Auf der Frankfurter Buchmesse 2018 will die Messeleitung „rechte Verlage“ in einem Ghetto zusammenfassen. Die Messeleitung läßt dafür in der Ecke einer Halle eine rund 30 Meter lange und fünf Meter schmale Sackgasse für den Messestand der JUNGEN FREIHEIT (JF) aufbauen. So soll der Verlag „besser kontrolliert“ werden, wie dpa eine Sprecherin der Messeleitung zitiert. „Ganz Deutschland klagt über die zunehmende Polarisierung und Spaltung unserer Gesellschaft. Und was macht die Frankfurter Buchmesse? Sie grenzt Verlage mit unbequemen Autoren, Themen, Publikationen aus –das ist ein Skandal!“, erklärt JF-Chefredakteur Dieter Stein.

Standposition der JF

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Messeleitung um Direktor Juergen Boos politisch einseitig positioniert und Verlage mit konservativen und libertären Autoren diskriminiert. Dennoch verzeichnete der Messestand der JF einen großen Besucherzustrom – dies will die Messeleitung nun mit der Isolation und einer regelrechten Kampagne unterbinden. „Die Buchmesseleitung ist verpflichtet, sich politisch neutral zu verhalten. Das einseitige Vorgehen der Messeleitung war schon 2017 unverantwortlich und hat zu Eskalationen geführt“, betonte Stein.

Die JF ist seit 25 Jahren alljährlich Aussteller auf der Frankfurter Buchmesse mit prominenten Gesprächspartnern und Autoren wie Peter Scholl-Latour, Matthias Matussek, Birgit Kelle, Martin van Creveld. „Eine derartige Benachteiligung haben wir in diesen 25 Jahren nicht erlebt“, sagte Stein.

Der JF-Chefredakteur rief die Leitung der Buchmesse dazu auf, zu einem offenen Diskurs zurückzukehren und dafür zu sorgen, daß die Messe „ein Marktplatz für die vielen Ideen und Meinungen in einer Demokratie bleibt“, forderte Stein.

Peter Scholl-Latour und und JF-Chefredakteur Dieter Stein auf der Frankfurter Buchmesse Foto: JF

Die JF ist die größte konservative Wochenzeitung Deutschlands. Sie erscheint seit 1994 in Berlin und gehört zu den ganz wenigen Zeitungen, die ihre verkaufte Auflage gegen den Branchentrend kontinuierlich steigern (aktuell laut IVW 29.287 Exemplare). „Die Junge Freiheit leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Vielfalt, mehr Skepsis und damit mehr Demokratie in Deutschland“, erklärte Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Weltwoche. (JF)

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Auf der Frankfurter Buchmesse 2018 will die Messeleitung „rechte Verlage“ in einem Ghetto zusammenfassen. Die Messeleitung läßt dafür in der Ecke einer Halle eine rund 30 Meter lange und fünf Meter schmale Sackgasse für den Messestand der Jungen Freiheit (JF) aufbauen. So soll der Verlag „besser kontrolliert“ werden, wie dpa eine Sprecherin der Messeleitung zitiert. „Ganz Deutschland klagt über die zunehmende Polarisierung und Spaltung unserer Gesellschaft. Und was macht die Frankfurter Buchmesse? Sie grenzt Verlage mit unbequemen Autoren, Themen, Publikationen aus – das ist ein Skandal!“, erklärt Dieter Stein, Chefredakteur der Jungen Freiheit.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Messeleitung um Direktor Juergen Boos politisch einseitig positioniert und Verlage mit konservativen und libertären Autoren diskriminiert. Dennoch verzeichnete der Messestand der Jungen Freiheit einen großen Besucherzustrom – dies will die Messeleitung nun mit der Isolation und einer regelrechten Kampagne unterbinden. „Die Buchmesseleitung ist verpflichtet, sich politisch neutral zu verhalten. Das einseitige Vorgehen der Messeleitung war schon 2017 unverantwortlich und hat zu Eskalationen geführt“, so Stein.

Die Junge Freiheit ist seit 25 Jahren alljährlich Aussteller auf der Frankfurter Buchmesse mit prominenten Gesprächspartnern und Autoren, wie Peter Scholl-Latour, Matthias Matussek, Birgit Kelle, Martin van Creveld. „Eine derartige Benachteiligung haben wir in diesen ganzen 25 Jahren nicht erlebt“, erinnert sich Stein.

Der JF-Chefredakteur fordert die Leitung der Buchmesse auf, zu einem offenen Diskurs zurückzukehren und dafür zu sorgen, daß die Messe „ein Marktplatz für viele Ideen und Meinungen in einer Demokratie bleibt.“

Die Junge Freiheit ist die größte konservative Wochenzeitung Deutschlands. Sie erscheint seit 1994 in Berlin und gehört zu den ganz wenigen Zeitungen, die ihre verkaufte Auflage gegen den Branchentrend kontinuierlich steigern (aktuell laut IVW 29.287 Exemplare).  „Die Junge Freiheit leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Vielfalt, mehr Skepsis und damit mehr Demokratie in Deutschland“, erklärte Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer Weltwoche.

Redaktionen: Wir schicken Ihnen gerne ein Bild der Ghetto-Sackgasse, in der die Buchmesseleitung unbequeme Verlage „kontrollieren“ will. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an: behrens@jungefreiheit.de

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BERLIN. Die CDU ist die beliebteste Partei unter Zuwanderern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Demnach würden 43,2 Prozent der wahlberechtigten Einwanderer einer der beiden Unionsparteien ihre Stimme geben. Das ist ein Plus von 15,6 Prozentpunkten.

Die SPD käme in dieser Gruppe auf 25 Prozent, die Linkspartei auf 10,1 Prozent, die Grünen auf 10 Prozent. Die FDP würde bei 5,2 Prozent, die AfD bei 4,8 Prozent landen. Im Vergleich zur selben Umfrage von vor zwei Jahren gibt es teilweise deutliche Verschiebungen. Damals erreichte die SPD noch 40,1 Prozent und war damit unter Zuwanderern die stärkste politische Kraft.

Neue Analyse zeigt: Die #Parteipräferenzen von Personen mit Migrationshintergrund haben sich erneut stark gewandelt. Menschen mit Migrationshintergrund bevorzugen nicht länger mehrheitlich die Parteien links der Mitte. Hier lesen: https://t.co/4IuDG0Nmza pic.twitter.com/wGO8bOaAEC

— SVR Migration (@SVR_Migration) September 27, 2018

AfD punktet bei Spätaussiedlern

Die Studie führt den Sympathierückgang für die Partei vor allem auf die geringere Zustimmung unter Deutschtürken zurück. Die SPD liegt in dieser Gruppe derzeit bei 37 Prozent. Vor zwei Jahren waren es noch 69,8 Prozent.

Auch die Grünen (minus 3,2 Prozentpunkte) und die Linkspartei (minus 1,2 Prozentpunkte) mußten Einbußen unter Einwanderer hinnehmen. AfD und FDP (plus 2,8 Prozentpunkte) konnten dagegen zulegen.

Für die gestiegene Zustimmung zur AfD (plus drei Punkte) machen die Autoren der Studie deren gewachsene Sympathie unter Spätaussiedlern verantwortlich. Wahlberechtigte mit Migrationshintergrund machten bei der Bundestagswahl 2017 10,2 Prozent aller Wahlberechtigten aus. (tb)

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FRANKFURT/MAIN. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, eingeleitet. Grund ist die Rückholung des mutmaßlichen Mörders und Vergewaltigers von Susanna F., Ali Bashar, aus dem Irak, berichtete der SWR.

Der abgelehnte Asylbewerber hatte sich nach der Tat in sein Heimatland abgesetzt. Von dort holte ihn die Bundespolizei zurück. Behörden-Chef Romann war persönlich an Bord der Maschine, die Bashar aus dem kurdisch kontrollierten Nordirak nach Frankfurt am Main zurückbrachte. Den Mord hat Bashar inwzischen gestanden. Die Vergewaltigung bestreitet er hingegen.

Die irakische Regierung hatte die Rückholung kritisiert, da es zwischen der Bundesrepublik und Bagdad kein Auslieferungsabkommen gibt. Gegen Romann waren zudem in Deutschland mehrere Anzeigen eingegangen. Es bestehe der Verdacht auf Freiheitsberaubung, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. (tb)

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BRÜSSEL. US-Internetkonzerne haben sich mit der EU-Kommission im Vorfeld der Europawahl auf einen Verhaltenskodex gegen Falschinformationen geeinigt. Unternehmen wie Facebook und Google unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung auf freiwilliger Basis, teilte die EU-Kommission mit.

„Dies ist das erste Mal, daß sich die Industrie auf eine Reihe von Selbstregulierungsstandards zur weltweiten Bekämpfung von Desinformation auf freiwilliger Basis geeinigt hat“, lobte die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel. Die Unterzeichner verpflichteten sich zu einer Reihe von Maßnahmen, wie der Schließung von Scheinkonten.

EU-Kommissarin fordert unverzügliche Umsetzung

Der Verhaltenskodex soll gezielte Desinformationen im Vorfeld der Europawahl im Frühjahr 2019 verhindern. Seit dem US-Wahlkampf 2016 kamen Gerüchte auf, gezielt gestreute Falschinformationen hätten den Ausgang beeinflußt.

Gabriel ermahnte die Internetkonzerne, die Vereinbahrungen „unverzüglich“ umzusetzen. Zugleich forderte sie weitere Unternehmen zur Unterzeichnung auf. „Ich erwarte auch, daß immer mehr Online-Plattformen, Werbefirmen und Werbetreibende den Verhaltenskodex befolgen und ich ermutige jeden, mit allen Kräften ihre Verpflichtungen umzusetzen, um Desinformationen zu bekämpfen.“

Konzerne sollen Nutzer zur Meldung motivieren

Zu den Unterzeichnern gehören bislang unter anderem Facebook, Twitter, Mozilla, Google und YouTube. Sie verpflichten sich zur Unterbrechung der Werbeeinnahmen von Konten und Websites, die Desinformationen verbreiten und politische Werbung transparenter zu machen. Außerdem wollen die Konzerne ihre Nutzer zur Meldung von Fake-News motivieren, gegen Scheinkonten vorgehen und die Überwachung von Desinformations-Kampagnen stärken.

Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse der Umsetzung der Maßnahmen analysiert werden. Gegebenenfalls werde die EU-Kommission weitere Regulierungen vorschlagen, betonte Gabriel. (ag)

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Zu DDR-Zeiten gehörte der „Polizeiruf 110“ zu den Flaggschiffen sozialistischer Fernsehunterhaltung. Mord und Totschlag gab es in der Krimireihe nur selten. Dies hätte nicht zur offiziellen Staatsdoktrin gepaßt, wonach solche Delikte vor allem als gesellschaftliche Erscheinungsformen des dekadenten und degenerierten Westens galten.

Die Ermittler hatten es vor allem mit „kleinen Ganoven“ zu tun, die auf dem Weg zum Kommunismus ein wenig ins Straucheln geraten waren und von den grundsoliden Kommissaren der Volkspolizei auf den Pfad der sozialistischen Tugend zurückgeführt werden mußten. Mitarbeiter vom Ministerium des Innern wachten bereits während der Produktion über die Inhalte einer jeden Folge und stellten sicher, daß diese der Linie der Partei entsprachen.

Nur selten kriminelle Ausländer

Trotz oder gerade wegen seiner propagandistischen Vergangenheit im Sozialismus der DDR fand der „Polizeiruf“ nach der Wiedervereinigung nahezu nahtlos Anschlußverwertung im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem der Bundesrepublik. Heute ist der einstige „DDR-Tatort“ längst fester Bestandteil der Armada politisch korrekter Krimi-Reihen, die das Staatsfernsehen Woche für Woche in die bundesrepublikanischen Wohnzimmer aussendet.

Vor allem die „Flüchtlingskrimis“, die inzwischen im deutschen Fernsehen schon fast so etwas wie ein eigenes Genre darstellen, erlauben es dem „Polizeiruf“, zu alter linkssozialistischer Propaganda-Höchstform aufzulaufen. So wie es einst kaum Mörder unter den Bürgern der DDR gab, gibt es heute, in der Erzählwelt der gebührenfinanzierten Fernsehspiele, nur selten kriminelle Ausländer. Die Bösen sind fast immer empathielose, weiße deutsche Männer. Am liebsten Reiche, um das Bild vom rassistischen, kapitalistisch enthemmten Kaltland vollends abzurunden.

Falls es doch einmal ein krimineller Migrant in ein öffentlich rechtliches Drehbuch schafft, stellt sich in der Regel spätestens am Ende des Films heraus, daß dieser vom bösen Deutschen ausgebeutet und/oder rassistisch drangsaliert wurde, er somit also quasi zwangsläufig in die Kriminalität abrutschen mußte.

„Alles auf Rausch“

Den Soundtrack zu dieser linken Propaganda liefert im „Polizeiruf“ auch gerne mal die linksradikale Band „Feine Sahne Fischfilet“. Die ostdeutschen Punkrocker gehören nicht erst seit ihrer Teilnahme am #Wirsindmehr -Konzert in Chemnitz zu den musikalischen Lieblingen vieler Medienmacher.

Klaas Heufer-Umlauf empfing Sänger „Monchi“ in seiner Late Night Show. Der „Faktenfinder“ der ARD, Patrick Gensing, besuchte bereits mehrfach Konzerte der Band und postete die Bilder davon stolz auf seinem Twitter-Account. Sogar bei „Tagesschau 24“ waren „Feine Sahne“ schon zu Gast und durften ihr Album „Sturm und Dreck“ bewerben. O-Ton des ARD-Nachrichten-Moderators, der sich vor allem darum sorgte, ob die Punker inzwischen zu sehr Mainstream geworden seien: „Gestern standet Ihr noch im Verfassungsschutzbericht, heute seid Ihr im Tagesschau-Studio. Müssen wir uns Gedanken machen oder Ihr?“

Zum jüngsten „Polizeiruf“ durfte die Band ihren Song „Alles auf Rausch“ beisteuern. Bei dieser Wahl dürfte es sich um einen besonders gezielten Griff in die Plattenkiste gehandelt haben. Der Schauspieler Charly Hübner, der in den NDR-Folgen der Krimiserie den Kommissar Bukow spielt, hat „Feine Sahne Fischfilet“ 2017 nämlich bereits gleich einen ganzen Dokumentarfilm gewidmet.

Konkurrenz für die Toten Hosen

Die 90-minütige Doku „Wildes Herz“, die im Frühjahr 2018 in die deutschen Kinos kam, erhielt beim „Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm“ 2017 gleich vier Preise und damit die meisten Auszeichnungen des Festivals. „Das hier ist unsere Zeit“ singen die Jungs von „Feine Sahne Fischfilet“ im Song „Alles auf Rausch“ selbstbewußt. Sie haben damit offensichtlich Recht. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, wann die „Toten Hosen“ endlich in die wohlverdiente Staatspunker-Rente gehen und die Bommerlunder-Flasche auch offiziell an die neuen Lieblingsrebellen des Establishments weitergeben.

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BERLIN. Ein Berliner Polizist soll Informationen über türkische Oppositionelle gesammelt und an den türkischen Geheimdienst MIT weitergegeben haben. Er sei von deutschen Sicherheitsbehörden bei der Übermittlung beobachten worden, berichtet der Tagesspiegel.

Dabei gehe es vor allem um die Weiterleitung von Meldeadressen der Oppositionellen, die der Berliner Beamte direkt an einen Mitarbeiter der türkischen Botschaft übersandt habe, der für den Geheimdienst MIT arbeiten soll. Der im Verdacht stehende Zuträger ist dem Bericht zufolge ein höherer Beamter der Polizei.

Zuletzt waren mehrfach türkische Agenten aufgeflogen

Das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft wollten sich nicht zu den Vorgängen äußern. Die Ermittlungen wurden jedoch bestätigt. „Wenn sich der Verdacht der Übermittlung sensibler Daten an die türkische Botschaft gegen einen unserer Kollegen bestätigen sollte, wurde hier nicht nur ein Diensteid gebrochen, sondern eine schwere Straftat begangen“, twitterte die Berliner Polizei am Mittwoch abend. Ein solcher, „durch einen Einzelnen verursachter Schaden“, könne nicht rückgängig gemacht werden.

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Wenn sich der Verdacht der Übermittlung sensibler Daten an die türkische Botschaft gegen einen unserer Kollegen im Zuge der bereits laufenden Ermittlungen durch die #Staatsanwaltschaft und das #LKA bestätigen sollte, wurde hier nicht nur ein Diensteid gebrochen, ….

— Polizei Berlin (@polizeiberlin) 26. September 2018

Zuletzt waren mehrfach in Deutschland tätige türkische Agenten aufgeflogen. Das Oberlandesgericht Hamburg hatte 2017 einen 32 Jahre alten türkischen Staatsbürger wegen Spionage für Ankara zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte kurdische Vereine in Deutschland ausgeforscht. (ha)

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BERLIN. Deutschland hat zugesagt, 15 der 58 Flüchtlinge von dem Rettungsschiff Aquarius aufzunehmen. Das sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur dpa. Auch andere europäische Staaten erklärten sich demnach zur Aufnahme der übrigen Passagiere bereit.

Die Asylbewerber sollen in den nächsten Tagen in Malta an Land gehen. Von dort aus würden sie auf Deutschland, Spanien, Portugal und Frankreich verteilt. Italien und Malta hatten sich geweigert, die Flüchtlinge an Land zu lassen. Daraufhin war die Verteilung auf die anderen Staaten ausgehandelt worden.

In zwei bis drei Tagen sollen die Migranten von einem maltesischem Boot übernommen werden. Das werde sie an Land bringen, teilte die Rettungsorganisation SOS Méditerranée mit.

Ad hoc Lösung für 58 Geflüchtete an Bord der #Aquarius – wegen schlechten Wetters verzögert sich jedoch die Übergabe an ein maltesisches Schiff.https://t.co/g15CvMhMZj#TogetherForRescue #onboardAquarius #Seebrücke

— SOS MEDITERRANEE GER (@SOSMedGermany) September 26, 2018

Zuvor hatte Panama angekündigt, der Aquarius die Zulassung zu entziehen. Die Organisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen werfen der italienischen Regierung vor, das mittelamerikanische Land zu dem Schritt zu drängen. (ag)

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Staatsmann gegen Eiferer

On September 27, 2018, in Junge Freiheit, by admin

Bayern ist besser, Bayern ist erfolgreicher, Bayern ist sicherer. Und das alles haben die Franken, Schwaben und Altbayern der CSU zu verdanken. So in etwa läßt sich die Botschaft von Markus Söder während des TV-Duells am Mittwoch abend im Bayerischen Fernsehen zusammenfassen. Zu wenig, um erneut die absolute Mehrheit für die CSU zu holen? Möglicherweise. Aber nicht zu wenig, um an diesem Abend als klarer Sieger aus dem Duell gegen den Grünen-Spitzenkandidaten Ludwig Hartmann hervorzugehen.

Söder präsentierte sich staatsmännisch, antwortete ruhig und überlegt. Hartmann wirkte gehetzt, hatte weder seine Stimme noch seine Emotionen unter Kontrolle. Ein Coaching vor dem Duell hätte seinem hektischen Auftreten möglicherweise entgegengewirkt. „Er soll erstmal ein Atemtraining machen“, riet eine Twitter-Nutzerin ihm.

Kein Programm für das ländliche Bayern

Für Söder erwies sich der Abend als unverhofftes Wahlkampfgeschenk, das ihm ausgerechnet der in der CSU als „Rotfunk“ verschrieene Bayerische Rundfunk machte. Der legte nämlich auf der Basis der letzten Umfrage fest, daß ausgerechnet die Grünen die Chance erhalten sollten, im Duell gegen den bayerischen Ministerpräsidenten anzutreten.

Sie taten dies nicht in Person der zumindest sympathisch lächelnden Fraktionsvorsitzenden Katharina Schulze. Sie ist mit ihren 33 Jahren noch nicht als Ministerpräsidentin wählbar. Ihr Co-Fraktionschef Hartmann präsentierte sich als bis in die Haarspitzen ideologisierter Eiferer, der zudem völlig den Draht zu den Bürgern im ländlichen Teil des Freistaats verloren zu haben schien.

Seine Wohnungsbaupolitik beschränkte sich auf die Forderung: Mietwohnungen statt Eigentumswohnungen. Ein Konzept, das vielleicht in den beiden größten Städten des Landes – München und Nürnberg – gut ankommt, aber kaum bei den jungen Familien, etwa im ländlichen Oberfranken, die derzeit nach einem Bauplatz suchen, weil sie ihre Kinder gern in ihrem Heimatdorf – fernab von der auch maßgeblich von der CSU mitverschuldeten – Asylmisere großwerden sehen wollen. Die Widersprüche im Programm seiner Partei legte Hartmann dabei schonungslos offen: Flächenfraß stoppen, aber mehr bezahlbare Wohnungen bauen und gleichzeitig die Tore für alle Mühseligen und Beladenen dieser Welt weiter offen halten.

Hartmann will Amtseid ohne religiöses Bekenntnis leisten

Stellenweise bekam man Zweifel, ob der in Landsberg am Lech geborene Hartmann, der – nicht nur wegen seiner überheblichen, betont hochdeutschen Ausdrucksweise wie ein Zugereister wirkte – tatsächlich in Bayern für ein politisches Amt kandidieren will. Ohne die Formel „so wahr mir Gott helfe” wolle er den Eid als Ministerpräsident ablegen, tat er kund. Das mag im atheistischen Ostdeutschland vielleicht nicht als Problem empfunden werden. In Bayern ist es ein Kulturbruch.

Kurz vor der Debatte platzte eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa wie eine Bombe. Nur noch 34 Prozent würden demnach der CSU ihre Stimme geben. Sollten sich diese Zahlen am 14. Oktober bestätigen, wäre dies der schlechteste Wert für die Christsozialen seit der Landtagswahl von 1950.

Doch für Markus Söder könnte der Abend die Wende bedeutet haben. Ein Duell gibt den Zuschauern immer zwei Optionen. Vor die Wahl gestellt, ob er lieber von der CSU oder den Grünen regiert werden möchte, dürfte dem durchschnittlichen bayerischen Wähler, der nicht in einer der großen Städte wohnt, die Entscheidung leicht fallen. Ein TV-Duell gegen Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hätte Söder möglicherweise aus der Reserve locken, seine inhaltlichen Schwächen bloßstellen können.

Söder hat seine letzte Chance genutzt

So war es ein wenig, als hätte sich ein mit allen Wassern gewaschener Landesvater mit einem jungen Studenten gemessen, der gerade mit der Gründung einer Hochschulgruppe für nachhaltiges ökologisches Wirtschaften beschäftigt ist. Aber nicht mal das lief bei Hartmann an diesem Abend. „Tragen Sie fair gehandelte Kleidung?” konfrontierte Moderator Christian Nitsche Hartmann mit einer Forderung aus dem Wahlprogramm seiner Partei. „Nein”, mußte der sichtlich um Fassung ringend einräumen. Ein Offenbarungseid grüner Doppelmoral. 

Söder mußte sich indessen nur zurücklegen und Einwürfe Hartmanns parlieren. „Bayern ist das sicherste Land Deutschlands” entfiel es dem Grünen Vorzeigepolitiker, als er seinen Widerstand gegen das Polizeiaufgabengesetz erklären wollte. „Ja, weil wir es dazu gemacht haben”, konterte Söder mit einem verschmitzten Lächeln. Es war Söders letzte Chance. Er hat sie genutzt.

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Syriens Außenminister Mekdad hat angekündigt, die gesamte Provinz Idlib militärisch oder politisch zurückerobern zu wollen.

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