Der CDU-Fraktionschef im hessischen Landtag, Christean Wagner, sorgt sich um die Profillosigkeit der CDU. Schuld daran sein Parteichefin Angela Merkel, die die Partei verwässert habe.

“Die Lage der Union ist heute noch besorgniserregender als nach dem schlechten Bundestagswahlergebnis”, schreibt Wagner laut Vorabbericht in einem Beitrag für die FAS. Die Hauptursache hierfür sei das Defizit der Union an programmatischer Erkennbarkeit. Das Grundvertrauen der Unions-Anhänger sei erschüttert. Außerdem berichtet der SPIEGEL ebenfalls vorab, Wagner kritisiere, dass es nicht sein könne, “dass wir bei jedem aktuellen Anlass ein politisches Wendemanöver veranstalten. Die Bürger verlangen von unserer Partei Verlässlichkeit”.  Auch kehrten die bei der jüngsten Bundestagswahl „in Scharen der FDP zugelaufenen ehemaligen CDU-Wähler nicht zurück, so Wagner. Zu Merkel gebe es allerdings trotz aller Kritik “gegenwärtig keine personelle Alternative”, wird Wagner weiter zitiert.

Kritik an Merkel kommt auch vom CDU-Wirtschaftsflügel. “Sich neuen Randgruppen öffnen und mehr Mitte – ich kann diese Analysen nicht mehr hören”, sagt CDU-Energiepolitiker Thomas Bareiß. “Kanzlerin und Partei müssen erkennen: Wir sind in derselben Situation wie die SPD nach der Agenda 2010. Wir verabschieden uns thematisch von unserer Kernklientel und gewinnen bei neuen Wählern trotzdem keine Glaubwürdigkeit.”

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