Erdogan hat sich verzockt. Der türkische Diktator muß erkennen, daß die Welt kein geopolitisches Spielfeld ist, auf dem das osmanische Reich wieder auferstehen kann. Sein Wille mag im Palast von Ankara mit den tausend Zimmern oder auch in den meisten Regionen der Türkei Befehl sein. In der syrischen Nachbarschaft stößt er an seine Grenzen und dasselbe gilt für Libyen. Weder tanzen die Russen nach der Pfeife des Sultans noch können sich seine islamistischen Söldner und nicht einmal seine Armee an den beiden Fronten behaupten.

In der letzten Hochburg der Islamisten in Syrien, der Region um Idlib im Nordwesten des Landes, sind die Truppen Assads auf dem Vormarsch. Es kommt zu Kämpfen mit den vorgeschobenen Posten der türkischen Armee, mindestens zwei Dutzend türkische Soldaten sind gefallen. Auch ein Ultimatum aus Ankara kann die Truppen Assads nicht beeindrucken.

Die russische Luftwaffe fliegt Einsätze gegen die Islamisten und zeigt damit dem großspurigen Sultan, daß sein „Freund“ Putin nicht gewillt ist, die unter dem „Schutz“ Erdogans stehenden Islamisten davonkommen zu lassen, womöglich nach Libyen, um dort gegen den von Putin unterstützten General Haftar zu kämpfen. Auch ein Gespräch des russischen Außenministers mit dem türkischen Amtskollegen auf der Sicherheitskonferenz in München ändert nichts an der syrischen Front.

Erdogan hat sich verschätzt

Mit ein wenig Nachdenken hätte Erdogan selber darauf kommen können. Aber wenn es um islamistische Kämpfer geht setzt bei dem Muslimbruder Erdogan das Denken aus. Allein ein Blick auf die vielen Plakate in syrischen Städten, die an den verbliebenen Wänden kleben oder über die Straßen gespannt sind und den russischen Präsidenten Putin gemeinsam mit seinem syrischen Schützling Assad zeigen, hätte ihm schon vor Augen führen können, wie ernst es Putin mit seinem syrischen Brückenkopf in der Region ist.

Ein weiterer Blick auf eine einfache Landkarte hätte ihm offenbart, daß die Region Idlib in der Nachbarschaft des alawitischen Siedlungsgebiets liegt, in dem auch die zwei russischen Basen – Hmeinin für die Luftwaffe und der Tiefseehafen Tartus für die Mittelmeerflotte – seit Jahrzehnten beheimatet sind.

Diese zwei Militärbasen sind die Säulen der russischen Präsenz in der Region und im Mittelmeer. Über sie läuft der Nachschub, dort stehen russische Truppen, dort werden die Kriegsschiffe gewartet und von dort starten die russischen Kampfflugzeuge, die auch die russischen Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer von der Luft aus schützen. In der Nähe dieser Stützpunkte duldet Putin keine Islamisten und auch sonst keine Unsicherheitsfaktoren, etwa türkische Verbände.

Auch die gemeinsamen Patrouillen türkischer und russischer Soldaten im syrischen Grenzstreifen an der türkischen Grenze hätte Erdogan klarmachen können, daß damit die türkischen Truppen kontrolliert und gebunden sind, sie können nicht weiter in syrisches Gebiet vordringen. Und die letzten Zweifel an der Bündnistreue Putins zu Assad hätten zerstreut sein müssen, als die syrischen Truppen auch die türkischen Posten unter Beschuß nahmen.

Flüchtlinge erhöhen den Druck

Das wäre ohne russische Rückendeckung undenkbar gewesen, das Kräfteverhältnis zwischen der türkischen Armee und der syrischen Restarmee ist so, daß ohne Rückendeckung ein Angriff einem Selbstmord gleichkäme. Wenn es ernst wird, verläßt sich Putin lieber auf harte Tatsachen auf dem Gefechtsfeld als auf hohle Worte in Ankara. Die brutalen Bombardements der russischen Luftwaffe auf Orte und Städte ohne Rücksicht auf Krankenhäuser, Schulen und Märkte haben Hunderttausende zur Flucht bewogen.

Der endlose Flüchtlingstreck staut sich vor der türkischen Grenze und bringt Erdogan zusätzlich und doppelt in Bedrängnis. Weder kann er seine islamistischen Brüder in Idlib retten, noch weitere Flüchtlinge aufnehmen. Sie würden die ohnehin schon angeschlagene Wirtschaft weiter belasten. Aber ein bis zwei Millionen Flüchtlinge an der Grenze im Winter hungern lassen, dürfte seinem Ansehen in der Region und in der Welt auch erheblich schaden.

In seiner Hilflosigkeit wendet er sich an die Nato, die er bisher ständig vor den Kopf gestoßen hat, und rief am Sonnabend sogar den amerikanischen Präsidenten an, um „die Krise in Idlib zu beenden“. Weder Trump noch die Nato werden direkt eingreifen und eine Konfrontation mit Putin riskieren. Sie werden es auch an der anderen Front, die Erdogan in seinem Größenwahn in Libyen aufgetan hat, nicht tun.

Berliner Libyen-Konferenz war nur eine Luftnummer

Dort rückt der General Haftar vor und demonstriert, was die Berliner Libyen-Konferenz war: Ein großes Palaver. Denn der Krieg wird nicht mit markigen Worten in Berlin entschieden, sondern mit harten Tatsachen auf dem Gefechtsfeld. Das allseitige Lob für Merkel, Maas und die EU war eine Seifenblase, die Erklärung nicht viel mehr als diplomatischer Weihrauch und illusorischer Selbstbetrug – man tut was.

Auch die Fortsetzungsgespräche am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz sind Gerede, sie blasen die Luftnummer nur auf. Die Waffenlieferungen gehen weiter, das vereinbarte Embargo erweist sich erwartungsgemäß als frommer Wunsch. Auch der Berliner und Münchener Gesprächspartner Türkei liefert munter weiter, was der französische Präsident Macron auch offen Ankara vorwirft. Erdogan habe „sein Wort gebrochen“.

Erdogan schifft Söldner und Waffen nach Libyen, er will retten, was nicht mehr zu retten ist. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis Haftar ganz Libyen kontrolliert, mithin auch die Flüchtlingsströme ans Mittelmeer. Dann werden die Seifenblasen platzen, die Europäer mit ihm verhandeln und die Deutschen werden wieder die letzten sein. Frankreich ist schon jetzt an der Seite Haftars.

Momentum der Unberechenbarkei

Es geht in dieser Region nicht ohne Hegemon. Erdogan, der davon überzeugt war, mit seinen Muslimbrüdern diesen geopolitischen Posten in Syrien und in Libyen einzunehmen, muß erkennen, daß er sich am besten so früh wie möglich zurückzieht, solange nur ein Auge blau und die Nase leicht blutig ist. Aber Größenwahnsinnige haben oft ein Erkenntnisproblem. Erst wenn die Wirklichkeit auch im Palast spürbar wird, lenken sie ein, wenn überhaupt.

Dieses Einlenken jedoch ist eine Sache von Putins Gnaden. Der Kreml-Chef hat sich als der weitsichtigere Schachspieler erwiesen. Er kann ihn halbwegs gesichtswahrend von den Fronten abziehen lassen. Erdogans politisches Schicksal ist zum Teil in Putins Hand. Es dürfte für ihn schwierig sein, das einzusehen. Darin liegt ein Momentum der Unberechenbarkeit – und das kann gefährlich werden.

(0)

Aus sämtlichen Parteien, Medien und Körperschaften links der Mitte, also von der Linkspartei bis zur CSU, von taz bis FAZ, von der Landeskirche bis zum DGB, brauste nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten vergangene Woche ein einheitlicher Ruf wie Donnerhall durchs Land: „Politische Schande“, „Tabubruch“, „Dammbruch“, „Kulturbruch“. Höher ging’s nimmer? Doch, es ging!

Auch der „Zivilisationsbruch“, der bis dahin für den Holocaust reserviert gewesen war, wurde bemüht. Kemmerich sei „ein Ministerpräsident der Faschisten“, tönte es. Der frustrierte Amtsvorgänger Bodo Ramelow, im Wahlkampf um bürgerlich-zivile, ja präsidiale Anmutung bemüht, fiel in die Rolle des antifaschistischen Rumpelstilzchens zurück und veröffentlichte auf Twitter ein Hitler-Zitat samt zweier Fotos: eines mit Hitler, der Reichspräsident Paul von Hindenburg die Hand schüttelt, und eins von dem thüringischen AfD-Chef Björn Höcke, der Kemmerich zur Wahl als Ministerpräsident gratuliert.

Der für Politik zuständige FAZ-Herausgeber machte sich die Deutung zwar nicht wortwörtlich zu eigen, doch sein grundsätzliches Einverständnis mit dem linken Wüterich war unverkennbar. Ramelows bisheriger Staatskanzlei-Chef hielt Kemmerich sogar vor, er sei „ein Ministerpräsident von Gnaden derjenigen (…), die Liberale, Bürgerliche, Linke und Millionen weitere in Buchenwald und anderswo ermordet haben“. Ein ZDF-Chefredakteur warf die Formulierung „Endstation Buchenwald“ in die Runde, offenbar in Unkenntnis darüber, daß Kommunisten das KZ Buchenwald nach 1945 weiterbetrieben und viele Tote zu verantworten haben.

Der öffentliche Raum gleicht einer geschlossenen Anstalt

Die hysterische Rede über Erfurt knüpft direkt an die Rede zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz an. Auf den zivilreligiösen Rosenkranz der in einfacher Sprache formulierten Warnungen und Lehren („Tätervolk! Kein Schlußstrich! Nie wieder!“) sind in diesem Jahr zwei neue Knospen gefädelt worden: „Tätersprache“ und „dasselbe Böse“. Das sind durchweg keine Begriffe, die für Erkenntnis und Klarheit sorgen und über die sich sinnvoll diskutieren ließe. Es sind affektive Wort-hülsen und magische Formeln, die jenen Anti-Nazi-Voodoo konstituieren, der nach der Wahl des armen FDPlers erneut losgebrochen ist.

Der Schriftsteller Uwe Tellkamp hat kürzlich sein Wort vom „Gesinnungskorridor“ dahingehend korrigiert, daß es in Wahrheit nur noch „enge Wände“ gebe. Selbst diese Beschreibung klingt mittlerweile wie eine Beschönigung. Denn auch enge Wände lassen einen Zwischenraum, eine öffentliche Sphäre, die den Austausch konträrer An- und Einsichten ermöglicht, aus dem gemeinsames Handeln im Geiste der Pluralität erwächst.

Der sogenannte öffentliche Raum von heute gleicht vielmehr einer geschlossenen Anstalt. Eine Zeit lang vermag die darin herrschende Polyphonie einen gewissen Pluralismus vorzutäuschen. Bei genauem Hinhören vernimmt man jedoch einen mehrstimmigen Chor, dessen Mitglieder in unterschiedlichen Tonlagen durchweg denselben Irrsinn skandieren. Wer bei Verstand ist, dem bleibt nur der stille Rückzug.

Der Kollektivirrsinn übertrifft die Mechanik der von der Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann beschriebenen Schweigespirale bei weitem. In Noelle-Neumanns Modell verschweigen viele Menschen – die eventuell sogar die Mehrheit bilden – ihre wirkliche Meinung und machen sich politisch ohnmächtig, weil die Medien ihnen suggerieren, daß sie sich mit ihrer Einstellung hoffnungslos in der Minderheit befinden. Immerhin handelt es sich um einen begrenzten, durch rationales Kalkül motivierten Vorgang.

Verdrängtes Wissen um die Selbstlüge

Der gegenwärtige Irrsinn ist hingegen Ausfluß einer langfristig angelegten Wahrnehmungs- und Urteilstrübung, in welche die Beteiligten sich wissentlich und willentlich hineingesteigert haben. Ein wichtiges Motiv ist das Bedürfnis, Zweifel an der Richtigkeit des eigenen Handelns zu unterdrücken. Das Gefühl und das Wissen, dabei einer Mehrheit – der Mehrheit der „Anständigen“ – anzugehören, entlastet von der Gewissensnot, die dem verdrängten Wissen um die Selbstlüge entspringt. Darüber hinaus dient die Verteufelung des Gegners der eigenen Sinnstiftung. So ist der auf dem Titelblatt des Spiegel zum „Dämokrat“ stilisierte Björn Höcke eine Projektion, die ein politisch-mediales Sinnvakuum füllen soll.

In seinem 1932 erschienenen Buch „Der Massenwahn. Ursache und Heilung des Deutschenhasses“ beschrieb der Sozialpsychologe Kurt Baschwitz solche Erscheinungen als Folge von einschneidenden Ereignissen im inneren oder äußeren Staatsleben. Konkret ging es Baschwitz um die im Ausland grassierende Abneigung gegen die Deutschen, die mit dem Ende des Krieges 1918 kein Ende gefunden hatte. Der Friedensschluß von Versailles war ganz vom Geist des Krieges geprägt und Ausgangspunkt anhaltender Spannungen. Die Einsicht, falsch gehandelt zu haben, verletzte jedoch das Selbstbild der Siegermächten so sehr, daß sie an dem Wunsch festhielten, „glauben zu dürfen, daß das Opfer schuld, daß sie infolgedessen gerechtfertigt seien“.

Baschwitz wollte diese Konstellation, die ganz Europa gefährdete, aufbrechen helfen, indem er sie beschrieb. Kurz danach kam Hitler an die Macht, der nach dem Motto agierte: „Ist erst mal der Ruf ruiniert, lebt sich‘s völlig ungeniert.“ Die NS-Verbrechen schienen sämtliche Feindpropaganda zu bestätigen. Anders als nach dem Ersten waren nach dem Zweiten Weltkrieg keine inneren Abwehrkräfte mehr vorhanden, so daß die negativen Kollektivzuschreibungen immer tiefer ins Zentrum der Selbstwahrnehmung eindringen konnten, wo sie zu der masochistischen Kollektivmoral geführt haben, die sich seit 2015 in der irrationalen Willkommenskultur abfeiert.

Praktizierter Sadismus als seelischer Ausgleich

Die AfD als organisierte Form des Widerstand stellt deshalb neben der politischen vor allem eine existentielle Herausforderung dar. Der Versammlung der „Anständigen“ ergeht es wie dem Untersuchungsrichter im „Fremden“ von Camus, der durch die Einlassungen des Angeklagten Meursault eine Ahnung der eigenen absurden Existenz bekommt und losschreit: „Wollen sie, daß mein Leben keinen Sinn hat?“

Natürlich sind sich Politiker, Journalisten, Gewerkschafter, Kirchenvertreter im Klaren darüber, daß die AfD dem gefährlichen Bild, das sie von ihr zeichnen, überhaupt nicht entspricht. Sonst würden sie sich gemäß ihrer masochistischen Moral ganz anders verhalten: genauso samtpfötig, ängstlich und unterwürfig, wie sie sich gegenüber Islamisten oder dem Clan-Wesen geben. Was sie ihren mutigen „Kampf gegen Rechts“ nennen, ist praktizierter Sadismus als seelischer Ausgleich. Die wirkliche „Schande“, sie liegt hier!

JF 8/20

(0)

Die Fugger als Sinnbild des deutschen Mittelstands

On February 16, 2020, in Endzeit, by admin

Das Kaufmannsgeschlecht der Fugger hat es zu Weltruhm gebracht. Noch heute gilt es als Vorbild für den rasanten Aufstieg einer ursprünglich mittelständischen Familie.

(0)

Die Korrektur im US-Aktienmarkt infolge des sich ausbreitenden Corona-Virus war geringfügig und schnell wieder vorbei. Und auch in den kommenden Monaten werden die Kurse weiter steigen, so eine aktuelle Analyse von Morgan Stanley.

(0)

Die Rohstahl-Produktion in Deutschland ist 2019 erheblich zurückgegangen.

(0)

Dass der Fußballverein FC St. Pauli in Hamburg politisch links eingestellt ist, ist kein Geheimnis. Seine Fans rekrutiert er aus regional fest verankerten linksextremen Strukturen. Nicht wenige sind in linke Gewaltdelikte in der Hansestadt involviert.

Botschaft gegen Dresdner Gäste

Doch mit ihrer jüngsten Aktion erregen sie landesweit Aufsehen. So beklebten sie bei der Partie des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden das Stadion mit Aufklebern, wo das Logo der Dresdner abgewandelt wurde. Statt des „D“ im roten Dreieck ist darauf allerdings eine Bombe zu sehen, der Schriftzug „Dresden“ steht in Flammen – offenbar eine Anspielung auf die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg, die sich vor drei Tagen zum 75. Mal jährte und alten Schätzungen zufolge rund 250.000 Opfer forderte.

FC St. Pauli, sowas duldet ihr also? Schämt euch, aber gewaltig! Diese Aufkleber werden grade fleißig am #Millerntor…

Gepostet von Dynamo Dresden am Freitag, 14. Februar 2020

Damit die Botschaft des Deutschenhasses auch wirklich ankommt, hielten die St. Pauli-Fans vor dem Spiel ein Transparent in die Höhe, auf dem zu lesen war:

Sowas kommt von sowas. Gegen den deutschen Opfermythos.

Schon 2015 hatten die St. Pauli-Fans mit der Aufschrift auf einem Transparent im Stadion für Empörung gesorgt. Damals stand zu lesen:

13.2.15 Wir feiern 72 Jahre alliierte Landschaftsplanung.

Verpolitisierung des Sports

Der Sport, insbesondere beim Milliarden-Geschäft Fußball, wird seit geraumer Zeit politisiert, wobei der Einfluss linksextremer Strukturen auf das Geschehen auf den Zuschauerrängen rasch zunimmt. Slogans wie „Kampf gegen rechts“, „Spiele für Toleranz“, „Wir sagen nein zu Rassismus“ gehören heute schon zu vielen Fußballspielen dazu, sehr zum Missfallen der meisten Zuschauer. Mit seinem Aufkleber und der unmissverständlichen Botschaft auf dem Transparent setzt der FC St. Pauli allerdings erneut negative Maßstäbe.

Der Beitrag Selbsthass macht auch vor Sport nicht Halt: FC St. Pauli mit perversen Aufklebern erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

(0)

Nicht nur die Bevölkerung in Österreich ist im letzten Jahr durch die anhaltende Masseneinwanderung dramatisch gewachsen, auch bei den Einbürgerungen kam es zu einem regelrechten Ansturm auf die österreichische Staatsbürgerschaft: 2019 erhielten 10.606 die Staatsbürgerschaft, das sind mehr als zwölf Prozent mehr als im Jahr 2018.

Mehrheit der “Neubürger” im Ausland geboren

Von den über 10.000 neuen Staatsbürgern sind die meisten nicht in Österreich geboren: Gerade einmal 35,1 Prozent der im letzten Jahr eingebürgerten Personen kamen hierzulande zur Welt, 106 wohnten sogar gleich im Ausland.

Dass die Anzahl der Einbürgerungen jedes Jahr wächst, ist keine neue Entwicklung: Bereits seit 2011 ist dieser Trend zu beobachten. Zwar wurden in den letzten Jahren immer deutlich weniger Staatsbürgerschaften verliehen als im Jahr 2003, das mit 45.112 Einbürgerungen einen fragwürdigen Rekord aufstellte, seit 2011 wird die österreichische Staatsangehörigkeit jedoch von Jahr zu Jahr attraktiver, wie die Zahlen der Statistik Austria belegen. Wurden die Rechte und Pflichten als Staatsangehörige der Republik im Jahr 2010 gerade einmal 6.190 Menschen zugestanden, waren es nur ein Jahr später schon 6.754. Die Einbürgerungsrate, also der Anteil der Personen an allen in Österreich lebenden ausländischen Staatsbürgern, lag im vergangenen Jahr bei 0,7 Prozent.

Staatsangehörigkeit bei Bosniaken, Türken und Russen beliebt

Mehr als elf Prozent (1.183 Personen) der neuen Staatsbürger des Jahres 2019 stammen aus Bosnien und Herzegowina. Die Osteuropäer aus dem ehemaligen Jugoslawien stellten damit die größte Gruppe der eingebürgerten Personen, gefolgt von den serbischen (1.008 Personen), türkischen (912), kosovarischen (688) und russischen Aspiranten (464).

Am meisten neue “Österreicher” bekamen im vergangenen Jahr die Länder Salzburg, Steiermark und Oberösterreich ab: In Salzburg wurde gleich 47,2 Prozent mehr Personen die Staatsbürgerschaft verliehen als noch im Jahr 2018, in der Steiermark wurde ein Zuwachs von 38,2 Prozent und in Oberösterreich einer von 27,2 Prozent verzeichnet, in Tirol war es noch ein Plus von zwölf Prozent. Auch in Wien und im Burgenland wurde kräftig eingebürgert, nur in Niederösterreich und Kärnten wurde die österreichische Staatsbürgerschaft weniger oft verliehen als im Jahr 2018.

FPÖ fordert Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechts

Besorgt über den anhaltenden Trend zur leichtfertigen Vergabe der Staatsbürgerschaft zeigte sich der freiheitliche Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer. Er befürchtet unter der schwarz-grünen Bundesregierung eine neue Einbürgerungswelle und fordert, die Einbürgerungsexzesse durch eine Reform des Staatsbürgerschaftsrechts zu begrenzen:

Aufgrund der enormen Massenzuwanderung unter dem Deckmantel des Asylrechts in den Jahren 2015 und 2016 ist zu befürchten, dass die Zahl an Staatsbürgerschaftsanträgen in naher Zukunft noch weiter ansteigen wird. Es ist nur dem freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl zu verdanken, dass etwa die Mindestwartefrist für die Staatsbürgerschaft bei Asylberechtigten auf zehn Jahre angehoben wurde, davor waren es sechs Jahre. Das frühzeitige Ende der türkis-blauen Regierung hat aber den weiteren Weg beendet. Nun ist durch Schwarz-Grün zu befürchten, dass eine ungezügelte Einbürgerungswelle droht. Immerhin definieren ja sowohl ÖVP als auch Grüne Österreich als Einwanderungsland. Das Gebot der Stunde wären aber im Gegenteil weitere Verschärfungen – die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein kostbares Gut.

Der Beitrag Anstieg bei Einbürgerungen: Tausende Fremde wurden Staatsbürger erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

(0)

Etwa 800 Teilnehmer waren bei der 56. Münchner Sicherheitskonferenz am 14. Februar zu Gast, unter ihnen Staats- und Regierungschefs aus 40 Ländern. Sie gilt als das wichtigste Forum für internationale Sicherheitspolitik.

Großaufgebot der Polizei

Parallel wurden mehrere Gegendemonstrationen angekündigt. Wie zu erwarten waren auch heuer wieder linke Randalierer rund um die sattsam bekannten Antifa-Schlägertypen dabei. Dass es dabei zu Angriffe auf die Beamten kam, versteht sich fast von selbst und ist im Video unten zu sehen.

Gewalttätigkeiten von linker Seite sind in Deutschland mittlerweile nicht die Ausnahme sondern die Regel. Nicht nur die AfD ist pausenlos Zielscheibe linkslinker Angriffe, sondern offensichtlich auch Politiker aus aller Herren Länder. Zu den in München erwarteten Politikern gehören unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron, der US-Außenminister Mike Pompeo und der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Linke und Krawallmacher aller Schattierungen vor Ort

Neben den Antifa-Faschisten besorgten am Abend auf dem Gärtnerplatz 800 weitere Linke ihre Vorstellung. Selbst Anhänger der Greta-Glaubensgemeinschaft durften nicht fehlen: sogenannte Klima-Aktivisten von „Ende Gelände“. Auch Unterstützer und somit Komplizen nordafrikanischer Schleuserbanden der „Seebrücke München“ waren mit von der Partie, sowie Gegner des Polizeiaufgabengesetzes, „antirassistische“ und „antifaschistische“ Gruppen und Gegner der Sicherheitskonferenz. Selbst „Weg mit dem PKK-Verbot“ (siehe Video) konnte man auf Transparenten lesen.

 

Der Beitrag Linksextreme Ausschreitungen bei Demonstration vor Sicherheitskonferenz erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

(0)

WordPress Themes