REGENSBURG. Der künftige Leiter der Regensburger Domspatzen, Christian Heiß, hat sich für eine Öffnung des Knabenchors für Mädchen ausgesprochen. Er sei der Meinung, daß man mit der Zeit gehen müsse und daß es mit Sicherheit irgendwann zu einer Öffnung komme, sagte Heiß dem Bayerischen Rundfunk (BR). Er wisse, „daß jetzt schon die Diözese und vor allen Dingen das Domkapitel und die Diözesanleitung da schon sehr offen sind“. Das Thema „Mädchen“ sei präsent.

Der gebürtige Oberbayer Heiß war in seiner Jugend selbst Mitglied des Knabenchors, der eine über tausendjährige Tradition hat und damit einer der ältesten der Welt ist. In der Vergangenheit wurde er unter anderem vom Bruder des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI., Georg Ratzinger, geleitet.

Der Pressesprecher der Domspatzen, Markus Weigl, hält eine eigene Mädchenkantorei für vorstellbar, der Knabenchor soll aber das Kernstück bleiben, sagte er dem BR. Dem Bericht zufolge sind die Mitglieder des Chores in der Frage einer Öffnung für Mädchen zurückhaltend, wenden sich aber entschieden gegen einen Mischchor. (tb)

FRANKFURT/MAIN. Die Universität Frankfurt am Main hat einen emeritierten Professor wegen kritischer Kommentare zum Asylsystem aus ihrem Namensregister gestrichen. Der 77 Jahre alte Politikwissenschaftler Egbert Jahn hatte beim CDU-Werkstattgespräch zu den Fehlern der Flüchtlingspolitik ab 2015 gesprochen und sich dabei für Flüchtlingsstädte für Asylbewerber „auf einer Insel oder in abgelegenen Gebieten Europas“ ausgesprochen.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll die CDU-Zentrale auf Nachfrage dem Professor versichert haben, es habe für seine Thesen überwiegend „anerkennende Worte“ gegeben. Wenige Stunden nach seinem Auftritt bei der Veranstaltung hat seine Universität dem Bericht zufolge alle Hinweise auf den Dozenten, der immer noch Kurse für Senioren anbietet, von ihren Internetseiten genommen. Das betrifft auch das Personenregister der Uni.

Wendt: Meinungsfreiheit nicht erwünscht

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kritisierte gegenüber Bild die Entscheidung der Hochschule. „Denk- und Meinungsfreiheit sind an der Goethe-Universität zu Frankfurt nicht erwünscht. Dort werden nur linke Meinungen geduldet – und die wollen unter sich bleiben.“

Im Januar hatte die Universität Dresden dem Politikwissenschaftler Werner Patzelt eine Seniorprofessur verweigert. Die Bildungseinrichtung begründete dies unter anderem damit, Patzelt habe sich politisch zu stark exponiert. (tb)

Unternehmen werben für Weltoffenheit

On March 26, 2019, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Zahlreiche deutsche Unternehmen werben mit einer neuen Kampagne für Weltoffenheit und Toleranz. Unter dem Motto „Made in Germany – Made by Vielfalt“ versammeln sich Firmen wie Bahlsen, Deichmann, Henkel, Hipp, Jägermeister, die Oetker-Gruppe, Sennheiser, Trigema, Vaillant, Vorwerk und Würth. Auch die Funke-Mediengruppe sowie Hubert Burda Medien unterstützen die Kampagne, die in 15 Städten auf Großplakaten für Vielfalt trommelt.

Das Gütesiegel laute nicht ohne Grund „Made in Germany“ – und nicht „Made by Germans“, betonen die Macher. „Denn täglich geben Mitarbeiter/Innen aus aller Welt bei uns ihr Bestes.“ Damit dies so bleibe, „stehen wir auch weiterhin für ein weltoffenes Deutschland“, heißt es in den Anzeigen, die seit Dienstag in zahlreichen überregionalen Medien erscheinen.

„Zeichen setzen“

Zurück geht die Initiative laut dem Brachen-Dienst Horizont auf Timm Mittelsten Scheid, Gesellschafter bei Vorwerk. Dieser habe eine Verschärfung der politischen Debatten rund um Migranten beobachtet und darauf reagieren wollen. Daraus sei die Idee entstanden, gemeinsam mit anderen deutschen Unternehmern für mehr Weltoffenheit und gegen Fremdenfeindlichkeit Stellung zu beziehen. Entworfen wurde die Kampagne von Jung von Matt.

„Ich finde es wichtig, daß auch die Wirtschaft in Zeiten dieser gesellschaftspolitischen Debatten ein Zeichen setzt“, erläuterte Mittelsten Scheid. Nicht die Herkunft der Menschen sei entscheidend, sondern ein friedvolles und tolerantes Miteinander. (krk)

LINDAU. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern für das Tragen eines Kopftuchs nach dem Anschlag von Christchurch gelobt. „Die Premierministerin hat ein Zeichen gesetzt, indem sie direkt nach den Morden, ein Kopftuch tragend, die muslimischen Gemeinschaften besucht hat“, sagte Bedford-Strohm vor der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er betonte: „Wir stehen an der Seite von Musliminnen und Muslimen.“

Auch zu den Fridays-for-future-Demonstrationen jugendlicher Klimaschützer äußerte sich der bayerische Landesbischof. „Es ist für mich ein großes Hoffnungszeichen, daß, ausgehend von einer hartnäckigen Jugendlichen in Schweden, inzwischen Schülerinnen und Schüler in aller Welt auf die Straße gehen, um für wirksame Maßnahmen des Klimaschutzes zu demonstrieren“, freute er sich. Zudem lobte er das „integrierte Klimaschutzkonzept“ seiner Kirche.

Kritik an „irrsinnigen“ Militärausgaben

In seinem Bischofsbericht streifte Bedford-Strom zudem die Verteidigungspolitik. Die weltweiten Militärausgaben hätten 2017 „die irrsinnige Höhe von rund 1,74 Billionen Dollar erreicht“, in Deutschland seien es 44,3 Milliarden Euro. „Angesichts dieser Zahlen ist es für mich nicht nachvollziehbar, wenn jetzt der Verteidigungsetat in Deutschland ausgeweitet werden, während der Entwicklungsetat gekürzt werden soll.“

Es sei „ein moralisches Armutszeugnis“, daß Deutschland weltweit viertgrößter Waffenexporteur sei. Das wichtigste Mittel, um Frieden in der Welt zu erreichen, sei die Prävention, etwa durch zivile Friedensdienste. Außerdem müsse die Rolle der Vereinten Nationen und das Engagement der Kirchen in der Zivilgesellschaft gestärkt werden. (tb/idea)

MEXIKO STADT. Der Präsident Mexikos, López Obrador, hat von Spanien eine Entschuldigung für die Kolonisierung des mittelamerikanischen Landes gefordert. Neben dem spanischen König Felipe VI. habe auch der Vatikan einen entsprechenden Brief mit Bitte nach einer Entschuldigung erhalten, sagte Obrador in einer Videobotschaft.

„Ich habe einen Brief an den König von Spanien und einen weiteren an den Papst geschickt, in dem ich eine Aufstellung von Verbrechen fordere und sie dazu dränge, sich bei den Ureinwohnern Mexikos für die Verletzungen ihrer – wie wir heute sagen würden – Menschenrechte, zu entschuldigen.“ Obrador sprach von „Massakern und Unterdrückung“.

Spanien: Nicht nach heutigen Maßstäben bewerten

Die Eroberung des Landes sei „mit dem Schwert und dem Kreuz“ erfolgt. „Sie haben ihre Kirchen einfach auf die Tempel der Ureinwohner gebaut.“ Nun sei die Zeit der Versöhnung gekommen. Allerdings brauche es dafür zunächst eine Entschuldigung, stellte der Sozialist klar.

Das spanische Außenministerium hat die Forderung inzwischen zurückgewiesen. „Die Ankunft der Spanier vor 500 Jahren in dem Gebiet, das heute Mexiko ist, darf nicht nach heutigen Maßstäben bewertet werden“, heißt es von Seiten der Regierung. Die gemeinsame Vergangenheit solle „ohne Zorn und mit einer konstruktiven Perspektive gelesen“ werden. (tb)

Wohlfeil und gedankenlos

On March 26, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Sie soll ein Appell sein, ein veritabler Mahnruf, ein „Ich klage an!“ und ein „Empört Euch!“ in einem, die „Erklärung der Vielen“. Nachempfunden wohl den berühmten Empörungsschriften von Émile Zola oder Stéphan Hessel, verkündet im Internet und später – einem Virus gleich – in jedem Programmheft beteiligter Bühnen. Bejubelt natürlich, da sie sich gegen „rechte Hetze“, den „Rechtsruck in Deutschland“ und die AfD wendet. Daß diese demokratisch gewählt wird, immer mehr und nachhaltiger, wird mit dem Hinweis auf die 1933er Analogie abgetan.

Doch diese „Erklärung“ ist ein aufgeblasenes Nichts. Wohlfeil und voller Diffamierungen. Sie ist Ausdruck gedanklicher Gratis-Mentalität, mit der man nur wie ein Schwamm aufsaugt, was der vermeintliche Mainstream an Impulsen zum Besser-Fühlen zur Verfügung stellt. Ein staatlich geförderter Verein verlegt regierungsamtliche Propaganda und die Kulturszene – vorrangig die mit staatlichen Geldern alimentierte – applaudiert eilfertig. Sie folgt bereitwillig der willkürlichen roten Linie quer durch das gesellschaftliche Spektrum, gemäß der rechts von ihr kein Diskurs mehr stattfinden soll. Was für eine billige Lösung!

Stil gleicht eher einer DDR-Ergebenheitsadresse

Das war noch anders bei Zola im 19. Jahrhundert. Der mußte noch von Paris nach London fliehen, als seine Anklageschrift gegen die infame Intrige um Albert Dreyfuss, ihm Prozeß und Haftstrafe bescherte. „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, schreibt Hölderlin.

Bei Zola wuchs dadurch der Stil und „J’accuse“, seine Anklageschrift, rettete sich in die Weltbedeutung. Dieses Schicksal wird der „Erklärung der Vielen“ nicht zuteil werden. Aber es bestand ja auch keine Gefahr für ihre Verfasser. Und es gab dazu keine Debatte. Im Gegenteil: Ihr Stil gleicht eher einer DDR-Ergebenheitsadresse. „Wer ist hier nicht für den Frieden? Na also!“ Belegschaften der Bühnen wurden oft nicht einmal in Kenntnis gesetzt und erfuhren das Votum ihrer Intendanten aus dem Spielplan.

Warum kommt es eigentlich den Orchester- und Theaterleuten nicht in den Sinn, über ihre aktuelle Funktion zu sinnieren, „vorurteilsfrei“, wie es Lessing anmahnte und im „Geist der Aufklärung“, der an „Kritik“ und „Vernunft“ appelliert? Warum fehlt die Kultur der Debatte, die Kontroverse? Jedes Theaterstück, jede Sinfonie findet Normalität in These und Antithese, in Einheit und Kampf der Gegensätze. Nur die Gesellschaft duldet keinen Widerspruch, keine Alternative?

Wohlfeiler Jargon der Weltoffenheit

Man hat vielmehr den Eindruck, daß die Vertreter der Kunst, die sich gern und oft als „Avantgarde“, als Kritiker von Obrigkeiten begreifen, nun zu diesen überlaufen und – sich zum Herold einer alternativlosen Illusionisten-Sicht machen wollen. Ganz freiwillig, und sogar ihren sonst unentbehrlichen Pluralismus selbst zensierend.

Da wird der vermeintliche politischen Gegner vom humanistischen Grundkonsens verbannt, vom „Diesseits“, wie es heißt, anstatt dessen Argumente genauso als Ausdruck humanitärer Verantwortung und bürgerlicher Tugenden zu begreifen, vor allem für die eigenen Bürger, aber natürlich auch für die Menschen, die bei uns Hilfe suchen.

Da werden Gerüchte verbreitet, unkritisch und im Konsens mit immer wieder voneinander abgeschriebenen Regierungsparolen.

Die helle Glocke der „Willkommenskultur“ läutet doch auch im Kanzleramt längst nicht mehr, diese Positionen wurden auch von anderen rationalen Entscheidern weitgehend geräumt. Der wohlfeile Jargon der Weltoffenheit ist auf dem Wege in die nüchterne Realität. Die „Politik der offenen Tür“, ein Zustand der Rechtlosigkeit, der Ignoranz und Selbstzerstörung, wird nun sogar als Beginn größerer gesellschaftlicher Neuordnungen, in vielen Ländern Europas übrigens, allgemein diskutiert. Wo war die Avantgarde der Kunst in diesen Fragen?

Prothesen statt Thesen

In der „Erklärung der Vielen“ findet sich auch kein Wort darüber, daß schon jetzt Konzerne viele Irrwege der vergangenen Jahre als Belebung ihres Gewinns sehen, während die gigantischen Kosten die Aussichten für Rente, Bildung, Infrastruktur und den Stand unseres Landes insgesamt weiter eintrüben.

Es scheint, als habe ein Abfluß an Wissen, Einsicht und Empathie, an Fähigkeit zur Differenzierung und zur Bestimmung der eigenen Aufgabe, auch an den deutschen Bühnen und Orchestern eingesetzt. Denn dort lieben sie offenbar nur noch die Wärme der Sonne statt den Wind der Kritik. Gedankenverloren dienen sie sich der Obrigkeit an, haben sich eingerichtet in einer wohlfeilen, kostenlosen, gefahrlosen Gesinnungsethik ohne langfristige Verantwortung.

Prothesen statt Thesen, Propaganda statt Diskurs, Ausrufe und Aussagen hallen schon – obwohl die Frage noch nicht zu Ende gestellt, geschweige denn verstanden wurde. Das ist keine Kunst!

Die Sorgen haben ihre Berechtigung

Deutschland ist mit einer reichen Theaterlandschaft und unter anderem drei der zehn weltbesten Orchester überaus reich an kulturellem Leben. Aber es gibt viel zu tun. Vieles steht unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit, Reihen werden eingestellt, Festivals ohne Budget ausgelobt, der ländliche Raum ist von dieser Lebendigkeit vielerorts ganz abgeschnitten. Die Bürger „verstecken“ sich also nicht hinter der „Maske der Sorge“, sondern sorgen sich mit großer Berechtigung.

Statt sich darüber zu empören, lohnte sich die Auslotung einer künstlerischen Reflexion hierüber. Jede Kunst kann dazu einen wichtigen und geschätzten Beitrag leisten. Propaganda wird keine Antwort sein. „Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!“ (Bertolt Brecht) Weisheit ist also keine Frage von Rechts oder Links!

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Matthias Moosdorf, geb. 1965 in Leipzig, Musiker unter anderem im Leipziger Streichquartett, Konzerte in über 65 Ländern, mehr als 120 CD-Veröffentlichungen, 5 ECHO-Klassik Preise, 2008-2013 Gastprofessor an der Gedai-University of Arts, Tokyo, Gründung mehrerer Kammermusik-Festivals, arbeitet für den AfD-Abgeordneten Martin Hebner.

Das hätte ich nicht für möglich gehalten, dass ich diese Überschrift als Feststellung mal schreiben müsste. Aber es ist tatsächlich so, Donald Trump ist in der Aussenpolitik aggressiver, arroganter, krimineller und verbrecherischer als Hillary Clinton es je gezeigt hat. Es ist mir dabei egal ob er als Marionette der Zionisten und des Tiefenstaat diese Politik durchführen muss oder er das selber entscheidet. Er ist Präsident und damit für die internationale Politik der Vereinigten Staaten von Amerika verantwortlich.

Wann lüge ich? Wenn mein Mund sich bewegt!

WIEN. Die österreichische Justiz hat nach dem Attentat auf zwei Moscheen in Neuseeland Ermittlungen gegen die Identitäre Bewegung Österreich (IBÖ) eingeleitet. Am Montag abend durchsuchte die Polizei die Wohnung von IBÖ-Chef Martin Sellner in Wien.

Sellner erklärte in einem Video, es werde gegen ihn wegen des Verdachts der „Gründung oder Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung“ ermittelt. Er räumte ein, eine „unverhältnismäßig hohe Spende“ von einer Person mit einer E-Mail-Adresse erhalten zu haben, die den Namen des Neuseeland-Attentäters, Brenton Tarrant, enthalte. Dafür habe er sich per E-Mail auch bedankt.

Sellner: Keinen Kontakt mit Tarrant

Eine offizielle Bestätigung von Polizei oder Staatsanwaltschaft gibt es bislang nicht. Nach Angaben des Chefredakteurs des Wochenmagazins Falter, Florian Klenk, führte die Justiz eine „größere Aktion gegen Identitäre Bewegung durch wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“.

Jetzt bestätigt: Justiz führte größere Aktion gegen Identitäre Bewegung durch wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nach #christchurch. Attentäter spendete an Martin S. Ist das Youtube-Video von S. Eine Warnung an die Szene?Verdunkelungsgefahr?

— Florian Klenk (@florianklenk) March 26, 2019

Sellner gab in dem rund 15minütigen Video an, er wolle die Spende an eine karitative Einrichtung weitergeben. Mit dem Terroranschlag in der neuseeländischen Stadt habe er nichts zu tun. Mit Tarrant habe er keinen Kontakt gehabt. Die Unterstützung hatte der IBÖ-Sprecher nach eigenen Angaben auch melden wollen, da er gewußt habe, daß auch in Österreich wegen des Christchurch-Attentats ermittelt werde. Doch vor der Hausdurchsuchung sei es nicht mehr dazu gekommen.

„Erhoffte Repressionen gegen patriotische Aktivisten gehen los“

Der 28 Jahre alte Attentäter hatte sich laut der Nachrichtenagentur APA auch in Österreich aufgehalten. Er soll Ende November 2018 in Wien, Kärnten, Salzburg und Innsbruck gewesen sein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung machte demnach zum genauen Aufenthaltszeitraum keine Angaben.

Sellner vermutet, Tarrant habe ihn bewußt in den Fokus der Justiz ziehen wollen. Denn der Attentäter finde Patrioten wie die IBÖ, die sich für friedliche Lösungen einsetzten, „lächerlich“ und „heuchlerisch“. Die von dem Australier „erhofften und bezweckten Repressionen gegen patriotische Aktivisten gehen los“, kommentierte der Wiener Student.

1. Zu dem Zeitpunkt war er noch keiner.
2. Laut seinem Manifest hatte er die Tat aber schon geplant, weswegen diese Spende durchschaubarer Teil seines Plans ist.
3. Ihr spielt bei diesem Plan wie Lemminge mit
4. Ich bedanke mich für jede Spende:
37jMimbrHcuMB1S3TKhZJGzm5M9SAccCxQ https://t.co/Ct9p64OlFS

— Martin Sellner (@Martin_Sellner) March 26, 2019

Er warf Medien, die nun Vermutungen über eine Verbindung zwischen ihm und dem Attentäter anstellen, vor, „bei diesem Plan wie Lemminge mitzuspielen“. In einem Tweet vom Dienstag stellte er noch einmal klar, grundsätzlich jedem Spender zu danken. (ls)

KÖLN. Weil sein Hauptsponsor in der Vergangenheit die AfD finanziell unterstützt hat, hat sich ein Kölner Sportverein von ihm getrennt. Laut dem Präsidenten des Kölner Hockey- und Tennisclub (KHTC) Blau-Weiß, Hans Baedeker, hätten sich vor allem Eltern von Hockey-spielenden Kindern darüber beklagt, daß der Geschäftsführer des Immobilien-Unternehmens WvM, Wolfgang von Moers, 2016 und 2017 einen fünfstelligen Betrag als Privatperson an die AfD gespendet habe.

Über diese Unterstützung habe es Meinungsverschiedenheiten im Sportverein gegeben. „Wir haben uns dann gefragt, ob es sich lohnt, den Club-Frieden in Frage zu stellen“, sagte Baedeker der Kölnischen Rundschau. Die Antwort habe gelautet: Nein.

Sponsor: „Reisende soll man nicht aufhalten“

Nach der Aufregung im #KStA und #Express verweisen wir gerne auf den offenen Brief zur Beendigung der Sponsoring-Partnerschaft mit dem KHTC Blau-Weiss pic.twitter.com/yIY0j66i12

— WvM Immobilien (@wvmimmobilien) 25. März 2019

Der Vertrag mit WvM war dem Bericht nach erst im Januar geschlossen worden, sollte eigentlich über drei Jahre gehen und eine mittlere fünfstellige Fördersumme beinhalten. Auf diese verzichtet der KHTC Blau–Weiß aber nun.

In einem offenen Brief an den Verein bedauerte Unternehmenschef von Moers die Entscheidung, akzeptierte sie aber. Man nehme es zur Kenntnis, daß der Sponsorvertrag auf Druck besorgter Eltern gekündigt worden sei. „Reisende soll man nicht aufhalten“, schrieb von Moers. Er wünsche dem Verein viel Erfolg für die Zukunft. Sowohl auf dem Sportplatz als auch am Verhandlungstisch bei der Suche nach neuen Sponsoren. (krk)

BERLIN. Fast 90 Prozent aller Imame in deutschen Moscheen kommen aus dem Ausland. Überwiegend stammen sie aus der Türkei, Nordafrika, Albanien, dem ehemaligen Jugoslawien, Ägypten und dem Iran, berichtet die Rheinische Post unter Verweis auf eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die vom türkischen Staat gesteuerte Religionsanstalt Ditib stellt dabei fast die Hälfte aller 2.500 Imame im Land und betreibt rund 1.000 Moscheen. Dahinter folgen die radikalislamische Milli Görüs mit 323 Moscheen, der Verband Islamischer Kulturzentren mit etwa 300 Moscheen und die Islamische Gemeinde der Bosniaken mit mehr als 70 Gebetshäusern.

Vorbild Frankreich

Einer der Autoren der Studie, Andreas Jacobs, hält die von der Bundesregierung beschlossene Deutschpflicht für Imame deswegen für „nicht viel mehr als eine Ausbesserungsmaßnahme“. Die meisten islamischen Geistlichen hierzulande verfügten weder über religiös-theologische Kompetenzen noch über ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten oder über eigene Ausbildungsinstitute. Zudem sei eine „gestiegene politische Autoritätshörigkeit der Imame und Funktionsträger“ wahrzunehmen.

Als Vorbild empfiehlt die Studie Frankreich. Dort verlange die Regierung von ausländischen Imamen neben Sprachkenntnissen auch eine politische Selbstverpflichtung und finanzielle Transparenz. Ansonsten sei die Ablehnung eines Visums ein „wirksames Instrument, um als unerwünscht oder sogar gefährlich eingestufte Prediger an der Einreise zu hindern“. (tb)

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