Was soll man glauben?

On July 30, 2011, in Spatz, by admin

Eurokrise, Norwegen-Anschlag! Was interessiert da eine Meldung wie: „Japan startet 2014 den Magnetbahnbau für 80 Mrd. €. Die in Japan entwickelte Magnetbahn soll die Städte Tokio und Osaka (ca. 500 km) miteinander verbinden.“ Die künftige Fahrzeit beträgt dann 67 Minuten. „Japan verspricht sich mit der Realisierung Aufträge aus Übersee.“ Aus Verkehrsgesichtspunkten ist der deutsche Transrapid die technisch bessere Lösung im Hochgeschwindigkeitsbereich. Aber der Transrapid wurde in Deutschland abgewürgt. Man machte es wie mit der Kernenergie (KE). Die „progressiven“ rot-grünen Verhinderer waren dagegen, die „reaktionäre“ CDU/CSU angeblich dafür. Zunächst tat sie so, als wolle sie den Transrapid und vergab lukrative Aufträge zur Streckenplanung, zierte sich dann ein wenig und sorgte schließlich für die rasche, geräuschlose Abwicklung. Das Geld wurde anderswo benötigt, für die Aufrechterhaltung unproduktiver Spekulationen. Das war es dann, wie bei der KE, beim Senkrechtstarter, wie beim Fax, wie bei so vielem.

Wissen Sie, warum wir bis heute keinen Friedensvertrag haben? – nein, ich lenke nicht ab, nur etwas Geduld. Es mag dafür viele Gründe geben. Auf einen juristischen wurde ich kürzlich aufmerksam gemacht. Denn auf „Rechtsstaatlichkeit“ steht man im Westen, selbst wenn das z.B. im Umgang mit Libyen, wo die NATO „zum Schutz der Bevölkerung“ inzwischen Krankenhäuser und das vorbildliche Wassersystem des Wüstenstaats bombardiert, nur noch West-Gläubige überzeugt. (nato bombardiert)

Sie erinnern sich an Operation Paperclip. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seitens der Siegermächte tonnenweise Forschungs- und Entwicklungsunterlagen zum Zwecke der „Durchsicht“ beschlagnahmt und zusammen mit Spitzenkräften der beteiligten Forscher abtransportiert. Die Haager Landkriegsordnung von 1907, der die Siegermächte beigetreten waren, schreibt in Artikel 56 vor: „Jede Beschlagnahme … von Werken der Kunst und Wissenschaft ist untersagt und soll geahndet werden.“ Kein Problem! Das Beschlagnahmte wurde zur „Sache“. Dazu sagt Artikel 53 „Das … besetzende Heer kann … mit Beschlag belegen … überhaupt alles bewegliche Eigentum des Staates, das geeignet ist, den Kriegsunternehmungen zu dienen.“ Die Papiere enthielten auch Kriegsforschung. Das hatte die „Durchsicht“ zu klären und rechtfertigte die Beschlagnahme. Aber Artikel 53 endet mit dem Satz: „Beim Friedensschluss müssen sie zurückgegeben und die Entschädigungen geregelt werden.“

Ist von den vielen Unterlagen, die Paperclip erfasst hat, je etwas zurückgegeben worden? Das wäre auch problematisch, weil US-Firmen mit solchen Forschungsergebnissen als „eigenen Erfindungen“ Riesengeschäfte gemacht haben. Im Artikel 53 steht nun unmissverständlich etwas von „Entschädigung“ bei Friedensschluss. Wer könnte sich den schon leisten wollen, also lieber keinen! Ich bin aber überzeugt, dass – wenn es trotzdem dazu käme – in Deutschland sofort „anerkannte Intellektuelle“ aufstehen würden, die nachweisen, dass angesichts der „Nazi-Greuel“ die Rechtsgültigkeit der Haager Landkriegsordnung von 1907 auszusetzen sei. Die rot-grünen Verhinderer würden das medienlaut unterstützen, die CDU/CSU würde zunächst auf der „Rückgabe“ bestehen, bis dann Ereignisse eingetreten werden, die ein rasches Umfallen ebenso rechtfertigen, wie bei der KE. Warum sollte es plötzlich anders laufen als in den vergangenen 65 Jahren – nur weil sich die Berliner Grüne Einheitspartei (BGE) heute in fünf statt der früheren drei Flügel gliedert? Verstehen Sie den Zusammenhang zu Transrapid und KE ? Es kommt noch etwas dazu.

Man muss zu den Norweger Ungeheuerlichkeitnoch ein Ereignis mit bedenken, das sich im August zum 97. Mal jährt und wohl den tiefsten Einschnitt in die Geschichte des modernen Westens brachte. Die Menschen waren vor dem sehr zufrieden. Die Wirtschaft wuchs rasch, immer mehr landvertriebene Arbeitslose fanden Arbeit und ein immer besseres Auskommen. Nicht dass es keine Probleme mehr gab, aber es ging voran. Die Drucktechnik machte es möglich, dass sich auch die Unterschicht Zeitungen und Bücher leisten konnte. Sie konnte  nun auch Briefe verschicken, mit Zügen preiswert verreisen. Elektrisches Licht ersetzte die Tranfunzel, die chemische Industrie lieferte billig die buntesten Farben für Kleider und Reklame. Es ging vorwärts und die Zukunft schien erstrebenswert, die Leute waren trotz einiger finanz-inszenierter Wirtschaftskrisen zuversichtlich, sie erkannten die Dynamik der wissenschaftlich-technischen Entwicklung und ihren Lohn für alle, auch die Ärmsten. Dann streckten die Schüsse eines Verschwörers einen Erzherzog aus Österreich nieder und kurzsichtige, naive Diplomaten ließen sich in einen Krieg hineinmanövrieren, den sie nicht wollten und dessen Schrecken sie sich nicht vorstellen konnten. Die Schuld daran hatte – na, wer wohl – (neben den Deutschen) der Fortschritt. Der Glaube daran, der auf den bürgerlichen Idealen und dem Industriezeitalter fußte, wurde zur „gefährlichen“ Wahnidee, ähnlich wie die Lebensvoraussetzung CO2 zu Schadstoff und Klimagift. Wer führte damals der „Schwarze Hand“ die Hand? Etwa ein „Freiheitswille“ wie heute bei den „Rebellen“ in Libyen?

 

Die Menschen, die sich ihre Zukunft fraglos haben vermiesen und sich mit allerlei „Spass“, Tobe-Musik, TV-shows, Sportgroßveranstaltungen und Love-Paraden das Nachdenken über die Ereignisse haben abkaufen lassen, werden zunehmend seelisch krank. 8,5 pro Mille der bei der Barmer GEK-Versicherten leiden an Depression, sagt deren jüngste Studie. Vor  zwanzig Jahren wären es nur 3,7 pro Mille gewesen – etwa nur, weil man Depressionen damals für schlechte Stimmung und nicht für eine Krankheit gehalten hat? Man kann alles Unangenehme wegerklären, wenn es der Sache dient. Welcher Sache?

Der Massenmörder in Norwegen war „seelisch krank“, heißt es. Die Feststellung ist banal. Welcher Normale bringt schon absichtlich 76 oder mehr Menschen um. Nur Menschen? Nein, Jugendliche, Kinder! Was hatten die ihm getan? Der Tod von Kindern trifft Menschen am stärksten, erzeugt die größte terroristische Wirkung. Die Bombe im Regierungsviertel könnte ein Alibi gewesen sein, jedenfalls wurde sie so gezündet, dass sie keinen Promi gefährdete. Auch der Kindermord fiel ausgerechnet in das enge Zeitfenster, in dem sich keine Politprominenz auf der Ferien- und Schulungsinsel befand und gefährdet wurde.

Obama und unsere Medien hätten sich einen Islamisten als Terrorist gewünscht, jedenfalls schlossen sie sogleich bedenkenlos auf einen solchen. Der „seelisch Kranke“ war dann genau das Gegenteil, ein Philosemit und Antiislamist (ersteres wird in den Medien nicht erwähnt, nur im Manifest). Die Medien wissen nun: er ist konservativ, christlich, nationalistisch, ein Überfremdungsgegner und dazu „blauäugig und blond“. Der norwegische „Einzeltäter“ hinterließ ein Maifest auf über 1500 Seiten in gutem fehlerfreien Englisch (auch tippfehlerfrei, was kaum jemand ohne gute Redaktion schafft). Es listete so gut wie alle von der Political Correctness bekämpften „rechten“ Vorurteile und Behauptungen auf. Künftig gilt jeder, der noch etwas Ähnliches zu äußern wagt, als „potentieller Massenmörder“ oder zu mindestens als ebenso „geistig gestört“ wie Breivik. Den Anfang machte damit ein Anton Mägerle am 28.7. in der Tagesschau (tagesschau): Selbst „sich da im Nachhinein zu distanzieren“ gilt nun nicht mehr und ist, „schlicht und ergreifend ein Witz“; und Gabriel (SPD) macht sogar Parteifreund Sarrazin für solche Auswüchse verantwortlich. In Berlin denkt man weiter: Ein Netz von Psychologen soll demnächst die Bevölkerung “betreuen”, um rechtzeitig potentielle, seelisch kranke Terroristen aufzuspüren. Praktisch so ein Manifest! Es listet alle zu ächtende Meinungen gefährlicher Geisteskranker auf.

 

Weniger ins Bild und in die deutschen Medien passt (obwohl es ‘Daily Mail’ am 23. 7 und BBC News am 25. mit Bild dokumentierten), dass der als Sohn eines Diplomaten am 13.2. 1979 in London geborene Attentäter Breivik Freimaurer und Mitglied der Johannes-Loge St. Olav der Drei Säulen ist (BBC). Denn es weckt Erinnerungen an die Loge P2 in Italien, die unter links-anarchistischer Flagge Terroranschläge mit Hunderten von Toten für die NATO verübt hat (damals, um eine kommunistische Regierungsbeteiligung zu verhindern vgl. Daniele Ganser, NATO’s Secret Armies: Operation Gladio and Terrorism in Western Europe: An Approach to NATO’s Secret Stay-Behind Armies. Cass, London, 2005, ISBN 0-7146-8500-3.) Dass Breivik ausgerechnet Kinder umbrachte, könnte einen auch an die angeblichen Brutkasten-Morde irakischer Soldaten erinnern, mit denen US-Desinformatoren die Weltbevölkerung 2001 gegen den Irak aufwiegeln halfen. Was sich akademisch gebildete Meinungsmanipulierer doch so alles einfallen lassen!

Soll das etwa heißen, der Anschlag war auch eine propagandistische „false flagg“ Auftragsarbeit? Wer kann das wissen? Er ruft Erinnerungen an allerlei Anschläge wach, die erst durch die Widersprüche und Seltsamkeiten der offiziellen Berichterstattung und ihre Verdrehungen der Tatbestände immer mehr Argwohn geweckt haben – allen voran 9/11.

Aber warum ausgerechnet Norwegen? Das Land und seine Menschen sind wohlhabend, sein Staat hat keine Schulden, die Regierung erwirtschaftet sogar Haushaltsüberschüsse; sie unterstützte die Bemühungen der Palästinenser in der UNO für einen unabhängigen Staat – die angegriffenen Jungsozialisten sogar besonders radikal! Sie kündigte zum 1.8. ihren Beitrag zum Libyen-Einsatz der NATO, der Gaddafi durch hörige „Rebellen“ ersetzen soll. Norwegen stoppte alle Hilfszahlungen an Griechenland (nzz.online vom 19.5.), Norwegen und Russland ratifizieren Abkommen über Abgrenzung und Zusammenarbeit in der Barents- und der Polar-See (amb-norwegen.ch/ vom 16.6.). Die Attentate in Norwegen seien für Europa ein Einschnitt, wie der Anschlag in Oklahoma City 1995 in den USA, sagte ein Experte bei n-tv – oder der Tsunami in Japan – wer weiß.

Interessant, was der Premier nach dem Zuspruch an die Bevölkerung „denen die uns angegriffen haben und denen, die hinter der Sache stehen“ (also doch kein „Einzeltäter“!) sagte. „Ich habe eine Botschaft an euch“, sagte er, „Ihr werdet unsere Demokratie und unser Engagement für die Welt nicht zerstören. Ihr bringt uns nicht zum Schweigen.“ /2011/07/23/ An wen wird er dabei wohl gedacht haben? Ist erst einmal das naive Vertrauen in die Regierung gestört, wird plötzlich alles denkbar, wogegen sich sonst der gesunde Menschenverstand sträubt – selbst ein Verbrechen in meinungsmanipulierender Absicht.

Natürlich gibt es Gründe, die eine Meinungsumprägung wünschenswert erscheinen lassen – sogar in Deutschland: Die Sparkassen in Baden Württemberg klagen, dass ihre Sparer in „Betongold“ flüchten. Sie hat allein im ersten Halbjahr 18 % mehr Zusagen für Wohnungskaufkredite vergeben, als im Jahr davor. Die jüngste Forsa-Umfrage für das Magazin Der Stern will entdeckt haben, dass fast jeder dritte Bundesbürger darüber nachdenkt, sein Erspartes in Gold zu halten. Das gilt weniger für die Alten als für 40 % der 30- bis 44-Jährigen; und 63 % der Deutschen haben laut der Stern-Umfrage Sorge, ihr hart Erarbeitetes könnte eines Tages nichts mehr wert sein. Wegen der höheren Preise für Gas, Öl und Strom rechnet Die Welt noch in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von 3 %, und schon im Juli kosteten Waren und Dienstleistungen laut Statistischem Bundesamt 2,4 % mehr als vor einem Jahr. Nicht nur der KE-Ausstieg hat seinen Preis, auch die EU.

Beim Geld hört die Freundschaft auf, sagt eine Redensart. Die Wähler könnten sich zunehmend für eine Alternative zum fünf-teiligen, links-grünen Parteienkartell der Hochfinanz wünschen. Dem muss rasch und wirksam begegnet werden. Offiziell sieht man Breivik natürlich anders, aber das gilt auch für Gladio, Oklahoma, 9/11, Afghanistan, Irak, Libyen und auch für den Klimawandel, von dem die NASA nun belegt, dass er nicht stattgefunden hat (mdpi.com). Auch er war wie so vieles Offizielle zur Meinungsmache erstunken und erlogen.

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