Ein schönes Stück Satire lieferte heute die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Aufhänger war die Präsentation ihrer „Studie zu Preisdifferenzierung nach Geschlecht“. Die Wissenschaftler hatten untersucht, warum vermeintliche Produkte für Mädchen und Frauen oft teurer für den Endkunden sind als vermeintliche Produkte für Jungen und Männer.

Die Beobachtung: Für Frauen und Männer werden oft unterschiedliche Preise verlangt, selbst wenn es die gleichen oder ähnliche Produkte oder Dienstleistungen sind. Die Schlußfolgerung: Männer und Frauen sind bereit, unterschiedliche Preise zu zahlen.

So weit, so richtig. An diesem Punkt hätte man das Ganze auf sich bewenden lassen können, wenn nicht dann doch noch der richtige Spin gefehlt hätte. Der da lautet: Gender Marketing. Unternehmen machen sich die Zahlungsbereitschaft des weiblichen Geschlechts zunutze, beuten diese aus, indem sie entsprechende Produkte überteuert in die Regale legen.

Volkswirtschaftliche Grundlagen würden reichen

Der Blick in ein volkswirtschaftliches Grundlagenbuch genügt jedoch schon vollkommen, um diesem Spin sein Momentum zu nehmen. Denn schlicht und ergreifend scheinen, wenn die Beobachtungen der Antidiskriminierungswissenschaftler stimmen, Konsumenten weiblichen Geschlechts im Durchschnitt einen höheren Nutzen in Parfums, teuerer Kleidung und ähnlichen Produkten zu erkennen als die männliche Kundschaft. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Nutzen einer jeden Ware ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen eines jeden Kunden. Daß Männer im Allgemeinen weniger Geld für Gesichtspflege ausgeben möchten als Frauen, kann in den Genen begründet liegen, läßt allerdings keine Rückschlüsse auf eine mögliche Boshaftigkeit der Produzenten und Einzelhändler zu.

Dies gilt selbst bei völlig identischen Waren. Wie in der Studie sicherlich richtig beobachtet, sind Frauen bereit, für eine Kurzhaarfrisur durchschnittlich 12,50 Euro mehr als Männer zu bezahlen. Wer will diese Neigung ernsthaft den Friseuren ankreiden?

Bevormundende Politik

Abgesehen davon basieren Preise schlichtweg auch auf Rohstoff- und Produktionskosten. In der Studie wird das Beispiel des rosafarbenen Bobby Cars angeprangert, das gute 4 Euro mehr koste als das rote, vermeintlich für Jungen konzipierte, Pendant.

Wer kennt nicht das rote Bobby Car? Millionenfach wurde und wird es produziert. Hohe Stückzahlen ermöglichen auch hier, wenig Konkurrenz vorausgesetzt, hohe Margen. Einige wenige „Girlie“-Bobby-Cars können hier aus Sicht der produzierenden Firma Big nicht mithalten. Die ersten Chargen sind meist die teuersten, auch für die Endkunden. Vor der Massenproduktion steht die Anschubfinanzierung der zahlungswilligen First Mover.

An diesem Punkt der Studie ist die Pointe nur noch fade. Christine Lüders, ihres Zeichens Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, empfiehlt den Betrieben Dienstleistungen eher nach der „konkreten Art der Leistung und nicht pauschal nach Geschlecht anzubieten“. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gibt ihr durchaus die Grundlage für diesen Ratschlag, zeigt aber gleichzeitig die grundlegende Ausrichtung einer solchen bevormundenden Politik.

Die Menschen koordinieren sich am Markt

Anders als viele politisch Engagierte glauben möchten, wird der Markt nicht auf wundersame Weise selbst tätig und koordiniert die Menschen. Vielmehr koordinieren sich die Menschen am Markt. Und diese Koordination erfolgt über den Nutzen der Produkte, ihren subjektiv empfundenen Wert und ihren Preis an der Ladentheke. Unzählige Entscheidungen unzähliger Individuen sind dazu Vorbedingung. Eine zentrale Koordination, die zu einem ähnlich effizienten Ergebnis kommt, ist undenkbar.

Und hier zeichnet sich auch schon die ganze traurige Ödnis der Initiative ab. Denn wohin die Reise ideologiegetriebener Marktverzerrung führt, skizzierten bereits sehr viel weniger humorbegabte Ideologen.

Das 72 Jahre währende Reality-Format im Osten Europas spricht noch heute Bände darüber, daß die Ersetzung vieler individueller Eigentümer durch eine Zentralgewalt – allen humanistischen Leitsprüchen zum Trotz – neben vielen ethischen auch große ökonomische Versprechen brechen wird. Nur brechen kann.

Willst du mit mir schlafen?

On December 20, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Nach dem geplanten schwedischen Sex-Zustimmungsgesetz sollen Frauen dort nicht mehr NEIN sagen müssen, wenn sie keinen Sex haben wollen, sondern beide Partner müssen, vor Beginn des Sexualakts, mit einem klaren JA zustimmen. Daß eine solche Regelung in Schweden auf breite Zustimmung stößt, zeigt zum einen, daß die Sache mit dem Sex vielen Schweden bisher offenbar viel zu spontan war. Zum anderen ist sie sinnbildhaft für eine bizarr verzehrte Realitätswahrnehmung.

Das Gesetz ist Reaktion auf die #MeToo-Kampagne, die in schwedischen Medien hochgekocht wurde, wie kaum wo anders. Dies ist interessant, da Schweden, im öffentlichen Umgang mit Straftaten, sonst sehr zurückhaltend ist. Zumindest wenn sie von den falschen Personen begangen werden.

Ergebnis naiver Mutikulti-Politik

Anfang 2016 wurde eine Anweisung an die Stockholmer Polizei bekannt, die Herkunft von Tätern nicht zu nennen. Schweden leidet seit längerem an einer hohen Sexualverbrechensrate. Zwar liegt dies auch an schwedischen Besonderheiten in der statistischen Erfassung solcher Delikte und der starken Sensibilisieren für das Thema in der Bevölkerung, es ist aber auch Ergebnis naiver Mutikulti-Politik.

So kommt es in Schweden seit Jahren bei Musikfestivals regelmäßig zu massiven sexuellen Übergriffen durch Migranten. Die Reaktion des Staates bestand lange im wesentlichen aus Schweigen und Beschwichtigen.

2016 startete Schwedens Polizei dann eine Anti-Grabsch-Kampagne, bei der an Festivalbesucherinnen Armbändchen, ähnlich wie jetzt in Köln, mit der Aufschrift „nicht belästigen“ ausgegeben und bei Twitter der Hashtag #tafsainte“ (nicht betatschen) verbreitet wurde. Nachdem es 2017 dennoch auf dem Bråvalla-Festival erneut zu Vergewaltigungen kam, wurde es für 2018 abgesagt.

Angebliches gesamtgesellschaftliches Problem

Eine Benennung der Fälle als Migrationsproblem hätte nicht ins Weltbild Schwedens gepaßt, dessen politisches Klima seit Ewigkeiten durch die schier übermächtig wirkenden Sozialdemokraten geprägt ist. #MeToo war die perfekte Gelegenheit, das hausgemachte Problem quasi durch die Hintertür zu lösen.

Der für linke Ideologen Ideal-Tätertyp, „reicher, weißer Mann“, „bewies“ doch, daß „Rape Culture“ ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, daß auch gesamtgesellschaftlich gelöst werden muß. Nun, gesamtgesellschaftlicher geht es kaum. Ob eine auf Knien gestellte förmliche Anfrage auf Beischlaf ebenso romantisch ist wie ein Heiratsantrag, sei dahingestellt. Viel wichtiger ist der Erhalt der Mutikultiromantik. Zumindest wenn man Sozialdemokrat ist.

BERLIN. Eine Gruppe Unionsabgeordneter im Bundestag wäre bereit, die weitere Aussetzung des Familiennachzugs auch mit Stimmen der AfD zu beschließen. „Wir werden bei unserer eigenen Position konsequent bleiben. Wir kalkulieren dabei nicht die Zustimmung der AfD ein, aber wir werden uns auch nicht dagegen wehren“, sagte der CDU-Abgeordnete Marian Wendt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Wendt kandidiert für den Vorsitz der „Jungen Gruppe“ der Unionsfraktion im Bundestag. Diese fordert demnach, die Frage des Familiennachzugs noch im Januar auf die Tagesordnung zu setzen. „Wie bei den laufenden Bundeswehrmandaten erwarten wir von der SPD im Sinn eines sondierungsfreundlichen Verhaltens noch im Januar zumindest einen Erhalt des Status quo beim Familiennachzug für drei oder sechs Monate, bis es eine entsprechende Vereinbarung in einem Koalitionsvertrag gibt“, forderte Wendt.

Aussetzung des Familiennachzugs endet im März 2018

Sollte die SPD nicht bereit zu einer solchen Verabredung sein, werde die Gruppe die Verlängerung für den ausgesetzten Familiennachzug trotzdem zur Abstimmung stellen. Weil die FDP bereits angekündigt habe, für den Unions-Antrag zu stimmen, ergäbe sich bei einer Abstimmung mit Unterstützung durch die AfD eine Parlamentsmehrheit.

Seit dem im März 2016 beschlossenen Asylpaket II durften Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus für zwei Jahre lang ihre Angehörigen nicht nach Deutschland holen. Die Regelung läuft im März 2018 aus. Sollte sie nicht rechtzeitig verlängert werden, ergäbe sich dem Bericht zufolge ein rückwirkender Anspruch auf Familiennachzug.

Wie viele Schutzberechtigte tatsächlich von einem erweiterten Familiennachzug Gebrauch machen würden, ist unklar. Das Auswärtige Amt sprach im Oktober von etwa 128.000 Syrern und Irakern. Sicherheitskreise gehen von bis zu 390.000 aus. Unter anderem der Deutsche Städte- und Gemeindebund hatte vor der Wiedereinführung des Familiennachzugs gewarnt. (ls)

Noch einmal das Meer sehen

On December 20, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Weihnachten ist die Zeit vieler Wünsche. Manche haben nur noch einen Wunsch – den letzten. Jana und Ben sind zwei der ehrenamtlichen Helfer, die diese Wünsche von Todkranken erfüllen: Noch einmal die Nordsee sehen, noch einmal an den Ort der Kindheit zurückkehren. Der „Wünschewagen“ macht’s möglich.

Das Projekt ist eine Initiative des Arbeiter-Samariter-Bundes. Wünschewagen fahren bislang in zehn deutschen Bundesländern. Finanziert werden Autos, Personal, Schulung und die Wunsch­erfüllung durch private Spenden. Unter den Förderern sind Fußballvereine und kommunale Verkehrsbetriebe.

Vor allem mittelständische Unternehmen unterstützen das Projekt, beispielsweise durch Benefiz-Veranstaltungen. Andere verzichten zu Weihnachten auf Kundenpräsente und stiften das Budget für den letzten Wunsch von Hospizpatienten. Eine Brandenburger Baufirma brachte so anläßlich eines Betriebsjubiläums über 13.000 Euro zusammen.

Auch die Helfer kämpfen oft mit den Tränen

Die Wünsche sind so individuell wie die Ursachen der noch verbleibenden geringen Lebenserwartung. Mancher möchte noch ein Konzert der Lieblingsband erleben, deren Lieder ihm Kraft gaben, andere noch einmal an einem Familientreffen an einem weit entfernten Ort teilnehmen. Eine Hamburgerin, der nur noch wenige Wochen blieben, wollte einfach ein letztes Mal an einem Imbiß am Elbstrand Fisch essen.

Die letzte Lebensphase schwerkranker Menschen jeden Alters ist für die Betroffenen, ihre Angehörigen, aber auch für die Pfleger stark belastend und eine Zeit vieler Tränen. Allein das gemeinsame Planen und Vorbereiten einer Aktion kann stark aufrichtend wirken.

Der Wünschewagen ist ein eigens für diesen Zweck umgebauter Krankentransporter, der hell und freundlich eingerichtet ist. Viele große Fenster bieten einen Panoramablick, zur Sicherheit ist eine notfallmedizinische Grundausstattung an Bord. Natürlich ist genug Platz für begleitende Angehörige.

Spektakulär war ein Einsatz am 25. November: Der 67jährige Fußballfan Eckhardt wollte noch ein Spiel seines Lieblingsvereins Borussia Dortmund sehen. Er erlebte ein irre spannendes Balldrama: das Revier-Derby BVB gegen Schalke 04, das mit 4:4 unentschieden ausging. Ganze 420 Kilometer brachte der Wünschewagen Eckhardt und seine Frau von der Küste nach Dortmund. Ehrensache, daß das Team für das längst ausverkaufte Spiel die besten Plätze bekam.

Die Fahrt ist grundsätzlich kostenfrei

Viel stiller ging es sieben Tage später zu, als vier Ehrenamtliche ein unheilbar erkranktes Ehepaar aus Ludwigsburg nach Kühlungsborn fuhren, wo die beiden noch einmal die Erinnerung an schöne gemeinsame Urlaube wach werden lassen wollten. Kurz nach der Fahrt verstarb der Ehemann.

Besonders berührend für alle war der letzte Wunsch von Christel: Die 70jährige wollte unbedingt bei der Beisetzung ihrer geliebten Schwester dabeisein. Das Team holte sie von der Palliativstation der Klinik ab und fuhr mit ihr zum Friedhof, wo sie der Trauerfeier beiwohnen konnte. Völlig erschöpft, aber unendlich erleichtert, bedankte sie sich immer wieder bei den jungen Helfern.

Für diese sind solche emotional stark bewegenden Momente nicht immer leicht zu verkraften und oft genug können sie ihre Emotionen nicht immer verbergen. Doch alle sind sich einig, daß die Tätigkeit eine sehr bereichernde Erfahrung ist. Sie dürfen mit Recht stolz auf sich sein.

Die Fahrt mit dem Wünschewagen ist grundsätzlich kostenfrei. Das gilt auch für Eintritte in Veranstaltungen oder Restaurantbesuche. Der behandelnde Arzt muß der Fahrt zustimmen, das Fahrtziel sollte an einem Tag erreichbar sein. Wer einen Wunsch anmelden, spenden oder sich ehrenamtlich engagieren möchte, findet hier alle Informationen.

JF 51/17

BERLIN. Der frühere stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler hat einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik gefordert. Es herrsche derzeit ein Zustand permanenter Rechtsverletzung, kritisierte Gauweiler im Handelsblatt. Deshalb sollten sich die Bundestagsabgeordneten über die Parteigrenzen hinweg darauf verständigen, bestehende Gesetze wieder konsequent anzuwenden.

„Das deutsche Asylrecht wurde im Grundgesetz so gestaltet, daß wir eine Zahl von anerkannten Asylanten haben, die problemlos integriert werden kann. Dafür braucht es auch keine Obergrenze“, erläuterte Gauweiler. Dabei gehe es aber maximal um eine Zahl im fünfstelligen Bereich.

„Wenn jetzt aber – ohne asylberechtigt zu sein – jedes Jahr weitere 200.000 Menschen neu aufgenommen werden sollen, muß jedes Jahr eine Stadt der Größe Würzburgs gebaut werden, wenn man nicht Slums will. Mit Wohnungen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und allem, was eine solche Stadt braucht.“ Wer das könne, solle es sagen. Deutschland habe 2017 wieder mehr Asylantragsteller neu registriert als die anderen 27 EU-Länder zusammen. „Das geht nicht“, warnte der CSU-Politiker.

„Merkel ist Weltmeisterin im Wellenreiten“

Gleichzeitig rief Gauweiler die Bundesregierung dazu auf, alles zu unternehmen, um die verfassungswidrige Euro-Rettungspolitik der Europäischen Zentralbank und ihres Präsidenten Mario Draghi zu stoppen. „Hat die Bundesregierung eine Schutzfunktion gegen die Sturmfluten dieser Erde, oder veranstalten wir einen Wettbewerb im Wellenreiten“, fragte der ehemalige Bundestagabgeordnete.

„In Letzterem ist die neue Mutter Teresa eine Weltmeisterin. Was die Schutzfunktion angeht, sieht es bei ihr anders aus.“ Diese Schutzfunktion für das Gemeinwesen müsse wiederhergestellt werden. „Unsere Kanzlerin ist eine Weltmeisterin im Wellenreiten, egal, woher die Welle kommt. Es gibt jetzt aber über 700 Abgeordnete im Bundestag, die mit dem Wellenreiten von Angela Merkel Schluß machen sollten und sich wieder schützend vor ihre Bürger stellen müssen“, forderte er.

Auf die Frage, ob die Geldwertstabilität ihren Fürsprecher verloren habe, wenn nun Peter Altmaier (CDU) den bisherigen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ersetze, antwortete Gauweiler: „Vielleicht wird all das jetzt offenkundig. Franz Josef Strauß hat mir einmal gesagt: ‘Manche Sachen müssen zu Ende faulen, um eine Fehlentwicklung sichtbar zu machen.’“ Jetzt gehe es darum, daß das Parlament künftig nicht mehr alles nur noch abnicke, was die Regierung vorher beschlossen habe. (krk)

Die EU hat kein Problem mit einer FPÖ-Beteiligung an der Regierung in Österreich.

USA: Trump vor Erfolg bei Steuerreform

On December 20, 2017, in Endzeit, by admin

In den USA stehen die Zeichen auf eine Steuerreform, wenngleich mit einer weiteren Verzögerung.

Juncker: EU befindet sich nicht im Krieg mit Polen

On December 20, 2017, in Endzeit, by admin

Die EU will am Mittwoch harte Strafmaßnahmen gegen Polen diskutieren, aber nicht alle Brücken abbrechen.

Der russische Gaskonzern Gazprom wird 2018 hunderte Millionen Euro in das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 investieren.

Die Regierung Estlands steht kurz vor der Einführung einer staatlichen Kryptowährung.

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