(blauenarzisse.de) Anlässlich des Weltflüchtlingstages hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR Zahlen zu weltweiten Flüchtlingsströmen veröffentlicht. Dem Bericht zufolge sind weltweit 43,7 Millionen Menschen auf der Flucht.

Die Zahl setzt sich zusammen aus 15,4 Millionen Flüchtlingen, die in andere Länder fliehen, 27,5 Millionen Binnenvertriebenen, die ihre Heimatregion in ihren Ländern verlassen haben und fast 850.000 registrierten Asylsuchenden. Laut UNHCR leben derzeit in Pakistan (1,9 Mio.), Iran (1,1 Mio) und Syrien (1,0 Mio) die meisten Flüchtlinge. Die Organisation erklärt, rund vier Fünftel der Flüchtlinge würden in Entwicklungsländern Zuflucht finden. Dort seien ihre Chancen auf Einbürgerung und Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage besonders gering. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres erklärte, die Angst vor Flüchtlingswellen in den industrialisierten Staate sei beim Blick auf die Zahlen völlig übertreiben. Deutschland ist das Industrieland mit den meisten Flüchtlingen. 2010 waren hier 600.000 registriert.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl forderte den deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auf, Flüchtlinge von der tunesisch-lybischen Grenze aufzunehmen. Deutschland solle sich konkret an einer Rettungsaktion für 11.000 Afrikaner beteiligen, die seit Wochen vergebens auf Aufnahmeplätze warteten. In Österreich forderte die Flüchtlingshilfeorganisation asylkoordination, pro 20.000 Einwohner könnten österreichische Städte je 20 Flüchtlinge aufnehmen.

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