Kurz lehnt Macrons EU-Pläne ab

On January 20, 2019, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat den Plänen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für ein gemeinsames Budget der 19 Euro-Staaten eine klare Absage erteilt. „Emmanuel Macrons Vorschlag eines gemeinsamen Eurozonen-Budgets oder die Idee eines EU-Finanzministers halte ich für den falschen Ansatz“, sagte Kurz der Welt am Sonntag.

„Warum sollten wir mangelnden Reformwillen mit zusätzlichem EU-Geld belohnen?“ Dies lasse sich „hart arbeitenden Steuerzahlern in Deutschland, Österreich oder den Niederlanden nicht erklären“, betonte der 32jährige. „Nur weil man etwas Reform nennt, muß es deswegen noch lange nicht in die richtige Richtung gehen.“

Zudem sorgte sich Österreichs Kanzler um die Stabilität der Währungszone. „Die EU-Kommission sollte nicht nur die kleinen, sondern auch große Euro-Staaten wie Frankreich dazu anhalten, den Stabilitäts- und Wachstumspakt einzuhalten“, verlangte Kurz. Frankreichs Präsident Macron hatte zuvor Mehrausgaben im sozialen Bereich angekündigt. Damit reagiert er auf die seit Wochen anhaltenden Demonstrationen im Land gegen seine Steuerreformen.

Erneut Gewalt bei Gelbwesten-Protesten

Am Samstag hatten in Frankreich erneut zehntausende Gelbwesten an den Protesten gegen die Regierung teilgenommen. Sie erteilten dem Angebot von Staatschef Macron zu einem „Bürgerdialog“ eine Absage und forderten seinen Rücktritt. Laut Innenministerium beteiligten sich landesweit rund 84.000 Personen an den Demonstrationen. Nach zunächst friedlichem Verlauf kam es in Paris zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, berichtete die Tageszeitung Le Figaro. Diese gingen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen vermummte Demonstranten vor, die Steine und Flaschen warfen.

Protestkundgebungen gab es auch in zahlreichen anderen Städten, unter anderen in Marseille und Nancy. Aus Rennes, Rouen, Lyon und Toulouse wurden gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei gemeldet. Im Stadtzentrum von Bordeaux gingen mehrere Fahrzeuge in Flammen auf. Nach Angaben des Innenministeriums wurden landesweit 80.000 Sicherheitskräfte eingesetzt, allein 5.000 in Paris.

Bei den vergangenen Protesten kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei, die wegen der Benutzung umstrittener Gummigeschosse in die Kritik geraten ist. 2.000 Demonstranten sollen nach Regierungsangaben seit Mitte November verletzt worden sein, 1.000 Verletzte werden aufseiten der Ordnungskräfte gezählt. Der Aufsichtsbehörde der Polizei (Inspection générale de la Police nationale) liegen laut dem Internetportal France Soir derzeit 200 Klagen über Polizeigewalt vor. (ha)

Am 9. Januar 2019 hat Janusz Bugajski in der Zeitung “The Hill” einen Artikel veröffentlicht, der die Politik Washingtons gegenüber Russland genau beschreibt. Der Artikel hat die Überschrift, “Managing Russia’s dissolution”, oder auf Deutsch, “Betreiben der Auflösung Russlands”. Damit wird bestätigt was ich schon lange sage, die Kriegshetzer in Washington (und London) sehen es als ihre Hauptaufgabe, Russland in Einzelteile zu spalten, also eine Balkanisierung durchzuführen, um es ein für alle mal zu schwächen und von der Weltbühne verschwinden zu lassen. Russland darf kein Gegenpol zu dem angestrebten Weltimperium sein und soll nur als Rohstoffquelle dienen, die man ausbeuten kann.

SPATZ: Wenn plötzlich die Fessel platzt

On January 20, 2019, in Spatz, by admin

Wenn plötzlich die Fessel platzt

Als gäbe es nicht schon genug Verunsicherungs- und Angstpotentiale für die Bevölkerung aufgrund der aus allen Medien triefenden grünen Propaganda [Klimaschutz, Atomenergie, Gift in der Nahrung, Elektrosmoke, Rechtsruck etc.], wird nun die Spaltung Europas an die Wand gemalt [Gelbwesten in Frankreich, Pro- und Anti-Brexit-Demonstrationen im Vereinigten Königreich, eine politische Krise in Deutschland (vgl. Guardian, 16/11/2018; Telegraph, 08/12/2018), die katalanische Unabhängigkeitsbewegung in Spanien (El Pais, 13/12/2018), der Haushalt in Italien, Verschärfung des Arbeitsrechts in Ungarn, Regierungsumbildung in Belgien wegen des Migrationsabkommen usw.].

Dem setzt das Gejammere über den Brexit noch ein Sahnehäubchen auf. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt z.B. vor „dramatischen Folgen“. „Unternehmen diesseits und jenseits des Ärmelkanals hängen weiter in der Luft. Ein chaotischer Brexit rückt in gefährliche Nähe“, sagt der BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der deutschen Presse-Agentur (DPA). Fürchtet er, dass der „riesig große“ Handelsbilanzüberschuss Deutschlands gegenüber dem Vereinigten Königreich (UK) sich plötzlich in Nichts auflöst (vgl. Eurostat 3/2018). Warum sollte sich viel an den eingespielten Bedarfen ändern (wer könnte schon so schnell einspringen) und außerdem gibt es bereits ausreichende „bilaterale Abkommen“. Sollten diese nicht ausreichen, gelten noch die Standards der Welthandelsorganisation (WTO), falls in den Hinterzimmern nicht schon längst andere Regelungen vorbereitet wurden. Ein ähnliches Theater wurde schon bei der Ankündigung des Brexit-Referendums im Juni 2016 aufgeführt. „Studien“ kündigten an, das Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens würde nach dem Referendum zusammenbrechen. Das Gegenteil ist eingetreten, die wirtschaftliche Lage Großbritanniens verbesserte sich sogar etwas. Das Bruttoinlandprodukt im UK hat sich im Jahr 2018 mit  + 1,62 Prozent besser entwickelt als das der deutschen Wirtschaft mit nur + 1,5 Prozent.

Was soll all die Angstmache mit den verschiedenen Hinweisen erreichen? Wahrscheinlich geht es wie in den vielen „Studien“ von „Experten“ darum, den Blick auf eine grundlegende Problematik durch viele Details zu verwirren und zu trüben, statt das Augenmerk auf das Ganze der Problematik und die entscheidende Ursache, die zu der („an sich“ komplexen) Situation geführt haben, zu lenken. Vor uns entfaltet sich offensichtlich der System-Kollaps oder Umbruch der gegebenen Gesellschaftsformation. Was den bedingt, wäre zu klären, statt sich in einzelnen Symptomen und entsprechenden Ängsten zu verlieren.

Der seit seinem 12. Lebensjahr in den USA lebende Exil-Russe, Dmitry Orlov, hat in seinem jüngsten Buch “Collapse and the Good Life, November 2018” (und in früheren) 5 Stadien eines gesellschaftlichen Umbruchs herausgestellt: 1. ein finanzielles Stadium, wenn das Vertrauen in “business as usual” verloren geht, 2. ein kommerzielles, wenn der Glaube an die Regelungen des Marktes schwindet. 3. ein politisches, das wachsende Misstrauen in die Fürsorge der Regierung, 4. ein soziales, die wachsende Befürchtung, dass das eigene Volk (Nation) keinen Schutz mehr bietet, und 5. ein kulturelles, der wachsende Zweifel am tatsächlichen Gelten der proklamierten „Werte“. Ohne Orlov in den Details zu folgen, scheinen alle diese Stadien auf den Kollaps zuzutreiben.

Das Wesen der westlichen Welt nach der teilweisen oder auch scheinbaren Befreiung von standesmäßiger und staatlicher Bevormundung der einzelnen Wirtschaftssubjekte ist ihre scheinbar selbständige Konkurrenz auf dem Mark. Das setzte eine enorme Produktivitätssteigerung in Gang und überwand die materielle Grundlage der Knappheit. „Knappheit“ ist aber eine Grundbedingung des Marktsystems. Beim heutigen Stand der technologischen Produktivkräfte bräuchte kein Mensch unter materieller Not leiden – auch nicht im Hinblick auf Ressourcenverbrauch und tatsächlichem Umweltschutz (warum, hat der Spatz schon öfters erklärt). Der Markt bewirkt systembedingt eine zunehmende Vermögenskonzentration, welche die realen Produktions- und Herrschaftsverhältnisse prägt. Die wenigen hinter der Politikshow real Herrschenden (die über Geld bestimmen können, was tatsächlich geschieht) sind – wiederum systembedingt – dazu übergegangen, die Knappheit künstlich aufrechtzuerhalten (Wer will schon über die relativ genau bestimmbare zahlungsfähige Nachfrage hinaus Güter produzieren?). Sie drosseln marktlogisch, um des Geldgewinnes willen, das Güterangebot und erhalten und verschärfen so die Knappheit (bremsen die Produktivitätsentwicklung in der Güterproduktion forcieren dafür diejenige der Verwaltungs- und Überwachungstechnologie und Waffenproduktion). Zur Rechtfertigung der künstlichen Verknappung muss unter anderem der angeblich „links-grüne“ politische Klima- und Umweltschutz zusammen mit der anderen Angstmache herhalten. Die Herrschenden tun das letztlich, um die obsolet gewordenen Herrschaftsverhältnisse (das geforderte aber aufgrund der vorhandenen Produktivkräfte nicht mehr erforderliche Maß an Arbeitszwang) zu erhalten und dadurch ihre Verfügungsgewalt über die reale Gesellschaftsentwicklung zu behaupten. Diese Vorgänge versuchte ich in dem Buch „Der Westen ein Abgesang“ nach seiner systemischen wie auch nach seiner historisch-intentionalen Seite deutlich zu machen. Dieses Vorhaben muss am allgemeinen Evolutionsgang der Geschichte scheitern und damit diese Gesellschaftsformation zu Fall bringen („revolutionieren“, wenn man will).

Was wird dem folgen? War die westliche Welt eine der geregelten Konkurrenz unter Bedingungen der materiellen Knappheit, wird die nachwestliche eine der mehr oder weniger freiwilligen Kooperation der von materiellen Sorgen befreiten Individuen sein. Bemisst sich in der westlichen Welt der Wert einer Person mehr oder weniger ausdrücklich an seinem Geldvermögen, wird er in der nachwestlichen sich an seinem kooperativen Beitrag zum Wohlergehen der Gesellschaft bemessen. Das ergibt sich übrigens auch aus den Forschungen zur Kultur-Evolution des Evolution Institute in Florida, (vgl. das Buch „Ultra-Society“ von Peter Turchin, auf das ich erst dieser Tage stieß). So rosig sich die zukünftige Gesellschaftsformation anhören mag, so wenige geklärt sind die Bedingungen ihrer Ermöglichung und vor allem die Turbulenzen der Umbruchsphase.

Trumps Verhalten als Elefant im weltpolitischen Porzellanladen hat die Entwicklung nur beschleunigt. Dies tat er schon dadurch, dass er die nicht unmittelbar der Westlichen Welt (den USA und ihren Hörigen) Unterworfenen davon überzeugt hat, dass die USA selbstsüchtig, kraftlos und letztlich selbstzerstörerisch, jedenfalls ein unzuverlässiger Partner seien. Das sind sie – wie eh und je – völlig unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus sitzt. Denn dort wird die Politik von einer relativ undurchsichtigen Clique ausgeübt, die unter anderen Chiffren als „Deep State“ angesprochen wird. Die Politik der Sanktionen, die Angriffe auf den russischen und iranischen Energieexport, auf die europäische Automobil-Industrie und Europas Handel mit Russland und dem Iran sorgten für einen nachhaltigen politischen und wirtschaftlichen Schaden vor allem bei den wie Vasallen behandelten „Verbündeten“ und das ohne erkennbaren Nutzen für die US-Wirtschaft. Im Zuge dessen wird Europa für seine bisherige US-hörige politische Klasse zunehmend unregierbar und schickt sich an, als politischer Faktor von der Weltbühne zu verschwinden. Auch die USA verlieren mangels finanzieller Mittel und verlorener Überzeugungskraft deutlich an Einfluss. Das lässt sich zum Beispiel am verkündeten, widerrufenen und dann doch in Gang gesetzten Rückzug der regulären US-Truppen aus Syrien und deren Ersatz durch neu ausgehobene und ausgerüstete Proxy-Legionäre (25.000 neuen IS-Truppen) erkennen.

Syrien war zum Ersatzschlachtfeld für den (k)alten Ost-West-Krieg geworden (der war offensichtlich immer schon ein imperialer und kein ideologischer). Am 20.12. beschloss Washington, sich ohne Gegenleistung aus Syrien zurückzuziehen. Das Datum entspricht in seiner Bedeutung dem 26.12.1991 an dem die UdSSR offiziell zusammenbrach. Seit 1991 galten die USA als die unangefochtene wirtschaftlich und militärisch führende „Supermacht“. Vor drei Jahren wurden sie wirtschaftlich von China überholt. Seitdem bröckeln Macht und Einfluss des Dollars. In Syrien erwies sich die konventionell militärische US-Macht Russland gegenüber unterlegen. Die russischen Raketen-Abwehrsystem und Überschall-Waffen verdrängen die USA auch aus ihrer nuklearen Vormachtstellung. Das US-Militär, dass auf Bush, die Clintons und Obama noch mäßigend eingewirkt hatte, wollte Trump nicht mehr folgen, weil es glaubte, die Verbündeten nicht verlieren zu dürfen. Trump dagegen glaubt, dass sich die US-Steuerzahler aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen keine Kriege (für die Machtentfaltung des Anglo-American Establishment) leisten können und wollen.

In wie weit Trump dabei das neue militärische Vorgehen des Establishments, das sich auf die Strategie des „gelenkten Chaos“ von Stefen R. Mann aus dem Jahr (1992) und die entsprechende Anpassung der US-Militärstrategie durch Admiral Arthur K. Cebrowski als Chef des Office of Force Transformation stützt, berücksichtigt hat, ist unklar. Nach Mann ist es wirtschaftlicher durch gezielte Entfachung und Ausweitung interner Konflikte andere Länder in Abhängigkeit zu bringen oder zu halten (u.a. durch geheimdienstliche Unterstützung Unzufriedener, angeblicher Rebellen oder Terroristen), als dies durch direkte militärische Drohung und Machtausübung zu versuchen. Cebrowski passte das Konzept auch den inzwischen veränderten wirtschaftspolitischen Verhältnissen an. Im Zuge der Verlagerung der Güterproduktion in Niedriglohnländer, ging es inzwischen weniger darum, den Zugriff auf die Rohstoffe in anderen Ländern für die USA selbst zu sichern. Es genügt, den Zugriff der Internationalen Unternehmen auf die Rohstoffe in den Ländern des „Not Integrating Gap“ für ihre im „Functioning core“ angesiedelten Produktionsstätten militärisch zu kontrollieren. Dazu empfehle es sich, die „Gap-Länder“ möglichst in ein nicht mehr regierbares Chaos zu stürzen und darinnen zu halten. Sein Assistent, Thomas Barnett hatte die Aufgabe, diese neue Strategie in seinen Büchern soweit als nötig den wichtigen Nicht-Militärs verständlich zu machen. Mit 9/11 und dem sogenannten „arabischen Frühling“ wurde diese Strategie im Nahen Osten mit Hilfe des IS und anderer Gruppen erfolgreich in Gang gesetzt, ähnlich in der Ukraine. (Näheres dazu in „Der Westen ein Abgesang“). Für Lateinamerika laufen die Vorbereitungen für einen Bruderkrieg mit Bezug auf Venezuela. Dadurch, dass Trump die Unterstützung des IS durch US-Dienste (General David Howell Petraeus u.a.) und Saudi-Arabien unterbunden hat, scheint er sich von dieser Strategie abgewandt zu haben (ob das auch für die anderen US-Dienste gilt, ist eher fraglich).

Die Entscheidung, sich aus Syrien zurückzuziehen, ging auf rege diplomatische Tätigkeiten des russischen Vizepremiers Yuri Borisov und des sudanesischen Staatspräsidenten, des nationalistischen Generals Omar el-Bashir in Vertretung seiner Amtskollegen in den USA, Saudi-Arabien und Katar, in Damaskus zurück. Sobald Omar el-Bashir Präsidenten Trump von seinem Gespräch in Damaskus Bericht erstattet hatte, wurde die Ankündigung des militärischen Rückzugs der USA offiziell. Aber nicht nur dies. Es häuften sich plötzlich gestreute Gerüchte über Trumps Absicht, aus der NATO auszusteigen. Das würde jeden NATO-Staat in die Unabhängigkeit werfen, ohne irgendwie darauf vorbereitet zu sein.

Früchte linker Hypermoral

On January 20, 2019, in Junge Freiheit, by admin

Wann gibt es den ersten Toten? Der heimtückische Anschlag auf den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz, bei dem die offenkundig linksextremen Täter den Tod des planvoll und brutal von hinten zusammengeschlagenen 66 Jahre alten Mannes zumindest eiskalt in Kauf genommen haben, ist der vorläufige traurige Höhepunkt einer beispiellosen Serie politischer Gewalt gegen Politiker, Mitglieder, Anhänger und Einrichtungen der AfD.

Daß der De-facto-Mordanschlag auf einen Bundestagsabgeordneten sich in Bremen zutrug, nimmt kaum wunder. In der seit Jahrzehnten in wechselnden Konstellationen praktisch ununterbrochen rot regierten Hansestadt können militante Linksextreme unbehelligt von Senat und Exekutive ihren Feldzug gegen die AfD führen, Veranstaltungen sprengen, Unterstützer terrorisieren, Blockaden, Anschläge und Angriffe auf Personen und Büros verüben. Und das alles mit ausgewiesenen Verfassungsfeinden in linker Einheitsfront, vom Denunziationsportal namens „AfD Watch“ als Spezial-Stasi bis zum öffentlich-rechtlichen Sender „Radio Bremen“ als willigem Sprachrohr.

Der Vergleich mit „Weimarer Verhältnissen“ drängt sich auf und ist trotzdem schief. Die erste deutsche Republik wurde in ihrer Endphase vom blutigen Straßenterror der National- und International-Sozialisten in die Zange genommen, mit einem überforderten Staat, der sich weder gegen die einen noch gegen die anderen zum entschlossen zu Ende geführten Durchgreifen durchringen konnte.

Maßlose Verbaleskalation

Die „Berliner Republik“ dagegen ist zunehmend zerrüttet durch verbale und tätliche Roheit und Gewalt von links, die sich aus einer auf die Spitze getriebenen Kampagne „gegen Rechts“ nährt. Während politische Gewalt und Verbalaggression aus der rechtsextremen Ecke – zu Recht – einhellig geächtet und entsprechend hart geahndet werden, können linke Schreibtisch- und Realtäter sich staatlich und gesellschaftlich ermuntert fühlen und im Bewußtsein faktischer Narrenfreiheit agieren. Der Siegeszug linker Hypermoral und kulturmarxistischer Diskurshegemonie trägt hier seine abstoßenden Früchte.

Wer in jedem Andersdenkenden und jedem Kritiker des herrschenden linken Einheitskonsenses unterschiedslos den „Nazi“ riecht, ist nicht nur ein politischer Tor und ein historischer Analphabet, der die Schrecken einer totalitären Diktatur bagatellisiert, indem er sie zu tagespolitischem Kleingeld verwurstet. Die maßlose Verbaleskalation unter dem Schlachtruf „Nazis raus!“ bewirkt vor allem, daß im Umgang mit dem Andersdenkenden alle Hemmungen fallen.

Wenn jeder Nicht-Linke ein potentieller „Nazi“ ist, der „Nazi“ aber das absolut Böse verkörpert, dann kann jeder, der sich in stalinistischer Diktion zum „Antifaschisten“ erklärt, sich selbst zum „Widerstandskämpfer“ adeln, dem jedes Mittel recht sein darf, um risikolos die Dämonen der Vergangenheit noch einmal zu besiegen.

Die Fallhöhe wird größer

Was die Gesellschaft verroht und spaltet, ist die Willfährigkeit, mit der Politiker und Meinungsmacher bis weit in die bürgerliche Mitte hinein sich von der antitotalitären Ablehnung jedes politischen Extremismus verabschiedet und sich der „antifaschistischen“ Doktrin der extremen Linken unterworfen haben.

Ablesbar ist das an den mal subtilen, mal plumpen Distanzierungen und Relativierungen, die dem Anschlag auf Frank Magnitz folgten. Wo in Chemnitz auch faktenfrei das Urteil „Hetzjagd“ feststand, wird im Fall Magnitz jedes Detail auf der Suche nach Entlastung für das Tätermilieu dreimal umgedreht. Wenn ein neuer Ermittlungsstand bekannt wird, etwa daß doch kein „Kantholz“ zum Einsatz kam, lauten die Schlagzeilen unisono: „Staatsanwaltschaft widerspricht AfD“.

Ignorieren konnte man die neue Eskalationsstufe der politischen Gewalt in Deutschland nicht. Aber kaum eine Politiker-Wortmeldung ohne relativierende Hinweise, die dem Opfer implizit eine Mitschuld geben, oder zynische „Opferinszenierungs“-Behauptungen bis hin zu klammheimlicher Zustimmung. Die Fallhöhe wird noch größer, wenn man sich die Reaktionen auf einen derart schweren Anschlag mit umgekehrten Vorzeichen vorstellt.

Fatales Signal

Nicht nur die Linke hat ein Problem mit ihrem Verhältnis zur politischen Gewalt, sondern auch das politisch-mediale Juste milieu. Während die Regierungspolitik unbeirrt weiter den „Kampf gegen Rechts“ propagiert und großzügig mit Steuermitteln ausstattet, erklärt das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei, die am stärksten von politisch motivierter Gewalt betroffen ist, zum „Prüffall“ für die Beobachtung wegen Verdachts auf „verfassungsfeindliche Bestrebungen“.

Die parteipolitische Instrumentalisierung des Verfassungsschutzes ist offenkundig. Erst wird auf Betreiben von Kanzlerin und Koalitionspartner über den bisherigen Behördenchef ein Scherbengericht verhängt, unter anderem weil er linksextreme Verstrickungen der SPD beim Namen genannt hat. Dann verkündet sein Nachfolger, den Schwerpunkt nach „rechts“ zu verlegen, und nimmt pünktlich zur Wahljahr-Eröffnung die AfD ins Visier.

Die hastig anberaumte Pressekonferenz des neuen Verfassungsschutzpräsidenten, bei der er außer pathetischen Beschwörungen von Art. 1 GG wenig Substantielles vorzubringen wußte, war die Farce zur Magnitz-Tragödie. Solange weiter solche Signale in die falsche Richtung ausgesandt werden, wird die gesellschaftliche Kluft und die politische Gewalt von links nicht geringer werden.

JF 4/19

Beobachtern zufolge ist der Einbruch der Handelsgeschäfte Chinas zum Jahresende ein Vorbote für eine Rezession im gesamten Welthandel.

Die US-Zentralbank erhält aufgrund des teilweisen Regierungs-Stillstandes keine Konjunkturdaten mehr. Je länger der Shutdown dauert, umso größer wird der Schaden für die USA.

Etwa 10.000 pro-iranische Söldner wollen vom Irak aus in den Nordosten Syriens ziehen. In der Nähe planen die USA die Errichtung einer Sicherheitszone.

Saudi Aramco begibt Anleihen in Milliardenhöhe

On January 20, 2019, in Endzeit, by admin

Der saudische Ölkonzern Saudi Aramco wird Unternehmensanleihen im Wert von zehn Milliarden Dollar begeben.

Die deutschen Unternehmen stecken in der Zwickmühle: Halten sie sich nicht an die US-Sanktionen gegen den Iran, droht ihnen der Ausschluss vom amerikanischen Markt. Halten sie die Sanktionen jedoch ein, drohen ihnen in Deutschland hohe Geldstrafen.

Wer kennt ihn? Yves Cochet ist ein Politiker der französischen Grünen. Obwohl er sogar Minister war, nahm man sogar in Frankreich wenig Notiz von seinen Wortmeldungen. Nun trat er mit einem provokanten Vorschlag an die Öffentlichkeit: Er forderte weniger Kinder und mehr Einwanderer. Seither sprechen viele Medien über ihn – durchaus wohlwollend.

Grüner: Weniger Kinder, mehr Einwanderer
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