2012: Wie wir der globalen Hochfinanz durch Eigenverantwortung entgehen

Eva Herman

 

Das Jahr 2011 wird in die Geschichte eingehen als  das »Jahr der Zäsur«, als Jahr des globalen Zusammenbruchs. Davon ist der Journalist Ken Jebsen überzeugt. In seiner Bilanz 2011, die er auf unnachahmliche Weise und mit tiefem Ernst vorträgt, stellt Jebsen fest,  dass der so genannte Turbokapitalismus, der direkt in die Globalisierung mündete, die Völker in eine gigantische Schuldenfalle gelockt hat: Milliarden von Menschen bleibt kaum noch etwas übrig, während einige wenige sich bereits die Taschen bis oben hin vollgemacht haben.

 

Endzeitstimmung? Durchaus. Denn nie wurde unverfrorener zugegriffen, nie wurde dreister gelogen und betrogen. Das Jahr 2011 stellt einen tiefen Einschnitt in die globale Geschichte dar. Jebsen stellt fest: Wie schon 2001 sind auch in diesem Jahr etliche Gedankengebäude zusammengebrochen: Der Schaden mit all seinen Folgen war 2011 jedoch weitaus größer als am 11. September 2001 in New York.

 

Der Begriff der Demokratie wird derzeit abgeschafft, so der angriffslustige Moderator. Demokratie stört, hat nichts mehr zu melden, weil sie den finanziellen Erfolg der Eliten verhindert.

 

»Wir alle sind nur Teil des Spiels.« Und dass wir das Spiel verlieren werden, ist nicht nur sehr wahrscheinlich, sondern notwendig, damit das Folgespiel beginnen kann. Ken Jebsen nennt die Vokabeln, mit denen uns diese Maßnahmen derzeit noch schmackhaft gemacht werden:

 

+++ Aufschwung +++ Effizienzsteigerung +++ Konsolidierung +++ friedenssichernde Maßnahmen +++ humanitäre Lösungen +++

 

Wir sitzen also in der Falle? Nicht ganz, ist sich Jebsen sicher. Wir können ihr entkommen, wir müssen die Sache nur entschlossen selbst in die Hand nehmen. Einige gehen diesen Weg schon seit Jahrzehnten. Bislang müssen sie sich noch Beschimpfungen wie »Öko«, »Verschwörungstheoretiker« und »Aussteiger« gefallen lassen. Dabei sind diese »Aussteiger« in Wahrheit Einsteiger: Sie steigen ein ins Leben und behalten so viele Bereiche wie möglich selbst fest in der Hand. Was wir jetzt tun können, um den global operierenden Weltunternehmen etwas entgegenzusetzen? Wachbleiben, in jeder Sekunde! Und: Eigenverantwortung übernehmen!

Hören Sie den gesamten KenFM-Bericht hier, gesprochen von Ken Jebsen:

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