GENERATION WICKELTISCHUNFALL

Hi Leute!

Ich bin´s, die Britt-Marie Lakämper, nennt mich einfach Britt. Ich bin jetzt 20 Jahre alt, aber beinahe hätte ich dieses Alter nicht erreicht. Als Säugling hat mich Mama nämlich versehentlich vom Wickeltisch gestoßen, und ich bin auf meinem kleinen Köpfchen hart auf dem Boden aufgeschlagen. Keine Sorge, nix weiter passiert – bis auf den Umstand, daß ich seitdem alles um mich herum mit der intellektuellen Schärfe einer besoffenen Eselin wahrnehme. Später hörte ich, daß das in meiner Generation vielen so widerfahren ist.

Schon immer habe ich gern geschrieben. Zunächst schrieb ich meinen Namen in mein Poesiealbum und dann … malte ich jede Menge Herzchen und die Gesichter von Harry Potter, Frodo Beutlin und Justin Bieber rein. Neulich als ich in der Unimensa saß und das Gesicht von Richard David Precht ins Album kritzelte, setzten sich ganz viele ekelhaft blasiert wirkende alte Männer an meinen Tisch. Einer von ihnen, der die Original-Locken-Perücke von Ludwig XIV. auf dem Schädel trug und sich am Jackenrevers ein Sticker mit dem Abbild einer potthäßlichen alten Kreatur von den GRÜNEN angesteckt hatte, stellte sich mir als der Chefredakteur des SPIEGELs vor. Zunächst klärte er mich darüber auf, daß sie jetzt auch alle in der Mensa essen müßten, weil ihr Käseblatt keinen richtigen Gewinn mehr abwerfe. Doch er hätte einen Blick in mein Poesiealbum riskiert und festgestellt, daß es das gleiche Niveau wie ihr Magazin habe. Ob ich nicht für ihren Ableger BENTO für solche Pipi-Mädchen wie mich und verschwulte Jungs etwas schreiben wolle. Als ich erfahren wollte, worüber, antwortete er „Na über Angela Merkel, damit sie die Wahl gewinnt, du taube Nuß!“ Inzwischen sei der SPIEGEL nämlich so klamm, daß er nur noch Hofberichterstattung für die Regierung betreibe, in der Hoffnung, daß er nach der Wahl wie die Öffentlich-Rechtlichen auf die eine oder andere Weise von Steuerkohle alimentiert werde. Ich nahm es als ein Kompliment und verfaßte daraufhin den Artikel „Ich bin „Generation Merkel“ – und das ist auch gut so!“ Hier ein paar Auszüge:

„Und natürlich prägt es mein Verhältnis zur Politik, dass ich nichts anderes kenne als Merkel. Deswegen finde ich es auch nicht schlimm so oder anders betitelt zu werden.

Schlimmer finde ich es, dafür verurteilt zu werden, dass sich die Mehrheit der Erstwähler Merkel wieder als Kanzlerin wünscht. (Welt)

Das wird der Generation Merkel – und somit auch mir – nämlich mal wieder zum Vorwurf gemacht. Von Journalisten jenseits der 50. Und vielen anderen in der Generation meiner Eltern.

Weil wir uns keine Veränderung wünschen, seien wir unpolitisch, gesättigt und hätten keine Haltung.“

Also ich bin nicht gerade die hellste Leuchte im Lampenladen, aber so doof bin ich nicht, daß ich nicht wüßte, was von mir erwartet wird. Das mit den „Journalisten jenseits der 50“, die mir wegen Merkel-Liebe irgendwelche Vorwürfe machen, habe ich natürlich glatt gelogen. Diese ollen Journalistendarsteller sind in Wahrheit vernarrt in diese größenwahnsinnige Frau, die ihnen all ihre grün-links versifften Wünsche so komplett erfüllt hat, daß die Irren-Sekte DIE GRÜNEN gar keine originären Themen mehr hat und in der Versenkung zu verschwinden droht. Der letzte Satz von wegen daß wir uns keine Veränderungen wünschen und hätten keine Haltung und so ist selbstverständlich auch ein Fake. Die Aussage soll ein Uns-geht´s-ja-noch-Gold-Deutschland aus alter Zeit assoziieren, wo alle Mercedes fahren und fette Blutwurst fressen. Wir haben sehr wohl eine Haltung, und die ist stramm links bis zum Faschismus, politisch korrekt bis zum Delirium und deutschfeindlich bis zum Volkstod. So wie wir es in der Schule gelernt haben.

„Und wer glaubt, Zufriedenheit sei ein anderes Wort für Politikverdrossenheit oder Gleichgültigkeit, der irrt sich. 

Meine Generation hat das außergewöhnliche Glück, in einer Phase des Friedens aufgewachsen zu sein. In einer stabilen Demokratie und mit einer Fülle an Möglichkeiten, die manchmal sogar überfordert.“

Ja, uns scheint vor lauter Zufriedenheit die Sonne aus dem Arsch. Und die Demokratie ist so betonhart stabil, daß es nun mehr zum Normalfall gehört, Andersdenke und alternative politische Gruppen unter dem Gejohle einer Pressemeute, deren Mitgliedern Joseph Goebbels allen einzeln einen Afterkuß verpaßt hätte, durch die Straßen zu jagen und ihrer wirtschaftlichen uns physischen Existent zu berauben. Diese „Fülle an Möglichkeiten“ überfordert uns und wir lachen uns eins. Dieses „außergewöhnliche Glück“, das Mama Merkel uns beschert hat, quilt uns schon derart saftig und reichlich aus allen Löchern, daß wir Maria Ladenburgers Beispiel folgend jedes einzelne Loch jeden Tag gerne jenen Dunkelmännern zur Verfügung stellen würden, die nicht solch ein außergewöhnliches Glück hatten – bis jetzt nicht. Ich bin schon ganz traurig, daß ich noch nicht dran war.

“ Sicherheit und stabile Verhältnisse sind etwas, nach dem viele Menschen streben.

Vielleicht ist die Generation Merkel eine Generation der neuen Spießer – so what? Für unsere Eltern mag es ein Schimpfwort gewesen sein. Für uns, eine Generation, die sehr wohl bemerkt, dass die Welt im Umbruch ist, klingt Stabilität eben eher verlockend.“

Gut, die Flasche Wodka, die neben meinem Laptop steht, ist gleich ganz leer. Und immer, wenn ich voll bin, fange ich an zu phantasieren und zu halluzinieren und was von Sicherheit und Stabilität zu lallen, obwohl das Einzige, was hier noch stabil aussieht, Ogundus Schwanz und Ahmets Messer unten auf der Straße sind. Für unsere Eltern haben solche Spießigkeiten ja keine Rolle gespielt, die sind immer mit einem Planwagen durch die Prärie gezogen und haben die Indianer bekämpft.

„Aber auch dafür steht Merkel: eine grundsätzliche ideologische Haltung überdenken können. Ergebnis davon sind beispielsweise die Energiewende und die Abstimmung über die Ehe für Alle.

Unter Merkel ist eine Generation in einem stabilen, sich trotzdem wandelnden Land aufgewachsen … Deshalb ist sie eine Symbolfigur für die Stabilität. „

Ich weiß, ich weiß, daß war jetzt ein „stabil“ zu viel. Aber mal ehrlich, ist durch die „Ehe für alle“ nicht alles besser geworden? Ich meine, der Strom ist dadurch dreimal so teuer als früher und klassische deutsche Landschaften sehen jetzt aus wie Industrieparks, ohne daß Öko-Dingens-mäßig etwas gewonnen wäre. Das ist doch schonmal was! Ach so, ich meinte natürlich die Energiewende. Nochmal: Ist es nicht schön, daß jetzt auch Gleichstrom und Wechselstrom auch heiraten dürfen? Das ist wie bei „Twilight“, da darf am Ende ja auch irgendso ein dahergelaufener Blutsauger Kristen Stewart ficken. Die Probleme Deutschlands bewegen sich auf dem gleichen Level.

„Deshalb, liebe Eltern und ältere Redakteure: Hört auf, euch so eitel für eure eigene Haltung auf die Schulter zu klopfen. Und macht es der Generation Merkel nicht zum Vorwurf, wenn wir CDU wählen.“

Nein, nein, nein, macht das nicht! Wir sind halt jung und total revolutionär und anarchistisch, wir wählen die Motherfucker von der CDU und diesen Freak in Matronengestalt wegen Stabilität und so, yeah! …

Aber halt, Moment mal – was ist denn das?! Was lese ich da gerade? Tut mir leid, ich muß mich erstmal abregen, komme gleich wieder …

… So jetzt bin ich wieder da. Also das ist doch wohl eine Unverschämtheit! Jetzt hat eine Alte namens Paulina Unfried, die in etwa mein Jahrgang ist, in der ZEIT zeitgleich und im fast selben Wortlaut unter der Überschrift „Eine für uns?“ auch eine Lobeshymne an die Raute des Grauens geschrieben.

Ich glaube, es hackt! Warum haben mir die Wichser vom SPIEGEL nicht gesagt, daß inzwischen im ganzen Land Horden von Wickeltisch-Unfallopfern dafür bezahlt werden, Lügengeschichten über ein untergehendes Land zu verbreiten, damit die greise apokalyptische Reiterin bei der nächsten Wahl wieder den Arsch hochkriegt?! Na wartet, die Verarsche kommt in mein Poesiealbum und wird für die Nachwelt festgehalten. Obwohl, etwas spricht ja schon mehr für mein Geschreibsel. Das photogeshopte Bild von der Horrorgestalt über meinem Artikel sieht wesentlich besser aus als die photogeshopten Bilder von ihr als bei meiner Konkurrentin. Fickt euch!

Kurz nach dem gewaltsamen Putsch in Kiew und nach dem Referendum auf der Krim habe ich die Meldung gebracht, “US Navy wollte Geheimbasis in Sewastopol errichten”. Die amerikanische Marine hatte bereits Millionen in Gebäude investiert, im vermeintlich sicheren Wissen, die Ukraine fällt ins amerikanische Imperium. Mit dem Anschluss der Krim an die Russische Föderation wurde diesem Plan, die russische Marine aus Sewastopol rauszuschmeissen damit die US Navy den Platz einnehmen kann, ein Strich durch die Rechnung gemacht. Aber die Kriegstreiber in Washington haben nicht ihre Absicht, im Schwarzen Meer Fuss zu fassen, aufgegeben. Am 7. August meldete die Webseite der US Navy, am 25. Juli erfolgte die Zeremonie des Spatenstich für eine Marinebasis und Kommandozentrale in Otschakiw. Ein weiterer Schritt zur Umzingelung und Provokation Russlands.

Spatz: Wahlen wählen

On August 12, 2017, in Spatz, by admin

Wahlen wählen

Der Spatz im Gebaelk

Im September wird bekanntlich die Regierung gewählt. Die Medien trommeln, um die Öffentlichkeit für die Bundestagswahl zu interessieren. Das Volk sieht dem demokratischen Großereignis eher gleichgültig entgegen, als ginge es um Nichts. Natürlich geht es dabei um die Leute, die die politischen Probleme lösen sollen, die uns alle unmittelbar berühren. Aber spielen die bei einer „demokratischen“ Wahl eine Rolle? Worum geht es?

Nur „ein“ Beispiel: 2016 hat die Deutsche Rentenversicherung einen Betrag von 288 Mrd. € ausgezahlt. Das waren annähernd 4 % mehr als im Vorjahr. Die Höhe der Rentenbeiträge liegt 1.1. 2015 bei 18,7 % des Einkommens. Zurzeit zahlen die Deutschen als Steuerzahler und nicht als Einkommensbezieher jährlich knapp 68 Mrd. € in die Rentenkasse. Das waren pro Kopf der 82,7 Millionen Bundesbürger (vom Baby bis zum Greis) 842 Euro. Die Tendenz steigt trotz der angeblich guten Situation am Arbeitsmarkt. Die Einnahmen der staatlichen Rentenversicherung haben sich von 1991 bis 2016 von 139 Milliarden Euro auf 280 Milliarden verdoppelt, die Zuschüsse der Steuerzahler von 25,8 Milliarden auf knapp 68 Milliarden Euro verdreifachten. Der gesamte Fehlbetrag seit der Wiedervereinigung, summiert sich auf 1,4 Billionen €. Die Bundesschulden sollen nach offiziellen Angaben bei etwa 2 Billionen € liegen. (http://www.focus.de/finanzen/ vom 3.8.) Hat der Staat die Steuerzahler hauptsächlich für die Rentenkassen verschuldet, um die Wähler bei Stange zu halten? Wenn Rentenniveau und Beitragssatz gleichbleiben sollen, müssten die Einzahlenden künftig bis zur Vollendung des 73. Lebensjahres arbeiten, errechnete eine „Studie“ des Instituts der Deutschen Wirtschaft (laut http://www.spiegel.de/wirtschaft vom 27.5.2016).

Aber! In Deutschland zahlen von den 82,7 Millionen Einwohner nur 27 Millionen netto in die Steuerkasse ein. Davon sind 12 Millionen Staatsbedienstete, die von den verbleibenden 15 Millionen Einkommensbeziehern mitversorgt werden müssen. Diese arbeiten zu einem Großteil in Wirtschaftsaktivitäten, die nur um der Beschäftigung willen geschaffen wurden und nicht – wie Energiewende und ein Großteil des ideologischen Umweltschutzes – der Versorgung und Zukunftssicherung der Menschen dienen. Hinzukommen noch Millionen Immigranten, die möglicherweise zu 80 % (genaue Anzahl unbekannt) keine nützliche Qualifikation aufweisen und, wenn sie nicht als Lohndrücker eingesetzt werden, auf Transferleistungen angewiesen sind. Wie wird die gewählte Regierung mit diesem Problem umgehen und was sagen die sich dafür bewerbenden Parteien und ihre Kandidaten dazu?

Vom Plakat der CDU leuchtet uns die bisherige Kanzlerin als nach Medienberichten aussichtsreichste Kandidatin verjüngt und aufgeschönt entgegen. Sie hatte nichts gegen das sich über die Jahre ihrer bisherigen Regierung verschärfende „Problem“ unternommen, sondern es durch Rente mit 63 und die ungesteuerte und wenig kontrollierte Zuwanderung angeblicher Syrienflüchtlingen aus dem gesamten Gebiet des Nahen Osten und Nordafrikas verschärft. Und ihre Lösungsversprechen auf dem Plakat? „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Was sie darunter versteht und wie sie es erreichen will, deutet sie nicht an. Es genügt in der „westlichen“ Demokratie, PR Agenturen zu bezahlen, die dem Wähler seine Wünsche vom Maul ablesen und möglichst verwaschen formuliert wieder entgegen zu halten. So auch: „Für eine starke Wirtschaft und sichere Arbeit“, „Für Sicherheit und Ordnung“ und „Für mehr Respekt vor Familien“. Sicherheit durch Einsparungen bei der Polizei. Respekt vor der Familie durch Fokus auf Sexpräferenzen mit „Ehe für Alle“.

Oder: „Arm trotz Arbeit: In Deutschland hat sich Erwerbsarmut seit 2004 verdoppelt – stärkster Anstieg unter 18 EU-Ländern. Immer mehr Menschen in Europa sind arm, obwohl sie arbeiten“ titelte die Presseerklärung zu einer WSI-„Studie“ vom 06.07.2017 (unter: https://www.boeckler.de/). Zum angeprangerten Missstand kommt es, weil Arbeitslose stärker unter Druck stehen, eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Datengrundlagen der jüngsten „Studie“ waren die Europäische Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) und Daten der OECD. Die Forscher zeigen einen Zusammenhang zwischen den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Regierung – wie niedrigere Lohnersatz- und Sozialleistungen, strengere Auflagen beim Bezug von Transferleistungen – und der Zunahme der Erwerbsarmut auf. Sie schlagen dagegen Ausgaben für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen wie Aus- und Weiterbildung vor: „Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass eine Kombination aus investiver aktiver und passiver Arbeitsmarktpolitik in Form von auskömmlichen Lohnersatz- und Transferleistungen der beste Weg ist, um Erwerbsarmut zu bekämpfen.“ Dergleichen verlangt mehr produktive Ideen als die altbewährten und immer leicht zu diktierenden Verbote und Drohungen. (Doch die Schaffung produktiver, einkommensstarker Arbeitsplätze obliegt systembedingt nicht der Kompetenz von Politikern, das besorgt „Der Markt“, der sich nicht an der vorhandenen Not, sondern an der zahlungsfähigen Nachfrage orientiert).

Was sagt die „Arbeiterpartei“ SPD dazu: „Dem Land der Dichter und Denker passt eine Politik, die in Ideen investiert.“ Aber wo waren die Ideen bisher in der GroKo? „Rente mit 63“ war eine typische, eine Wunschvorstellung. Oder: „Wer 100% leistet darf nicht weniger als 21% (von was, von der eigenen Leistung etwa??) verdienen“ oder zum Rentenproblem: „Damit die Rente nicht zu klein wird, wenn die Kinder groß sind,“ oder zum Familienproblem: „Unsere Familienpolitik ist genau so laut und fordernd“, nicht wie das Engagement der Partei für „die Ehe für alle“, sondern wie die fröhlich tobende Kinder auf dem Plakat. Ideen für politische Lösungsansätze vermisst, wer so etwas bei „politischen“ Bewerbern sucht. Man wirbt mit Wünschen nicht mit Lösungsvorschlägen. Die Grünen wissen „Nur wer Chancen bekommt (welche, von wem??), kann Chancen nutzen.“ oder „Von weniger Europa hat keiner mehr (von was??)“ etwa von Gender-Mainstreaming oder frühkindlicher Sex-Stimulierung. „Die Linke“ „fordert“, was irgendwelche Reiche ranschaffen und bezahlen sollen und verschweigt, wie das mit welchen Folgen durchzusetzen wäre. Ebenso die AFD, die keinen Islam und mehr deutsche Kinder haben will

Wenn man nach der Aufregung in der Öffentlichkeit und bei den Parteien geht, dann ist der Zulauf zu der populistischen „AFD“ gegenwärtig das Hauptproblem. Das mag ja sein. Die Aussage macht aus Konkurrenzgründen möglicherweise sogar Sinn, vor allem aber hinsichtlich der Ursachen. Der von der Regierungswerbung abweichende sogenannte „Populismus“ kommt nicht von Nirgendwo her, oder gar aus einer Vergangenheit, die eher abschreckend ist. Gewöhnlich verweisen „Soziologen“ beim zunächst vom Mainstream abweichenden „Populismus“ auf ein „Sich-abgehängt-fühlen“, auf „Abstiegsängste als Motivation“ und „die Wahrnehmung, dass die eigene Meinung keinen Einfluss hat.“ Sind solche Ängste nur unberechtigter populistischer Quatsch? Wenn nicht, dann wäre die AfD das Ergebnis der immer wieder öffentlich behaupteten „Alternativlosigkeit“ bestimmter politischer Entscheidungsträger und der in Kauf genommenen oder beabsichtigten Entsicherung der Arbeitswelt (zur Förderung der Bereitschaft „billige“ Arbeitsplätze hinzunehmen oder diese zu verbilligen, damit mehr Mittel für die notleidende Finanzwirtschaft und den ideologischen Umweltschutz (der reale ist erforderlich) verfügbar werden). Hermann G. Abmayr dokumentiert in seinem Film „Harte Arbeit schlechter Lohn – wie Menschen abgehängt werden“ am Beispiel von gut gestellten Firmen wie Daimler und Randstad, die Lage vieler arbeitender Menschen, denen es medien-amtlich „so gut geht, wie nie zuvor“.

Demokratische Wahlen sollten sich nach dem ideologischen Demokratieverständnis mit dem Politikversagen der bisherigen Regierenden befassen. Deren offensichtlichste Probleme sind neben Merkels Rechtsbruch im Zusammenhang mit der Immigranten-Welle: Die schwindende innere Sicherheit bei wachsender Einbruchs- und Terror-Gefahr, die Steuern und Abgaben, die in Deutschland weltrekordverdächtig hoch sind, die vergammelnde Infrastruktur, der immer teurere Sozialstaat, der den Bedürftigen immer weniger wirtschaftliche Absicherung bietet, die desolate Lage der Bundeswehr und der Polizei, die Bedrohung der Versammlungsfreiheit durch angeblich Links- oder Rechtsextremisten, (wobei die staatliche Unterstützung der Linksradikalen bekannt ist aber kaum kritisiert wird, die der Rechten bisher geschichts- und verschwörungs-theoretisch nur zu vermuten ist), die völlig verrückte und ineffektive „Energiewende“, die Enteignung der Sparer und Lohnempfänger durch Nullzinsen und politisch gewollte! Inflation, die regelwidrige Rettung von Pleitestaaten in der Euro-Zone und fehlspekulierender Großbanken. Das ist nur das gröbste Versagen der bisherigen Regierung einer Verwaltung, die nur im Detail exakt arbeitet.

Da gäbe es noch die Schere der Vermögensentwicklung in Deutschland. Kaum ein Deutscher ahnt, wie ungerecht die Verteilung wirklich ist, glaubt eine „Studie“ der Universität St. Gallen herausgefunden zu haben. Sie liegt nur dem Spiegel laut http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ vom 5.8. – wohl von ihm bezahlt – vor. Die „Studie“ wollte herausfinden, wie Bürgerinnen und Bürger die Verteilung des Vermögens hierzulande einschätzen und fragte dazu „repräsentative“ Gruppen. Das Ergebnis war vorhersehbar: Die Befragten unterschätzten dramatisch die Ungleichheit der Vermögensverteilung. Sie gingen durchschnittlich davon aus, dass das reichste Fünftel der Bevölkerung (Antworten gemittelt) 53 % des Nettovermögens besitzt, während es laut Statistischem Bundesamt bereits im Jahr 2013 74 % waren – mit stark steigender Tendenz. Beim ärmsten Fünftel verhielt es sich ähnlich. Die Befragten glaubten, dass die Armen zusammen über 13 % des Nettovermögens verfügen. Tatsächlich besitzen sie jedoch weniger als nichts, weil die Summe ihrer Schulden den Wert ihres Besitzes übersteigt. Natürlich weiß weder die „Studie“ noch der/die Bürger(in), infolge welcher Politik es zu dieser Verzerrung kam/kommt und worauf sie letztendlich hinausläuft, nämlich auf Bürgerkrieg oder Demenz. Werden deshalb in nicht so weiser Voraussicht statt, den Trend mit politischen Mittel zu überwinden, bereits radikale linke und rechte Gruppierungen, deren Kampf von den Drahtziehern hinter der Entwicklung ablenken soll, in Stellung gebracht?

Und nun zum Schluss: Laut angeblicher „Studien“ (die ich nur vom Hörensagen kenne, deren Ergebnis ich aus Erfahrung in meiner persönlichen Umwelt für möglich halte) glaubt gerade mal ein Bürger(in) von 25: Wahlen könnten die Richtung der Politik in starkem Maß bestimmen. Die übrige Mehrheit, also 96 %, vertritt dagegen die Meinung, durch Wahlen könne man nur wenig oder gar nichts bewegen. Zu diesen Erfahrungswerten haben alle bisherigen wahlbedingten „Wenden“ der Bundesregierungen beigetragen. Stattdessen werden die Meinungssteine des eigenen Unbehagens auf ein „undemokratisches“ Russland, China und „ganz aktuell“ Venezuela geworfen, das man (wie der Spatz) nur aus der von „fake news“ gereinigten, „anerkannten“ Medienberichterstattung kennt. Wie bequem! Trotzdem sollte man wählen, und wenn es nur eine der nicht aussichtsreichen „Roten Karten“ für die bisherigen politischen Pfründenverteidiger wäre. Wichtiger allerdings wären produktive „Einfälle“ und deren Umsetzung von weiterführenden, systemsprengenden Initiativen in Produktion, Verteilung und Bewusstmachung.

Hühner, Wölfe, Hyänen

On August 12, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Wer in Wahrnehmung seiner verfassungsmäßigen Rechte für die AfD kandidiert, Wahlkampf für sie macht, ihre Plakate aufhängt oder sich auf Versammlungen über ihr Programm informiert, der muß damit rechnen, umgehend ins Fadenkreuz einer organisierten Kriminalität zu geraten. Da werden Autos in Brand gesetzt, Häuserwände beschmiert, Fenster eingeschlagen, Privatadressen und Fotos ins Internet gestellt. Parteimitglieder werden überfallen und verprügelt, mitunter bis die Knochen brechen.

Familienmitglieder und Freunde wagen es nicht mehr, sich mit ihnen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ihre Kinder werden in der Schule gemobbt. Gastwirte werden von Autonomen und Lokalpolitikern unter Druck gesetzt, keine Räume an die Partei zu vermieten, andernfalls riskieren sie ihre wirtschaftliche Existenz. Das geschieht nicht zufällig, spontan und punktuell, sondern planvoll und flächendeckend.

Im März 2016 wurde eine weitere Kampagne, „Aufstehen gegen Rassismus“, eigens zu dem Zweck eröffnet, den Einzug der AfD in den Bundestag zu verhindern. Die Partei sei „eine Gefahr im Parlament, in den sozialen Netzwerken und auf der Straße“, heißt es auf der Internetseite. Verantwortlich ist laut Impressum die DKP-nahe „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“. Registriert wurde die Seite aber von der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos.

Physische und psychische Pression

Statt auf Argumente setzt auch dieses Bündnis auf physische und psychische Pression. Die „Aktionsanleitung“ sieht beispielsweise die Nötigung von Gaststättenbetreibern, die Störung von Versammlungen und die Blockade von Informationsständen vor. Zu den Unterzeichnern gehören Spitzenpolitiker der SPD, der Grünen, der Linkspartei, Kirchenvertreter, der Präsident des Zentralrats der Muslime, Politikwissenschaftler, Gewerkschaftsfunktionäre, der Chefredakteur des Neuen Deutschlands.

Im Juli 2017 hat „Aufstehen gegen Rassismus“ das „Band für Mut und Verständigung“ erhalten – eine Auszeichnung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, des Ministerpräsidenten Brandenburgs, der Integrationsbeauftragten und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Das Presseecho ist durchweg positiv.

Bedenken, daß der AfD durch die Machenschaften eine Opferrolle zukomme, zerstreuen die Verfasser der Anleitung mit einer simplen Logik. Zum einen werde es in diesem Konflikt ohnehin Opfer geben. Und hier sei nur eines entscheidend: „Entweder die AfD ist Opfer oder wir.“ Zum anderen könne man „stolz darauf sein, daß Rassist*innen und Nazis in diesem Land ‘Opfer’ von friedlichen Protesten, Blockaden und zivilem Ungehorsam werden“.

Privilegierte Situation des berechtigten Büttels

Die sich als Dezisionisten und wackere Bürgerkrieger gerierenden Mädels und Jungs sind politisierte Kinder der Bundesrepublik, denen offenbar die militanten Rotfrontkämpfer der Weimarer Zeit vor Augen stehen. Doch im Unterschied zu jenen kann man ihnen nicht einmal fehlgeleiteten Idealismus zugute halten, denn Idealismus hat mit verzehrender Leidenschaft, mit Bereitschaft zum persönlichen Risiko, zur Selbstausbeutung bis hin zur Selbstaufopferung zu tun. Rotfront stand die nicht minder militante SA gegenüber – und umgekehrt. Wer die Versammlung des jeweils andern überfiel, mußte damit rechnen, seinerseits zum Gejagten zu werden.

In dem Punkt ist die Berliner Republik der von Weimar einen Schritt voraus. Die sich heute auf Andersdenkende und deren Partei stürzen, sind keine Kämpfer, sondern karrieristische Mitläufer, die auf der Welle des millionenschweren, staatlich geschürten „Kampfes gegen Rechts“ surfen: dumm wie Hühner, blutrünstig wie Wölfe, feige-verschlagen wie Hyänen. Sie befinden sich in der privilegierten Situation des berechtigten Büttels – wie übrigens die Braunhemden nach der Machtergreifung 1933. Befürchten müssen sie nichts, denn der politisch-mediale Machtkomplex steht hinter ihnen.

Nützliche Einschüchterungsmacht

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner twitterte im Mai 2016, man müsse „Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren“. Die Frankfurter Allgemeine titelte im Juni 2017 reißerisch: „Wieviel NSDAP steckt in der AfD?“ Die Schlagzeile wurde durch den Artikel zwar nicht gedeckt und verdiente höchstens die Gegenfrage: „Wieviel Stürmer steckt in den FAZ-Köpfen?“, aber zur Stimmungsmache eignete sie sich vorzüglich.

Ende 2016 stellte die Staatsanwaltschaft Verden ein Verfahren gegen einen Jugendlichen ein, der AfD-Wahlplakate zerstört hatte. Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bestehe nicht, außerdem habe der Jugendliche „seine politische Meinung zum Ausdruck bringen wollen, so daß sein Verhalten unter dem Schutz des Artikel 5 Grundgesetz stehe“.

Trotzdem ist das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ in die Verfassungsschutzberichte von Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein geraten, offenbar  weil ihm die linksextremistische „Interventionistische Linke“ (IL) angehört, die auch an den Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg beteiligt war.

Während jeder Kontakt von AfD-Vertretern zu den „Identitären“, die trotz penibler Gewaltfreiheit im Fokus des Verfassungsschutzes stehen, die reflexhafte Forderung auslöst, die Partei ebenfalls unter Beobachtung zu stellen, sehen SPD- und Grünen-Politiker keinen Anlaß, der Kampagne ihre Unterstützung zu entziehen. Dafür ist ihnen ihre kriminelle Einschüchterungsmacht viel zu nützlich.

JF 33/17

Die US-Notenbank Federal Reserve zeigt wenig Ambitionen auf eine rasche weitere Anhebung der Zinsen.

Präsident Trump hält einen amerikanischen Militärschlag in Venezuela für eine Option zur Lösung der Krise.

Nordkorea stellt nach Ansicht von Beobachtern keine ernste militärische Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar.

Unbestätigten Berichten zufolge wünscht sich die saudische Regierung, dass der Teilbörsengang des staatlichen Ölkonzerns Aramco in New York stattfindet.

Die seit einem Jahr anhaltende Schwäche des Pfund hilft der britischen Wirtschaft nicht. Allein Spekulanten dürften davon profitiert haben.

C-Star: Rettung durch NGO vereitelt – Motor rennt wieder
Foto: Defend Europe

Es ist bezeichnend, in welch einen kollektiven Triumph die Mainstreammedien ausbrechen, wenn sie vom nächsten kleinen Hindernis am Weg der C-Star erfahren. Es wäre ein so schöner Treppenwitz der Geschichte geworden, doch leider haben sie sich zu früh am Schaden gefreut.

C-Star: Rettung vereitelt – Motor läuft wieder
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