MÜNCHEN. Der Islam gehört nach Ansicht des bayerischen Finanzministers Markus Söder (CSU) zur Gesellschaft im Freistaats. „Der Islam ist Bestandteil Bayerns“, sagte Söder laut der Nachrichtenagentur dpa in einer erst jetzt bekanntgewordenen Rede auf dem Kulturfest der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in Nürnberg.

Damit ging Söder auf Distanz zu anderen CSU-Politikern, die stets verneint hatten, daß der Islam zu Deutschland gehöre. So hatte beispielsweise Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im März vergangenen Jahres betont, der Islam sei historisch gesehen nie ein Teil Deutschlands gewesen.

Ministerium: Söder ist ein Freund der Türkei

Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der Ditib in Nürnberg, Fikret Bilir, erntete Söder auf dem Fest für seine Rede großen Applaus der rund 1.000 Besucher. Man hoffe nun, daß er standhaft bleibt, sagte Bilir.

Söder selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu seiner Aussage zu erreichen, da er laut seinem Ministerium im im Urlaub in der Türkei weile. Söder sei ein Freund der Türkei, sagte ein Sprecher der Agentur. Türkisches Leben sei Realität in Deutschland und die Religion Bestandteil Bayerns. Daher gehörten auch die Menschen zum Freistaat, versuchte der Sprecher die Position des Ministers zu erläutern. (krk)

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