BERLIN. Die Bundesregierung hat offenbar bestätigt, die Sicherheitslage in Syrien zu überprüfen. Auf Anfrage des Bundesinnenministeriums habe das Auswärtige Amt „eine Neubewertung der politischen Situation in Syrien in Aussicht gestellt“, berichtete am Samstag die Welt.

Dies geschehe mit Blick auf die geplante Innenministerkonferenz zum Ende dieses Monats. Dort könnten dann Bedingungen für Rückführungen diskutiert werden, heißt es.

AfD kritisierte Untätigkeit bei Rückführungen

Vor wenigen Tagen hatte die AfD der Bundesregierung noch Untätigkeit im Umgang mit der möglichen Rückkehr syrischer Flüchtlinge vorgeworfen. „Man hat überhaupt kein Interesse daran, daß syrische Flüchtlinge aus Deutschland wieder nach Syrien zurückkehren“, beklagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion, die der JF vorliegt, gibt es derzeit keine Verhandlungen mit der syrischen Regierung über eine mögliche Rückkehr syrischer Kriegsflüchtlinge. Das lasse die Sicherheitslage nicht zu.

Die AfD hatte sich in ihrer Anfrage auf Meldungen der britischen Nachrichtenagentur Reuters bezogen, wonach bereits 50.000 syrische Kriegsflüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurück gekehrt seien. Bis Jahresende könne sich diese Zahl auf bis zu 200.000 Personen erhöhen. Die verbesserte Sicherheitslage erlaube dies, befand der libanesische Außenminister Gebran Bassil. (mp)

Wehrlose Beute

On November 3, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Erst mit zweiwöchiger Verspätung ist die Vergewaltigung einer 18jährigen in Freiburg im Breisgau bekanntgeworden, obwohl – oder eher: weil – die Tat von besonders abscheulicher Qualität ist und es sich um keinen individuellen, aus der Situation entstandenen Übergriff handelt, sondern um ein Kollektivverbrechen mit antideutscher Konnotation. Es gibt einen 21jährigen Haupttäter aus Syrien und sieben, darunter ein Deutscher, möglicherweise sogar 14 Mittäter, die sich vier Stunden lang an der jungen Frau vergangen haben. Sie sollen als hochkriminell bekannt und teilweise abschiebepflichtig gewesen sein. Niemand weiß, um den wievielten Vorfall dieser Art es sich handelt. Politik, Justiz, der Staat insgesamt, befinden sich im Versagermodus. Zusammen mit den Medien bilden sie ein dysfunktionales System, das seine Staatsangehörigen als wehrlose Beute feilbietet.

Um die sogenannte Zivilgesellschaft steht es nichts besser. Die Feministinnen und MeToo-Aktivistinnen, die wegen unzureichender Frauenrechte in Indien oder im Iran und wegen sexistischer Blicke des Chefs hyperventilieren, bleiben stumm. Zur Protestkundgebung der AfD in Freiburg fanden sich nur 500 Teilnehmer ein, zu den Gegendemonstrationen viermal so viele. Die Überzahl demonstrierte erklärtermaßen „gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen und gegen die Instrumentalisierung des Opfers“.

Der Antagonismus, den sie behaupteten, ist falsch. Eine „Instrumentalisierung“ würde vorliegen, wenn die Tat in einen sachfremden Zusammenhang gestellt und zu eigennützigen Zwecken genutzt würde. Es geht aber darum, die politischen Voraussetzungen und Entscheidungen zu benennen und ins Bewußtsein zu heben, die solche Taten ermöglichen und befördern. Die guten Menschen in Freiburg und anderswo blockieren nur den gesellschaftlichen Erkenntnisprozeß. Ihre „Trauer“, ihr „Entsetzen“ und das „Mitgefühl“ mit dem Opfer sind impotente, weil folgenlose Bekenntnisse. In den Augen der Täter handelt es sich um weitere Zeichen von Schwäche, die ihre Verachtung für die deutsche Beute­gesellschaft steigern.

Täter inszeniert sich als Eroberer

Ein von Bild abgedrucktes Facebook-Foto zeigt den Haupttäter Majid H. als den unumstrittenen Mittelpunkt einer Gruppe von rund 20 jungen Männern südländischer Herkunft an einer Freiburger Bahnhaltestelle. Sie strotzen vor Kraft und bersten vor Selbstbewußtsein, das sich in einer aggressiven Körpersprache manifestiert; einige zeigen den Stinkefinger. Ein Bekannter kommentierte: „Frauen mit Deutschpaß werden gesucht“. Auf einem anderen Foto posiert Majid H., der seit vier Jahren in Deutschland lebt, mit einem Maschinengewehr. Er schrieb dazu: „Ich bin Kurde und mein Herz ist eisern. Ich komme aus der Stadt Qamischli.“

Der Eindruck ist eindeutig: So präsentieren sich keine Schutzsuchenden, so schreiten Eroberer, die als Kampfplatz das Feld der Biopolitik für sich entdeckt haben, auf dem sie Stück für Stück nach der Macht greifen. Laut Giorgio Agamben und Michel Foucault äußert sich die „Biomacht“ durch Maßnahmen, „in denen die Macht selbst den Körper der Subjekte und ihre Lebensformen durchdringt“ (Agamben), wobei die Maßnahmen „nicht auf den Einzelnen, sondern auf die gesamte Bevölkerung zielen“ (Foucault), und zwar auf die Regulierung physischer Abläufe wie Fortpflanzung, Geburt und Tod. Auch die Konditionierung der Psyche durch äußere Eingriffe zählt dazu. Einer der schwersten und effektivsten Eingriffe ist die sexuelle Gewalt.

Um 1945 fanden in Deutschland massenhaft Vergewaltigungen statt. Die Berliner Tagebücher der Anonyma, von Margret Boveri oder Ruth Andreas-Friedrich geben davon ein anschauliches Bild. Letztere erklärte sich die „regimenterweisen“ Vergewaltigungen durch Rotarmisten mit der „Gattung der Naturmenschen. (…) wer triebhaft ist, will auch triebhaft besitzen. Fleisch oder Erde. Erde oder Fleisch. Dem Primitiven ist es dasselbe. Sieg ist ein physischer Vorgang. Physisch wird er empfunden, physisch auch abreagiert. Es ist nicht schön, aber verständlich. (…) Mit anderen Worten: Der russische Siegesrausch manifestiert sich im Fleische. Im Fleisch unserer Frauen. Leibhaftig nehmen sie Stück für Stück der deutschen Erde in Besitz; leibhaftig zeugen sie sich Nacht für Nacht in sie hinein.“

Die Unterwerfung der Frau entspricht der Entwertung des Mannes

Der physischen Unterwerfung der Frau entsprach die Entwertung des Mannes durch die Demonstration seiner Ohnmacht. Frau und Mann durchlitten sowohl die eigene wie die Erniedrigung des anderen. Die Folgen dieses Eingriffs in den intimsten Bereich gleichen der von Jean Améry beschriebenen Wirkung der Folter: Sie zerstören die zwischenmenschliche Sicherheit und untergraben das Weltvertrauen. Margret Boveri schrieb rückblickend, „das ungeheure traumatische Erlebnis“ hätte sich „zu einem historischen Faktum verselbständigt und übersteigernd verwandelt“.

Ein ähnlich unverhohlenes Machtgefühl wie die sowjetischen Sieger demonstrierte der 31jährige ghanaische Asylbewerber, der im April 2017 ein in der Bonner Siegaue zeltendes Studentenpaar mit der Astsäge bedrohte und die Frau aufforderte: „Come out bitch. I wanna fuck you.“ Während der Vergewaltigung flehte ihr Partner per Telefon die überlastete Polizei um Hilfe an.
Wieder ist der Staat – aus anderen Gründen zwar – außerstande, der Schutzfunktion für seine Bürger nachzukommen. Ob und inwieweit es sich dabei um die Objektivierung und politisch-historische Verselbständigung des Massentraumas von 1945 handelt, stellt ein eigenes Thema dar.

Die Mehrheit begreift die Lage nicht

Man kann die Entwicklung freilich nicht auf Deutschland beschränkt und als Einbahnstraße betrachten. Der Staat der modernen Massendemokratie hat Räume der Freiheiten und Sicherheit eröffnet, in denen der einzelne sein Recht auf Leben, Gesundheit, Glück, Bedürfnisbefriedigung, auf sexuelles Laissez-faire verwirklichen konnte. Die aus einem menschenrechtlichen Universalismus abgeleiteten und definierten Vorrechte des Individuums überwiegen längst die Verpflichtungen gegenüber der partikularen Gemeinschaft und damit auch dem Staat.

Nun erfolgt der dialektische Umschlag des vom Bürger verabschiedeten, vom Humanitarismus durchsetzten Staates: Er öffnet im Zeichen des Universalismus seine Grenzen für eine ethnisch-kulturelle Transformation, in der die allseits befreiten Individuen sich unversehens archaischen Verhaltensweisen und fremder Biomacht ausgeliefert sehen. Die schwachen Reaktionen auf die Untaten in Freiburg und anderswo zeigen, daß eine Mehrheit ihre Lage weder begreift noch imstande ist, zu politischen Folgerungen und Entschlüssen zu kommen. Was heute noch verbrecherische Ausnahme ist, könnte daher bald die Regel sein.

JF 45/18

Spatz: Vorwärts oder von Fall zu Fall?

On November 3, 2018, in Spatz, by admin

Vorwärts oder von Fall zu Fall?

Der Spatz im Gebälk

Wenn man den Medien glauben will, sollen es „Linke“ gewesen sein, die die Busse der Bergarbeiter im Hamberger Forst angezündet haben. Warum eigentlich nicht „grüne“ Aktivisten oder die Antifa (ist die etwa „links“? Letztere verhält sich wie einst die SA). Warum wird die menschengemachte Klimaerwärmung ausgerechnet ohne stichhaltige Beweise dem CO2, der wichtigsten Pflanzennahrung zugeordnet und nicht dem Zubetonieren immer größerer Landflächen (Straßen Flugplätze etc.), dem sogenannten Wärmeinsel-Effekt und den zahlreichen Windrädern. Warum wird dem Braunkohletagebau „Landvernichtung“ nachgesagt aber nicht den „Windkraftwerken“, für die enorme Betonbrocken in Wald und Wiesen versenkt werden (von der Waldrodung abgesehen), während der Tagebau die Landschaft nach der Kohleentnahme rekultiviert, oft schöner, „natürlicher“ (mit Seen, Wäldern und Wiesen) als vorher. Wer betreibt diese Art Berichterstattung in ZDF/ARD und den anderen etablierten Medien. Was soll hinter dem Etikett „links“ versteckt werden (mit Hilfe dummer, konditionierter Neu-Linker erfolgreich)? Geschäfte: Investieren ohne zu produzieren, denn mehr angebotene Produkte würden die Preise senken. „Es wird Zeit, Realpolitiker mit Fakten über Kosten/Nutzen (auch ökologischen!) zu behelligen“ und die fehlende Sachkenntnis oder den verlogenen Opportunismus der Journalisten und Berichterstatter auf allen Ebenen anzuprangern. Doch wo könnte man das in der besten aller Demokratien veröffentlichen, wenn nicht im privaten Blog, solange ihn kaum einer liest. Sollte das sich ändern, würde er aus dem Netz entfernt.

Am 30.10.2011 erschien in „The Sunday Telegraph“ ein Interview mit dem syrische Präsident Bashar al-Assad. Er warnte damals Großbritannien, eine Intervention in Syrien würde ein „Erdbeben“ in der Region auslösen. „Wollt ihr ein neues Afghanistan erleben oder zehn Afghanistans?“, fragte er. Sieben Jahren versuchter Regierungsumsturz in Syrien durch gut ausgerüstete Proxy-Truppen, sogenannte Rebellen (zusammengefasst unter Dash oder IS) bestätigen die Parallele zum Afghanistankrieg. US-Berater und -Finanzmittel (auch saudische) agierten im Verborgenen zusammen mit den „Terroristen“ – unabhängig davon, was die Regierung in Washington verlauten lässt, ob sie von demokratischen Rebellen oder zu bekämpfenden Terroristen spricht. Ihre Vasallen sprechen es nach und handelten entsprechend.

Was Assad wohl nicht bedachte, jedenfalls nicht aussprach, wohl aber der besser informierte und geschützte Putin in Moskau, war: Der Syrienkrieg wie der Afghanistankrieg, wie der arabischer Frühling oder die Zerlegung Libyens etc. gehörten zur Weltbeherrschungs-Strategie, wie sie von Halford John Mackinder über Zbigniew Brzezinsk bis zur von Steven R. Mann 1992 konzipierten „Strategie Chaos“ abstrakt vorgegeben und aktuell von US-Admiral Arthur K. Cebrowski konkret eingeleitet worden war – und zwar mit dem Ziel: Eine Welt unter der Regie der Hochfinanz so zusammenzufassen, dass vor Ort und in der Region eine gewisse demokratische Selbstverwaltung möglich bleibt, nach dem die materiellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von der Zentrale der Hochfinanz über ihre hierarchischen Zwischenstufen (den nicht mehr nationalen Regierungen der Nationalstaaten und Großräume, z.B. die EU) festgelegt worden sind. (»Wenn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht umhinkommen, an einigen Stellen auch Souveränität, Rechte an andere abzugeben. Das heißt, dass andere internationale Organisationen uns dann bestrafen können, wenn wir irgendetwas nicht einhalten. Und davor schrecken viele Länder noch zurück. Das ist aus meiner Sicht ein wirklich interkultureller Prozess, den wir durchlaufen müssen.« sagte Angela Merkel 2011 auf dem evangelischen Kirchentag.

Verwundert es da, wenn man erfährt, die Bundesregierung unterstützt mit Millionensummen „Oppositionelle“ in der verbliebenen syrischen Terroristenhochburg Idlib. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Evrim Sommer (Die Linke) hervor. Demzufolge erhalten die sogenannten Rebellen in Idlib derzeit (von früher und ganz Syrien war nicht die Rede) 37,5 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt sowie über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Hinzu kommen 11,3 Millionen Euro über andere Geldgeber in Deutschland und 17,05 Millionen Euro der EU, die auch durch deutsche Stellen befürwortet werden. Insgesamt handelt es sich also um 65,85 Millionen Euro. Und das bezieht sich nur auf die Finanzierung der in Idlib eingeschlossenen Terroristen (nein! Berlin finanziert nur „friedliche“, „zivile“ Gruppen – das müssen Sie „unserer“ Regierung schon abnehmen, wie ZDF/ARD und den anerkannten Medien alles andere auch).

Es bleibt nicht beim Nahen Osten, sondern greift – wie von Cebrowski geplant, aber bisher weniger propagandistisch hervorgehoben – längst auf Afrika über.

Die Special Forces der USA sind in Afrika seit langem aktiv (https://www.cbsnews.com/news/new-isis-propaganda-video-shows-niger-ambush-us-soldiers-killed/). Laut Pentagon betreiben sie Aufklärungsmissionen, Blitzoffensiven, Geiselbefreiungen, Anti-Terror-Einsätze. Sie „beraten, betreuen und begleiten“ heißt es im Fachjargon des US-Militärs (das im Jahr 2009 laut Tom Curley‘s AP-Studie 27.000 Propagandafachleute mit einem Jahresbudget von 4,7 Mrd.$ unterhielt – und inzwischen?). Ein wenig bekanntes Gesetz, die sog. „Section 127e“ erlaubt den Green Berets, Rangers und Navy SEALs nicht nur Einsätze im Ausland, sondern schreibt sie ihnen laut der Zeitung „Politico“ sogar vor. Nach Angaben der „New York Times“ waren die Sondertruppen des Pentagons letztes Jahr in 133 Ländern der Welt im Einsatz. Zahlen liefert das US Special Operations Command (USSOCOM), die Zentrale, die die Sondereinsätze der USA koordiniert und befehligt. 2006 agierte nur ein Prozent der Special Forces in Afrika, zehn Jahre später (2016) waren es bereits 17 Prozent. Das wären -wenn die Zahlenangabe nicht untertrieben wurde – etwa 2.000 Kämpfer, verteilt auf 20 afrikanische Staaten. Nur im Nahen Osten sind es mehr.

Der Grund für die verstärkte Aktivität von Proxy- und regulären US-Truppen in Afrika dürfte in der Aktivität Chinas zu finden sein. Nachdem 80 Jahre westlicher Entwicklungshilfe in Afrika nichts bewegt haben außer einen Zustrom von Migranten nach Europa, betreibt China dort neuerdings eine industrialisierende Entwicklungshilfe, die der bisherigen westlichen „Strategie Chaos“ diametral entgegensteht. Über den Zweck der Special Forces sagte US-Verteidigungsminister James Mattis im Januar 2018 treffend: „Wir werden weiterhin den Kampf gegen den Terror betreiben. Aber im Fokus der US-Nationalinteressen steht derzeit der Wettkampf der Großmächte, nicht der Terrorismus.“

Fünf Jahre nachdem der chinesische Präsident Xi die Neue Seidenstraßen Initiative zuvor One Belt One Road, dann Belt and Road Initiative (BRI) in Astana und dann in Jakarta verkündete, nannte es Jack Ma, CEO der Alibaba Group, das erste und wichtigste außenpolitische Konzept Chinas für die nächsten 30 Jahre und der Pekinger Universitätsprofessor Zhai Kun nannte es im letzten Jahr Präsident Xis “mega-strategy”. Die sechs wichtigsten Entwicklungskorridore, die bis zu 65 Nationen verbinden sollen, befinden sich trotz der bereits geleisteten Arbeit in Eurasien noch immer bis 2021 in der Planungsphase und sollen bis 2049 umgesetzt werden.

Ma wies daraufhin, dass sich BRI über die strategisch wichtigen Länder im unterentwickelten Süden erstrecken soll. Das sind eben die Länder, die Steven R. Mann und US-Admiral Arthur K. Cebrowski als „nonintegrating countries“ in ihrer „Strategie Chaos“ der Unregierbarkeit überantworten wollen. Dazu gehört auch Afrika. Einige dieser Länder sind sehr begierig vom BRI erfasst zu werden. Darunter sind 11, welche die UNO als die Least Developed Countries (LDCs) nannte und die von der Weltbank nicht bedacht werden. Am 3. und 4. 9. war China Gastgeber des Forums für China-Afrika-Kooperation (FOCAC), bei dem alle Länder Afrikas (bis auf eines) höchstrangig vertreten waren. Man sprühte vor Optimismus, nun endlich mit der Industrialisierung beginnen und die Armut nach dem in China gelungenen Modell überwinden zu können, was mit westlicher sogen. „Entwicklungshilfe“ nicht beabsichtigt war. Auf dem Forum haben bereits 37 afrikanische Länder und die African Union (AU) Absichtserklärungen mit Peking über konkrete BRI-Projekte in Verbindung mit der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) unterzeichnet (http://www.xinhuanet.com/english/africa/2018-09/07/c_137452482.htm). Westliche Politiker und Medien schließen vom eigenen Tun auf die Chinesen und warnen die Länder vor einer sie fesselnden chinesischen Schuldenfalle. Und die Deutsche Industrie? Das Land sei zwar „ein dynamischer Markt“, stehe allerdings gleichzeitig in einem „Systemwettbewerb“ mit dem Westen, schreibt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einem der letzten Papiere.

Dies und mehr ist neben der Arbeit der islamistischen Terroristen in Afrika auch der Hintergrund hinter dem US-Chinesischen Handelskrieg, der laut Reuters zum Beispiel große Chancen für den Soja-Export Brasiliens öffnen würde, die dem Land mit der Wahl eines „rechten“ Militärs möglicherweise verbaut werden soll. Aber es ist auch möglich, dass der neue Präsident das Land deshalb und trotz seiner Unterstützer wieder enger zu den BRICS-Staaten zurückholt – wogegen zuvor „juristisch“ geputscht worden war.

Interessant wird sein, wie sich Deutschland und Frankreich zu dem chinesischen BRI Plan verhalten, der unter anderem Verbindungskorridore über Osteuropa bis Asien dazu eine Schnellbahnverbindung von dort über Budapest-Belgrade bis zum Mittelmeerhafen Piräus in Griechenland vorsieht. Deutschland hatte bereits in den 1990er Jahren einen BRI Knotenpunkt in Duisburg und Leibzig zugelassen, Frankreich zögert noch immer. Russland beteiligt sich mit etwa 70 Projekten an der BRI-Initiative. Auf dem Eastern Economic Forum in Vladivostok (11.-13.9.2018) hat sich laut Asia Times wieder die enge  strategische Partnerschaft zwischen Russland und China auch in punkto Wirtschaft gezeigt. Dem BRI haben die ASEAN Vier (US, Indien, Japan, Australien) nicht viel entgegenzusetzen, zumal Indien in die BRI bereits weitgehend eingebunden ist und Japan Annäherungen an China signalisiert. Die Propaganda gegen BRI im Westen  wird daran nicht viel ändern, allenfalls einen 30-jährigen Handelskrieg auslösen.

Berlin und die „Konnektivitätsstrategie“ der EU versuchten auf dem am 18.10. begonnen ASEM-Gipfel (Asia-Europe Meeting), auf dem die USA interessanterweise nicht vertreten war, ihre Position sowohl gegenüber China als auch gegenüber den USA zu stärken. (vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb die „Atlantiker“ Kanzlerin Merkel gegen ihren Mann Merz austauschen wollen). Zu dem Gipfel waren Vertreter aus 51 europäischen und asiatischen Ländern nach Brüssel gekommen. ASEM selbst war 1996 als Gegengewicht gegen die von den USA dominierte APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) gegründet worden. „Europa und Asien“ könnten, wenn sie sich zusammenschlössen, „die Welt auf bedeutende Weise verändern“, wird ein EU-Diplomat mit Blick auf den ASEM-Gipfel namenlos zitiert. Gegen Chinas BRI versucht die EU mit ihrer neuen „Konnektivitätsstrategie“, die als Gegenmodell zu Chinas BRI konzipiert wurde und Beijing aus dem euro-asiatischen Raum zurückdrängen soll, einen Führungsstreit in der Initiative auszulösen. Dahingehend hat jedenfalls der EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am 18.10. auf dem nebenher- laufenden Asia-Europe Business Forum die neue „Konnektivitätsstrategie“ der EU vorgestellt. Das Asia-Europe Business Forum war vom Dachverband von 39 europäischen Wirtschaftsverbänden, dem BusinessEurope, organisiert worden. Ob die EU damit viel Einfluss gewinnen oder verspielen wird, bleibt abzuwarten. Tatsächlich endete das Treffen in einem Fiasko, das aber nicht aktenkundig werden sollte. Im Mittelpunkt der Uneinigkeit stand – wie beabsichtigt – China. (https://alfahir.hu/2018/10/24/kina_japan_v4_nyilatkozat).

In diesem „Wettkampf der Großmächte“ (Mattis) leuchtet noch ein anderer Aspekt auf. In der ersten Hälfte des Jahres 2018 erhöhten gewisse Zentralbanken ihre Goldbestände auf 1,36 Billionen Dollar. Das sind etwa zehn Prozent der globalen Devisenreserven, erklärte der World Gold Council. Dahinter verbirgt sich – unschwer zu erkennen – der Wunsch, sich von der Dollar-Abhängigkeit zu lösen. China, die Türkei, Venezuela, der Iran, Katar und Indonesien zielen bereits offen auf die Entdollarisierung von Wirtschaft und Außenhandel ab. Alle diese Länder erhöhen ihre Goldreserven deutlich – auch Russland. Jetzt habe „der Kampf gegen den Dollar Europa erreicht“, meinte Eldiyar Muratov, Präsident des Singapore Castle Family Office kürzlich. Ob er Recht hat, ist fraglich. Doch selbst die japanische und die chinesische Regierung vereinbarten am 26.10. ein Clearing-Abkommen für ihren Währungstausch. Ziel der Vereinbarung ist es, die finanzielle Stabilität der beiden Länder zu erhöhen und die Geschäftstätigkeit zu fördern. Es soll vorerst bis zum 25. Oktober 2021 gültig sein und ermöglichen, dass Japan und China ihre Landeswährungen zwischen den beiden Zentralbanken im Bereich von 200 Milliarden Yuan bis 3,4 Billionen Yen tauschen. Das hat der japanische Premierministers Shinzo Abe in Peking beim ersten sino-japanischen Gipfel seit sieben Jahren zugestanden.

Verständlicher wird dergleichen, wenn man die Hintergründe kennt. Die findet man (auf 384 Seiten) in meinem Buch: Der Westen, ein Abgesang. Entstehung und Zukunft der westlichen Marktgesellschaft. Es kann als PDF-Datei für € 15.- per e-mail über boettigerdrh@web.de beziehungsweise für € 24,95 als hard copy für € 24,95 beim Michael Imhof Verlag Petersberg (Tel.: 0661-2919166-0 Fax_ …-9, oder info@imhof-verlag.de) erworben werden.

Die deutsche Wirtschaft dürfte sich noch lange mit den Folgen der Russland-Sanktionen herumschlagen müssen.

Der EZB-Stresstest zeigt, dass die großen Banken in Europa im Falle einer neuen Krise anfällig für Verwerfungen sind.

Das erste türkische Schiff hat mit Erdgas-Bohrarbeiten vor Zypern begonnen. Die Türkei sichert die Aktion mit Kriegsschiffen.

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Die weltweit beliebteste Blockchain-App CryptoKitties hat eine weitere Millionen-Finanzierung erhalten.

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