Angeblicher Überfall in Dortmund

On July 30, 2011, in Thiazi Forum, by admin
Zitat:

Dortmund: Nazi-Überfall mit tödlichen Waffen
Dortmunder Antifa-Bündnis 29.07.2011 17:21 Themen: Antifa Antirassismus

In der Nacht zum Freitag, dem 29. Juli, haben Dortmunder Neonazis in Hacheney eine Gruppe AntifaschistInnen überfallen. Gegen 2:45 Uhr bemerkte die Gruppe den Kleinbus der Dortmunder Nazis, einen VW mit dem Kennzeichen DO-UC-7875, der mit Schrittgeschwindigkeit an ihnen vorbeifuhr. Als die Neonazis eine der Personen als Antifaschisten erkannten, wendeten sie und sprangen mit Sturmmasken vermummt und Hiebwaffen in der Hand aus dem VW-Bulli. Fünf Neonazis griffen die AntifaschistInnen mit Baseballschägern, Pfefferspray, mitgeführten Steinen und Flaschen sowie mindestens einem Messer an, wobei von den Neonazis unter anderem die Drohung "Jetzt bist du dran, ich stech dich ab!" ausgesprochen wurde. Während des etwa sechsminütigen Angriffs holten die Nazis immer wieder Flaschen und Steine aus dem Wagen, der für den Nachschub quer auf der Straße rangiert stand.

Täter aus dem Kreis der örtlichen "Kameradschaft"
Beteiligt an dem Überfall waren bekannte Neonazis aus Dortmund, von denen einige von den Opfern wiedererkannt und namentlich identifiziert werden können. Mindestens einer der als Täter identifizierten Neonazis musste bereits wegen ähnlicher Überfälle eine Haftstrafe absitzen. Der VW-Bulli gehört als Kameradschaftswagen” der neonazistischen Gruppierung "Nationaler Widerstand Dortmund" um die "Autonomen Nationalisten". "Dieser türkisfarbene Bulli wird von den Dortmunder Neonazis regelmäßig als Lautsprecherwagen bei Aufmärschen eingesetzt. Es ist also eindeutig, aus welcher Personengruppe der Überfall organisiert wurde", so Hannah Piehl, Pressesprecherin des Dortmunder Antifa-Bündnisses. Im Rahmen des so genannten "nationalen Antikriegstags" führen die Dortmunder Neonazis im Vorfeld Aktionswochen durch, in denen sie durch besonders viele Aktivitäten Aufmerksamkeit erregen wollen. Die Suche nach Auseinandersetzungen mit politischen Gegnerinnen ist systematisch geplant und kein Zufall – und so ist auch die Bewaffnung zu verstehen.

Fehlverhalten der Polizei
Die Angegriffenen riefen die Polizei zur Hilfe und konnten die Neonazis auf Distanz halten. Die Notrufzentrale der Polizei konnte den Angriff am Telefon verfolgen. Der ca. 2 Minuten nach Ende des Angriffs eintreffenden Polizei war es offensichtlich nicht möglich, den Fluchtwagen der Nazis zu stellen.

Was sich im Folgenden abspielte, kann nur als neuerlicher Polizeiskandal bezeichnet werden. Die AntifaschistInnen wurden von der Polizei nicht etwa als ZeugInnen vernommen, dringender erschien es den Einsatzkräften sie als Verdächtige einer Ornungswidrigkeit zu behandeln, da im Umfeld zwei Plakate mit der Aufschrift "No Nazis" entdeckt worden seien. Als die inzwischen eingetroffene Mutter eines Betroffenen sich bemühte, dahingehend klärend zu intervenieren, wurde sie von den Beamten festgenommen und mit Handschellen in ein Polizeiauto gesetzt.

"Hier offenbart sich wieder einmal das fahrlässige Fehlverhalten der Dortmunder Polizei", resümiert Piehl. Und weiter: "Wer von Nazis überfallen wird, ist bei der Dortmunder Polizei Grundsätzlich erst einmal verdächtig, Straftäter zu sein. Offenbar war den Beamten hier die Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit wichtiger als ein erneuter Mordversuch durch Dortmunder Neonazis."


Indy

Das sagt der Polizeibericht dazu:

Zitat:

POL-DO: Bedrohungen und Sachbeschädigungen mit politisch motiviertem Hintergrund

Dortmund (ots) – Bedrohungen und Sachbeschädigungen mit politisch motiviertem Hintergrund Lfd. Nr.: 0892

Zu einem Polizeieinsatz kam es heute Nacht (02.47 Uhr) im Bereich der Preinstraße/Zillestraße in Dortmund-Wellinghofen. Einsatzgrund war ein Überfall von Rechtsextremisten auf eine Gruppe linksorientierter Personen.

Nach Angaben der fünfköpfigen Linksgruppierung, die sich bei Eintreffen der Polizei im Haltestellenbereich der Preinstraße/ Ecke Zillenstraße aufhielt, seien sie von vier vermummten Rechtsextremisten, die mit einem VW Bulli unterwegs waren, angegriffen und bedroht worden. Zudem seien sie aus dieser mit Baseballschlägern und Messern bewaffneten Gruppe heraus mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei Eintreffen der Polizei war der VW Bulli mit den Personen verschwunden. Trotz sofort eingeleiteter, intensiver Fahndung konnte das Fahrzeug und die Personen nicht angetroffen werden.

Im Verlauf der Ermittlungen vor Ort entdeckten die Beamten an dem östlich der Preinstraße gelegenen Unterstand der dortigen Bushaltestelle zwei frisch geklebte Plakate mit der Aufschrift "No Nazis". Auf der gegenüberliegenden Seite (westliche Bushaltestelle) lag eine Gefriertasche mit Kleister und Farbrolle. Da der dringende Tatverdacht bestand, dass aus der Linksgruppierung heraus diese Sachbeschädigungen begangen wurden, sollten die Personalien festgestellt werden.

In dieser Phase erschien eine 54-jährige Dortmunderin, Mutter eines der Beteiligten, am Einsatzort und begann, massiv und anhaltend die Polizeibeamten bei deren Arbeit zu behindern. Die Frau wurde daraufhin mehrfach ermahnt, sich ruhig zu verhalten. Trotz dieser Ermahnung störte sie weiterhin die polizeilichen Maßnahmen. Daraufhin wurde ihr ein Platzverweis erteilt. Als auch der Platzverweis von ihr nicht beachtet wurde, nahmen die Beamten die Dortmunderin kurzfristig an Ort und Stelle in Gewahrsam und setzten sie bis zum Ende der Polizeimaßnahmen in einen Streifenwagen. Zur Verhinderung weiterer Störmöglichkeiten wurden ihr zudem Handfesseln angelegt.

Die weiteren Ermittlungen wurden noch in der Nacht vom Staatsschutz der Dortmunder Polizei übernommen, der ersten konkreten Täterhinweisen nachgeht. Zeugen werden gebeten, sich mit Hinweisen an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 132-7491 zu wenden.


Quelle

Zitat:

Zudem seien sie aus dieser mit Baseballschlägern und Messern bewaffneten Gruppe heraus mit Flaschen und Steinen beworfen worden.


Zitat:

Verletzt wurde dabei niemand.


Das sagt schon alles, die Polizei spricht lediglich von einer Bedrohung, aber keinesfall von einem Angriff.
Man darf gespannt sein….

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