LONDON. Das britische Parlament hat die Entscheidung über den Austritt des Landes aus der Europäischen Union ein weiteres Mal vertagt. 322 Mitglieder des Unterhauses stimmten am Samstag für den sogenannten Letwin-Zusatz, der eine Abstimmung über den von Premierminister Boris Johnson vergangene Woche mit der EU ausgehandelten Deal verschiebt. Ziel des früheren Kabinettsministers Oliver Letwin ist dabei nach eigener Aussage, zu verhindern, daß das Land am Ende ohne ein Abkommen den Staatenbund verläßt. 306 Parlamentarier stimmten gegen den Vorstoß Letwins.

Unklar ist nun Johnsons weiteres Vorgehen. Während Oppositionsführer Jeremy Corbyn (Labour) unter Verweis auf das Benn-Gesetz betont, daß Johnson nun Brüssel um einen weiteren Brexit-Aufschub bitten muß, gibt der sich unnachgiebig und verweist auf die Abstimmung über seinen Plan am kommenden Dienstag. Er werde keine abermalige Verlängerung mit Brüssel aushandeln, gab er sich kämpferisch.

Johnson braucht Labour-Abgeordnete

Zum ersten mal seit dem Falkland-Krieg vor 37 Jahren war das Unterhaus an einem Samstag zusammengekommen. Auch Johnson Amtsvorgängerin Theresa May stellte sich in ihrer Rede hinter Johnsons Brexit-Plan. Es gehe dabei um die Zukunft der britischen Politik, sagte sie vor dem Unterhaus.

Allerdings hatte Johnsons bisheriger Koalitionspartner, die nordirische DUP, die Übereinkunft mit Brüssel zuvor abgelehnt und angekündigt, im Unterhaus gegen die Vorlage zu stimmen. Sollte die Regionalpartei nicht einlenken, wäre Johnson am Dienstag auf zahlreiche Überläufer der Labour-Partei angewiesen. (tb)

Mesut Özil hat in dieser Woche mit Deutschland abgerechnet. Im Interview mit dem Sportportal „The Athletic“, läßt der gegelte Fußballstar kein gutes Haar an dem Land, das ihn groß und reich gemacht hat. Sein Hauptvorwurf an seine alte „Heimat“ ist, daß ihm hier nicht permanent die Augen, ja noch nicht einmal der Hintern geküßt wurde.

Insgesamt lesen sich die geschliffenen Antworten Özils in dem Interview aber doch sehr nach den Einflüsterungen eines geschickten Beraters. Von Antisemitismus über den Respekt für amtierende Amts- und Würdenträger, bis hin zum Rassismus in deutschen Fußballstadien: kaum ein Thema, zu dem der einstige Spieler der deutschen Nationalmannschaft nicht eine wohlformulierte Antwort parat gehabt hätte.

Ist Özil ein verkappter Feingeist?

Fast könnte man meinen, das Interview sei direkt mit seinem Image-Polierer geführt worden und die Jungs vom Athletic hätten hinterher nur Özils Namen drüber geschrieben. Aber auf so etwas würde sich natürlich weder der gute Mesut, noch irgendein seriöser Sportjournalist jemals einlassen. Wer Özil irgendwann einmal bei einer Pressekonferenz erlebt hat, traut ihm allerdings auch nicht wirklich zu, daß er in der Lage war, all diese paßgenauen Antworten vorher auswendig zu lernen.

Bleibt eine dritte Möglichkeit: Mesut Özil hat uns all die Jahre nur was vorgespielt und nur zum Schein so dumm aus der Wäsche geschaut. In Wirklichkeit ist er ein feingeistiger und ebenso scharfzüngiger gesellschaftspolitischer Denker, der sich bisher nur stets an das Erfolgsmotto von Daniela Katzenberger gehalten hat: „Sei schlau, stell dich dumm“.

Auch sonst haben wir uns in Deutschland diese Woche mal wieder sehr ausführlich mit den Türken und der Türkei beschäftigt. Mit dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien. Ein Einmarsch, der von der türkischen Nationalmannschaft mittels eines pseudomilitärischen und möchtegernmännlichen Saluts der Daheimgebliebenen auf dem Fußballfeld nun bei jedem Spiel „unterstützt“ wird. Mit Instagram-Likes und Internetposts, mit denen auch in und für Deutschland spielende Türken ihre Sympathien für den Salut und den Angriff auf die Kurden in Syrien bekunden.

Gast mußte Kreuzkette verstecken

Mit den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden auf deutschen Straßen, die in diesen Tagen noch weniger deutsch wirken als sonst. Wer sieht, wie diese meist schon seit Generationen hier lebenden und vergleichsweise weltlichen Migranten unsere Stadtbilder prägen, der kann sich mit katrin-göring-eckardtscher Freude schon jetzt ausmalen, wie all die fundamentalislamischen Araber und Afrikaner unser Land verändern werden, die, übrigens nicht erst seit 2015, Jahr für Jahr ungehindert über unsere Grenzen strömen.

In Essen wurde kürzlich einem Partygast der Zutritt zu seiner Stammdisko verweigert, weil sich der Türsteher an der Kreuzhalskette des jungen Mannes störte. Dabei handelte es sich bei dem Schmuckstück keinesfalls um einen dieser protzigen Klunker, wie man sie aus den Rap-Videos der 90er Jahre kennt, mit denen man jemanden erschlagen könnte, sondern um ein kleines, relativ schlichtes, schwarz-silbernes, Designerstück. Erst als der 30jährige, seinen Freunden zuliebe, das Kreuz unter seinem T-Shirt versteckte, ließ ihn der Türsteher gnädigerweise den Club betreten.

Solche Fälle dürften im neuen anders-religiöser werdenden Deutschland deutlich zunehmen. Sei es auch nur zur eigenen Sicherheit der lebensmüden Kreuzkettenträger. Für seinen nächsten Diskothekenbesuch kann sich der Partyfan ja schon mal eine islamische Gebetskette zulegen und beten, daß der Türsteher diese nicht für einen Rosenkranz hält.

Die Jugendlichen sorgen sich vor allem ums Klima

Einen nicht minder ernüchternden Blick auf das Deutschland von morgen liefert die dieser Tage erschienene Shell-Jugendstudie. Sie zeigt: Die kommende Generation denkt und lebt privat zwar deutlich konservativer als man dachte, hat in vielen Bereichen sogar einen Hang zum Spießigen, sorgt sich politisch aber hauptsächlich ums Weltklima. Mit anderen Worten: Die Zukunft dürfte in tiefstes Schwarz-Grün getaucht werden und damit in etwa so freiheitsdurchflutet sein, wie die Hallen der Frankfurter Buchmesse. Vielleicht zumindest ein guter Grund es dieses Wochenende nochmal so richtig krachen zu lassen.

Die Bundesbehörden verstärken die Schleierfahndung an mehreren Grenzabschnitten, weil Schleuserbanden offenbar Migranten aus anderen EU-Staaten nach Deutschland bringen.

Die Stimmung unter Deutschlands Landwirten ist schlecht, die Reputation der Politik in dem Berufsstand auf einem Tiefpunkt angekommen. Für die kommenden Tage haben Bauern in Deutschland und Frankreich zu Demonstrationen aufgerufen. Zuvor hatte es in den Niederlanden Ausschreitungen bei Bauernprotesten in Groningen gegeben.

In den USA ist eine hitzige Diskussion über die Zukunft der Flugzeugträger-Flotte entbrannt.

DebattenkulturHört euch zu!

On October 19, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Ich hatte stets Freude daran, Situationen und Probleme rational zu analysieren, die relevanten Fakten zu strukturieren, ihren inneren Zusammenhang offenzulegen und auf dieser Grundlage Vorschläge zu entwickeln, wie man ein Problem lösen beziehungsweise bestimmte Ziele erreichen kann. Mein primäres Interesse richtete sich dabei nicht auf die Naturwissenschaft und auch nicht darauf, wie man seinen persönlichen Vorteil fördert, sondern auf die Frage, wie man die Gesellschaft so organisiert, daß dem allgemeinen und dem individuellen Wohl am besten gedient ist.

Aus diesem Interesse heraus studierte ich Volkswirtschaft, und es war durchaus folgerichtig, daß ich Ministerialbeamter war und schließlich Politiker wurde. 39 Jahre lang konnte ich mich über viele Erfolge freuen. Widerstände gab es immer. Heftige Diskussionen und persönliche Angriffe hatte ich auch auszustehen. Aber über das Meinungsklima in der Gesellschaft dachte ich nur selten nach, und grundsätzliche Probleme mit der Meinungsfreiheit sah ich überhaupt nicht.

Mein 2010 erschienenes Buch „Deutschland schafft sich ab“ schrieb ich, weil mich am Ende meines Berufslebens Fragen bewegten, die ich als ungelöst empfand und die aus meiner Sicht in Politik und Gesellschaft sträflich vernachlässigt wurden. Meine Sorgen drehten sich um die geringen Geburtenzahlen der Leistungsträger und gebildeten Schichten in Deutschland und um die Folgen kulturfremder Masseneinwanderung.

Gefährlicher gesellschaftlicher Trend

Die Emotionen, die das Buch positiv und negativ auslöste, haben nicht nur mein Leben, sondern auch meinen Blick auf die Gesellschaft verändert. Zuvor hatte ich nie darüber nachgedacht, weshalb einige Themen mich besonders interessierten, während andere mich kaltließen. Intensives Nachdenken und die Lektüre psychologischer, soziologischer und philosophischer Werke lieferten mir eine Antwort, die ich eigentlich schon kannte, aber im Lauf der Jahre verdrängt und vergessen hatte.

Die Interessen, die uns bewegen, und unsere spontanen Meinungen über das, was in der Gesellschaft wichtig und unwichtig ist, bis hin zur Frage von Gut und Böse, bilden sich im vorrationalen Raum. Sie sind nicht das Ergebnis rationaler Einsichten, sondern allenfalls ihr Ausgangspunkt, und können deshalb auch kaum rational diskutiert werden.

Lebenskluge Menschen wußten dies schon immer. Soweit sie eine gute Erziehung genossen, haben sie deshalb die Maxime verinnerlicht, beim Small talk und bei jeder Konversation, die auf Harmonie gestimmt ist, politische und religiöse Themen möglichst zu vermeiden.

Mich hatte es 2010 und danach getroffen und auch verletzt, daß es illegitim und unmoralisch sein soll, sich mit nationaler Identität oder den langfristigen Folgen bestimmter Trends bei Einwanderung und Geburtenverhalten zu beschäftigen. Ich werde das weiterhin tun, und ich sehe es als gesellschaftlich schädlich an, wenn man bestimmte Fragen und Probleme aus dem Kreis legitimer öffentlicher Debatten ausschließen will. Darin sehe ich einen Rückfall in vormoderne Zeiten. Geistige Freiheit ist mehr als die Überwindung textiler Bekleidungsnormen und die Verherrlichung sexueller Vielfalt. Ich kann nur hoffen, daß sich hier nicht ein neuer gesellschaftlicher Trend zur Verengung zulässigen Denkens etabliert.

Nur Lügen gehören geächtet

Ich gestehe jedem zu, daß er andere Erkenntnisinteressen, andere Werturteile und andere Lebensziele hat. Ich respektiere das, erwarte umgekehrt aber auch denselben Respekt. Ich verlange von niemandem, daß er meine Sorgen um die geringen Geburtenzahlen der Leistungsträger und gebildeten Schichten in Deutschland und die Folgen kulturfremder Masseneinwanderung teilt. Ich möchte wegen dieser Sorgen aber auch nicht moralisch abqualifiziert und in die rechte oder gar rechtsradikale Ecke geschoben werden.

Jedem Grünen und überhaupt jedem besorgten Bürger gestehe ich ja auch zu, daß er sich nicht nur Sorgen um den menschengemachten Klimawandel macht, sondern Gegenmaßnahmen ins Gespräch bringt, die ich für schädlich halte. Darüber muß man halt diskutieren. Wer hier mit dem Kopf durch die Wand will, fordert zwar Unvernünftiges, damit ist er aber noch nicht unmoralisch.

Als rationaler Charakter kann ich gar nicht dagegen sein, daß die Politik den Versuch unternimmt, den Klimawandel vorausschauend zu gestalten. Übertreibungen werde ich mit ganzer Kraft bekämpfen. Aber ich werde niemals jene Bürger dämonisieren, die im Fahrrad die Lösung aller Transportprobleme sehen. Ich werde sie allenfalls ein wenig verspotten. Den gleichen Spott wende ich auf Genderpuristen an, die die deutsche Sprache verhunzen. Mag doch jeder reden wie er will, solange der Haß gezähmt wird und Lügen geächtet bleiben.

Politisch korrektes Meinungsschema

Übrigens: Wenn alle Völker und Gesellschaften so wenig Kinder bekämen wie die autochthonen Deutschen, nämlich 1,3 Kinder pro Frau, müßten wir uns um den Klimawandel keine Sorgen machen, weil die Weltbevölkerung schnell abnähme und damit die menschengemachten Emissionen automatisch sänken.

Warum nur höre ich von den Klima­aktivisten so gar nichts über das Wachstum der Weltbevölkerung und was man dagegen tun könnte? Die Antwort drängt sich mir auf: Beim Klimawandel gilt das industrialisierte westliche Abendland als der Hauptsünder. Das paßt ins politisch korrekte Meinungsschema. Wenn das ideologische Schema den Vorrang vor der Wirklichkeit beansprucht, dann ist es Zeit, auszureißen und die eigene Wahrheit zu suchen. Wo dieses geschieht, werden Ketten gesprengt, und neue Wirklichkeiten tun sich auf.

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Thilo Sarrazin gelangen mit „Deutschland schafft sich ab“ und „Der neue Tugendterror“ meinungsbildende Bestseller. Sarrazin ist SPD-Mitglied und war zuletzt Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank.

Europäische Union gesteht: Wir sind nicht imstande, die Migrationsströme zu stoppen

Der EU-Kommissar für Migrationsfragen, Dimitris Avramopulos, hat am Mittwoch erklärt, dass die EU nicht die Frage stelle, wie die Migrationsströme zu stoppen wären, sondern wie man damit fertig werden könnte. Auf einem Briefing der EU-Kommission am Mittwoch zog der EU-Kommissar das Fazit der fünfjährigen Tätigkeit auf seinem Posten und betonte, dass die im Laufe dieser […]

anonymousnews.ru – Nachrichten unzensiert – Das meist gefürchtete Magazin Deutschlands. Hier finden Sie die Nachrichten und Informationen, die der politisch-mediale Komplex verschweigt.

Erneut zeigen die Sozialisten vom Verband sozialistischer Studenten (VSStÖ) ihre antidemokratische Fratze: In der heute, Freitag, abgehaltenen Sitzung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) kam es zum Eklat, als die ÖH-Exekutive unabhängige Bewerber für Referatsposten trotz korrekter Bewerbungen ausschlossen – auch die grüne Studentenfraktion GRAS und die Fachschaftslisten (FLÖ) unterstützten das skandalöse Verhalten der Exekutive.

ÖH-Exekutive: „Das interessiert niemanden!“

Das „Demokratieverständnis“ der ÖH-Exekutive, bestehend aus den SPÖ-Studenten vom VSStÖ, GRAS und FLÖ („Unabhängige Fachschaftslisten Österreichs“) war auf beschämende Weise in der Sitzung der Bundesvertretung der Hochschülerschaft zu beobachten: Bewerber, die keiner Fraktion angehörten, wurden trotz fristgerechter Bewerbung für die Referatsposten in der höchsten ÖH-Ebene nicht zugelassen. Schließlich konnten die roten und grünen Funktionäre der Studentenvertretung nicht zulassen, dass Studenten ohne passendes Parteibuch in die Ämter der Hochschülerschaft gewählt wurden. Der bizarre Grund: Die Exekutive hatte sich bereits auf die ihr genehmen Kandidaten geeinigt – und das, obwohl die öffentlichen „Hearings“ noch nicht einmal abgeschlossen waren. Als die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) gegen das Verhalten der ÖH-Leitung protestierte, soll von der Exekutive lediglich unter lautem Gelächter ein „Das interessiert niemanden!“ gekommen sein.

RFS, AG und Junos verlassen geschlossen die Sitzung

Empört über das unverschämte der Verhalten der roten und grünen ÖH-Funktionäre zeigte sich auch der Mandatar des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), Lukas Heim: Gemeinsam mit den Mandataren der AG und der Neos-Studentenfraktion Junos verließ er die Sitzung aus Protest vorzeitig. Besonders skandalös ist für den RFS, dass die Wahl dennoch durchgeführt wurde – auch rechtliche Konsequenzen könnten der ÖH-Exektive nun drohen:

Eine derartige Vorgehensweise halten wir für höchst antidemokratisch, weshalb sich unser Mandatar gemeinsam mit der AG und den Junos aus Protest von der Sitzung abgemeldet hat. Nichtsdestotrotz hat die Exekutive die Wahl erfolgreich durchgepeitscht, weshalb wir rechtliche Schritte gegen dieses fragwürdige Vorgehen prüfen!

Der Beitrag Skandal bei ÖH-Sitzung: Rot-grüne Exekutive schließt unabhängige Bewerber aus erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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