Die Menschheit auf dem Weg zur Selbstvernichtung: Verminderte Zeugungsfähigkeit, Porno, Sexroboter

Die Menschheit auf dem Weg zur Selbstvernichtung: Verminderte Zeugungsfähigkeit, Porno, Sexroboter

Sexualität ist in der heutigen Gesellschaft an einem Punkt angekommen, an welchem es praktisch keine Tabus mehr gibt. Vorbei sind die Zeiten, in denen weitestgehend im stillen Kämmerlein miteinander verkehrt wurde und Kinder vor dem Thema abgeschirmt wurden. Heute ist Sex allgegenwärtig und Pornoseiten haben erregten Zulauf, sind sie doch im Netz frei verfügbar – Jugendschutz: Fehlanzeige und faktisch technisch unmöglich.

Dass sich die Gesellschaft in Bezug auf das Thema Sex erheblich gewandelt hat, zeigt insbesondere die enorm gestiegene Nachfrage nach fast lebensechten Sexrobotern. So werden beispielsweise in Kalifornien Sexpuppen entwickelt, über welche der Erschaffer sagt:

»Sie kann sich unterhalten, Witze erzählen und Shakespeare zitieren. Sie wird sich an Ihren Geburtstag erinnern, daran was Sie gerne essen und an die Namen Ihrer Geschwister. Sie kann sich über Musik unterhalten und auch über Spielfilme und Bücher. Und natürlich wird “Harmony“ Sex mit Ihnen haben, wann immer Sie es wollen.«

Betrachtet man die durchaus bedenklichen Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungslandschaft, wird allein die Verfügbarkeit eines solchen Roboters, welchen man sich zum Preis von $ 15.000 nach seinen individuellen persönlichen Vorlieben – optisch, intellektuell wie auch körperlich – zusammenstellen lassen kann, erhebliche Auswirkungen auf das Zusammenleben in unserer Gesellschaft haben.

Und die Entwicklung endet dort nicht. Der in Barcelona ansässige Cyborg-Entwickler Sergi Santos hat inzwischen einen Sexroboter im Angebot, welcher über Sensoren an verschiedenen Körperstellen “angemacht“ werden kann. Kein Scherz! Die Puppe reagiert verbal auf bestimmte Berührungen, wie Santos erläutert:

»Sie können die Hüften berühren, die Arme … sie mag es geküsst zu werden. Sie reagiert auf auf den G-Punkt und die Brüste. Sie kann auch an den Händen reagieren – Hände sind romantisch. Die Stellen, an denen sie sich sexuell gereizt wird, sind der Mund und der G-Punkt.«

Diese Roboter bestehen aus Silikon und fühlen sich “echt“ an, noch dazu “sprechen“ sie mit ihrem Liebhaber. Dies mag gar so weit gehen, dass so ein Sexroboter aufreizend angezogen und auf das Sofa gesetzt wird, falls Besuch kommen möchte – der Phantasie sind hier praktisch keine Grenzen gesetzt.

Ein Armutszeugnis für die Art und Weise, wie zwischenmenschliche Beziehungen heute gelebt werden, sind solche Gerätschaften allemal. Finde ich keine Partnerin, dann kaufe ich mir eben einen Roboter – ganz nach persönlichem Geschmack und optischer Vorliebe. Wofür brauche ich da noch eine lebendige Frau an meiner Seite?

Diese Entwicklung geht einher mit rückläufigen Spermienzahlen bei Männern, welche sich über die vergangenen 40 Jahre im Durchschnitt halbiert haben und selbst LeiDmedien, wie die britische BBC, befürchten das Aussterben der Menschheit. Ganz so weit wird es allerdings wohl nicht kommen, ist die Reproduktionsmedizin doch seit Jahren auf dem Vormarsch und gibt es inzwischen doch die “künstliche Gebärmutter“, auch wenn sie offiziellen Berichten nach noch nicht ganz ausgereift ist.

Dass das US-Gesundheitsministerium zudem offen verkündet, dass bereits im Jahr 2015, mit 110 Millionen Betroffenen, mehr als jeder Dritte US-Amerikaner an einer “sexuell übertragenen Krankheit“ litt, ist in diesem Zusammenhang gewiss nur eine Randnote. Allerdings ist diese Welt derart ver-rückt, dass diese Randnote womöglich der Agenda 21 auch noch zuträglich wirken könnte.

Die Pornoindustrie ist größer denn je, Masturbationsbedarf für Alleinstehende lässt sich per Sexroboter lösen (sie/er ist immer willig und gibt nicht einmal Widerworte), die Fortpflanzung des Menschen verlagert sich zunehmend in Richtung Reagenzglas und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Frau als Trägerin der leiblichen Frucht durch technische Entwicklungen hinfällig geworden ist.

Endzeit-Dekadenz. Es wird wirklich Zeit für den großen Kärcher.

Alles läuft nach Plan …

Damals im Dezember 2016 hat Obama zwei russische Anwesen in Maryland und New York schliessen lassen und 35 russische Diplomaten ausgewiesen, mit dem vorgegebenen Grund, Russland hätte sich in die Präsidentschaftswahl eingemischt. Beweise dafür gibt es bis heute keine. Die russische Regierung reagierte nicht darauf und sagte, sie warte ab, ob der neue Präsident Trump eine bessere Beziehung mit Russland eingehen würde.

Das folgende Foto zeigt wie Personal des US-Aussenministeriums am 29. Dezember 2016 den Zugang zum russischen Anwesen in Maryland blockieren. Es wurde für Erholungszwecke von russischen Diplomaten benutzt:

Erdoğan die Stirn bieten

On July 29, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Es handelt sich nicht nur um eine diplomatische Verstimmung. In der Türkei schließt sich ein Fenster – es ist das Fenster der Demokratie. Der hoffnungsvolle Weg, den der Staatsgründer Kemal Atatürk mit der Trennung von Religion und Staat vor fast einem Jahrhundert betreten hatte, wurde in wenigen Jahren unter Recep Tayyip Erdoğan zur Sackgasse. Seit dem mißglückten Putsch vor einem Jahr läuft das Rollback ungebremst.

Beispiele: Erdoğan selbst scheut sich nicht mehr, die Rückkehr in eine islamistische Republik mit Todesstrafe und Ein-Parteienherrschaft zu proklamieren. Bei öffentlichen Auftritten zeigt er unverhohlen das Zeichen der Muslimbrüder, die Rabaa, die Hand mit dem eingeknickten Daumen. Erdoğans Partei AKP hat es offiziell als eigenes Zeichen anerkannt. In öffentlichen Schulen wird wieder eine alte islamische Hymne in Arabisch gesungen, Atatürk langsam aus Schulen und Universitäten verdrängt, die Stundenzahl im Fach „Religiöse Kultur und Erziehungswerte“ wurde deutlich erhöht.

Istanbul und Ankara werden seit 1994 von Islamisten regiert

In den Schulplänen für das laufende Jahr 2017–2018 wird auch nicht mehr Evolution gelehrt, sondern das Konzept des Dschihad, des Heiligen Krieges. Die Evolutionslehre sei nicht relevant, meint Erziehungsminister İsmet Yılmaz und liefert die Begründung gleich mit: „Zum Unterricht für islamisches Recht gehört der Dschihad. Seine wirkliche Bedeutung heißt: Seine Nation lieben“.

Das hat nichts mit Patriotismus zu tun. Es geht um die islamische Nation, und die greift gemäß islamischem Recht weltweit aus. Anders ergibt die Yılmaz-Interpretation des Dschihad keinen Sinn. Aber das sind nur Meilensteine auf dem Weg der Türkei Erdoğans. Seit Jahren nimmt der Extremismus zu. Schon 2007 votierten zwei Drittel der Türken für die extremen Parteien, die Islamisten holten allein 48,9 Prozent. 1987 hatten sie mit sieben Prozent angefangen, seit 1994 werden die beiden größten Städte des Landes – Istanbul und Ankara – von einem islamistischen Bürgermeister regiert.

Mit Erdoğan hat die Türkei seit fast anderthalb Jahrzehnten einen islamistischen Regierungschef. Bekannt ist Erdoğans Spruch: „Die Demokratie ist nur ein Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Gläubigen unsere Soldaten.“ Man täusche sich nicht: Ziel ist ein Sultanat mit Scharia.

Von der kemalistischen Außenpolitik ist nichts mehr übrig

Das wirkt sich auch auf die Außenpolitik aus. Jetzt hat eine regierungsnahe Zeitung sogar Standorte amerikanischer und französischer Truppen im Kriegsgebiet Syrien veröffentlicht, einschließlich der Truppenstärke und anderer Details – ein Tabubruch in der Nato, der an Verrat grenzt. Washington ist verstimmt, Paris reibt sich die Augen, Berlin schweigt. Von den fünf Säulen kemalistischer Außenpolitik (Vorfahrt für das Nationalinteresse, keine imperialen Gelüste, Abwendung vom Orient, Hinwendung zum Westen, neutrales Verhalten bei regionalen oder globalen Konflikten) ist nichts mehr übrig.

Bei so vielen deutlichen Zeichen muß man sich fragen, worauf die EU-Kommission in Brüssel noch wartet, um die Verhandlungen für einen Beitritt der Türkei abzubrechen und dem größenwahnsinnigen Diktator die Stirn zu bieten. Natürlich, Erdoğan soll selbst die Gespräche abbrechen, damit die Schuld klar ist. Und klar, die Türkei ist ein Nato-Staat. Und selbstverständlich dräut die Flüchtlingsfrage im Hintergrund. Aber all das ist auch Material, um die Europäer und den Westen zu erpressen. Nur: Die Balkanroute ist dicht, als Verbündeter geriert sich der Diktator schon lange nicht mehr, siehe Incirlic und Konya.

Diktatoren verstehen nur die Sprache der Stärke. Das muß nicht gleich militärische Stärke sein, über die die EU ohnehin nicht verfügt. Eine weitere wirtschaftliche Talfahrt würde Erdoğan empfindlicher treffen als das hilflose Stammeln „peace in our time“ à la Daladier und Chamberlain. Dabei gibt es Optionen, auch im bilateralen Bereich. Man denke an die vielen deutsch-türkischen Joint-Ventures, die von deutschverbürgten Krediten leben.

Deutsche Exporte in die Türkei brechen ein

Man denke an die kostenlose Krankenversicherung von Angehörigen in der Türkei, inklusive Eltern, der in Deutschland legal lebenden und arbeitenden Türken. Diese haben, anders als deutsche Arbeitnehmer, die ihre Eltern nicht mitversichern können, Anspruch auf Leistungen aus der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung. Und das seit 1964. Dieses Privileg für türkische Arbeitnehmer könnte man abschaffen. So ließen sich bei der Durchforstung der deutsch-türkischen Beziehungen noch weitere Optionen finden, um Erdoğan die Grenzen seines Handelns aufzuzeigen.

Für wirtschaftliche Argumente ist Erdoğan durchaus empfänglich. Zum Beispiel der deutsch-türkische Handel: Das Handelsvolumen liegt bei 37 Milliarden Euro. Deutschland ist für die Türkei der wichtigste Handelspartner und nach den Niederlanden der zweitgrößte ausländische Investor. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres aber brachen die deutschen Ausfuhren in die Türkei um 9,5 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro ein, obwohl die deutschen Exporte weltweit deutlich anstiegen. Bei dieser Dynamik wird das Volumen Ende 2017 bei 25 Milliarden liegen.

Dasselbe gilt für den Tourismus. Die Deutschen wollen nicht mehr in die Türkei. Das liegt mehr an Erdoğan, weniger an der Sicherheitslage. Nun hat der Sultan die willkürliche Liste der 700 terrorverdächtigen deutschen Firmen zurückgezogen. Weitere Einbrüche kann er sich nicht leisten. Auch Diktaturen müssen leben. Wer der Türkei helfen will, muß dem Despoten die Stirn bieten. Das ist nicht nur eine Frage der Realpolitik, sondern auch der Selbstachtung.

JF 31-32/17

Spatz: Beißen bellende Hunde?

On July 29, 2017, in Spatz, by admin

Beißen bellende Hunde?

Der Spatz im Gebälk

Die US-Demokraten wollen Russland mit Sanktionen knebeln, die Republikaner Iran und North Korea “bestrafen” – fragt sich nur weshalb. Beide Parteien haben sich auf einen Kompromiss im Sinne von „Amerika First“, koste es was es wolle, geeinigt. Daher stimmte der Kongress mit 419 gegen drei Stimmen am 26.7. dem Gesetzesentwurf über die Sanktionen, der beiden Parteien entgegenkommt, zu. Laut Paul Ryan handelt es sich, „um eines der am weitesten reichenden Sanktionspakete der Geschichte“ (Financial Times vom 26.07.2017). Der US Senat hat zwei Tage später mit 98 gegen zwei dem Gesetz zugestimmt, bei einem solchen Abstimmungsergebnis kann der US-Präsident die Unterschrift nicht verweigern.

Gleichzeitig und nur nebenbei erfährt man vom Vizevorsitzenden des Komitees der Stabschefs der US-Streitkräfte, General der Luftwaffe, Paul Selva, dass die Entscheidung über die Lieferung von letalen Waffen an die Ukraine bereits getroffen worden ist. Unklar sei nur, welche und wie viele solcher Kriegswaffen geliefert werden, „damit sie ihre Souveränität verteidigen können“. Will man im Westen nicht erklärtermaßen die Souveränität der Nationalstaaten weitgehend abschaffen? Wer dagegen ist, gilt als Populist. Oder hat dieser Beschluss zur Kriegswaffenlieferung etwas mit dem Sanktionen-Paket zu tun, wie auch der militärische Aufmarsch der NATO und die Häufung provokativer Zwischenfälle von (westlichen, je nach News Lieferanten auch russischen) Fliegern und Schiffen (aber eindeutig) an der russischen Grenze?

Im Grunde wollen die beiden anerkannten US-Parteien die europäische Konkurrenz treffen und zwar hinter vorgeschobenen politischen Tricks mit unbewiesenen Behauptungen. Selbst der US-Präsident, dessen Handlungsmöglichkeiten das Gesetz drastisch einschränkt, scheint dem Gesetzesentwurf etwas Positives für sein Land abzugewinnen. Das EU-Dumping ist übrigens seit längerer Zeit in Gang. Es richtete sich bisher gegen die europäische Autoindustrie, Banken und andere Industriezweige – nicht zuletzt aufgrund der Dummheit ihrer CEOs, die das Ausforschung ihre intimen bis kriminellen Interna durch CIA und NSA nicht wahrhaben wollten. Das Interessante daran ist, das entsprechende schädigende Maßnahmen zum großen Teil von den europäischen Atlantikern selbst betrieben oder doch gebilligt werden.

Vordergründig richtet sich der neue Vorstoß gegen die Energieversorgung Deutschlands und einiger anderer Länder der EU. Er zielt auf die Pipeline Nord Stream durch die Ostsee, die seit langem geplant und hinausgezögert, oft angefochten und politisch bekämpft wurde. Sie soll billiges Erdgas aus Russland an Ländern, die am Erdgas-Transfer nicht nur gut verdient, sondern ihn auch erpresserisch ausgenutzt haben – allen voran die Ukraine aber auch Polen – nach Europa bringen. Die Alternative wäre teures Flüssiggas aus den USA, das über polnische Terminals nach Europa gelangen soll und Polen wieder ein gewisses Erpressungspotential im Dienst der US-Politik einräumen würde. Das Gesetzesvorhaben ist einerseits gegen US-Präsident Donald Trump, dessen Vollmacht es beschneidet, gerichtet, andererseits aber stimmt sein Zweck mit Trumps Philosophie und Zielsetzung überein. Anfang Juli hatte Trump bei seinem kurzen Polenbesuch das „sichere“ Gas aus Amerika als Alternative für das „aggressive“ russische Gas propagiert. „Aggressiv“ sind für US-Amerikaner immer nur die anderen. Was sie selbst tun, dient immer nur dem Frieden, genauer betrachtet, dient es ihrer Vision der Welt-Befriedung. Seine wichtigste Aufgabe sieht der scheinbar weniger weit blickende US-Präsident darin, die Spielregeln der Weltwirtschaft entsprechend des Bedarfs der Vereinigten Staaten zu verändern.

Eigentlich geht es um die Endphase des ins Wanken geratenen Weltherrschaftsplans der Atlantiker. Sie sehen mit der wirtschaftlichen Schwäche ihres Hegemons die Realisierungschancen ihrer Pläne davon schwimmen. Der US-Kongressabgeordnete Jimmy Duncan Jr. aus Tennessee, Vertreter einer der drei Nein-Stimmen im US-Repräsentantenhaus gegen den Gesetzesentwurf hatte gegen diesen nur einzuwenden: „Härtere Sanktionen gegen Russland basieren auf der angeblichen russischen Einmischung in unsere Präsidentschaftswahlen. Wenn sie das tatsächlich getan hatten, so war es vollkommen wirkungslos. Zudem hat uns Russland vor Kurzem im Kampf gegen den IS und bei dem Erzielen des Waffenstillstands in Syrien unterstützt“, sagte er gegenüber Sputnik. Wie nichtssagend, geht es um nichts anderes?

Was sich aus den vielen Einzelmaßnahmen zusammenbraut, ist ein weltweiter Handelskrieg zwischen dem Westen und dem Rest der noch nicht westlich beglückten Welt, aber – wie es nun aussieht – auch zwischen den USA und Europa. Die europäischen Atlantiker geraten darüber offensichtlich in eine Zerreißprobe. Die einen fühlen sich von ihrem Hegemon verraten und scheinen gegen die wirtschaftlichen Knebelungsbemühungen ihrer „Verbündeten“ und „Beschützer“, die sich zu Schutzgelderpressern zu mausern scheinen, aufzubegehren (jedenfalls tun sie so). Die anderen, die Nibelungentreuen, begreifen, dass die Stärkung ihres Hegemons, von dem ihre politische Macht in Europa letztlich abhängt, nur noch auf Kosten der Wirtschaft Europas möglich zu sein scheint, weil die USA mit ihrer aggressiven Politik ihre Chancen in der noch nicht westlichen Welt wohl verspielt haben und noch dazu finanziell schwächeln (von dort ist kein Bakschisch mehr zu erwarten).

Selbst in Brüssel schreit man lautstark herum, dass die amerikanischen Russland-Sanktionen im Grunde auf die Verschlechterung der Energieversorgung Europas und damit ihrer wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit ausgerichtet sei. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat – laut Reuters – angesichts der von den USA ohne Absprachen in Gang gesetzten Russland-Sanktionen vor einem Handelskrieg mit der Europäischen Union gewarnt. Sie hofft – laut ARD vom 20.7. – zwar nicht, dass Washington die Sanktionen beschlossen habe, um der EU zu schaden, „allein das Ergebnis ist so, dass unsere Unternehmen Schaden nehmen könnten“ und sie erklärte, dass die EU bereits Gegenmaßnahmen diskutiere: „Es gibt die Möglichkeit von Gegensanktionen, das sieht die Welthandelsorganisation so vor.“ Allerdings müsse es das Ziel bleiben, den Handel zu fördern. Es wird spannend, wie man sich in Berlin in dieser „Ja – Aber“ Situation letztendlich entscheiden wird. Hat man vergessen, dass ausgerechnet Angela Merkel (CDU) mit dem damaligen EU-Energiekommissar Günther Öttinger (CDU) im Interesse der USA mit massivem Druck auf die Anrainerstaaten – allen voran auf Bulgarien – das South-Stream-Projekts zu Fall gebracht hat? Ist es denkbar, dass man sich dort einmal nicht wie der 51. Staat der USA gebärden könnte (jetzt, wo Seehofer ausgerechnet den Oberatlantiker Karl-Theordor usw von Guttenberg aus den USA zurückholt und politisch rehabilitieren möchte). Die bisherigen „Entscheidungen“ Berlins und Brüssels lassen jedenfalls nichts „Populistisches“ erwarten, also nichts im Interesse der Menschen in Europa, sondern wie üblich braven anglo-amerikanischen Gehorsam. CDU-Politiker Roderich Kiesewetter hat im Deutschlandfunk schon mit dem Kotau vor dem anglo-amerikanischen Establishment begonnen. Lassen wir uns überraschen, ob und wie die anderen folgen.

Es scheint, dass nicht alle Etablierten in der Bundesrepublik den Kopf nur noch zum Nicken und zum Haareschneiden haben. Folker Hellmeyer, der Chefanalyst der Bremer Landesbank trug in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 24.7. interessante Einschätzungen zu den Sanktionen vor, aus denen im Folgenden einige zitiert werden, weil Der Spatz sie weitgehend teilt:

„Hinsichtlich der innenpolitischen Konfliktsituation in den USA, in der eine Russlandphobie von den neokonservativen Kreisen in beiden etablierten Parteien, in der Administration und in großen Teilen der Medien … geschürt wird, ist diese verschärfte Sanktionspolitik zum Teil zu erklären. Ein zweiter Erklärungsansatz ergibt sich aus der strukturellen Schwäche der USA, die sich auch konjunkturell seit 2016 erkennbar niederschlägt und die ultimativ die politische Kraft der USA auf globaler Ebene sukzessive unterminiert. Vor diesem Hintergrund geht es der Trump-Administration darum, im internationalen Energiegeschäft und darüber hinaus, Marktanteile zu gewinnen und Dritte wirtschaftlich sowie politisch in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen. Implizit stellt sich perspektivisch damit eine Machtfrage im westlichen Sektor. Die US-Sanktionspolitik schwächt die Wirtschaftskräfte der Eurozone. Sie stellt einen Angriff auf ihre wirtschaftliche und damit politische Souveränität dar… Die Sanktionen wirken gegen Russland, gegen die EU und gegen Deutschland. Sie wirken gegen die eurasische Kooperation. Abgesehen davon bewegen wir uns schon seit Jahren in einer verdeckten Auseinandersetzung zwischen dem Westen und den aufstrebenden Ländern unter Führung Pekings und Moskaus…

„Europa ist auf Energie-Importe angewiesen. Deutschland ist der energieintensivste Industriestandort Europas. Ergo spielt der Preis der Energie für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen eine tragende Rolle. Wir reden hier über den Kapitalstock einer Wirtschaft, dem Rückgrat der Wirtschaft, der elementar für gesellschaftspolitische Stabilität ist. Wer dieses Thema kleinschreibt, versündigt sich an der Zukunft.… Wenn Europa sich auf LNG-Gas der USA verließe, ergäbe sich daraus eine (weitere, erg.) politische Abhängigkeit von den USA. Ich erinnere daran, dass Russland zu keinem Zeitpunkt, auch nicht zu den hitzigsten Zeiten im Kalten Krieg, Energie als Waffe eingesetzt hat. Bezüglich der Vereinigten Staaten darf man begründete Fragen stellen. Wie viele Staaten haben die USA aus kurzfristigen strategischen Gründen fallen gelassen? Wie vertrauenswürdig ist eine Trump-Administration, wenn man sich auf die USA und LNG-Gas verlässt? Wie sagte mir ein ehemaliger US-Diplomat so treffend: „Wir haben keine Freunde, wir haben Partner für unsere Zwecke!“ … In jüngerer Zeit hat die Ukraine am Gashahn bei der Durchleitung gedreht – nicht Russland. So viel zu den Freunden. Russland funktioniert nicht nach dem westlichen drei Monats-Bilanzierungs-Prinzip. Da geht es nicht um einen kurzfristigen Effekt oder Gewinn. Russland war auch im Kalten Krieg immer verlässlich.

„Für die EU würden sich zunächst die Energieträger verteuern, da der Aufbau der Infrastruktur und das US-LNG-Gas ihren Preis haben. Das hätte auf die Konkurrenzfähigkeit des Standorts EU negative Folgen. Entscheidender wäre aber der Bruch, der sich dann durch Europa noch stärker manifestieren würde. Die Zukunft der europäischen Wirtschaft hängt nicht vorrangig an den USA, sondern an den aufstrebenden Ländern mit dem von China forcierten Projekt „One Belt – One Road“ gehört.

„Ich möchte das an ein paar Zahlen des IWF deutlich machen. 1990 zu Beginn der Globalisierung hatten die aufstrebenden Länder einen Anteil von circa 20 % am Welt-BIP. Heute liegt ihr Anteil bei 63 %. Das Wachstum dieser Länder liegt bei mindestens 4 %. In absehbarer Zeit werden diese Länder für 70 % des Welt-BIP und mehr stehen. Sie kontrollieren 70 % der Devisenreserven des Globus. Sie stellen circa 88 % der Weltbevölkerung. Der Anteil des Westens hat sich drastisch verringert. Das ist eine massive Änderung der finanz-ökonomischen Machtachse. Mit welchen Regionen der Welt sollte Europa wohl Freihandelsabkommen entwickeln und abschließen? Können Sie rechnen? Ist die europäische Handelspolitik nicht der Blick in den Rückspiegel? Sollte der Blick nicht nach vorne auf die Frontscheibe gerichtet sein? Wenn die US-Sanktionspolitik die EU von diesen Projekten und den daraus resultierenden ökonomischen Chancen fernhält, verlieren wir auf mittlere Sicht den Wohlstand und die Stabilität, die wir derzeit noch genießen.

„Wir sind heute mit hybriden Kriegen konfrontiert. Stellvertreterkriege von Afghanistan, Irak über Libyen bis in die Ukraine und Syrien. Ja, Wirtschaftskriege gehören dazu – Finanzkriege ebenso. Diese Absurditäten sind Facetten der aktuellen Auseinandersetzung. Und genau aus diesen Gründen emanzipieren sich die aufstrebenden Länder unter Führung Chinas und auch Moskaus vom Westen. Sie gründeten ihre eigene Weltbank – die AIIB. Sie gründeten ihren eigenen IWF – die New Development Bank. Sie gründeten ein eigenes internationales Zahlungssystem CIPS als Alternative zu SWIFT.

„Die einfachste Methode (sich Sanktionsdrohungen zu entziehen, erg.) besteht darin, den US-Dollar aus dem Rechenwerk zu eliminieren. Die aufstrebenden Länder gehen zunehmend diesen Weg. Sie wickeln immer stärker bilateralen Handel in ihren Währungen ab. So etwas passiert, wenn ein Hegemon seine Gutmütigkeit verloren hat.“ Soweit die Zitate. Die Regierenden und ihre Medien wissen also, was die Stunde schlägt, ducken sich aber aus Angst vor persönlichen Nachteilen weg. Dank an den Bankier Folker Hellmeyer für die offenen Worte.

HAMBURG. Bei dem Attentäter von Hamburg handelt es sich um einen ausreisepflichtigen, abgelehnten Asylbewerber. Das bestätigte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Der 26 Jahre alte Ahmad A. stach gestern in einem Hamburger Supermarkt auf mehrere Kunden ein, tötete einen Mann und verletzte fünf weitere Personen teils schwer. Danach soll er laut Augenzeugen „Allahu Akbar” gerufen haben.

Er konnte nach dem Verlassen des Marktes von Passanten gestellt und überwältigt werden. „Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Haß gegen uns gerichtet hat”, sagte Scholz. Er habe nicht abgeschoben werden können, da er keine Dokumente besaß. Er stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nach der Messerattacke durchsuchte die Polizei eine Asylbewerberunterkunft. „Ob wir etwas gefunden haben, können wir zur Stunde nicht bekannt geben“, sagte ein Sprecher der Polizei der Welt. Der  Angreifer soll demnach in der Unterkunft im Stadtteil Langenhorn gelebt haben. Nach Informationen des Spiegels hatte er Kontakte in die salafistische Szene. Zudem soll er unter psychischen Problemen leiden und regelmäßig Drogen konsumieren, zitiert das Nachrichtenmagazin aus Sicherheitskreisen.

Die russische Regierung hat vier Bataillone Militärpolizisten nach Syrien verlegt.

In der globalen Branche für Computerchips steht eine Wachablösung bevor. Samsung mach Intel die Marktführerschaft streitig.

Die immer neuen Facetten des Diesel-Skandals sind das Ergebnis einer falschen Industriepolitik in Europa. Die Zukunft der gesamten Branche ist düster.

Die italienischen Steuerzahler müssen 5,4 Milliarden Euro zur Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena aufbringen.

Trump feuert seinen Stabschef Reince Priebus

On July 29, 2017, in Endzeit, by admin

US-Präsident Trump hat überraschend seinen Stabschef Reince Priebus gefeuert.

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