Eurokrise: Pleiten ohne Ende

On June 9, 2011, in Deutschlandecho, by admin

(preussische-allgemeine.de) Griechenland kann seine Schulden – die täglich mehr werden – nicht mehr bedienen. Gleichwohl werfen EU und EZB weiterhin gutes Geld den notleidenden Krediten hinterher. Die Verantwortlichen auf der europäischen Ebene sprechen von einer Euro-Krise, tatsächlich aber handelt es sich um eine Schuldenkrise einiger Euroländer. Seit bald anderthalb Jahren will man den Menschen im EU-Raum weismachen, in Griechenland gäbe es nur eine momentane Liquiditätsklemme. Die EU-Solidargemeinschaft müsse nur mit Krediten und niedrigen Zinsen ein wenig helfen. Schon 2012 könne sich Griechenland wieder an den Finanzmärkten refinanzieren. Diese Illusion ist geplatzt. Warnungen von Wirtschaft und Wissenschaft wurden von der politischen Klasse in den Wind geschlagen. Im Mai vorigen Jahres wurde der „Euro-Rettungsschirm“ (Hilfsprogramm) für Griechenland in Höhe von 110 Milliarden Euro gezimmert. In zwei Wochen wird Athen eine weitere Abschlagsumme von 12 Milliarden Euro aus diesem Programm erhalten, obwohl die Griechen das harte Sanierungsprogramm von EZB und IWF nur teilweise erfüllt haben. Ohne die jetzt zugesagte Zahlung wäre Griechenland Anfang Juli zahlungsunfähig. EU und EZB schlagen vor, Athen einen weiteren Kredit (Rettungsschirm) in Höhe von 60 bis 80 Milliarden Euro zu gewähren. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ nennt dies eine „europäisch sanktionierte Konkursverschleppung“. Am Beginn der verhängnisvollen Entwicklung stand der Bruch des Maastrichter Vertrages. Entgegen den Festlegungen dieses Vertrages wurde Euroland eine Transferunion. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte unter Missachtung des EZB-Statutes daran entscheidenden Anteil. Deutschland belohnt ihn für seine Antistabilitätspolitik mit dem Aachener Karlspreis.

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1 Response » to “Eurokrise: Pleiten ohne Ende”

  1. “Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der erfahrungsgemäß mit unheimlicher Schnelligkeit zur Barbarei zurückführt. …Wer es aber vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen, statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen…”

    Silvio Gesell (Geld oder Krieg)

    Es ist irrelevant, was die “hohe Politik” beschließt oder nicht beschließt. Wenn das Geld selbst fehlerhaft ist, gibt es keine wie auch immer geartete “Finanzpolitik”, um den bevorstehenden Zusammenbruch des Zinsgeld-Kreislaufs aufzuhalten. Seit Herbst 2008 verbleiben genau drei Möglichkeiten:

    Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
    Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)

    “Genau drei Möglichkeiten” heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der “zur Sicherheit” noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – mitgekoppelt zusammenbricht. Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als “Armageddon”.

    Für die Beendigung der “Finanzkrise” und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der “Auferstehung der Toten”. Als geistig Tote sind alle Existenzen zu bezeichnen, die vor lauter Vorurteilen nicht mehr denken können. Die Basis aller Vorurteile war (und ist noch) die Religion: http://www.deweles.de/willkommen.html

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