Zitat:

Offener Brief an den Bundesvorstand der Nationaldemokratischen Partei Deutschland

An den NPD Bundesvorstand
Postfach 840157
12531 Berlin

Betreff: Austritt aus der NPD

Regensburg, den 7.5.2012

Kameradinnen und Kameraden,

hauptsächlich aufgrund nachfolgender Gründe ist es mittlerweile zahlreichen Funktionären im Landesverband der NPD Bayern nicht mehr möglich, die Parteipositionen gegenüber den eigenen Mitgliedern – aber auch gegenüber dem deutschen Volk und letztendlich den Wählern – glaubwürdig zu vertreten.

Unsere (aber auch von vielen anderen getragene) Kritik richtet sich insbesondere gegen die Führung des Landesverbandes Bayern und dessen mit Nachdruck geführten Kleinkriege gegen freie Kräfte und/oder Funktionären, die diesen Schwachsinn nicht mittragen wollen. Maßgeblich richtet sich unsere Kritik an den derzeitigen Landesvorsitzenden Ralf Ollert und seine ständigen Diffamierungsversuchen auch in der Systempresse – in der er freie Kräfte der Internetplattform „Freies Netz Süd” als quasi kriminelle Vereinigung darstellt.

Dazu kommen mehrere Beschlüsse vom neuen Bundesvorstand, Kreisverbänden in der Oberpfalz und anderen Kreisverbänden in Bayern – die maßgeblich mit freien Strukturen zusammenarbeiten – zu blockieren. So wurden zum Beispiel komplett sinnfrei Abgrenzungen und/oder Auftrittsverbote gegen Parteinichtmitglieder beschlossen, so zum Beispiel gegen Karl-Heinz Hoffmann und Martin Wiese u. a. Des Weiteren sollen alle Veranstaltungen – gleich ob frei oder Partei – zuerst beim Landes- und Bundesvorstand gemeldet und dort um Erlaubnis gebeten werden. Dieser Beschluss ist allein dahingehend schon Schwachsinn, da uns der derzeitige Landesvorstand immer ein Verbot aussprechen würde, um konstruktive Arbeit zu verhindern. Dass die NPD in der Oberpfalz bislang eine der aktivsten Verbände in Bayern war, hat die Vergangenheit eindeutig bewiesen!

Auch an den Grundprinzipien der NPD wird mehr und mehr herum gefeilt, um aus einer nationalen Partei eine Systempartei zu zimmern. In Bayern macht sich das beispielsweise bemerkbar, in dem in einem Strategiepapier das Existenzrecht Israels bekräftigt wird oder durch ein aktuelles Positionspapier des stellvertretenden Landesvorsitzenden Sascha Roßmüller eine der ur-nationalistischen Forderungen – das Abstammungsprinzip – als Grundlage gestrichen werden soll. Dadurch möchte sich der LV Bayern offensichtlich neue Wählerschichten aus Nichtdeutschen erschließen.

Der derzeitige Landesvorstand hat auch kein Problem damit und gibt das auch offen zu, mit dem Staatsschutz zusammen zu arbeiten und Veranstaltungen mit diesem abzusprechen obwohl dies durch die Parteisatzung ausdrücklich untersagt wird.

Dazu kommt noch der unglaubliche Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen in Bayern und Parteigeldern im Allgemeinen. Seit zig Jahren bezahlen bayerische Parteimitglieder eine Umlage in Höhe von 1,50 ¤ im Monat. Der Beschluß einer Umlage wurde seinerzeit gefasst, um mit diesem Geld eine Landesgeschäftsstelle zu erwerben. Die bayerische NPD unter Ollert kann bislang nicht einmal eine Garage ihr eigen nennen. Und statt diese Umlage – wie es eigentlich Voraussetzung sein sollte – auf einem gesonderten Konto zu sammeln, um bei einem entsprechenden Immobilienangebot flüssig zu sein, wurde es im normalen Haushalt mit verpulvert. Inzwischen wurde diese Umlage für einen Geschäftstellenerwerb umgelogen, in dem man nun behauptet, man hätte damit nie den Kauf einer Immobilie gemeint, sondern dieses Geld wäre schon immer dafür gedacht, um damit den hauptamtlichen Geschäftsführer zu bezahlen. Dieser vertritt ja die „Landesgeschäftsstelle”. Ältere Mitglieder werden die Unwahrheit dieser Behauptung kennen. Zudem haben wir einige fest alimentierte Funktionäre, die immer von anderen Mitgliedern mehr Spenden aus Solidarität fordern, ohne selbst nur überhaupt ein Flugblatt im Wahlkampf in die Hand zu nehmen.

Bis jetzt konnten wir Aktivisten in der Oberpfalz keine auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit dem bayerischen Landesverband führen, da sich die Funktionäre im Landesvorstand immer wieder über Absprachen und Zusagen hinweg setzten oder diese hinter dem Rücken ihrer Gesprächspartner ohne deren Kenntnis ummodellierten. Bei anstehenden Wahlkämpfen erinnert man sich plötzlich wieder ans gemeine Fußvolk und versucht es wieder zu mobilisieren.

Aus diesen Gründen – und es gäbe noch zahlreiche hinzuzufügen – legen wir alle Ämter nieder und treten mit dem heutigen Tag aus der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) aus.

Eine ähnliche Entwicklung ist nicht nur in den anderen bayerischen Bezirken, sondern auch in der gesamten NPD nach der Wahl Holger Apfels zum Bundesvorsitzenden zu verzeichnen und nicht mehr weg zuleugnen. Die sinkenden Mitgliederzahlen belegen das eindeutig.

Wir werden selbstverständlich weiterhin für die Befreiung Deutschlands und unserer Heimat kämpfen, allerdings nicht mehr in den Reihen einer gleichgeschalteten NPD, die sich in Bayern – und auch angesichts des derzeitigen Parteivorstands – zusehends zur Systempartei entwickelt und damit zur Auflösung unserer nationalen Weltanschauung massiv beiträgt.

In nationalen freien Strukturen und auf kommunaler Ebene sehen wir daher unser zukünftiges Aufgabenfeld, um nationale Politik sichtbarer vor Ort zu betreiben.

Allen Kameradinnen und Kameraden, die uns und andere in der Partei die ganze Zeit über unterstützt haben, möchten wir hier noch einmal nachhaltig danken. Wir hoffen auch in Zukunft weiter auf ein gutes Verhältnis mit den konstruktiven Kräften innerhalb der NPD und wünschen uns weiterhin mit diesen eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Kampf um Deutschland.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Daniel Weigl

* Vorsitzender NPD Bezirksverband Oberpfalz
* Vorsitzender NPD Kreisverband Cham-Schwandorf

Robin Siener

* Stellvertretender Vorsitzender NPD Bezirksverband Oberpfalz
* Vorsitzender NPD Kreisverband Regensburg-Stadt/Land

Simon Preisinger

* Beisitzer NPD Bezirksverband Oberpfalz
* Vorsitzender NPD Kreisverband Tirschenreuth


Quelle

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