Die Schweiz setzt Meilenstein um Meilenstein auf dem Weg zu einem echten Volksstaat.

Nach der erfolgreichen Abstimmung über die Ausschaffungsinitative, die inzwischen leider Probleme bei der Umsetzung bereitet, peilen die SVP und ihre Verbündeten das nächste Ziel an. Sie wollen, dass Abtreibungen nicht mehr durch die Krankenkassen bezahlt werden. Dafür wurden schon über 100.000 Unterschriften eingereicht. “Das Volk weiss gar nicht, was alles mit der Krankenversicherung bezahlt wird”, sagte SVP-Nationalrat Peter Föhn (Schwyz) vor den Medien in Bern. Es dürfe nicht sein, dass jemand gezwungen werde, Abtreibungen anderer zu finanzieren. “Abtreibungen sind keine Krankheit” sagte der SVP-Mann weiterhin.

Natürlich geht es hierbei nicht um jede Art von Abtreibung, denn Abtreibungen die aufgrund der Gefährdung von Leib und Leben durchgeführt werden oder aufgrund von Vergewaltigungen stattfinden, sollen weiter von der Krankenkasse bezahlt werden. Es geht also nur um den Fall Luxusabtreibungen, bei denen unschuldige Kinder im Mutterleib umgebracht werden.

Die Initative gibt sich nicht mit Kleinzielen zufrieden. Sie will ganz offensichtlich den Linkstrend umkehren und unlegitimierte Abtreibungen wieder dorthin zurückdrängen, wo sie herkommen, in die Schmuddelecke. Es geht also um einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel zurück zu einem geregelten Zusammenleben, in dem nicht jedes Leben nach Wunsch abgetrieben werden kann und auch noch von der Krankenkasse bezahlt wird. Eine soziale Ächtung von  Abtreibungen könnte weiter zu sinkenden Abtreibungszahlen führen.

Die Initative ist nicht offiziell auf die SVP-Parteizentrale zurück zu führen, sondern geht ganz dezentral von vielen verschiedenen rechten und konservativen Kräften aus, wobei auch SVP-Funktionäre eine wichtige Rolle gespielt haben.

Doch auch hier dürfen die kinder- und menschenfeindlichen linken Gegenstimmen nicht fehlen. Wahrscheinlich aus Angst vor Einnahmeverlusten sagte ein schweizer Chefarzt: “Diese Initiative ist frauenfeindlich und sozusagen ein Rückschritt in die Steinzeit der Frauen- und Familienpolitik”. Ihm geht es nur um die Frauen und die Opfer, die ungeborenen Kinder, sind für ihn wohl nur Ware, die er gegen Geld verschwinden lässt. Es muss sich gesellschaftlich durchsetzen, dass medizinisch unlegitimierte Abtreibungen Mord sind. Die Schweiz ist mit dieser Volksinitative einen Schritt darauf zu gegangen.

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