Seit dem Terrorangriff von Las Ramblas in Barcelona am Donnerstag wird ein 7-jähriger britischer Bub vermisst. Jetzt haben die spanischen Behörden mitgeteilt, sie suchen ihn nicht mehr. Der Grund, eine Leiche die sie haben könnte der Junge sein. Sie warten jetzt auf eine formelle Identifikation.

Die Bedrohung ist hausgemacht

On August 20, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Der Anschlag von Barcelona hat „die Menschheit“ nicht erschüttert oder tief getroffen oder in Trauer versetzt, auch wenn das landauf, landab behauptet wird. Vielmehr ist man rasch zur Tagesordnung übergegangen. Auch vor Ort. Die Ramblas sind wieder gut besucht, der eine oder andere zündet eine Kerze an, legt Blumen nieder, hält für einen Moment inne. Aber das war es. Die Kommentatoren loben die Gelassenheit der Katalanen, und die Menge skandiert „Wir haben keine Angst!“.

Das ist das eigentlich beunruhigende, hier wie zuvor in Berlin, in London, in Nizza, in Paris. Das Tempo, in dem die Menschen gelernt haben, einen ritualisierten Ablauf zu entwickeln, den Schrecken zu integrieren, zu verdrängen, sich beruhigen lassen. Denn was als Besonnenheit gelobt wird, kann man auch als Abstumpfung kritisieren, als Fatalismus in der Maske der Überlegenheit, eine Entsprechung zum Mantra der Politiker, die immer wieder erklären, es könne keine hundertprozentige Sicherheit geben.

Verantwortlich sei die Polizei, nicht die Politik

Volker Zastrow hat in seinem Leitartikel für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zu Recht darauf hingewiesen, daß nie jemand hundertprozentige Sicherheit verlangt habe. Was man erwarte, sei nur, daß das Notwendige getan werde, um Anschläge zu verhindern. Irritierenderweise hält er aber nicht die politische Spitze, sondern die Polizei für verantwortlich, wenn das nicht geschieht. Die Beamten scheiterten an Lösungen, deren Machbarkeit für einen Journalisten wie ihn offensichtlich seien.

Man habe es mit pensionsberechtigten Faulpelzen oder Nichtskönnern zu tun. Dann folgt noch ein Lob für Innenminister de Maizière, der die Bekämpfung des Terrors zur gesamtgesellschaftlichen „Querschnittaufgabe“ machen will. Und zuletzt kommt die alles klärende Feststellung: „Politische Probleme sind immer komplex. Sie haben vielerlei Ebenen: politische, ökonomische, soziale, geographische. Man muß ihnen auf jeder angemessen begegnen. Natürlich kann man den Islamismus nicht in Wuppertal besiegen – aber alles Menschenmögliche tun, um ein Straßenfest zu schützen, das geht schon.“

Verstellter Blick auf die Lage

Die Sätze sind für sich genommen belanglos. Aber man sollte einen Moment innehalten bei der Formulierung „Natürlich kann man den Islamismus nicht in Wuppertal besiegen“. Denn das, was da steht, ist entlarvend. Es läßt erkennen, wie das Manöver läuft, das immer wieder den klaren Blick auf unsere Lage verstellt. Zastrow muß das wissen. Jahrgang 1958, hat er selbstverständlich noch eine Erinnerung an Zeiten, als Wuppertal einfach eine deutsche Stadt im Westen war, deren Glaubensprägung aus der Tradition der evangelischen Erweckungsbewegung herrührte.

Heute ist davon kaum mehr geblieben als eine gewisse Restmenge, und innerhalb einer Generation wurde das ethnische wie ethische Vakuum aufgefüllt durch fremde Menschen und eine fremde Religion. Daß das keine Belanglosigkeit ist, merkt man, wenn heute jemand die Begriffe Glaubensstrenge und Wuppertal zusammenbringt. Dann geht es keinesfalls um pietistische Frömmigkeit, sondern um Salafisten und eine „Scharia-Polizei“, die durch die Straßen streift und Passanten bedroht. Unstrittig ist die Gefährlichkeit des einen wie des anderen, weil hier der Nährboden für jene entsteht, die zu tun bereit sind, was in Barcelona getan wurde. Wuppertal ist eine Chiffre für die Latenz der Bedrohung.

Der Preis der „offenen Gesellschaft“ 

Die ist „hausgemacht“. Hausgemacht insofern, als es die Verantwortungslosigkeit oder Schwäche der Politiker, die Feigheit und die ideologische Verblendung der Meinungsmacher und die Trägheit der schweigenden Mehrheit waren, die uns soweit geführt haben. Daran nicht zu rühren, gehört zum Konsens der tonangebenden Kreise. Denn sie wissen, daß dessen Bruch zwingen würde, nicht mehr irgendwelche Sicherheitsaspekte und Integrationsprobleme oder soziale Schwierigkeiten zu diskutieren, sondern die Frage nach dem Preis der „offenen Gesellschaft“ zu stellen.

Es würde deren utopischer Charakter enthüllt und gleichzeitig deutlich, welche ungeheuren Risiken diejenigen uns aufgeladen haben, die in den vergangenen Jahrzehnten als Parteigänger von Globalisierung, Zuwanderung, Liberalisierung auftraten, jede Opposition mundtot machten und ihr Erziehungsregime errichteten.

Wahlempfehlung: Diese Landesverräter und Schwachsinnigen bitte nicht wählen!

Vielfalt erzwingen

On August 20, 2017, in Junge Freiheit, by admin

In Klasse 13 wurde unser Politik-Leistungskurs von einem linksliberalen Lehrer beschult, wie man ihn aus dem Bilderbuch von Habermas nicht besser herausschneiden und in die badische Provinz hätte setzen können. Im mutigen Widerstand hatte er sich standhaft geweigert, an der Volkszählung teilzunehmen, er wählte links, und vielleicht umarmte er auch Bäume.

Ich mochte ihn. Herr Braun pflegte nicht nur den subversiven Aufstand gegen den Staat, sondern auch Umgang in einem exklusiven Verein mit wenig gendergerechter Satzung: Mitglied wurden nur Herren, und unter Umgehung demokratischer Strukturen und  zur Pflege des eigenen Egos waren alle Mitglieder gleichzeitig zu Präsidenten ernannt.

Rechtsstreit um Freimaurer-Mitgliedschaft

Aus moderner, feministischer Sicht also ein Club alter, weißer, heterosexueller Herren. Wir wollen ihm zugute halten, daß damals noch niemand das Wort „Gender“ kannte. Unwissen schützt aber bekanntlich vor Strafe nicht! Der erlauchte Club der lebenden Diskutanten hatte nur einen Zweck: den gepflegten Disput älterer Herren, wo man etwa der  Frage nachging, ob der Nachname „Braun“ unter politischen Gesichtspunkten abzulehnen oder nicht zumindest hochgradig peinlich sei.

Nach neuer Gesetzgebung sind aber selbst linksliberale Vereine wie der seine neuerdings auf dem politisch korrekten Index, weil Mädchen nicht mitspielen dürfen. Das geht nicht im Land der immerstrahlenden Regenbögen. Nicht nur der Männerdisput, sondern auch jeder Männergesangsverein, jeder Schützenverband, jeder Frauenkegelclub und auch der Kaninchenzüchterverein für rothaarige Jungfrauen e.V.  wäre, sollte er existieren, von einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofes betroffen.

Am Beispiel einer Klägerin, die sich bei den Freimaurern erfolglos um Mitgliedschaft bewarb, entschied das Gericht exemplarisch, daß Vereinen, die via Satzung ein Geschlecht ausschließen, die steuerlichen Vorteile und auch die Gemeinnützigkeit entzogen werden können. Mein eigener Verein, dessen Vorsitz ich halte, ist ebenfalls betroffen.

Lenke die Geldströme und du erziehst das Volk

Birgit Kelle: „Muttertier“. Jetzt im JF-Buchdienst bestellen

Wir nehmen von Männern nur Spendengeld, lassen sie aber böswilligerweise ante portas. Gender-queer-feministisch sicher eine Medaille wert, juristisch jetzt auf dem Index. Natürlich kann auch ein Gericht einen Verein nicht zwingen, ein anderes Geschlecht aufzunehmen. Es über finanziellen Druck indirekt zu erzwingen, ist jedoch viel einfacher und effizienter, denn es tut mehr weh.

Drohende Existenzvernichtung funktioniert nicht nur bei Einzelpersonen, sondern auch bei Institutionen. Für nicht wenige Vereine würde es das finanzielle Aus bedeuten, wenn neuerdings Steuern zu zahlen wären oder Großspender abspringen, weil sie nicht einmal mehr eine Spendenquittung für ihre Wohltaten bekommen. Für viele käme der Entzug der Gemeinnützigkeit zudem einer Rufschädigung nahe, ist es doch auch eine Frage der Reputation und ein Ausweis von Seriosität, wenn man Gemeinnützigkeit vorweisen kann. Lenke die Geldströme und du erziehst das Volk.

Die weitreichende Konsequenz des Urteils ist dem Gericht klar. Ob es im Sinne des Volkes gesprochen ist, daß sich nur geschlechtersensible Vereine noch als dem Wohl des Volkes dienlich erweisen, darf hingegen stark angezweifelt werden. Das Urteil ist vielmehr ein weiterer Baustein beim Umbau unserer Gesellschaft zu einem geschlechtslosen Gebilde, bei dem jeder Widerstand egal auf welcher Ebene im Keim erstickt werden soll.

Jeder Gender-Kritiker ein Nazi

Die Methoden mögen sich unterscheiden, die Gesinnung bleibt die gleiche. Die einen arbeiten mit Internet-Prangern, die anderen mit Musterklagen. Das deutsche Vereinswesen lag aus Genderperspektive als politisches Feld bisher noch brach. Linke haben die Verwaltung mit Genderbeauftragten geschwemmt, die Universitäten unterwandert, die Politik infiziert und die Schulen infiltriert. Die ersten Redaktionen schreiben brav mit Gender*Star, Ämter üben sich im genderflexiblen Formulieren, nur die Trachten- und Schützenvereine spurten noch nicht.

Und während auf EU-Ebene Bemühungen am Werk sind, Kritik an Gender-Feminismus unter Strafe zu stellen, indem man „Antifeminismus“ zwar nicht definiert, dafür aber mit Rassismus und Rechtsextremismus auf eine Stufe stellt, erfreut uns gerade die Fraktion der Linken im Bundestag mit einer kleinen Anfrage an die Regierung, die ins gleiche Horn bläst. Die Partei möchte wissen, ob der Regierung bekannt sei, wer denn – auch gern namentlich – die Kritiker der überaus wichtigen Geschlechterforschung in Deutschland sind und wie das auch mit dem Erstarken des Rechtspopulismus zusammenhängt. Jeder Gender-Kritiker ein Nazi, oder muß man jetzt Nazist*In sagen?

Wen wundert da noch die Entlassung eines Google-Mitarbeiters vergangene Woche? Schließlich hatte er gewagt, in einem Beitrag mit wissenschaftlicher Untermauerung darüber nachzudenken, ob die Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Bereichen weniger eine Frage von Diskriminierung, sondern eher mit unterschiedlichen Vorlieben von Männern und Frauen zusammen hängt.

Er hat somit genau das getan, was nach Ansicht der Fraktion der Linken und auch der Inhaberinnen der Steuergeldschleudern, auch Gender-Lehrstühle genannt, nun wirklich gar nicht geht: Er hat die falschen Thesen aufgesetzt und die falschen Fragen gestellt. Dabei sollte er doch besser wissen, daß Genderfragen nicht erforscht, sondern nur bestätigt werden. Immer. Ausnahmslos. Entlasse einen, erziehe Tausende.

JF 34/17

Die drei Religionen rücken bei den Terroranschlägen von Barcelona und Cambrils jetzt in den Mittelpunkt, die 14 Tote und über 100 Verletzte gefordert haben. Ein Imam war der spirituelle Anführer der Terroristen und wahrscheinlich Anstifter der Angriffe. Die Absicht war, mehrere Attacken in Barcelona und Umgebung mit Sprengstoff beladene Lieferwagen durchzuführen. Unter anderem sollte die christliche Kathedrale von Barcelona, die von Gaudi gebaute Sagrada Familia, in die Luft gesprengt werden.

Die Spannungen zwischen der Bundesregierung und der türkischen Regierung haben sich weiter verschärft.

In Boston haben tausende Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert.

Ein neues Protokoll von Microsoft ermöglicht den Einsatz der Blockchain-Technologie von Ethereum auch in großen Firmennetzwerken.

Der CDU-Politiker Spahn will in Restaurants auf Deutsch bedient werden. Das ist provinziell – und lenkt vom Versagen der deutschen Politiker ab: Es wäre ihre Pflicht, dafür zu sorgen, dass Dokumente der EU, der IWF oder der EZB grundsätzlich und vollständig in einer deutschen Fassung erstellt werden.

Frankreich will in Libyen seine Einflusssphäre ausweiten. Die Idee, Hotspots für Migranten einzurichten, ist nur vordergründig humanistisch motiviert.

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