Der Österreichische Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hat in einem Interview mit der Zeitung “Die Presse” am vergangenen Sonntag einige Aussagen gemacht, die für einen westlichen Politiker bemerkenswert sind. Er warnt vor einem Angriff auf den Iran, kritisiert den NATO-Raketenschild und attackiert Israels Aussenminister Lieberman. So viel Mut, Ehrlichkeit und gesunder Menschenverstand sind selten, da die meisten Politiker Opportunisten, völlig korrupt und gehirngewaschen sind. Darabos ist für seine kontroversen Aussagen was das Militär betrifft bekannt und er sieht sich selber nicht als Militarist, obwohl er für die Landesverteidigung zuständig ist.

Zur Frage über die Aufstellung des NATO-Raketenschild sagte er:

Ich halte es für wichtig, dass Russland eingebunden wird … Die bisherigen Verhandlungen wurden nicht so geführt, dass Russland einsteigen kann. Zudem stimmen gewisse Informationen nicht, die gestreut wurden, um auf die Dringlichkeit des Raketenabwehrschirms hinzuweisen … Die iranischen Raketen haben noch nicht die Reichweiten, um Mitteleuropa zu gefährden. Es gäbe also noch Zeit, auf die Russen zuzugehen.

Zu einem präventiven Angriff gegen die iranischen Atomanlagen durch Israel sagte er:

Der Iran ist nicht so weit, diese Bombe bauen zu können. Israels Drohungen sind deshalb entbehrlich. Ein Angriff Israels auf den Iran würde einen Flächenbrand in der Region auslösen, der nicht mehr beherrschbar wäre … Man muss den Druck diplomatisch und wirtschaftlich erhöhen.

Dann zur Frage über seine Einstellung zur israelischen Regierung:

Ich bin froh, dass die Kadima-Partei in die israelische Regierung eingetreten ist. Das könnte die Radikalisierung mildern. Insgesamt ist die israelische Politik für mich schwer nachzuvollziehen … Ich sehe Verbesserungspotenzial in der Siedlerpolitik. Zudem stellt Israel offenbar Aussenfeinde wie den Iran oder auch die Palästinenser in den Vordergrund, um von inneren sozialen Problemen abzulenken … Und wenn Sie mich so offen fragen: Ein Herr Lieberman ist für mich als Mitglied der israelische Regierung unerträglich.

Dann zum Konflikt in Syrien und einem vom Westen angezettelten Regimewechsel sagte er:

Nur ist die Frage, was nach Assad kommt. Mittlerweile ist klar, dass der Arabische Frühling nicht unbedingt zu Demokratisierung und Stabilität führt. In Libyen bekämpfen sich die Milizen, die Gaddafi beseitigt haben, nun gegenseitig. Auch die syrische Opposition ist nicht wirklich eine demokratische Alternative. Minderheiten wie die Christen wären nach einem Sturz Assads höchst gefährdet. Schon jetzt ist, wie mir UN-Generalsekretär Ban gesagt hat, das Terrornetzwerk al-Qaida in Syrien eingesickert.

Klar hagelte es dann gleich Kritik der Opposition.

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache sagte am Montag: “Der einzige der hier unerträglich ist, ist Darabos selbst“. Einem Zivildiener wie Darabos stehe es in keinster Weise zu, die Verteidigungspolitik Israels zu beurteilen, kritisierte Strache. Seine Äusserungen seien ein Affront gegenüber einem befreundeten Staat, der durch äussere Feinde von seiner Existenz bedroht sei.

So, so, wenn einer nicht “gedient” hat, dann darf man zu einem drohenden Krieg nichts sagen. Das heisst, die meisten Frauen haben auch den Mund zu halten, oder was? Strache disqualifiziert sich damit selber. Lächerlich ist auch seine Aussage über eine “Existenzbedrohung”. Die einzigen die wirklich nicht als vollwertige Menschen und Nation existieren dürfen sind die Palästinenser.

Auch aus eigenen Regierungskreisen wurde die Kritik laut: „Die Äusserungen geben in keiner Weise die Haltung des Aussenministeriums oder der Bundesregierung wieder“, hatte ein Sprecher des Ministeriums mitgeteilt. Zudem entsprächen sie nicht dem Stand der bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Österreich.

Wer so einen Rassisten und Faschisten wie Liebermann damit verteidigt, den in Israel selber praktisch keiner will und unmöglich findet, der ist am falschen Posten und soll zurücktreten. Sogar Obama hat zum Beispiel Lieberman noch nie getroffen und boykottiert ihn.

Die Jerusalem Post griff die Aussagen von Darabos auf und bezeichnete Österreich als „einen der schärfsten Kritiker Israels in der EU.

Und? Was soll das heissen? Darf man keine Kritik an einem Unrechtsregime üben?

Bin ja gespannt wie lange es dauert bis Darabos einen “Unfall” hat.

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