Die Monarchie ist zurück

On March 30, 2012, in Thiazi Forum, by admin
Es ist schon einige Zeit her, dass sich die deutsche Monarchie zurückgemeldet hat. Ich habe kein passendes Thema gefunden, also mache ich mal ein neues auf.

Prinz Philip Kiril von Preußen nutzte die Wulff-Affäre für ein kurzes Statement, das meiner Meinung nach aus mehreren Gründen interessant ist.

Warum sind diese Artikel interessant?

Weil der Prinz in der Welt die Dinge anprangert, die sonst zu einem Amoklauf der Presse führen würden.

Er prangert mit ziemlich deutlichen Worten und zu Recht die Würdelosigkeit der Demokratie an ("unter seine Würde wäre…").

Einen optimaleren Zeitpunkt hätte er, nachdem dieselbe Presse den Bundespräsidenten Wulff fertig gemacht hat, nicht aussuchen können.

Er prangert zu Recht die Kurzlebigkeit der demokratischen Regierungsepisoden an.

Er prangert ausserdem den Geburtenrückgang an und -das ist ein Novum- sieht ziemlich deutlich formuliert in der Familie, für die er ein Vorbild sein will, die Lösung für Fachkräftemangel und die sonstigen Gründe, die die Demokratie uns als Einwanderungsgrund nennen.

Nun, ich denke, dass das die meisten hier so sehen.

Was hier wirklich das Novum ist, ist der Schreibstil der Autoren sowohl in der Welt als auch im Spiegel. Da kommt gar nicht die sonst übliche Kritik. Es wird einfach unkommentiert hingeschrieben.

Wo sind sie denn alle, die sich sonst immer hyperventilierend echauffieren?

Wo sind die Pressefritzen, die Prinz Ernst August noch vor einigen Jahren in den Dreck geschrieben haben? Ist ihnen irgendwie die Courage abhanden gekommen? 😀

Quelle (Welt): http://www.welt.de/politik/deutschla…e-zurueck.html

Quelle 2 (Speichel): http://www.spiegel.de/panorama/gesel…821311,00.html

Zitat:

Wulff-Affäre – Preußen-Prinz will Monarchie zurück

Der Urenkel von Kaiser Wilhelm II., Philip Kiril, plädiert für die Wiedereinführung der Monarchie. Für den Prinzen wäre das eine sinnvolle Konsequenz aus Christian Wulffs Affären.

Unter dem Eindruck des Wulff-Skandals empfiehlt Prinz Philip Kiril von Preußen die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland. Königsfamilien vermittelten Stabilität. "Sie werden nicht per Misstrauensvotum oder durch Aufhebung der Immunität aus dem Amt gefegt. Das tut einem Land gut", sagte der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". Der Preußen-Spross räumte allerdings ein, dass er die Wiederkehr der Monarchie derzeit für ausgeschlossen halte.

Ein Monarch ist nach Ansicht des Prinzen gegen Versuchungen gefeit, die zum Rücktritt des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff beitrugen: "Entweder er hätte alten Familienbesitz oder eine Apanage – und es wäre unter seiner Würde, von Freunden Geschenke anzunehmen."

Philip von Preußen ist als evangelischer Pfarrer im havelländischen Zehdenick nördlich von Berlin tätig. Bei seiner Berufswahl habe er sich gefragt, "was mein himmlischer Vater will, und erst in zweiter Linie, was meine Herkunft von mir erwartet", sagte er.

Der letzte deutsche Kaiser: Wilhelm II.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Ausrufung der Republik in Deutschland 1918 dankte der letzte deutsche Kaiser ab. Wilhelm II. lebte bis zu seinem Tod 1941 im niederländischen Doorn im Exil.

Eine Königsfamilie könne mehr Veränderungen bewirken als ein Bundespräsident, weil sie die Herzen der Menschen erreiche, argumentierte der Preußen-Prinz.

So könnten Monarchen durch ihr öffentliches Familienleben wirkungsvoller gegen die "demografische Zeitbombe" des Geburtenrückgangs angehen, die alle Lebensbereiche vom Fachkräftemangel und der Binnennachfrage bis zur Rente bedrohe: "Die Herzensebene hat einen viel intensiveren Einfluss als ein Appell der Familienministerin für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte Philip Kiril.

Die Forderung nach Wiedereinführung der Monarchie rufe "reflexartig irrationale Reaktionen" hervor, gab Philipp Kiril von Preußen zu bedenken. "Man schwingt die Wilhelminismuskeule und übernimmt die fatale, ahistorische Formulierung der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs, Preußen sei ein Hort der Aggression und des Militarismus gewesen." Doch vielleicht "ticken die Uhren allmählich anders", äußerte der Adelige.


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