzer auf beiden Seiten gegenüber und ein Funke kann Kampfhandlungen auslösen.

Gleichzeitig finden schon länger Grossmanöver mit 12’000 Soldaten in Jordanien statt, bestehend aus US-Truppen und die von befreundeten Staaten. Dazu werden die ausländischen Söldner mit noch mehr Waffen und Sprengstoff beliefert, um in Syrien weiter wüten zu können. Parallel läuft die Propaganda in den westlichen Medien mit Lügen auf Hochtouren, um Assad als Schlächter darzustellen. Es spitz sich alles auf einen Krieg gegen Syren zu. Die NATO wartet nur noch auf einen “plausiblen Grund”, um einen Bombenkrieg starten zu können.

Aber Syrien ist nur einer der Konfliktherde in dieser strategischen Auseinandersetzung. Was mehr oder weniger unbeobachtet bleibt, ist ein weiterer Kampf um die Vorherrschaft in Vorderasien, nämlich im Südkaukasus. Auch da ist die Türkei involviert, zusammen mit Georgien. Die NATO weitet stehtig ihren Einfluss im Kaukasus aus und ein Krieg droht auch dort. Am 26. Juni traf sich Georgiens US-Marionette Sackarschwilli mit dem türkischen Präsidenten Abdullah Gul in Istanbul, um “Themen der regionalen Sicherheit und Stabilität” zu besprechen.

Gul traf auch den Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Aliyev, um die ständig wachsende kritische Situation an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien und Aserbaidschan und Bergkarabach zu besprechen. Dutzende armenische und aserbaidschanische Soldaten sind bei Kämpfen diesen Monat getötet worden. Die Republik Bergkarabach wird vom Westen nicht anerkannt, von Armenen unterstützt und von Aserbaidschan beansprucht.

Hinter der Absicht Aserbaidschans Bergkarabach zurückzuerobern, steht die ethische und sprachlich verwandte Türkei. Da Ankara ständig Luftangriffe und Militäreinsätze über die Grenze im Irak gegen die PKK durchführt, jetzt Truppen gegen Syrien aufmarschieren lässt und Erdogan öffentlich den Sturz von Assad fordert, gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, die Türkei wird auch beim Angriff von Aserbaidschan auf Bergkarabach mitmischen und so einen Krieg gegen Armenien auslösen.

Hinter Armenien steht aber Russland, die beide Mitglieder der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) sind, zusammen mit Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Weissrussland. Wenn ein Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ausbricht und die Türkei den einen unterstützt und Russland den anderen, dann gibt es die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland, bzw. der ganzen OVKS.

Vor drei Wochen besuchte Hillary Clinton alle drei südkaukasichen Länder, Armenien, Aserbaidschan und Georgien. In der georgischen Hauptstadt Tiflis versprach sie dem Land Amerikas Unterstützung in der Ausbildung der Streitkärfte, um “den Himmel und die Küste besser überwachen zu können” sowie den baldigen Beitritt zur NATO. Sie wiederholte auch den Standpunkt der USA und NATO, die unabhängigen Republiken Abchasien und Südossetien sind ein Teil von Georgien und zur Zeit “besetzte Gebiete” durch Russland. Das gleiche gilt für Bergkarabach und Transnistrien.

Typisch für den Westen ist die zweierlei Mass und Heuchelei was Unabhängikeitserklärungen betrifft. Die des Kosovo und Südsudan wurden sofort anerkannt, da sie nützlich für die Strategie der NATO sind. Wenn sich die Bevölkerung von Abchasien, Südossetien, Bergkarabach und Transnistrien für unabhjängig erklären und eigene Republiken wollen, dann wird das nicht akzeptiert, weil angeblich unter russischen Einfluss. Der Volkswille wird in einem Fall akzeptiert, im anderen ignoriert.

Der Beitritt Georgiens zur NATO wird, wenn man die Worten von Hillary Clinton interpretiert, sofort einen Konflikt über Abchasien und Südossetion mit Russland auslösen. Obwohl es gibt ja den Passus im NATO-Vertrag, kein Land darf ein neues Mitglied werden, wenn es territoriale Streitigkeiten gibt.

Für Abchasien und Südossetion ist der Fall schon lange erledigt. Sie wollen mit Georgien nichts mehr zu tun haben und werden wie bereits gezeigt für ihre Unabhängigkeit kämpfen. Es ist der Westen der Georgien weiter anstachelt, die ehemaligen Territorien zu reklamieren.

Amerikas Interesse an Georgien besteht ja nur wegen der strategischen Lage. Als Durchgangsland für die Pipeline vom Kaspischen Meer in die Türkei und weil Georgien einer der Ausgangspunkte für einen Angriff auf den Iran dient. Ausserdem ist es ein Stachel im “Bauch” Russlands.

Wir sehen, der Konflikt über Syrien ist nur ein Teil der grösseren Feindseligkeiten, die eine zentrale NATO-Strategie sind. Es geht um die Beherrschung von ganz Vorder- und Zentralasien. Auch der Iran ist nur ein Zwischenschritt im grossen Schachspiel, denn das grosse Ziel ist China und Russland zu umzingeln und dann matt zu stellen. Die NWO duldet keine multipolare Welt, sondern will über das Weltimperium alleine herrschen.

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