Arktis-Experiment: Nackt unter Walen

On June 19, 2011, in Nation, by admin
Ich habe heute einen Bericht gefunden, an dem mich zuallererst einmal die Bilder berührt haben. Wunderschöne Aufnahmen einer russischen Polarforscherin, die nackt im eisigen Wasser mit den weißen Beluga-Walen schwimmt.
Neugierig geworden, habe ich noch ein wenig die Suchmaschine in Anspruch genommen um etwas über die Wale zu erfahren. Für mich persönlich war zwar nicht neues dabei, aber es ist trotzdem immer wieder interressant. Hier ist der Bericht und eins meiner Suchergebnisse:

Arktis-Experiment
Nackt unter Walen

Ein bisschen mit den Walen planschen? Auf diese Idee würde wohl kaum jemand kommen. Erst recht nicht in der Arktis, bei Wassertemperaturen unter Null. Die Polarforscherin Natalia Avseenko hat es trotzdem getan – splitternackt.

Die Arktis hat schon eine Menge schräge Menschen gesehen. Da war Sir John Franklin, der Mitte des 19. Jahrhunderts auf seiner letzten Expedition in den Norden starb. Drei Jahre lang hoffte man in seiner englischen Heimat auf ein Lebenszeichen Franklins und seiner rund 130 Begleiter – und schickte so viele Suchtrupps in die eisige Kälte, bis am Ende mehr Retter gestorben waren als die Franklin-Expedition überhaupt Teilnehmer gehabt hatte.

Da war der Schwede S. A. Andree, der sich 1897 in den Kopf gesetzt hatte, den Nordpol mit einem Gasballon zu erreichen. Auch er scheiterte kläglich, und seine Überreste wurden erst 30 Jahre später gefunden. Da war der deutsche Pilot Erich Etienne, der im Zweiten Weltkrieg in der Arktis wichtige Wetterdaten für die Wehrmacht sammeln sollte, und dessen Flugzeug 1942 abgeschossen wurde. Und da war natürlich auch Reinhold Messner, dessen Versuch einer Arktis-Durchquerung von Sibirien nach Kanada im Jahr 1995 scheiterte.

Vielleicht haben sich die Eisbären, Robben und Rentiere also gar nicht allzu sehr gewundert, als Natalia Avseenko plötzlich in der Nähe von Murmansk im Nordwesten Russlands auftauchte. Als die 36-jährige Polarforscherin dann aber all ihre Kleider auszog und splitternackt ins eiskalte Wasser sprang, dürfte schon manch ein Polarfuchs mit dem Kopf geschüttelt haben. Mehr als zehn Minuten lang hielt es die russische Taucherin bei minus 1,5 Grad aus, dank einer speziellen Atemtechnik, die sie mit Yoga und Meditation trainiert hat.

Die eindrucksvollen Bilder, die bei dieser wagemutigen Aktion entstanden, können Sie in unserer Fotostrecke sehen. Die Forscherin wollte mit ihrem Experiment auf die Situation der Beluga-Wale aufmerksam machen, mit denen sie in der Arktis tauchte. Die Tiere werden insbesondere in Russland noch gejagt. Auch Erdöl-Plattformen in arktischen Gewässern machen den Belugas zu schaffen. Zudem werden in der Region auch Wale und Delphine gefangen, um sie dann gezähmt an Delfinarien zu verkaufen. Angst vor den riesigen Weißwalen brauchte Natalia Avseenko übrigens nicht zu haben: Die bis zu sechs Meter langen Belugas sind zwar Fleischfresser, bevorzugen aber Fische, Würmer und Krebse.


Weißwale, so genannte Belugas, mögen den Kontakt mit künstlichen Textilfasern nicht. Deswegen hat sich Polarforscherin Natalia Avseenko (36) entschieden, sowohl ihre Angst als auch ihre Klamotten über Bord zu werfen und völlig nackt mit den Meeresgiganten zu schwimmen.


Die russische Taucherin wollte mit dem Experiment beweisen, wie gutmütig die riesigen Säugetiere sind. Weißwale haben wegen ihrer besonders beweglichen Schädelknochen menschenähnliche Gesichtszüge.


Auf der Welt gibt es nur noch 100.000 Weißwale, die in freier Wildbahn leben.


Der erste Beluga in Gefangenschaft wurde 1861 in einem New Yorker Museum gezeigt. Auch im «Shedd Aquarium» in Chicago, wo dieses Foto entstand, sind die Meeressäuger zu bestaunen.


Bei einer eisigen Wassertemperatur von Minus 1,5 Grad Celsius entstanden diese atemberaubenden Unterwasserfotos in der Nähe von Murmansk in der Arktis. Normalerweise können Menschen bei solchen Temperaturen nicht länger als fünf Minuten überleben.


Doch Natalia ist in Yoga und Meditation geschult. Aus diesem Grund konnte die russische Wissenschaftlerin unglaubliche zehn Minuten und 40 Sekunden mit nur einem Atemzug unter Wasser bleiben.


So lange hat es der dreijährige chinesische Yang Yang bestimmt nicht unter Wasser ausgehalten. Im Ozeanarium im ostchinesischen Qingdao durfte Yang Yang mit Belugas tauchen – der Junge schwimmt seit seinem ersten Lebensjahr und wollte immer gerne mit Wassertieren zusammen sein.


Was die Wale nicht alles ertragen müssen: Im «Hakkeijima Sea Paradise Park» im japanischen Yokohama sogar einen Weihnachtsmann – dabei glauben Japaner normalerweise ebensowenig an Santa Claus wie Belugawale.

Quelle

Zitat:

Beluga
Systematik: Wale ‣ Zahnwale ‣ Gruendelwale ‣ Beluga

Daten

Größe: 3–5 Meter
Gewicht: 400–1.500 Kilogramm
Nahrung: Fischarten, Kopffüßer, Krebstiere, Zooplankton
Vorkommen: arktische bis subarktische Gewässer rund um den Nordpol
Bestand: beinahe gefährdet

Belugas (Delphinapterus leucas) haben einen runden Kopf und können ihren Mund verformen. Man nimmt an, dass damit Zooplankton angesaugt wird. Die kleinen Flipper sind rundlich geformt, statt einer Finne haben Belugas nur eine kleine Erhebung auf dem Rücken, die Fluke wiederum ist breit und geschwungen und besitzt eine deutliche Einkerbung. Erwachsene Tiere sind weiß (vor dem Hautwechsel gelblich), Jungtiere grau oder braun gefärbt.

Im Sommer ziehen die Belugas in flachere Küstengewässer und schwimmen für den jährlichen Hautwechsel auch in größere Flüsse.

Benennung

Deutsch: Beluga, Weißer Wal, Weißwal
Wissenschaftlich: Delphinapterus leucas
Englisch: white whale, beluga, belukha, sea canary

Die IWC erkennt nur den Namen white whale an. Gebräuchlicher ist im englischen Sprachgebrauch allerdings beluga. Auch im Deutschen wird die Bezeichnung Beluga bevorzugt.
Quelle


(721)

Leave a Reply

Weboy



WordPress主题