Einleitende Worte spare ich mir und komme gleich zur Sache:

Ein Versand für Oberbekleidung, Musik und Fahnen wirbt in einem örtlichen Stadtplan für sich, wohlgemerkt ohne(!) dabei gegen BRD-Gesetze zu verstoßen.

Der folgende Artikel von der Netzseite des Murnauer Anzeigers zeigt exemplarisch bestens auf, wie die BRD-Journaille durch geschickte Wortwahl ihre Leser und regionale Entscheidungsträger gegen den Versand instrumentalisiert, einen Zusammenhang zu einer ebenfalls nicht verbotenen, seit Jahrzehnten bestehenden Partei herstellt, sowie eine Ausweitung der Meinungs-, Lieder-, und Erkennungszeichenverbote in der BRD nahelegt.

Darüberhinaus ist es sicher kein Zufall, daß "Merkur-Online" von einer "Einstampfung" der Stadtpläne schreibt, wo doch das Wort "Verbrennung" nicht erst seit Erfindung des Papierbriketts aufgrund steuerlich in die Höhe getriebener Heizölpreise viel näher liegt.

Zitat:

Wegen Neonazi-Werbung: 4000 Ortspläne für die Tonne

An bester Stelle des Ortsplans, den der Fellbacher Städte-Verlag herausgibt, prangt oben in der Mitte eine große Anzeige des „Nationalen Textil- & Medienvertriebs“ am Murnauer Burggraben. Dahinter steckt der polizeibekannte Neonazi-Laden, der vor allem über das Internet die rechtsradikale Szene mit Devotionalien wie CDs, T-Shirts oder Fahnen versorgt. Auch finden dort regelmäßig NPD-Treffen statt, die immer wieder Anlass zu Gegendemonstrationen und größeren Polizeieinsätzen geben. Als Kopf des Unternehmens gilt der NPD-Kreisvorsitzende Matthias Polt, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war. Offizielle Betreiberin des Geschäfts ist seine Lebenspartnerin.

Die anderen Anzeigenkunden sind von der „braunen“ Werbung alles andere als begeistert. Sie fürchten einen Image-Schaden für ihre Betriebe und den Ort. Schließlich liegen die Karten in vielen Geschäften aus und können gratis mitgenommen werden. „Ich finde das unmöglich. Das gibt ein ganz mieses Bild ab“, ärgert sich Dritter Bürgermeister Guntram Gattner (ÖDP/Bürgerforum), der auf dem besagten Druckerzeugnis mit einer Annonce seiner Buchhandlung vertreten ist.

Der Städte-Verlag, der über 1250 solcher Faltpläne aus ganz Deutschland vertreibt und dabei sein Geschäft mit dem Verkauf von Anzeigen macht, ist indessen um Schadensbegrenzung bemüht – nachdem mehrere Beschwerden eingegangen sind. „Es tut uns leid“, sagt die verantwortliche Ressortleiterin Susanne Sträter. „Ich kann es mir nicht erklären, wie das passieren konnte.“ Die bereits verteilten Murnauer Ortspläne – die Gesamtauflage beträgt 4000 Stück – würden umgehend eingezogen und eingestampft. Bereits übernächste Woche soll eine Neuauflage ausgeliefert werden – dann natürlich ohne die umstrittene Anzeige aus dem rechtsextremen Milieu.

Offenbar hat ein freier Handelsvertreter das fragwürdige Inserat angenommen. Es ist seltsam, dass der Kundenberater nicht stutzig geworden ist. Schließlich sind auf dem Werbefeld des „Nationalen Textil- und Medienvertriebs“ eindeutige Symbole und Texte zu finden, die die rechte Szene verwendet. Dazu gehören etwa eine Fahne mit den Farben des Deutschen Kaiserreichs (Schwarz-weiß-rot), ein schwarzes Kreuz und ein Auszug aus einem Soldatenlied des Ersten Weltkriegs.

Bemerkenswert: Rechtlich ist gegen diese Inhalte nichts einzuwenden. Dies erklärte gestern die Staatsanwaltschaft in München – nachdem die Kripo auf den Fall aufmerksam geworden war und erste Ermittlungen angestellt hatte.

Die Angelegenheit könnte dennoch ein zivilrechtliches Nachspiel haben. Die Marktgemeinde prüft diese Option. Für Josef Neuner, Geschäftsleiter im Rathaus, ist der Vorfall „sehr ärgerlich“. Er betont, dass die Kommune für den Ortsplan nicht verantwortlich sei – auch wenn auf der Titelseite der typische „Murnau“-Schriftzug zu sehen ist. Es bestehe kein Vertragsverhältnis mit dem Städte-Verlag. Das Bauamt habe diesem lediglich Kartenmaterial zur Verfügung gestellt. Zudem tritt die Gemeinde mit einer Anzeige für den Kemmelpark in Erscheinung. Künftig werde er darauf bestehen, so Neuner weiter, dass der fertige Ortsplan vor Druckbeginn im Rathaus zur Kontrolle vorgelegt wird. (as)


Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/…e-1286149.html

Hier noch der Kommentar des Ladenbetreibers dazu:

Zitat:

Natürlich ist diese Zeitungwerbung die beste Werbung !

Ich frage mich nur was da bitte die Kripo und die Staatsanwaltschaft ermittelt hat


Quelle: http://forum.thiazi.net/showpost.php…5&postcount=15

Sollte sich ein Muster-Demokrat hier im FNN-Forum einfinden, der an dem Artikel bzw. dem Vorgehen des "Merkur" und der darin zitierten Personen nichts oder wenig auszusetzen hätte, wäre ich auf eine Erklärung sehr gespannt. Denn das, was die Presse im gezeigten Beispiel treibt (und um weitere Beispiele wäre ich alles andere als verlegen) könnte doch undemokratischer(?), jedenfalls verlogener und aufhetzerischer kaum sein!

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg versand der bewegung stadtplan.jpg (65,0 KB)

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