BERLIN. Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) sprach als Veranstalter von 7.500 Teilnehmern. Das wären in etwa genauso viel wie im vergangenen Jahr als der Marsch für das Leben” mit einem Teilnehmerrekord endete.

„Wir stehen hier für 40 Millionen Kinder, die weltweit vor der Geburt sterben müssen”, erläuterte die neue BVL-Vorsitzende Alexandra Maria Linder das Ziel der Kundgebung. An dieser nahmen auch deutlich mehr ausländische Gäste teil als in den Jahren zuvor, darunter auch einige Dutzend Flüchtlinge.

Zu Flüchtlingen nicht schweigen

Deren Schicksal verknüpfte in seinem Grußwort der Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, mit dem Lebensschutz: „Als Christen werden wir uns nur dann glaubwürdig für den Schutz des Lebens am Anfang und am Ende einsetzen können, wenn wir zur gleichen Zeit zur Lebensgefährdung etwa in der Flüchtlingsfrage nicht schweigen.”

Auch der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehard Vetter, mahnte bei der Auftaktkundgebung vor dem Reichstag, das Recht auf Leben gelte nicht nur für Ungeborene und Menschen mit Behinderung, sondern auch für Menschen, „die hier Zuflucht suchen”. Autorin Birgit Kelle rief den Teilnehmern zu:  „Seien Sie gerne eine Provokation, gerade hier in den Straßen von Berlin, wo man viel über Vielfalt und Toleranz redet.”

Der daran anschließende, rund fünf Kilometer lange Marsch durch die Hauptstadt, verlief „überwiegend störungsfrei”, wie die Polizei auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT mitteilte. Mehrfach mußte der Zug jedoch anhalten, weil linksradikale Gegendemonstranten versuchten, die Lebensschützer am weitergehen zu hindern. Aus den Reihen der Gegendemonstranten habe es laut Polizei „die ein oder andere Festnahme” gegeben.  Die Kundgebung endete am späten Nachmittag mit einem Gottesdienst erneut vor dem Reichstag. (tb)

Linksextreme mischen sich unter Demonstranten und provozieren. Polizei ist sofort zur Stelle. #Marsch für das Leben pic.twitter.com/GNa3UTTcxV

— Lukas Steinwandter (@LSteinwandter) September 16, 2017

Die Washington Post Pest, das offizielle Mitteilungsblatt des amerikanischen Tiefenstaates, regt sich in einem Artikel darüber auf, warum noch keine russische Beeinflussung der bevorstehenden Bundestagswahl in Deutschland stattgefunden hat? Die Überschrift des Artikels lautet “As Germans prepare to vote, a mystery grows: Where are the Russians?” – “Während die Deutschen sich auf die Wahl vorbereiten, wächst ein Rätsel: Wo sind die Russen?”

Hans Pueschel: Der gekaperte Kandidat

On September 16, 2017, in Hans Pueschel, by admin

Der gekaperte Kandidat

Er hätte vielleicht der erste AFD-Bürgermeister Deutschlands werden können, der Schneider von Naumburg, und dazu nicht mal einen Flugversuch von den Türmen des Domes wagen müssen wie einst der Ulmer. Ja, wenn er eben die Tapferkeit eines Schneiderleins besäße, wie es sie noch zu Zeiten des Deutschen Reiches gab! So aber hat er seiner Partei öffentlich abgeschworen, sich ihr aber auch ganz gewiß nicht wieder zu nähern.


Immerhin hatten bei der letzten Landtagswahl die AFD-Kandidaten hier im Burgenlandkreis der CDU zwei von drei Direktmandaten abgenommen und wie hat’s man noch im Ohr: „Nichts ist unmöööglich!“ Genau DAS muß den Netzwerkern des tiefen demokratischen Staates wohl wie ein fürchterliches Menetekel in den schönsten Träumen des bestens honorierten Büroschlafs vor Augen gestanden haben. Und da das Schneiderlein nach zehnjähriger Bundeswehrzeit nunmehr in die niederen Amtsräume der Teucherner Stadtverwaltung umgesattelt hatte, führte man ihm sicher schleunigst und intensivst und noch eindringlicher vor Augen, wie das mit den Karrierechancen eines AFD-Mannes im öffentlichen Dienst so aussieht: Nämlich so ’was von trostlos! Dagegen wäre seine Zeit in Afghanistan wie ein Urlaub in den hängenden Gärten der Semiramis gewesen. Berufslebenslanges Abhängen im Beförderungsstau.


Das Dumme dabei: An seinen in der öffentlichen, hochnotpeinlichen Kandidatenvorstellung geschilderten Beitrittsgründen zur AFD hatte sich nullkommanichts geändert, also solche wie ewiger Krieg in Afghanistan, Asylantenflut und trübe Rentenaussichten für seine Generation. Das heißt für den kritischen Beobachter, daß sein plötzliches Umdenken oder Umfallen sehr zwingende oder/und verlockende Gründe gehabt haben muß, wenn es nicht nur einfache Wankelmütigkeit war.
Das frühere tapfere Schneiderlein hatte mit Mut und Mutterwitz größte Gefahren und Aufgaben bestanden und es bis zu Königstochter und -reich geschafft, man möchte fast sagen mit Zivilcourage, wenn dieser Begriff nicht so total demokratisch „versifft“ wäre.


Das heutige Schneiderlein dagegen hat nicht einmal die militärische Courage, zu seinen Überzeugungen zu stehen. Es muß irgendwie mit den jeweiligen Systemen zu tun haben, was für Menschen und Charaktere darin herangebildet werden.
Allerdings wird eine Prognose ziemlich sicher sein: Egal wie die Bürgermeisterwahl nun ausgeht – er liegt mit dem heimischen Matador gleichauf – dem modernen Schneiderlein wird ein erfolgreichen Weg im modernen demokratischen Wertesystem, sprich linken Netzwerk, sicher sein. Er ist wie geschaffen dafür, denn die bekehrten sind die treuesten Diener. Ob das gut ist für Stadt und Amt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Spatz: Bellende Hunde beißen vielleicht doch

On September 16, 2017, in Spatz, by admin

Bellende Hunde beißen vielleicht doch

 

Der Spatz im Gebälk

In einem Artikel, der Bundeskanzlerin Angela Merkel gewidmet ist, und zuvor prominent in der Inhaltsangabe heißt es im Focus 37/2017: „Sie hat zwar Angst vor Putins Hund, aber keine Angst vor dem Hund Putin.“ Das sollte ein ironischer Witz sein, entschuldigte sich das Magazin. Offensichtlich ist das „Russen Bashing“ bei den Offiziellen schon so „in“, dass derartige „Witze“ locker durchgehen.

„Wie der Herr, so’s Geschärr“, könnte man meinen. Denn in den USA verhält man sich seit der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama den Russen gegenüber ähnlich. Am 31.8. hatte das US-Außenministerium Russland aufgefordert, bis zum 2. 9. sein Generalkonsulat in San Francisco sowie eine Kanzlei in Washington DC und eine konsularische Abteilung in New York City zu schließen. Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli, hieß es. Dem ging einiges voraus. Drei Wochen vor seinem Ausscheiden aus dem Amt hatte Obama im Dezember 2016 35 russische Diplomaten ausweisen und Freizeitanlagen russischer Diplomaten in den USA schließen lassen. Moskau hatte damals von einer Reaktion in der Hoffnung auf bessere Beziehungen zu Washington unter Obamas Nachfolger Donald Trump abgesehen. Der diplomatische Besitz Russlands blieb aber auch unter dem neuen Präsidenten gesperrt. Der US-Kongress verhängte Ende Juli darüber hinaus provokativ weitreichende Sanktionen gegen Russland. Deshalb forderte Moskau von Washington, sein Botschaftspersonal in Russland zahlenmäßig dem russischen in den USA anzugleichen. In einer Pressemitteilung der US-Regierung wurde dieser Schritt der russischen Regierung als „eine unangebrachte und für die Beziehungen schädliche Aktion“ bezeichnet. Dem folgten dann die Schließungen vom 2. 9. Der russische Außenminister Sergej Lawrow verurteilte die Beschlagnahme der diplomatischen Einrichtungen als Völkerrechtsbruch und kündigte an, Russland werde vor Gericht gehen. Der inzwischen bemühte Rechtsanwalt Maxim Kuljkow räumte den Russen aber kaum Chancen vor Gericht ein, denn das US-Außenministerium habe das Eigentum nicht weggenommen, sondern nach dem Foreign Missions Act (nur) den konsularischen Status und die diplomatische Immunität aufgehoben. Die russische Seite könne weiterhin über ihr Vermögen verfügen und es beispielsweise verkaufen. US-Außenminister Rex Tillerson habe Sergej Lawrow empfohlen, das Gebäude für 50 Millionen US-Dollar zu verkaufen. Laut TV-Sender CBS habe das Umweltamt von San Francisco bekannt gegeben, im Generalkonsulat sei gegen Umweltgesetze verstoßen worden. Die Untersuchung werde einige Wochen oder Monate dauern. Danach werde die Höhe der Geldstrafe (vielleicht die 50 Mio $) festgelegt werden. „Wenn Russlands Missionen zum üblichen diplomatischen Eigentum zählen, sind sie gemäß dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen (WÜD), das von den USA unterzeichnet wurde, unantastbar“, schrieb dazu der Wikileaks Chef Julian Assange auf Twitter.

In einem Bericht, den der UN-Sonderberichterstatter, Idriss Jazairy, über den negativen Einfluss einseitiger Zwangsmaßnahmen auf die Umsetzung der Menschenrechte nach seiner Reise durch Russland der 36. Sitzung des UN-Rats für Menschenrechte in Genf vorlegte (http://www.ohchr.org/EN/Issues/UCM/Pages/IdrissJazairy.aspx), heißt es: Die Sanktionen gegen Russland kosten der Wirtschaft der EU 3,2 Milliarden Dollar im Monat, und der Schaden für Russlands Wirtschaft werde für die Dauer von drei Jahren auf insgesamt 55 Milliarden Dollar geschätzt. „In der EU und Russland können die Sanktionen zu Wirtschaftsverlusten in Höhe von insgesamt 155 Milliarden Dollar geführt haben, ohne dabei einen eindeutig positiven Einfluss ausgeübt zu haben.“

Doch wo kommt es in der westlichen Politik noch auf „positive Effekte“ an? Nehmen wir nur den unsäglichen „Wahlkrampf“ in Deutschland. Allein am 10.9. veröffentlichte Die Welt dazu vier hervorgehobene Berichte: 1. „Ermittlungen gegen Gauland wegen Volksverhetzung“, 2. „Das wahre Gesicht der Alice Weidel“, 3. „CSU sieht bei Weidel „Reichsbürger-Ideologie“ und 4. „Alice Weidel zu E-Mail-Vorwurf“. Über das Wahlprogramm und die leider zunehmend neoliberalen Ziele der Partei oder ihre Erfolge erfährt der Leser dagegen nichts. Die Abwehr der AFD scheint das Wahlkampfthema der Saison zu sein, weil sich alle etablierten Parteien von ihr distanzieren müssen und ein ausschließlich tendenziöser und unseriöser Journalismus mit reißerischen Schlagzeilen dem dient.

Nicht nur der frühere BDI-Chef Hans-Olaf Henkel vermisst in dem Wahlkampf eine dringend nötige Diskussion über die Energiewende und die Euro- und Banken-Politik, oder darüber, ob Merkel und Schulz Vereinigten Staaten von Europa oder ein Europa souveräner Staaten anstreben. Auf die Frage, ob Schulz wirklich noch glaube, bei der Wahl am 24. September Bundeskanzler zu werden, antwortet Henkel: „Nein. Das hatte er, glaube ich, nie richtig vor. Ich habe das in Brüssel ja mitbekommen. Es begann alles damit, dass man ihm seinen Wunsch abgeschlagen hat, noch zweieinhalb Jahre Präsident des Europäischen Parlaments zu bleiben. Der Mann suchte einen Job.“ Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz „hat das EU-Parlament zunehmend als Bühne und als Sprungbrett für seine persönlichen Ambitionen genutzt und die demokratische Kontrollfunktion weitgehend ausgeschaltet“ sagt ausgerechnet Eric Bonse, der Brüssel-Korrespondent der taz am 14.9. in seinem Interview auf den linkssozialdemokratischen NachDenkSeiten, und aus eigener Beobachtung in Brüssel einiges Nachdenkenswürdige mehr.

Dieser Tage wird mit Unterstützung unserer demnächst neu zu wählenden Regierung wieder eine US-Truppe durch Deutschland zu Übungen im Grenzbereich zu Russland verlegt und zwar das 2nd Armored Brigade Combat Team (ABCT) der 1st Infantry Division. Es gilt, die militärische Kooperation mit den Streitkräften von sieben ost- und südosteuropäischen NATO-Staaten für Operationen gegen Russland zu trainieren. Der Transport des benötigten Kriegsgeräts – 2.500 Panzer, Haubitzen, gepanzerte Fahrzeuge und Container – wird zum Teil über Bremerhaven und die norddeutsche Ebene abgewickelt. Die Bundeswehr ist daran beteiligt. Inzwischen befindet sich die Bundesrepublik in einer bisher beispiellosen Aufrüstungsphase: Die Bundeswehr erhält erhebliche Mengen an neuem Militärgerät. Vorbereitet werden eine Personalaufstockung der Truppe, eine Vervielfachung der deutschen Kampf- und Transportpanzerbestände, die Neuanschaffung teurer Kriegsschiffe sowie die Vorbereitungen auf den Cyber- und Weltraumkrieg. Gleichzeitig drängt Berlin (wie Donald Trump forderte, aber auf eine andere Weise, als er dachte) auf die weitere Militarisierung der Europäischen Union. Sie fordert ein gemeinsames militärisches Hauptquartier, um die multinationalen Truppen zu vereinheitlichen und schlagkräftiger zu machen. Ob das alles wie die diplomatischen Reibereien nur dem „Erhalt des Friedens“ dienen soll, könnte man sich vor der Wahl auch fragen.

Im vergangenen Juli fand nach drei Jahren die parlamentarische Untersuchung, ob der US-Geheimdienst NSA deutsche Bürger massenweise abgehört, Wirtschaftsspionage betrieben und mit dem deutschen BND kooperiert habe, ihren Abschluss mit dem Resultat: Snowdens Behauptungen haben sich „nicht bestätigt“. Man habe ihn allerdings auch nicht selbst vernehmen können, weil Snowden als Bedingung für seine Aussagen Asyl in Deutschland gefordert habe. Den Bericht der Untersuchungskommission nannte Snowden kürzlich im Gespräch mit Der Spiegel eine Übung im „kreativen Schreiben“. Die deutsche Regierung habe, um allzu peinliche Enthüllungen zu vermeiden, statt nach dem Skandal das NSA- BND-Problem zu beseitigen, die Gesetze so weit gelockert, dass von einem Verstoß gegen sie kaum mehr die Rede sein konnte. Dabei kritisierte Snowden Deutschlands (trotz allem propagandistischen Maulheldentum) kriecherische Haltung gegenüber den USA: „Versprechen ans Weiße Haus haben für die Bundesregierung wohl Gesetzescharakter.“ Was seine Asyl-Forderung als Bedingung seiner Aussagen beträfe, so „ist das eine Lüge“ stellte Snowden klar. Wem von beiden Sie für glaubwürdiger halten, bleibt Ihnen überlassen.

Auch in dieser Frage handelt die Bundesregierung nicht allein. Auch die US-Regierung hat den Kongress aufgerufen, das Gesetz zur elektronischen Überwachung der Bevölkerung zu verlängern, das den Geheimdiensten erlaubt, die Programme der elektronischen Überwachung fortzusetzen. Eine entsprechende Aufforderung schickten der US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions und der Direktor der US-Geheimdienste, Daniel Coats an die US-Kongressabgeordneten und veröffentlichten den Text im Pressedienst des US-Justizministeriums. Die Gültigkeitsdauer des Gesetzes über die weitere Nutzung der Überwachungsprogramme im Netz läuft Ende 2017 ab. „Die Aufrechterhaltung dieser äußerst wichtigen Befugnisse ist von höchster gesetzgebenden Priorität für das Justizministerium und die Geheimdienstgemeinschaft“, heißt es in dem Schreiben. Die Überwachung soll Informationen natürlich nur über „internationale Terroristen“ und „im Netz tätige Personen und Strukturen, die Massenvernichtungswaffen verbreiten“ gewinnen. Dass sie dergleichen bisher nicht „gewonnen“, jedenfalls dadurch nie etwas zum Schutz gegen Anschläge beigetragen hat, wird an der Überwachung nicht gelegen haben. Außerdem arbeiten Geheimdienste, wie der Name sagt geheim, wer will sie wirklich überwachen – etwa ein Parlamentsausschuss.

Seit einiger Zeit wird um die Realisierung des zweiten Strangs der bereits vereinbarten Erdgasleitung Nord Stream gerungen. Sie soll die Versorgung Europas mit billigem Gas statt der angestrebten Lieferung teuren Flüssiggases aus den USA sicherstellen. Am 2.9. berichtete die dänische Zeitung „Politiken“, Kopenhagen habe einen Gesetzentwurf vorbereitet, der den Behörden des Landes ermöglichen soll, den Antrag der Nord Stream 2 AG zur Verlegung der Pipeline am Meeresgrund der Ostsee abzulehnen. Die EU hat ähnliche Verbote in Vorbereitung. Die US-Ratingagentur Moody’s hatte Anfang August mitgeteilt, dass die Bauarbeiten für die Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream wegen der neuen antirussischen US-Sanktionen hinausgezögert werden könnten. Merkel verteidigt zwar noch den Bau und möglicherweise sogar den Betrieb der Leitung (beides ist nicht selbstverständlich, siehe KKW Kalkar, das MOX-Werk in Hanau und ähnliche Teilbewilligungen zum größtmöglichen  finanziellen Schaden des Landes). Aber – wie Snowden vermutet – „Versprechen ans Weiße Haus haben für die Bundesregierung wohl Gesetzescharakter.“

Statt des verhinderten Flüssiggas-Absatzes droht dem US-Establishment eine wirkliche Gefahr anderswo her. China soll sich vorbereitet, in Yuan notierte Rohöl-Futures aufzulegen, die jederzeit in Gold einlösbar sein sollen. Damit wird anderen Ländern ermöglicht, beim Kauf von Rohöl den US-Dollar zu umgehen. Seit dem Jom Kippur Krieg 1973 stimmten die internationalen „Öl-Scheichs“ bekanntlich zu, Öl nur noch gegen Dollar zu verkaufen. Jeder der außerhalb der USA Rohöl kaufen wollte, musste zuvor Dollar erwerben. Der sogenannte Petrodollar rettete schon damals den viel zu häufig „gedruckten“ Papierdollar. Der weltweite Ölhandel hatte bisher dafür gesorgt, dass der Dollar trotz der enormen Verschuldung der USA stark geblieben ist. Ohne dieses „Monopol“ verliert der „Petro-Dollar“ an Bedeutung. Die Auslandsverschuldung der USA in Höhe von 6 Billionen Dollar sowie ihr Handelsbilanzdefizit von zuletzt über 480 Mrd. Dollar im Jahr 2016 dürften den Dollar dann bald sehr weich spülen. Ob der Yuan allerdings eine wichtige Rolle beim globalen Ölhandel einnehmen kann, bleibt – wie so vieles, was sich diesbezüglich gerade zusammenbraut – abzuwarten.

Schließlich bleibt den USA noch der Waffenhandel. Nach Angaben des „Stockholm International Peace Research Institute“ (SIPRI) wächst der internationale Waffenhandel seit 2001 unaufhörlich. Die Vereinigten Staaten liegen bei diesem Geschäft mit großem Abstand vorne. Ihr Anteil am globalen Waffenmarkt soll zwischen 2011 und 2015 von 29 auf 33 Prozent gestiegen sein. Nach eigenen Angaben verkauften die USA im Jahr 2015 Waffen im Wert von 47 Milliarden Dollar an andere Länder, das waren 15 Milliarden mehr ist als im Jahr davor. Wenn der Absatz stagniert, wirk ein kleiner Krieg Wunder.

Ob bei den Zahlen die Waffenlieferungen an Terroristen wie den IS und seine Verbündeten in Syrien mitgezählt wurden? Laut Huffingtonpost vom 13.9. war/ist auch der US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz eine wichtige Nachschublinie für syrische und neuerdings kurdische Rebellen. Das US-Militär lieferte laut gemeinsamen Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ sowie der Journalistennetzwerke OCCRP und BIRN mindestens bis Ende 2016 Waffen und Munition aus Osteuropa nach Syrien. Zwar wurde ein CIA-Programm zur Unterstützung der Gegner von Präsident Baschar al-Assad offiziell eingestellt, doch werden diverse Gruppen weiter versorgt. Ramstein stand schon öfter im Mittelpunkt fragwürdiger US-Aktivitäten. Über Ramstein lief die Verfrachtung von mutmaßlichen Islamisten in geheime Folter-Gefängnisse. Von hier aus werden die illegalen Drohnen-Morde an mutmaßlichen Terroristen (ohne Gerichtsurteil) durchgeführt, berichtete die Hoffingtonpost schon am 17.4.2015. Die Bundesregierung scheint das nicht zu kümmern, denn darüber hat sie, wie in solchen Fällen üblich, „keine Kenntnisse“.

Schon vor über 10 Jahren habe ich geschrieben, die Abkürzung ZDF steht für “Zensiertes Deutsches Fernsehen” und habe ihren Werbespruch in “mit dem Zweiten luegt man besser” abgewandelt. Mittlerweile haben sich die Mainzelmännchen total gesteigert und sind zu einem 100-prozentigen Propagandaorgan des herrschenden kriminellen Systems geworden. Goebbels wäre stolz auf sie, denn sie sind so weit von ausgewogenem und korrekten Journalismus entfernt, wie die Distanz der Erde zur nächsten Galaxie, nämlich Millionen von Lichtjahre!

Beweis gefällig? Die angebliche “live” Sendung des ZDF vom Donnerstagabend, “Klartext – Frau Merkel”, Bürger fragen die Kanzlerbrunzerin, war ein komplettes einstudiertes FAKE!!! Schaut euch die “screen-shots” der Sendung an:

Sind so kleine Hände

On September 16, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Oh nein, man kann nicht behaupten, wir würden nicht über Abtreibung sprechen in Deutschland. Da war doch dieses große, mediale Entsetzen im Frühjahr, als es ein Oberarzt aus dem niedersächsischen Dannenberg wagte, in seiner gynäkologischen Abteilung die Tötung im Mutterleib zu verweigern. Natürlich mußte das geahndet werden.

Solche Alleingänge gegen die Gewöhnung an das Töten sind eine Provokation. Und so mußte die Gesundheitsministerin drohen, der Klinik öffentliche Gelder zu streichen, die Frauenbeauftragte ihrer Empörung Luft machen, daß die krankenkassenärztliche Dienstleistung „Vorgeburtliche Kindstötung“ hier nicht mehr angeboten wird, obwohl das doch neuerdings ein „Frauenrecht“ sein soll. „Pro Choice“ nennt sich die weltweite Bewegung zur Legalisierung von Abtreibung.

Wahlfreiheit für Frauen. Nicht nur für ein Recht auf Krippenplatz und Karriere, sondern auch ein Recht auf Tötung des eigenen Kindes. Was für eine Errungenschaft. Und deswegen ist jetzt endlich wieder tödliches Schweigen eingekehrt in der Debatte um Abtreibung in Deutschland, nachdem der Oberarzt entlassen und der Klinikchef freigestellt wurde.

Blanker Zynismus

Selbst schuld. Sie hätten doch wissen müssen, daß man sich nicht ungestraft einem System widersetzt, das nun bereits seit Jahrzehnten jährlich rund 100.000 Kindern das Leben raubt. Ein System, das über fünf Millionen registrierte Abtreibungen ermöglicht hat. Fünf Millionen Kinder, die nicht leben durften in einem der reichsten Länder der Erde. Fünf Millionen Mütter, denen wir lieber die Abtreibung bezahlen als ein Leben mit Kind.

Wo sind sie alle, die Schützer von Kinderrechten? Die Wahlkämpfe führen mit dem Slogan, man wolle doch „kein Kind zurücklassen“. Die Kinderrechte sollen in die Verfassung. Alle Parteien des Bundestages haben dies in ihren Programmen stehen. Was sollen das für „Kinderrechte“ sein, die im Kleingedruckten leider nur für jene gelten, die es erst mal lebend aus dem Bauch ihrer Mütter geschafft haben müssen. Es ist blanker Zynismus, wenn wir Kindern zwar das Recht auf Bildung und neuerdings gar ein Recht auf Sexualität zugestehen, nicht aber das Recht auf Leben.

Wo sind sie alle, die doch sonst nicht zögern, mit großem Herzen und viel Engagement ihre Hilfsbereitschaft für die Armen und Schwachen zu beweisen? Wo sind sie, die aufstehen und die Rechte jener verteidigen, die noch keine Stimme haben, keine Gesichter, keine Fußabdrücke an den Stränden Europas, sondern nur den Funken des Lebens, der überspringen will in unsere Herzen?

„Recht auf Abtreibung“

Es gibt nur noch einzelne Politiker, die sich den Schutz des ungeborenen Lebens auf die Fahnen ihres politischen Handels geschrieben haben. Denn alle wissen: Dannenberg kann überall sein. Sag die Wahrheit, und wir erledigen dich. Nicht einmal die großen Kirchen in Deutschland sind vernehmbar um das Thema bemüht. Die evangelische? Zu beschäftigt mit wirklich wichtiger Gender-Theologie. Die katholische? Ständig auf der Suche nach moralischen Win-win-Situationen.

Und die Vertreter des Islams? Nur dann auf Knopfdruck empört, wenn ein Prophet beleidigt wird. Es ist schlicht kein Thema, mit dem noch jemand in den Krieg ziehen will. Und schon gar nicht in den Wahlkampf. Gerne nutzt zwar auch die CDU in ihren Wahlkampfspots Bilder von freischwimmenden Kindern im Mutterbauch verbunden mit der Frage „In welchem Deutschland willst du leben?“ – vergißt aber anzufügen: falls du leben wirst.

Die Gewöhnung an das Töten hat vergessen lassen, daß wir über eine Straftat sprechen. Daß sie mit der Fristenlösung nicht bestraft wird, hat in feministischen Kreisen bloß den Übermut entfacht, man könne daraus für Frauen ein „Recht auf Abtreibung“ konstruieren. Faktisch haben sie ja sogar recht. Seit der Ausnahmefall zur Regel wurde, gelten inzwischen diejenigen als Fundamentalisten, Antifeministen und Hetzer, die das Lebensrecht ungeborener Kinder als unantastbar betrachten, während sich diejenigen aufs tolerant-moralisch hohe Roß schwingen, die ungeborenes Leben zu Zellhaufen degradieren.

Mitbetroffene, Mitwisser, Mitmacher, Mitleidende

Ein verschämtes Schweigen hat sich breitgemacht, denn zu viele sind längst Teil dieses tödlichen Systems. Wie viele Ärzte, Berater, Krankenschwestern sind beteiligt? Wie viele verdienen gar ihren Lebensunterhalt damit? Fünf Millionen Abtreibungen haben mindestens genauso viele Helfershelfer produziert. Mitbetroffene, Mitwisser, Mitmacher, Mitleidende.

Und doch gibt es immer noch diejenigen, die wagen, aufzustehen. Am Samstag werden sie wieder schweigend durch Berlin gehen. Ein Marsch für das Leben, wie er in vielen anderen Ländern der Erde stattfindet. Ein Marsch, der einst mit wenigen hundert Menschen begann. Ein Strom, der völlig gegen den Trend wächst und in diesem Jahr vermutlich über 7.000 in die Hauptstadt ziehen wird. Sie werden sich traditionell wieder anschreien, bespucken und beleidigen lassen von denjenigen, die als Gegendemonstranten erwartet werden.

Bevor die linksradikale Plattform „Linksunten.Indymedia“ verboten wurde, organisierte der radikale Mob jedes Jahr dort offen einsehbar den gewaltsamen Protest gegen friedliche Demonstranten, die für den Wert jedes Menschen einstehen wollen. Die Leitmedien, die sonst nicht müde werden, jeden versprengten Haufen von Greenpeace oder regenbogenfarbenen Vielfaltsaktivisten in den Hauptnachrichten zu bedenken, ignorierten traditionell eine der größten Demos, die jährlich in Berlin stattfindet: nicht „Pro Choice“, sondern „Pro Life“.

Nur nicht das tödliche Schweigen brechen. Obwohl, das ZDF sandte zumindest die Kameras einer Satire-Sendung, um die öffentlich-rechtliche Grundversorgung abzudecken. Jährlich 100.000 getötete Kinder. Ja, was für ein Heidenspaß.

JF 38/17

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Das ZDF hat eine Frau aus der Merkel-Show ausgeladen, die ihren Vater beim Anschlag auf dem Breitscheidplatz verloren haben soll. Die Frau wollte eine Frage an Merkel richten. Das ZDF liefert eine Erklärung.

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Ein Einbruch bei Aktien wäre aktuell gravierend, weil die Kurse sehr hoch sind – und daher auch die Verluste entsprechend ausfallen würden.

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