ERFURT. Der AfD-Bundeskonvent hat am Samstag abend beschlossen, Rücklagen über eine Million Euro für mögliche Forderungen der Bundestagsverwaltung zurückzustellen. Hintergrund sind drohende Strafzahlungen über mehrere Hunderttausend Euro wegen möglicher illegaler Parteienfinanzierung.

Betroffen davon sind Parteichef Jörg Meuthen, Fraktionschefin Alice Weidel und Guido Reil, der hinter Meuthen auf Platz zwei für die EU-Parlamentswahl im Mai kandidiert. Weidels Heimatkreisverein hatte im Bundestagswahlkampf Spenden in Höhe von 132.000 Euro erhalten ­– überwiesen von einem Schweizer Pharmaunternehmen. Auch Meuthen und Reil erhielten Unterstützung aus der Schweiz. In allen drei Fällen gibt es Zweifel, ob die an die Bundestagsverwaltung übermittelte Liste mit Namen der Spender korrekt ist.

„Der Konvent hat sich einstimmig hinter den Bundesvorstand gestellt“, sagte ein AfD-Sprecher der JUNGEN FREIHEIT. „Damit haben die Delegierten ein klares Zeichen gesetzt und dem Bundesvorstand den Rücken gestärkt.“ Der Konvent ist eine Art kleiner Parteitag. 56 Delegierte tagen bis Sonntag in Erfurt. (mec)

Spatz: Sind Weichen schon gestellt?

On March 30, 2019, in Spatz, by admin

Sind Weichen schon gestellt?

Der Spatz im Gebälk

Sonderermittler “Mueller Finds No Trump-Russia Conspiracy” lautete die Schlagzeile auf der Frontseite der New York Times vom 24.3. Das Bewusstsein der amerikanischen Öffentlichkeit (von den Vasallen nicht zu sprechen) braucht eine Weile, um sich mit dem Ende der Verschwörungstheorie abzufinden, die sie 2 ½ Jahre so begeisternd in Atem gehalten hat. Russischer Einfluss auf höchste Regierungskreise war schon eine Story, um Leichtgläubige zu begeistern. Werden sie es jetzt ihren Medien danken, sie die ganze Zeit so gut und engagiert unterhalten zu haben? Wahrscheinlich folgt für ein, zwei Wochen etwas Medien “hang over”, dann ist wieder alles beim Alten – davon scheint das Establishment auszugehen. Man hat dort keine hohe Meinung vom Wählergefolge.

Die politisch verpönte Kinderfrage will kaum einer beantwortet haben: Warum das ganze Theater? Mit 60 Leuten und einem Budget von 25 Millionen Dollar fehlte es Mueller nicht an Gestaltungspotential für den Bericht. Spätestens nach dem Warren-Report zum Kennedy Mord oder dem Bericht der 9/11 Commission unter Philip Zelikow, [der bereits 1998 in seinen Aufsätzen Catastrophic Terrorism und Thinking about Political History von 1999 eine Aktion wie Pearl Harbor oder den Anschlag auf das World Trade Center von 1993 gefordert hatte, um „noopolitisch“ eine Einstellungsänderung in der US-Bevölkerung zu erreichen], wissen Leute, die sich ein kindliches Frageverhalten bewahrt haben, was sie von offiziellen Berichten der US-Regierung und ihrer Agenturen zu halten haben. Schon vor Muellers Spruch haben viele Hinweise Argwöhnische vermuten lassen, dass die Konstruktion einer russischen Einmischung in die US-Wahlen von 2016 auf die Leute um Hillary Clinton und den damaligen CIA Direktor John Brennan unter Mithilfe des Verteidigungsministeriums und des FBI zurückgingen – und zwar im vollen Bewusstsein, dass es sich um absichtlich erstellte, falsche Unterstellungen handelte. Warum lässt man das jetzt auffliegen und gibt die stets folgsamen „anerkannten“ Medien (jedenfalls vorübergehend) dem Gespött preis? Offensichtlich gab es Unstimmigkeiten in der westlichen Elite, die nun entschieden wurden.

Das US-Establishment hat nach 1945 mehrmals seine Herrschaftsdoktrin geändert, was immer vorübergehend Uneinigkeit in den eigenen Reihen ausgelöst hat. Zum letzten Mal war es dazu 2001 gekommen. Damals schuf  US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, ein ständiges Mitglied der “Regierung der Kontinuität” [Eine während des Kalten Kriegs eingerichtete Institution, die in den USA die Regierung fortführt, falls Präsident, Regierung oder Parlament kriegsbedingt ausfallen sollten], das Büro zur Umgestaltung der Streitkräfte (Office of Force Transformation), das Admiral Arthur Cebrowski unterstellt wurde. Die dabei befolgte neue Doktrin ging auf das Konzept von Steven R. Mann zurück, das dieser in seinem Buch „Strategie Chaos“ bereits 1992 vorgeschlagen hatte. Rumsfeld und Cebrowski unternahmen es, die US-Politik und das US-Militär auf die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neu gestaltete Doktrin umzugruppieren.

Militärisch wurde nach 2001 die Anzahl der Special Operations Forces (SOF, für verdeckte Operationen in anderen Ländern) auf über 70.000 Mann mehr als verdoppelt. Das gilt auch für die Kommandostruktur dieser Truppe (SOCOM). Ihr Haushalt wurde gegenüber 2001 vervierfacht. Noch intensiver ausgeweitet wurden die viel geheimeren und höchst elitären Spezialisten des Joint Special Operations Command (JSOC). Sie wurden von 1800 Mann im Jahr 2001 auf derzeit rund 33.000 Mann ausgebaut. Das glauben jedenfalls Insider zu wissen. (Vgl. https://southfront.org/expanding-global-footprint-of-us-special-operations/)

Politisch teilt die neue Doktrin die Staaten der Erde in zwei Gruppen, 1. die stabilen oder Industrie-Staaten 2. der Rest, die instabilen Randstaaten. Diese waren nicht mehr als Verbündete zu umwerben, sondern galten in der nun monopolaren Welt nur noch als Reservoir natürlicher Ressourcen. Cebrowski’s Assistent, Thomas P. M. Barnett, hatte das politische Konzept den Agenten und Satrapen in den anderen Ländern nur so klar – wie unbedingt nötig – bekannt zu machen. So geschehen in seinem Buch: The Pentagon’s New Map, Putnam Publishing Group, 2004.

Da die maßgeblichen Internationalen Großkonzerne ihre Arbeitsplätze so weit als möglich in Niedriglohnländer ausgelagert hatten, beanspruchte ihre US-Regierung nicht mehr wie früher den Zugriff auf diese Ressourcen für sich. Dem Hegemon genügte es, den Zugriff auf die Rohstoffe so zu kontrollieren, dass nur die Staaten zugreifen können, die von Washington die Erlaubnis dazu erhalten und dafür bezahlten. Um das wirtschaftlich durchführbar zu machen, sollten in den Reststaaten präventiv alle staatlichen Strukturen zerstört werden, so dass niemand gegen den Willen der Weltmacht Zugang erhält oder glaubt, unabhängig von den USA dort handeln zu können

Der neuen Doktrin entsprechend konnte man die frühere, die mit der Öl-Erschöpfungs-These (Peak Oil) Rockefellers und seines Club of Rome verbunden war, aufgeben. Da inzwischen genug Kohlenwasserstoff-Lagerstätten entdeckt worden waren, war die Peak Oil mit der gleichen Stoßrichtung vom CO2-Klimaschwindel der National Energy Policy Development Group von Dick Cheney abgelöst worden. Man konnte aber nicht davon ausgehen, dass sich dieser Schwindel ewig aufrechterhalten ließ. Nach der neuen Doktrin war nicht mehr die preistreibende Knappheit der Kohlenwasserstoffe (oder das Übermaß seiner Verbrennungsprodukte) der Hebel zur Preistreiberei, sondern die Kontrolle des Zugangs zu diesen Energieträger sollte für die benötigten Einkünfte sorgen.

Die eingeleitete Destabilisierungsstrategie zeigte in Zentralafrika erste Erfolge, begann im Nahen Osten aber trotz anfänglicher Erfolge stecken zu bleiben und zu scheitern.Das verlangte nun wieder ein Umdisponieren, dem erfahrungsgemäß nicht das ganze US-Establishment schlagartig folgen kann. Das Umdenken setzte 2012 mit der Petraeus-Affäre (wegen angeblicher Weiber-Geschichten) ein und wurde strategisch mit der Wahl von US-Präsident Trump abgeschlossen. In diesem Sinne verlor das zuvor unauffällig hochgerüstete Instrument zur Destabilisierung, der IS oder Daesh, an Bedeutung. Er diente ab jetzt nur noch als Vorwand für die völkerrechtswidrige Besetzung syrischer Landesteile und wurde nicht mehr nur vorgetäuscht, sondern sogar zum Teil tatsächlich bekämpft (abgesehen jedenfalls von den Kadern, die ausgeflogen wurden, um anderswo eingesetzt zu werden).

Im Sinne der neuen Doktrin hat der seit April 2018 neue Außenminister Michael R. Pompeo wieder den Zugang des Iran zum Weltmarkt gesperrt, was er jetzt für Venezuela wiederholen will und versucht, US-Truppen im Osten von Syrien beizubehalten, um die Ausbeutung der dort neu entdeckten Öl- und Gas-Felder zu verhindern. Im gleichen Sinne wird die EU gedrängt, auf die russische Pipeline Nord Stream 2 und die Turkish Stream im Süden zu verzichten und auf US-Flüssiggas umzusteigen. Dies will (im Gegensatz zur Kanzlerin Merkel) der vorgesehene neue EU-Kommissionspräsident, Manfred Weber (CSU), brav stoppen (wahrscheinlich, um sich für den lukrativen Posten zu empfehlen).

Das neue an Trumps America First Doctrin scheint die Einsicht zu sein, dass es notwendig geworden ist, die produzierende Wirtschaft der USA im Land wieder zu stärken, bevor sich die „Strategie Chaos“ durchsetzen lässt. Damit sorgte er für einen Konflikt im Establishment und im europäischen Gefolge. Der Konflikt scheint nun mit Muellers Spruch entschieden zu sein. Seit 2017 versucht Trump, die nach Asien und in die Europäische Union ausgelagerten Arbeitsplätze in die Vereinigten Staaten zurückzuholen. Auf Anraten des „progressiven“ Ökonomen Peter Navarro beendete er die Trans-Pazifik-Partnerschaft, änderte das nordamerikanische Freihandelsabkommen, errichtete unerschwingliche Zoll-Schranken gegen Autos aus Deutschland und die meisten Waren aus China. Mit seiner Steuerreform will er auch US-Kapital wieder zurück ins Reich holen. Erste Erfolge zeigen sich bereits in der US-Leistungsbilanz und bei den Beschäftigungszahlen. Europa begreift nur langsam die Änderung der US-Doktrin und erlebt sich jetzt naiv als ein „unfair“ behandelter Wirtschaftskonkurrent der neu ausgerichteten USA.

Dass man in dem im Jawoll-Sagen geübten Berlin die US-Strategie verstanden hat, ist kaum anzunehmen. Aber die Prügel, die man von Trump schon bezogen hat, macht trotzig und regt zur eher harmlosen Aufmüpfigkeiten an. Jedenfalls will Merkel im Gegensatz zu früheren Gewohnheiten, der vom EU-Parlament verabschiedeten „strategischen Rivalität mit China“ nicht zustimmen. „Russland kann nicht mehr als strategischer Partner angesehen werden, und die Europäische Union muss bereit sein, weitere Sanktionen zu verhängen, wenn es weiterhin gegen das Völkerrecht verstößt“ entschied das Europäischen Parlament am 12. 3. mit 402 Stimmen, dagegen 163 und 89 Enthaltungen . Merkel spricht dagegen lieber von einem „strategischen Wettbewerb“. Außerdem wagte sie zu sagen: „Wir müssen daran glauben, dass es in multilateralen Kooperationen möglich ist, dass alle gewinnen. Es lohnt sich dafür zu kämpfen.“ Und sie „glaubt“ nicht nur, sondern hat mitgeholfen, dass beim „Treffen in Paris (Merkel, Macron und Xi Jinping) am Montag Wirtschaftsverträge im Volumen von insgesamt 40 Milliarden Euro besiegelt wurden. Allein ein Großauftrag für den europäischen Flugzeugbauer Airbus beläuft sich nach Informationen aus dem französischen Präsidialamt auf 30 Milliarden Euro. Die insgesamt 15 Verträge erstrecken sich vom Energiesektor über den Schiffsbau bis hin zur Banken-Branche“ konnte die „Bild“ am 26.3. berichten. Laut Osnabrücker Zeitung vom 27.3. hat es die Bundesregierung sogar neuerdings gewagt, nachdem sie den us-venezolanischen Usurpator Juan Guaidó widerrechtlich anerkannt hatte, den vom diesem entsandten diplomatischen Vertreter nun nicht mehr als Botschafter zu akkreditieren – so die Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linkspartei.

Der Deutsche Außenminister Maas (SPD) war wohl noch nicht auf dem neuesten Stand oder zeigte sich nicht einverstanden, wenn er laut dpa vom 24.3. die Beteiligung Italiens an dem chinesischen Handelsprojekt „Neue Seidenstraße“ laut kritisiert. Dagegen erkennt der Chef-Anlagenberater der Solvecon Invest GmbH in Bremen, Folker Hellmeyer, plötzlich in der Neuen Seidenstraße „das größte Wirtschaftsprojekt in der Menschheitsgeschichte“ und folgert „der Westen hätte seit 50 Jahren Strukturen und Infrastrukturen in diesen (Entwicklungs-) Ländern aufbauen können. Das haben wir nicht gemacht. China füllt jetzt diese Lücke – und wir kritisieren das. Das ist ein Stück weit auch Machtpolitik. Deswegen stößt es auch auf Widerstand. Aber wir erschließen damit ein Humankapital und ein nachhaltiges Wachstumspotenzial, was erheblich ist. Wir hätten es machen können, haben es aber nicht gemacht. Deshalb wirft man es besser anderen nicht vor.“ Im Unterschied zu den ins Western-Establishment eingebundenen Großmanagern sehen mittelständische Unternehmen in China eine Seenot-Insel, die sie vielleicht vom im Westen geplanten wirtschaftlichen Untergang Europas retten könnte. Wenn die Regierung mitziehen sollte, erleben wir bald ein Abklingen der CO2-Propaganda in den „anerkannten“ Medien und wohl auch eine Neueinschätzung Trumps. Warten wir’s ab.

Was Hellmeyers „Machtpolitik“ betrifft, so zitierte TASS am 15.3. aus der Rede des russischen Außenminister Sergej Lawrow vom 14.3. auf dem Forum Russland – Ein Land der Möglichkeiten in Moskau: „Es gab eine sehr nervöse Reaktion auf Russlands Comeback als ordentlicher Partner, der anderen nichts aufzwingt, aber Diktate oder Ultimate selbst nicht toleriert… Wir suchen mit niemandem die Konfrontation. Wir möchten mit allen zu fairen Bedingungen, auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und nach einem Interessenausgleich und gegenseitig akzeptablen Ansätzen zusammenarbeiten.“ Als Kern der gegenwärtigen Probleme nannte Lawrow das „unbedingte Widerstreben der Vereinigten Staaten und ihrer westlichen Verbündeten, sich einzugestehen, dass die 500-jährige Zeit der westlichen Dominanz in der Welt ein Ende findet.“ Der Übergang zu einer neuen, multipolaren, demokratischen und gerechteren Weltordnung werde zwar lange dauern, aber schon jetzt ist dieser Übergang für diejenigen schmerzhaft, „die gewohnt sind, die Welt seit Jahrhunderten zu beherrschen. Sie haben sich daran gewöhnt, als Herrn im Haus aufzutreten.“, meinte Lawrow und dann versöhnlicher: „Wir sind bereit, die Partnerschaft mit der Europäischen Union wieder herzustellen, wenn unsere europäischen Nachbarn nicht mehr den Wunsch verfolgen, den russophoben Trends der USA, einschließlich Sanktionen und Provokationen zu folgen und wenn sie nicht länger daran interessiert sind, die unverschämten Aktionen zu tolerieren, die wir (z.B. im Fall Skripal) erleben mussten.“

„Es dauert,“ meintTom Beck Research Partner von PortfolioWealthGlobal.com „aber der Dollar has finished. Jeder sieht das. Die DNA eines neuen Systems haben wir schon alle im Kopf, aber es braucht Zeit, bis sie es Realität wird. Nutzen Sie Ihren nächsten Urlaub und besuchen sie Asien. Entdecken Sie China oder Indien, und sie werden verstehen, dass die USA zwar ein zauberhafter Platz ist, aber ihre Zeit als Dominator abgelaufen ist.“

Die Schöpfung neu machen

On March 30, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Vor rund 30 Jahren landete Herbert Grönemeyer mit einer Auskoppelung aus seinem Album „Sprünge“ einen Hit. Er hieß „Kinder an die Macht“ und begann mit den Zeilen „Die Armeen aus Gummibärchen/ die Panzer aus Marzipan/ Kriege werden aufgegessen kindlich genial“. Das Lied fährt fort: „Es gibt kein gut, es gibt kein böse/ es gibt kein schwarz, es gibt kein weiß (…) nun holpert es ein bißchen (…) Es gibt Zahnlücken/ statt zu unterdrücken/ gibt’s Erdbeereis auf Lebenszeit“.

Wer in der Bibel ein wenig bewandert ist, erkennt hier den paradiesischen Zustand der Schöpfungsfrühe vor dem Sündenfall, der mit Genuß der Frucht vom verbotenen Baum vollzogen wurde. Dieser bewirkte, daß der Mensch des Unterschieds zwischen gut und böse gewahr wurde; daß er Scham empfand und fortan dazu verdammt war, schwarz und weiß zu erkennen, auch Freund und Feind, und wir alle sind dazu verdammt zu strampeln: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“

Schluß mit Erdbeereis, wir nähren uns vom Kraut des Feldes, durch Disteln müssen wir uns schlagen, und am Ende wartet auf uns der Tod. Harter Tobak. Man nennt es „Realitätsprinzip“. Bisher war es Aufgabe der Eltern und später der Lehrer, den ihnen anvertrauten Kindern beizubringen, daß die Welt leider kein Paradies und das Leben nicht nur Erdbeereis ist.

Eine neue Zivilreligion ist geboren

Diese Grundgewißheiten geraten derzeit in Gefahr, und es sind die Erwachsenen, die einen merkwürdigen Kinderkreuzzug befeuern, der erfüllt ist vom religiösen Eifer nach dem Paradies. Natürlich sind die europaweiten „Fridays for Future“-Demonstrationen gemeint, ausgelöst von der kleinen Schwedin Greta Thunberg, mittlerweile 16, die freitags die Schule schwänzt und demonstriert mit einem Plakat, mit Hilfe dessen sie den Planeten retten will.

Leitartikler unterstützen sie, die öffentlich-rechtlichen Matadore „mit Haltung“ sowieso, Lehrer und Eltern, ja die Kanzlerin selber sieht in den Kindern Armeen an Unterstützern, und feuert sie an, denn auch Angela Merkel will nicht in erster Linie dem deutschen Volke dienen, sondern, wie sie es in Marrakesch bei der Unterzeichnung des globalen Migrationspaktes zu Protokoll gab, „den Planeten besser machen“. Eine neue Zivilreligion ist geboren, samt eines Erlösungsversprechens.

Kurzer Einschub: Unter den demonstrierenden Schülern in Berlin, wo die Schulklassen bekanntermaßen oft mit weit über 50 Prozent mit Migrantenkindern bestückt sind, fehlen eben diese fast zur Gänze. Kann es sein, daß ihnen eine andere Religion wichtiger ist?

Ökologischer Wahn

Greta Thunberg, ausgestattet mit den düsteren Drohungen alttestamentlicher Propheten, geht tief an die Urschichten unseres Bewußtsein. Doch nicht die kleine Autistin mit dem Aspergersyndrom, die den Untergang der Welt in zwölf Jahren voraussagt, sofern wir nicht sofort aus fossilen Brennstoffen aussteigen und unser Leben ändern, nicht die bezopfte Kleine ist das Problem, sondern all die ratlosen Erwachsenen um sie herum, die sich dem Wahn verschrieben haben, sie könnten die Schöpfungsgeschichte umschreiben. Eine Geschichte von vielen Millionen Jahren, die weitgehend ohne menschliche Einflüsse verlief, die große Artensterben sah und neue Lebewesen, die unseren Planeten Meteoriteneinschlägen aussetzte, endlose Finsternisse unter Ascheregen, Eiszeiten und tropischen Erhitzungen, eben dem, was man heute ganz unbiblisch „Klima“ nennt.

Ein Wahn, der dazu führt, daß Frauen – Lehrerinnen zumal – sich weigern, Kinder zu gebären, weil diese ökologisch Schaden anrichten. Ein Wahn, der glauben machen will, daß die Reduktion an CO2 (ein Stoff, der für das Wachstum von Flora und Fauna unerläßlich ist) das Überlebensgebot der Stunde ist und jedes Opfer rechtfertigt. 

Unsummen verschlingende Energiewende

Ein Wahn, der dazu führt, daß große weltweite Konferenzen mit hochbezahlten Wissenschaftlern veranstaltet werden, die Unsummen verschlingen und Maßnahmen verlangen, die besonders die armen Länder und die Armen in unseren Ländern treffen. Eine neue Offenbarung! Natürlich fallen einem die religionsirren Endzeitler der Münsteraner Wiedertäufer ein, und natürlich G. K. Chestertons gelassenes Wort: „Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie an alles Mögliche.“

Daß Deutschland ständig alle möglichen „Klimaziele“ reißt, diese aber mit allergrößter Inbrunst ständig erneuert, scheint den Trägern dieser neuen Religion, besonders den Grünen, ständig neuen Erregungsstoff zu liefern und Wähler in die Arme zu treiben, die sich der Verführung nicht verschließen können, gottähnlich zu sein: Die Schöpfung neu machen!

Deutschlands Beitrag zum weltweiten CO2-Ausstoß beträgt allerhöchstens zwei Prozent. Doch den grünen Wählern schwebt vor, mit dem Umstieg vom Auto aufs Fahrrad die Welt zu retten – es spielt zwar keine Rolle, aber es stärkt die Beinmuskulatur und das gute Gewissen. Und natürlich gilt es, die Unsummen verschlingende und undurchdachte Energiewende je erboster zu verteidigen, desto unsinniger sie durchzuführen ist.

Ein geeigneterer Unterrichtsstoff für Freitag-Vormittage

Wie wäre es mit kleineren, großen Zielen? Zum Beispiel die verdreckten Weltmeere von Plastikmüll zu befreien, statt die Genesis umzuschreiben, die auch eine große Erzählung darüber ist, daß der Mensch viel vermag, aber nicht, das Wetter zu ändern. Wäre das nicht ein geeigneter Unterrichtsstoff für Freitag-Vormittage?

Um dem guten Grönemeyer noch einmal das Wort zu geben – die letzte Zeile seines Songs lautet: „Wir werden in Grund und Boden gelacht / Kinder an die Macht!“

JF 14/19

Der IWF hat nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um eine mögliche neue Krise abzufangen, sagt der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung in den Industriestaaten wird jegliche Versuche zum Abbau der Staatsschulden blockieren.

Investitionen in deutsche Büroimmobilien über Office-Fonds lohnen sich. Sie versprechen hohe Renditen in Zeiten von Niedrig-Zinsen.

Die Lobbyorganisation Deutsche Umwelthilfe erhält Einsicht in Akten des Verkehrsministeriums zum Abgasskandal.

Jede zweite Schule meldet akuten Lehrermangel

On March 30, 2019, in Endzeit, by admin

In Deutschland herrscht an jeder zweiten Schule Lehrermangel. Verstärkt wird der Trend dadurch, dass immer mehr Lehrer wegen Burnout ausfallen.

antike Vasenmalerei
Foto: Jastrow / wikipedia commons

Aischýlos war vor Sophokles und Euripides der älteste der drei großen Dichter der griechischen Tragödie. Sieben erhaltene Stücke von ihm werden heute weltweit nach wie vor gespielt.

Keine Aufführung: Antike Tragödie zu „rassistisch”

Dieser Artikel Rittmarshausen: Ein Afrikaner als Bürgermeister – linksgrüne Träume werden Wirklichkeit erschien zuerst auf anonymousnews.ru.

Die Umvolkung unserer Heimat trägt Früchte. Im niedersächsischen Rittmarshausen ist bereits ein Afrikaner zum Bürgermeister gewählt worden. Mit überragender Mehrheit zog der Kameruner unter dem Jubel linksgrüner Überfremdungsfanatiker ins Rathaus ein. von Tino Becker Chicgoua Noubactep ist ein Zeichen dafür, wie schnell die Überfremdung unserer Heimat voranschreitet. Der Afrikaner ist jedoch nicht einer von zahlreichen […]

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