HAMBURG. Die linksextreme Anti-G20-Demonstration „Welcome to hell“ in Hamburg ist wie erwartet kurz nach Beginn eskaliert. Die Demonstration war mit einem großen schwarzen Block gewaltbereiter Linksxextremisten gegen 19 Uhr gestartet. Zu Beginn hatten sich laut Polizeiangaben 12.ooo Demonstranten auf dem Fischmarkt in St. Pauli versammelt.

Polizei bringt Wasserwerfer in Stellung … Foto: JF

Da sich etwa 1.000 Teilnehmer vermummten, stoppte die Polizei den Zug bereits nach wenigen hundert Metern. Als die Demonstranten die Einsatzkräfte mit Flaschen, Böllern und Steinen bewarfen, setzte die Polizei Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Um kurz nach 20 Uhr erklärte der Anmelder die Demonstration für beendet. Seitdem kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Gruppen von Linksextremisten und der Polizei. In Altona wurden die Scheiben eines Möbelhauses und einer Sparkasse eingeschmissen.

Gewalttäter rüsten sich mit Gerüstteilen & Steinen aus.
Wir sind entsetzt über die offensichtliche Gewaltbereitschaft. #G20HAM17

— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) 6. Juli 2017

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, verteidigte das Vorgehn der Einsatzkräfte. „Die Polizei hat ein kluges Einsatzkonzept, das auf Deeskalation abzielte. Aber viele Teilnehmer haben von Beginn an auf Gewalt gesetzt“, sagte Wendt der JUNGEN FREIHEIT. „Wer sich vermummt und Steine und Flaschen auf Polizisten schmeißt, braucht sich über den Einsatz von Wasserwerfern und Pfefferspray nicht zu beklagen.“

… und setzt sie gegen gewalttätige Demonstranten in Hamburg ein Foto: JF

Die Polizei Hamburg teilte auf Twitter mit, sie sei entsetzt über die Gewaltbereitschaft der Demonstranten, die sich mit Gerüstteilen und Steinen bewaffneten. Unbeteiligte sollten sich von dem Geschehen fernhalten, warnte die Polizei. (krk)

Ohne Furcht und Tadel

On July 6, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Hartmut Dudde ist kein gewöhnlicher Polizist. Während des G20-Gipfels am kommenden Wochenende in Hamburg wird der 54jährige einen der größten Polizeieinsätze in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland leiten. Doch nicht nur deswegen ist er für die gewaltbereite linke Szene eine Reizfigur. Dudde steht für die „Hamburger Linie“, eine Polizeistrategie, die neben der Deeskalation auf hohe Personalstärken, Abschreckung und Durchsetzung des Rechts setzt.

Denn diese Ziele galten so keineswegs immer. Ende der neunziger Jahre waren die Hamburger Einsatzführer dafür bekannt, Konfrontationen mit der linksextremen Szene zu meiden und Wasserwerfer allenfalls an warmen Tagen zur Beregnung des Gegenübers einzusetzen. Ihre Helme trugen die Einheiten nur im Notfall – um Demonstrationsteilnehmer nicht zu provozieren.

Polizeiberuf von der Pike auf gelernt

Daß sich dies änderte, lag vor allem am Wahlerfolg der Schill-Partei 2001 sowie an den monatelangen Ausschreitungen nach der Räumung des Bauwagenplatzes „Bambule“, die eine strategische Neuausrichtung der Polizei erforderlich machten.

Der 1962 in Karlsruhe geborene und in Braunschweig aufgewachsene Dudde hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt. 1995 Aufstieg in den höheren Dienst, 2005 Abteilungsführer der Hamburger Bereitschaftspolizei. Als solcher zog er es vor, seine Einheiten aus der Nähe zu führen.

Bei den Einsätzen in Gorleben ließ er es sich nicht nehmen, seine Truppe persönlich einzuweisen. Und bei den Ausschreitungen im Schanzenviertel ging er in den ersten Reihen seiner Kollegen mit. Wie viele Polizisten mußte er auf so mancher Demonstration um seine Gesundheit fürchten, wie er jüngst in einem Interview durchblicken ließ.

Mut zur Entscheidung

Vor allem aber tat Dudde das, was man von einem Polizeiführer erwartet: entscheiden. Und er handelte bisweilen mutig und unkonventionell. Beim Castor-Transport 2010 ließ er über eintausend Blockierer eine Nacht lang in ein spontan errichtetes Lager unter freiem Himmel sperren und 2013 einen Demonstrationszug mit 4.500 Militanten schon nach wenigen Metern mit Wasserwerfern stoppen, weil sich die Teilnehmer nicht an den Zeitplan gehalten hatten.

Als Folge seiner Entscheidungen mußte sich Dudde bereits mehrfach vor den Verwaltungsgerichten rechtfertigen. Daß aus der Retrospektive nicht jede Maßnahme der juristischen Prüfung standhielt, nutzen seine Gegner, um ihn als „chronischen Rechtsbrecher“ zu verunglimpfen. Aber Dudde weiß, was er kann, und er tut, was er für richtig hält. Dabei interessiert ihn die politische Dimension seines Handelns allenfalls am Rande. Das macht ihn aus Sicht der Politik zu einem Risikofaktor.

Aber da selbst auf Bundesebene kaum ein Polizeiführer über Einsatzerfahrung und Führungsqualität verfügt wie Hartmut Dudde, ist er schlichtweg nicht ersetzbar.

JF 28/17

Uns geht’s doch gut! (5.7.2017)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Haben Sie diesen Satz schon gehört? Oder gar selbst gesagt? Dieser Satz ist oft genug die Antwort, wenn ich jemandem erklären möchte, wie es um die heutige Zeit bestellt ist. Und ja, der Satz ist richtig. Uns geht es gut, so gut, wie nie zuvor in der bekannten Geschichte. Im Wirtschaftswunder gönnte man sich einen Fernseher, vor dem Haus stand ein Auto und jeder freute sich auf den Urlaub, 14 Tage Italien. Heute stehen Fernseher in jedem Kinderzimmer, neben dem Zweitwagen der Ehefrau gibt es noch einen Drittwagen für Spaßfahrten oder wenigstens ein Motorrad. Zweimal, dreimal Urlaub im Jahr ist selbstverständlich, Malediven, Seychellen, Karibik, Neuseeland, Hawaii, Tahiti oder eine Kreuzfahrt? Italien ist langweilig, Mallorca zu prollig…

Oh ja, uns geht es gut. So gut, daß ich jenen Leuten antworte, die sich bei mir beklagen, in welchem Staat wir leben und den Umbruch herbeisehnen, daß sie bei diesem Umbruch sehr viel verlieren werden. Alles hat seinen Preis, die Freiheit ebenso wie das jetzige, ach so gute Leben.

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden? (Markus 8,36) Was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse? (Markus 8,37)

Die Bibel ist zwar keine Referenz mehr, jedoch enthält der nichtjüdische Teil, also jener, der nicht ständig von Massakern und Völkermorden im Dienste Jahwes spricht, durchaus Weisheiten, die es zu kennen lohnt.

Ein Wildschwein lebt bei Wind und Wetter draußen, es muß sich seine Nahrung suchen und vor Raubtieren in acht nehmen. Jäger stellen ihm nach, und den Autoverkehr gilt es zu vermeiden. Ein Hausschwein hat es viel besser. Es lebt im warmen Stall, wird täglich gefüttert, ein Tierarzt sorgt für seine Gesundheit. Wenn sein Besitzer auf artgerechte Haltung Wert legt, fühlt es sich sauwohl. Bis zu dem Tag, an dem es geschlachtet wird. Wem geht es nun wirklich besser?

Der Römer in der Zeit der Republik war ein Bauer, ein freier Mann auf seinem eigenen Land. Er bestimmte über seinen Besitz und seine Familie, er hatte eine Stimme in der Volksversammlung, redete mit bei den res publicae, den allgemeinen, den öffentlichen Angelegenheiten. Und er zog in den Krieg, wenn er gebraucht wurde, um seinen Staat und sein Eigentum zu verteidigen. Er hatte Bedeutung in einem kleinen Staat. Zur Zeit des Imperiums war der normale Römer ein “Prolet” im unangenehmen Sinne des Wortes. Er wohnte eingepfercht in einer mehrstöckigen Mietskaserne. Für seinen Lebensunterhalt sorgte der Staat mittels öffentlich verteiltem Brot, für seine Unterhaltung ebenfalls der Staat mittels “Spielen”, vom Wagenrennen bis zu Gladiatorenkämpfen. Die Arbeit erledigten Sklaven, der einfache Römer wurde nirgendwo gebraucht. Er lebte relativ sorgenfrei in den Tag, mit den res publicae hatte er nichts mehr zu tun, darum kümmerte sich die kaiserliche Verwaltung. Der Militärdienst war freiwillig, in den Legionen dienten oft genug Barbaren. Es ging diesem Römer gut, er war ein absolut bedeutungsloser Mann in einem riesigen Reich.

In welchem Rom hätten Sie leben wollen? Oder sollte ich fragen, wer von beiden war wirklich Römer, wer hingegen nur ein Hausschwein? Ach, Sie arbeiten, Sie leben nicht vom Staat, Sie zahlen im Gegenteil Steuern? Machen wir aus dem Römer der Kaiserzeit einen Handwerker, einen Töpfer. Er hat seine Werkstatt, seinen Laden im Erdgeschoß des Hauses, das ihm sogar gehört. Seine Familie lebt im ersten Stock, über der Werkstatt, die Stockwerke darüber hat er an die Proleten vermietet. Er ist trotzdem unbedeutend, hat mit dem Imperium nichts zu tun. Die Grenzen sind weit weg, ob da Varus seine Legionen verliert, er merkt es nicht. Ob nun Vespasian oder Marcus Aurelius regiert, er merkt es nicht. Er jubelt, als Christen verbrannt werden, und er steigt ins Taufbecken, als das Christentum Staatsreligion wird.

Diesem Römer stand formal die Welt offen. Die Kultur Griechenlands, die Wunder Ägyptens, die Überreste Karthagos, die Überlieferungen Galliens, die alte Welt Syriens und Kleinasiens – das alles war römisches Gebiet, sicheres, befriedetes Reiseland. Zwar gab es damals noch nicht den Begriff es “Rucksack-Touristen”, doch wenn er gewollt hätte, er hätte losziehen können. Und Sie? Ihnen steht die Welt offen, und Sie reisen tatsächlich. Würde Reisen wirklich den Horizont erweitern, wir wären ein Volk von Weltbürgern, die das Beste, was sie dort draußen vorfinden, in die Heimat holen.

Aber sind wir das wirklich? Natürlich nicht, wir sind “Kosmopoliten” mit Blockwart-Mentalität, die dem Mitmenschen nicht die Gedankenfreiheit gönnen. Wir sind nichts anderes als die Hausschwein-Römer, die der Klatsch der Nachbarschaft interessiert, denen ihr Staat jedoch egal ist. Ein großer König hat einmal gesagt, ein jeder solle nach seiner Fasson selig werden. Unter der Regierung einer kleinlichen Bundeskanzlerin sollen wir alle nach ihrer Version selig werden. Das Volk wird gefüttert, es darf reisen, doch es soll sich aus den staatlichen Angelegenheiten heraushalten.

Hausschweine sind dümmer als Wildschweine, sie würden “draußen” nicht mehr überleben. Uns geht es gut? Das hätte ein DDR-Bürger mit dem gleichen Recht sagen können. Auch die DDR hatte Brot und Spiele, und verglichen mit dem Jahr 1935 hatte die DDR 1985 einen eindeutig höheren Lebensstandard zu bieten. Dummerweise gab es in der DDR ein Schaufenster der Begehrlichkeiten, den verlockenden Westen, ein paar Kilometer entfernt, von dem der DDR-Bürger ausgeschlossen war. Dort lebten Leute, denen es scheinbar noch besser ging.

Diesen Vergleich, dieses “noch besser”, gibt es heute nicht mehr. Uns geht es gut, oder? Nicht nur gut, sondern besser. Millionen Menschen wollen nach Merkeldeutschland, um es sich hier besser gehen zu lassen als zu Hause. Beweist nicht allein das schon, wie gut es uns geht? Unterschreiben Sie hier, geben Sie alles auf, was Sie bisher besitzen, und Sie erhalten das hier: einen Gutschein für ein besseres Leben. Sie brauchen sich um nichts mehr zu kümmern, alles wird für Sie besorgt. Dafür hören Sie auf zu denken und zu wünschen. Seien Sie glücklich. Der Staat will, daß Sie glücklich sind. Der Staat wird alles dafür tun, daß Sie glücklich sind. Wenn Sie trotzdem nicht glücklich sind, muß der Staat Sie leider eliminieren.

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden?

Die ganze Welt haben Sie gewonnen, sie steht Ihnen offen, sie liegt Ihnen zu Füßen. Aber was ist mit Ihrer Seele? Sie werden dafür bezahlt, daß Sie sich aus den res publicae heraushalten. Alle vier Jahre dürfen Sie ankreuzen, doch das, was Ihnen für Ihr Kreuz versprochen wurde, bekommen Sie in aller Regel nicht. Koalitionszwänge, Sie verstehen? Merkel behält ihr neuwertiges, unbenutztes Arbeitszimmer und den stets startbereiten Kanzlerairbus, alles andere wird nach Tagesform entschieden. 70% Ihrer Arbeitsleistung werden für Steuern und Abgaben vereinnahmt, aber vom Rest geht es Ihnen doch gut? Also, was wollen Sie?

Freiheit? Die haben Sie doch! Gehen Sie ins Reisebüro, fahren Sie zum nächsten Flughafen, bereisen Sie die Welt, was wollen Sie denn noch? Gedankenfreiheit? Schalten Sie den Fernseher an! Dort gibt es Talkshows, da erfahren Sie, was Sie denken sollen. Dort gibt es Fußball, dort zeigt Ihnen Hollywood seine ganze Feuerwerkskunst, dort zeigt man Ihnen, wie brutal Deutschland vor 1945 gewesen ist. Seien Sie dankbar, daß Sie heute leben dürfen. Seien Sie dankbar, daß Sie nicht wegen der unendlichen Schuld bestraft werden, die Ihre Vorfahren lange vor Ihrer Geburt auf sich geladen haben. Der liebe Gott hat damit nichts zu tun, das gute Leben verdanken Sie der Weisheit der Bundesregierung.

Im Jahre 410 endete das sorgenfreie Leben der Römer. Da haben die Goten die Stadt besichtigt. Zum ersten Mal seit Brennus, seit 800 Jahren, standen Fremde, standen Feinde in der Stadt. Eine Epoche war zu Ende. Wo einmal Imperatoren ihre Triumphzüge abgehalten hatten, wurden Ziegen gehütet. Jahrhunderte hat es funktioniert, können Sie dagegen halten. Es genügt vollkommen, wenn es funktioniert, solange Sie leben. Nach Ihnen die Sintflut…

Italien hatte sich für tausend Jahre aus der Geschichte verabschiedet. Erst mit der Renaissance erschien Italien wieder auf der kulturellen Weltbühne. Die Römer, denen es so gut gegangen ist, haben ihren Kindern eine Welt in Scherben hinterlassen. Die Reisenden des Wirtschaftswunders haben in Italien Strand und Sonne gesucht, ihre weitaus gebildeteren Vorgänger sind dorthin gereist, um Ruinen zu besichtigen.

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Das steht zwar nicht in der Bibel, es ist trotzdem sehr bekannt. Was nehmen Sie mit, aus dem ach so guten Leben? Was hinterlassen Sie? Ein Bankkonto? Eine Villa? Sehr schön, das hat alles einen Preis. Doch was hinterlassen Sie, das einen WERT hat? Was nehmen Sie aus diesem Leben mit? Sie waren in Mexiko? Sie haben Geysire in Island bewundert? Was soll das Jenseits mit solchen Erlebnissen anfangen? Dort gibt es Mexikaner zuhauf, auch eine Menge Isländer. Sie haben 20 Millionen Euro “gemacht”? Aha, das ist für das Jenseits ungefähr soviel wert wie eine Sammlung aller Bierdeckel der Wirtshäuser in Mittelmietraching.

Haben Sie GELEBT? Oder bloß existiert? Existieren ist so einfach, wie das Hausschwein, sich ein wenig suhlen, brav fressen… Kurz gesagt, Sie haben es sich gut gehen lassen. Was, bitte, soll der Himmel mit Ihnen anfangen? Sie haben das Klassenziel nicht erreicht, Sie müssen die Klasse wiederholen. Ist das schlimm? Sie können es sich ja wieder gutgehen lassen…

Was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?

Geben? Nichts! Auch wenn die Kirche das ganz bestimmt anders sieht, ein paar Millionen in den Opferstock helfen Ihnen nicht weiter. Geben ist materiell, was soll Materie bewirken? Es geht um das, was jenseits des Materiellen liegt, dort, wo Dollar, Euro, selbst Gold und Silber keinen Wert mehr haben. Ihre zentrale Aufgabe ist, Ihr Bewußtsein zu erweitern. Dies ist ein Lernvorgang, dies ist gedankliche Arbeit. Leider geht das nicht mit ein paar Drogen. Die haben zwar die Macht, Ihr Bewußtsein auf Zeit zu verändern, doch der kurze Rausch erweitert Ihr Bewußtsein nicht wirklich. Sie würden nur konsumieren, nicht erarbeiten.

Ich spreche nicht von Askese, nicht von Kasteiung. Niemand hat etwas dagegen, wenn Sie es sich gut gehen lassen. Sie müssen nur die Augen offen halten, sich nicht auf das beschränken, was Ihnen Andere zu denken vorgeben. Die Regierung will, daß Sie nach deren Fasson selig werden, nicht nach Ihrer eigenen. Die Regierung tut das, weil Sie etwas von Ihnen will. Etwas, was so wertvoll ist, daß es Ihnen im Gegenzug dafür gut gehen darf. Die Kaiser Roms haben sich mit Brot und Spielen die Ruhe der Bevölkerung erkauft, aus stolzen Römern Hausschweine werden lassen, die keinen politischen Willen mehr hatten.

Rein formal sind Sie, sind die Bürger der Souverän dieses Staates. Rein formal sollen Sie entscheiden, was für die Republik, für die res publicae das Beste ist. Doch diese Rechte haben Sie sich abkaufen lassen. Es geht Ihnen gut? Gehören Sie zu dem einen Prozent der Reichsten, denen mehr als ein Drittel aller Werte gehört? Nein? Wenigstens zu den reichsten zehn Prozent, die zwei Drittel von allem besitzen? Auch nicht? Und da glauben Sie wirklich, es ginge Ihnen GUT? Ein Jahr der Arbeitslosigkeit, und Sie müssen Ihr Vermögen aufbrauchen. Wenn das weg ist, bleibt Ihnen Hartz IV. Keine Sorge, Brot und Spiele gibt es weiterhin, Ihren Fernseher dürfen Sie behalten. Sie stehen dann nur vor dem Reisebüro, anstatt darin zu sitzen und den nächsten Urlaub zu planen.

Bitte bedauern Sie sich deswegen nicht, denn im Reisebüro hätten Sie nicht den wichtigsten Menschen Ihres Lebens getroffen: sich selbst. Erst, wer aus dem scheinbaren Wohlleben gerissen wird, findet zu sich selbst. Zumindest ist das in den meisten Fällen so. Wenn Sie zehn Stunden pro Tag im Hamsterrad rennen, damit Ihr Futternapf gefüllt wird, kommen Sie nicht dazu, sich selbst zu begegnen. Selbst Ihre großartigen Fernreisen sind ein Rennen im Hamsterrad, weil Sie sich so nur beweisen, daß es Ihnen gut geht, daß Sie es zu etwas gebracht haben.

Ich habe eine schöne Anekdote über Träger in Afrika gelesen. Nach zwei Tagen Expedition haben die auf einer Rast bestanden, mit der Begründung, sie seien in den letzten Tagen so weit und so schnell gelaufen, daß sie nun warten müßten, damit ihre Seelen sie wieder einholen. Im Hamsterrad laufen Sie nicht voran, Sie sind auf der Flucht, auf der Flucht vor sich selbst. Sie tun alles, damit Ihre Seele Sie nicht einholt, damit Sie nicht innehalten und nachdenken müssen.

Ich weiß nicht, wie Sie sich an Ihre erste Schulklasse erinnern. Für mich war das eine tolle Zeit gewesen, voller neuer Erfahrungen. Eine nette Lehrerin, Geschichten von Sankt Nikolaus, vom Christkind, vom Osterhasen, Bücher mit vielen Bildern darin, andere Bücher, die mir plötzlich etwas zu erzählen hatten… Für mich als Sechsjährigen ein schönes Leben, es ist mir gut gegangen. Aber heute? Als Sechzigjähriger? Ich habe diese erste Klasse hinter mir gelassen, geradezu unerreichbar weit hinter mir. Obwohl ich wirklich gute Noten bekäme, außer in Schönschrift und Turnen. Na gut, in Religion stünde ich ebenfalls auf der Kippe.

Unser Lebensziel ist nicht, die immer gleiche Klasse zu wiederholen, nur weil es in dieser Klasse so schön ist und es uns gut geht. Das Leben erwartet, daß wir voranschreiten, daß wir uns entwickeln. Wer dazu nicht freiwillig bereit ist, wird aus seiner geistigen Komfortzone schließlich ausgetrieben. Kann Ihnen nicht passieren, sagen Sie? Sie werden nicht entlassen, werden niemals arbeitslos und Hartz IV werden? Gegen Altersarmut haben Sie vorgesorgt, Ihr Riester-Vertrag schwillt immer mehr an? Brav, haben Sie gut gemacht! Sagt Ihnen der Begriff “Währungsreform” etwas? Macht nichts, Ihr Riester-Vertrag weiß, was damit gemeint ist.

Ach so, Sie sind Beamter. Erstens auf Lebenszeit und zweitens mit Pensionsberechtigung. Dann sind Sie natürlich abgesichert. Aber sogar Staaten gehen bankrott. Dann muß der Staat sparen, und wo wird er das? Bei den aktiven Beamten, auf die er angewiesen ist? Oder doch bei den Pensionären? Für den Staat müssen wir alle unser Opfer bringen, und gerade Sie, dem es doch solange gut gegangen ist…

Sie können rennen, solange Sie wollen, Ihre Seele wird Sie schließlich einholen. Die einzige Möglichkeit, nicht in der Realität aufzuschlagen, ist vorher zu sterben. Und dann hat Ihre Seele Sie erst recht eingeholt. Es gibt keinen Gott, sagen Sie? Nicht mal Allah? Warum sollte ich darüber mit Ihnen streiten? Sie erfahren früh genug, ob Sie recht haben. Ohne Gott wäre alles sinnlos, behaupte ich. Sogar sein Versprechen, daß es Ihnen wohlergehe auf Erden, wenn Sie seine Gebote einhalten.

Der Staat will aus reiner Selbstsucht nicht, daß Sie denken. Wobei “der Staat” als solcher nicht greifbar ist, es handelt sich um jene, die den Staat für sich vereinnahmt haben, die Politiker. Mittelmäßige Menschen, die im normalen Berufsleben nichts erreicht haben, die als letzten Ausweg in die Politik gegangen sind, in die große Lotterie, die immer ein paar Leute nach oben spült. Leute, die brav und gehorsam sind, die vor den Parteioberen katzbuckeln. Leute ohne Rückgrat, die heute Hosianna singen und morgen Kreuzigt ihn rufen, wenn es die Partei verlangt. Und genau diese anpassungsfähige menschliche Knetmasse, diese wirbellosen Vertreter unserer Art, werden dann Führungspersonen. Sie, die nie widersprochen haben, empfinden es als Beleidigung, wenn ihnen widersprochen wird. Da bestechen sie lieber die Wähler, auf daß diese sich der Politik fernhalten, auf daß diese genauso wirbellos auftreten wie die Politiker.

Ginge es nur um den Staat, wäre das sogar zu vertreten. Bei den Römern ist es lange gut gegangen, oder? Es geht jedoch nicht um den Staat, es geht um Sie. Staaten kommen und gehen, das haben wir Deutsche in den letzten 200 Jahren zur Genüge erlebt. Unsere heutige DDR 2.0 ist nur eine Neuauflage des alten Gestapo-Staates, angereichert mit ein wenig von jener alttestamentarischen Brutalität, die uns Hollywood so gerne vorführt. Zensur statt Meinungsfreiheit, Wahlen, bei denen nicht unterscheidbare Parteien einen Einheitsblock bilden, Denunzianten, gleichgeschaltete Medien, das alles hat es bereits gegeben. Bonzen mit Sonderrechten und Leibgarden, “Gleichere”, die mehr Rechte haben als jene, die arbeiten, Ordensblech und schöne Titel, Preise und Auszeichnungen, auch das gehört zum Umfeld einer Diktatur. Das ist das, was in den nächsten Monaten und Jahren auf uns zukommen wird. Es hat längst angefangen und es wird sich wie ein Buschfeuer ausbreiten und schließlich ausbrennen.

Dagegen brauchen Sie nicht mehr anzukämpfen, dazu ist es bereits zu spät. Merkel fährt nur die Ernte dessen ein, was Kohl und Schröder gesät haben. Es geht Ihnen trotzdem gut, oder? Schauen Sie bitte hin, beachten Sie, welchen Preis Sie dafür bezahlen, daß es Ihnen so gut geht. Sie tanzen auf einem Vulkan, denn die Fundamente der Gesellschaft sind längst unterspült. Wir leben von geborgter Zeit, der Wirtschafts- und Finanzkollaps wird nur hinausgezögert. Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, wenn es uns nicht mehr so gut geht, zeigt der Staat sein wahres Gesicht, dann erleben wir Staatsterror. Ein bis ins Mark verrottetes System wird nicht freiwillig aufgeben, und es wird nicht von jetzt auf nachher von einem besseren, gerechteren System abgelöst werden.

Kämpfen Sie nicht dagegen an, sondern stellen Sie sich darauf ein. Rom nennt sich die “ewige” Stadt, auch wenn nach den Imperatoren die Ziegenhirten durch die zerfallenden Ruinen gezogen sind. Deutschland war für die Römer eine Wildnis, die schreckliche Kimbern und Teutonen ausgespuckt hat. Doch gerade dieses Deutschland hat Rom beerbt, wurde zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Auf den Glanz des Mittelalters folgte der Niedergang zum Dreißigjährigen Krieg, folgte die Unterwerfung durch Napoleon. Doch aus diesem darniederliegenden Deutschland erwuchsen große Komponisten, erstanden Dichter und Denker. Als das Reich 1871 neu erstand, war es das Land der Wissenschaftler und Ingenieure. Niedergerungen von der ganzen Welt, wurde es zum Land politischer Hasardeure, von Scheidemann bis Merkel. Das aber ist nur ein Moment der Geschichte, es wird weitergehen, auch mit Deutschland.

Ihr Leben, in denen es Ihnen so gut geht, ist nicht mehr als ein Wimpernschlag, mag es auch hundert Jahre währen. Sie entscheiden, ob Sie blind und schlafend durch das Leben taumeln, ob Sie zufrieden grasend einem ach so guten Hirten folgen, der Sie scheren und schließlich schlachten wird. Sie entscheiden, ob Sie vegetieren oder leben wollen. Sie entscheiden, ob Sie Ihre Augen öffnen wollen. Und am Ende entscheiden Sie, ob Sie nach eigener Fasson selig werden oder nur einer mehr in der Masse derer sind, deren Existenz von Dritten bestimmt wird.

Am Ende haben Sie sicher nicht die ganze Welt gewonnen, aber dafür Ihre Seele unbeschadet durch dieses Leben geführt. Das wiederum hat keinen Preis, sondern einen bleibenden Wert.

© Michael Winkler

BERLIN. Eine linke Studentengruppe an der Berliner Humboldt-Universität hat der Hochschule institutionellen Rassismus und Racial Profiling vorgeworfen. Grund dafür ist eine Warnung an die Mitarbeiter der Technischen Abteilung vor einer „Gruppe ausländischer Jugendlicher“. Diese waren schon bei Diebstählen erwischt worden.

Ein Sicherheitsmitarbeiter sagte der Tageszeitung Neues Deutschland, bei den betroffenen Jugendlichen handele es sich um Kriminelle. Erst am vergangenen Mittwoch sei jemandem per „Zetteltrick“ ein Handy geklaut worden. „Wenn wir die sehen, verweisen wir die.“

„Leider mußte beobachtet werden, daß diese Gruppe nun auch andere Gebäude der HU mit unbekannten Ziel/Interesse betritt“, heißt es in der E-Mail weiter. „Wir bitten um Ihre erhöhte Aufmerksamkeit.“

Gedächtnisprotokoll anlegen und sich als Zeuge anbieten

Plakat gegen Racial Profiling an der Humboldt-Uni

Für einige Studenten ein Skandal, weswegen sie nun auf dem Universitätsgelände Plakate wegen des angeblich rassistischen Vorfalls aufhängen. war das der Anlaß, „Die Mail war für uns ein Anlaß, aktiv zu werden und Racial Profiling an der Uni zu thematisieren.“

Auf einer Kampagnenseite mit französischem Impressum fragen sich die Initiatoren unter anderem: „Warum ist es wichtig, daß es sich um eine Gruppe ‘ausländischer Jugendlicher’ handelt? Wurde ihre Staatsangehörigkeit überhaupt festgestellt, oder wurde ihnen nur zugeschrieben, nicht deutsch zu sein?“

Wer einen rassistischen Vorfall wie diesen beobachtet, solle ein Gedächtnisprotokoll anfertigen und sich der betroffenen Person als Zeuge anbieten. „Wenn Dich die Scheiße kraß mitnimmt, dann sprich vielleicht mit ein oder zwei Freund*innen darüber.“ Konkrete Handlungsanweisungen haben die selbsternannten Antirassisten auch für Universitäts-Mitarbeiter.

Begriff Ausländer nicht erwünscht

„Wir sehen die wiederkehrenden rassistischen Strukturen, die von Sicherheitspersonal und Polizei ausgehen. Und wir alle wachsen mit vielen rassistischen Meinungen auf, die wir verinnerlicht haben.“ Um für Sicherheit zu sorgen, müsse niemand rassistisch sein.

Die Begriffe Ausländer oder Menschen mit Migrationshintergrund lehne die Gruppe ab. Statt dessen solle man von „People of Color“ oder „Schwarzen Menschen“ sprechen. (ls)

WARSCHAU. US-Präsident Donald Trump hat bei einer Rede in Warschau die Europäer zur Verteidigung westlicher Werte aufgerufen. Dies sei aber nur möglich, wenn der Westen den Willen zeige, zu überlegen. Dies beinhalte auch die Frage: „Haben wir genügend Respekt für unsere Bürger, um unsere Grenzen zu schützen?“

Bei seiner Ansprache, die immer wieder von „Donald Trump“- Sprechchören unterbrochen wurde, betonte der Präsident auch die Wichtigkeit von Familie und Freiheit. Polen stellte er als Beispiel für die Verteidigung dieser beiden Werte heraus: „Laßt uns alle wie die Polen für Familie und Freiheit kämpfen.“

Größte Bedrohung: Der radikale Islam

Dabei machte Trump klar: „Unser Kampf für den Westen beginnt nicht auf dem Schlachtfeld. Er beginnt in unseren Herzen.“ Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte gab sich zuversichtlich: „ Der Westen wird niemals zerstört werden. Unsere Werte werden überdauern. Unsere Zivilisation wird triumphieren.“ Als größte Bedrohung für diese Zivilisation erwähnte Trump in seiner Botschaft den radikalen Islam, gegenüber dem sich Europa mit aller Entschlossenheit verteidigen müsse.

In diesem Zusammenhang lobte er Polen, das als eines der wenigen NATO-Länder seine finanziellen Verpflichtungen für das westliche Verteidigungsbündnis erfülle. Rußland rief Trump dazu auf, seine feindlichen Aktionen in der Ukraine und dem Nahen Osten einzustellen. Zuvor hatte Trump an der Gedenkstätte des Warschauer Ghettos zusammen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda einen Kranz niedergelegt. Nach seinem Abflug aus Warschau wird Trump am Donnerstag zum G20 Gipfel in Hamburg erwartet. (tb)

BREMERHAVEN. Nach den Attacken von Mitgliedern eines libanesisch-kurdischen Großclans auf Polizisten in Bremerhaven sind mehrere Ermittlungsverfahren gegen die Angreifer eingeleitet worden. Zwei Täter befinden sich in Untersuchungshaft, gegen zwei weitere wurden Haftbefehle erlassen. Die insgesamt fünf Beschuldigten müssen sich wegen Körperverletzung, Widerstandshandlungen sowie teilweise wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs verantworten.

Vorausgegangen war den Angriffen eine Polizeikontrolle im Stadtteil Lehe. Den Beamten fiel in einem Auto ein 26 Jahre alter Beifahrer auf, der nicht angeschnallt war. Als die Polizisten den Mann kontrollierten, wurde er aggressiv und weigerte sich, sich auszuweisen. Während der Überprüfung kamen laut Polizei weitere Mitglieder des Clans hinzu und verhielten sich ebenfalls aggressiv.

„Das steigerte sich weiter, als der 26jährige plötzlich einen Polizeibeamten angriff. Die Familienangehörigen griffen ein und gingen ebenfalls auf die Polizeibeamten los“, schilderte die Polizei das Geschehen. Dann eskalierte die Situation. Ein Clan-Mitglied zerschlug eine Bierflasche und griff damit die Polizisten an. Andere attackierten die Beamten mit Tritten, Schlägen und Pfefferspray. „Erst mit einer großen Zahl von Unterstützungskräften gelang es der Polizei, die Auseinandersetzungen zu beenden und die mehr als 20 Personen umfassende Menschenmenge aufzulösen.“

Täter sind polizeibekannt

Fünf Polizisten wurden durch die Angriffe verletzt. Alle Beteiligten gehören zu einer Großfamilie, die bereits aus Niedersachsen abgeschoben wurde und angibt, aus dem Libanon zu stammen. Viele Mitglieder sind bereits wegen Körperverletzung und Eigentumsdelikten polizeibekannt, so auch die Täter vom Montag.

Die Nordsee Zeitung schrieb am Donnerstag, ihr lägen Videos vor, die zeigten, „daß sowohl Polizei als auch Beschuldige sich aggressiv verhalten haben“. Ein Sprecher der Polizei Bremerhaven wies dies gegenüber der JUNGEN FREIHEIT entschieden zück. „Wir können nicht nachvollziehen, wie die Nordsee Zeitung zu dieser Behauptung kommt. Das entbehrt jeglicher Grundlage.“

Der Polizei lägen mittlerweile mehrere Handy-Videos vor, die den Einsatz lückenlos dokumentierten. Auf diesen sei klar zu erkennen, daß die Aggression von den Mitgliedern des Kurden-Clans ausgegangen sei. Diese hätten die Kollegen zuerst massiv bedrängt und schließlich attackiert. (krk)

Am Nasenring der Schlepper

On July 6, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Auf Biegen und Brechen soll das heikle Thema „Flüchtlingskrise“, hinter dessen beschönigendem Begriff millionenfache illegale und unkontrollierte Einwanderung steht, aus der Öffentlichkeit verschwinden. Dies demonstrierte CDU-Chefin Angela Merkel mit Horst Seehofer am Montag bei der Vorstellung des Unions-Wahlprogramms.

Es habe keine „streitigen Debatten über den Kurs“ gegeben, flötete der CSU-Chef. Subtile Ironie des Bayern? War da nicht was mit Kontrollverlust und Obergrenze? Hinter dem Lächeln Seehofers verbergen sich die zusammengebissenen Zähne eines Wahlkämpfers, der bis zur Bundestagswahl Geschlossenheit demonstrieren will, um nicht zu verlieren.

Hafenanlagen teilweise für Journalisten gesperrt

Aber ist die „Flüchtlingskrise“ wirklich abgeflaut, wie uns Politiker weismachen? Wir haben in den vergangenen Tagen Reporter nach Malta und Sizilien geschickt. Sie sahen sich die Stationen an, die Migranten nach ihrem Sprung über das Mittelmeer nehmen. Sie beobachteten, daß die Behörden derzeit alles tun, um Bilder des Chaos von sich stauenden Menschenmassen zu unterbinden.

Die Schiffe der sich als Helfer krimineller Schlepper betätigenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie der Marine werden zu verschiedenen Häfen geschleust. Die Hafenanlagen werden teilweise für Journalisten gesperrt, die mit Afrikanern überfüllten Schiffe kritischen Blicken entzogen. Mit Bussen werden die Migranten zügig in weit entlegene, schwer bewachte und unzugängliche Camps verteilt. Tag und Nacht läuft ein gespenstisches Transfersystem für illegale Migration.

Schließung italienischer Häfen als erster Schritt

Jetzt gab es einen Alarmruf des italienischen Innenministers Domenico Minniti. Er drohte, italienische Häfen für NGO-Schiffe zu sperren, die ihre direkt vor der libyschen Küste eingesammelte menschliche Fracht auf italienischem Boden abladen. Seit Jahresbeginn erreichten so 85.000 Illegale den Schengen-Raum der EU.

Die Schließung der italienischen Häfen wäre ein erster Schritt. Hilfsorganisationen und Marineschiffe sollten gezwungen werden, aufgebrachte Schiffbrüchige stets zum Ausgangsort zurückzubringen. Warum lassen sich europäische Regierungen am Nasenring von Nichtregierungsorganisationen durch die Manege führen, die prinzipiell Masseneinwanderung und Beseitigung von Grenzen erzwingen möchten?

Die Bundesregierung agiert indes unverändert wie ein „Hippie-Staat“ (Anthony Glees) und weigert sich, die Hoheit über unsere Außengrenzen endlich mit Härte durchzusetzen. Und Berlin weigert sich, den stärksten Magneten für illegale Einwanderung abzustellen, unsere märchenhaft hohen Sozialleistungen für Nicht-EU-Bürger, die Deutschland für Migranten zu einem Land machen, in dem Milch und Honig fließen. Es ist zu hoffen, daß es den Verantwortlichen nicht gelingt, das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

JF 28/17

HAMBURG. Unter dem Motto „Welcome to hell“ haben linksextreme Gruppen am heutigen Donnerstag zu einer Demonstration gegen den G20-Gipfel aufgerufen. Die Polizei rechnet damit, daß es zu Gewalt und Ausschreitungen kommt.

Bis zu 8.000 Linksextremisten werden zu den Protesten erwartet, viele gelten als gewaltbereit. Am morgen traf in Hamburg ein erster Sonderzug aus Basel mit mehreren Gipfelgegnern aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ein. Auch aus dem Ausland sind zahlreiche Linksradikale auf dem Weg in die Elbstadt.

Laut Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) werde die Polizei auf Ausschreitungen entsprechend reagieren. „Wir werden sehr auf einen friedlichen Verlauf achten. Und wenn es dort aus der Versammlung heraus zu Störungen kommt, dann wird es auch eine polizeiliche Reaktion darauf geben.“

Keine Distanzierung von Gewalt

Die Demonstration soll um 16 Uhr am Fischmarkt auf St. Pauli mit einem Konzert beginnen und laut Veranstaltern den Auftakt zur „heißen Phase“ der Anti-G20-Gipfel-Proteste bilden. Der Start der Demonstration ist für 19 Uhr geplant. Die Abschlußkundgebung soll dann in unmittelbarere Nähe zu den Messehallen, in denen am Freitag der G20-Gipfel beginnt, stattfinden.

Verantwortlich für die „Welcome to hell“-Demonstration sind Mitglieder der linksextremen Szene um die „Rote Flora“, die auch das „Antikapitalistische Camp“ im Elbpark Entenwerder organisieren. Namentlich führt der Hamburger Verfassungsschutz hierbei den Sprecher der Roten Flora, Andreas Blechschmidt, auf, der bereits in der Vergangenheit mehrfach mit gewaltbereiten Äußerungen auffiel.

Auf ihrer Internetseite kündigte das Demobündnis an, sich polizeilichen Vorkontrollen zu widersetzen. Man werde solche „Einschüchterungsversuche“ und „Autoritätsdemonstrationen“ seitens der Polizei nicht hinnehmen. Für den Fall, daß die Polizei die Demonstration vorzeitig beendet, rufen die Linksextremisten dazu auf, „spontan und unberechenbar zu sein und sich in großen Gruppen zu bewegen – laut und sichtbar. Denn wir nehmen uns die Straße wann, wie und wo wir wollen!“ (krk)

«Ein Kampfsportler kann gezielter zuschlagen»

Dass Carlos so gefährlich ist, liegt auch am Thaibox-Unterricht, den er besuchen durfte. Das hat zu einem Umdenken geführt: Kampfsport zur Resozialisierung ist mittlerweile passé.

Carlos (21) betrachteten die Aufseher des Gefängnisses Pfäffikon als so gefährlich, dass sie sich nicht trauten, seine Zellentür zu öffnen. Vorher mussten sie ein Polizeiaufgebot hinzuziehen. Die Folge: Der tägliche Hofgang blieb ihm verwehrt. Er litt unter erniedrigenden Haftbedingungen, wie ein am Montag vorgestellter Bericht zeigte. Erst letzte Woche schlug Carlos wieder zu: Er ging in der Strafanstalt Pöschwies gleich auf sieben Aufseher los, einer musste ins Spital.

Doch ausgerechnet die Behörden haben mit dazu beigetragen, dass Carlos so gefährlich ist. Als Carlos 16 Jahre alt war, wurde für ihn in Basel ein Sondersetting organisiert, bei dem er während über einem Jahr Thaiboxen lernte. Typisch an Thaiboxen ist, dass man sowohl Fäuste, Ellbogen als auch die Beine zum Kämpfen einsetzen kann.

Dank des Thaibox-Trainings ist aus Carlos, der jahrelang von Institution zu Institution weitergereicht wurde und an vielen Orten schon als Jugendlicher als untragbar galt, offenbar eine Kampfmaschine geworden.

«Aggressionen kann man nicht mit aggressivem Sport begegnen»

Für Strafrechtsexperte und Kriminologe Martin Killias ist es unverständlich und falsch, straffällig gewordene Jugendliche in Kampfsport zu unterrichten. «Sicher ist, dass so trainierte Personen gezielter zuschlagen können. Sie brauchen also weniger Schläge, um jemanden ausser Gefecht zu setzen.»

Killias plädiert schon lange dafür, dass keine Art von Kampfsport zur Resozialisierung eingesetzt wird. Dass man Aggressionen mit einem aggressiven Sport abreagieren könne, ist aus seiner Sicht eine Fehlüberlegung. Es gebe viele Studien, die beweisen würden, dass dies nicht funktioniere.

«Boxtraining im Gefängnis ist kontraindiziert»

Killias verweist auf eine Langzeitstudie mit Jugendlichen aus Norwegen. Diese habe nachweisen können, dass speziell Sportarten wie Boxen, Kraftsport, Wrestling, Thai- und Kickboxen Aggressionen und asoziales Verhalten verstärkten. Der negative Effekt entstehe einereseits durch den Sport selbst, aber auch durch die an den Trainingsorten gelebten Machoattitüde und die dortigen Normen und Ideale.

Für den Strafrechtsexperten ist es darum unverständlich, dass es immer noch Gefängnisse gibt, in denen man Boxen trainieren kann. «Mir ist bewusst, dass es wenig Platz gibt und Kraft- und Boxtrainig deshalb praktischer sind als andere Sportarten, dennoch ist es extrem kontraindiziert», sagt Killias.

Ein lebendes Wunder

On July 6, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Ein gekachelter Klinikraum, ein Kind kommt zur Welt, es lebt, schreit. Doch niemand freut sich. Krankenschwestern kommen, hüllen das 690 Gramm schwere Frühchen grob in Decken und legen es in einem Nebenraum ab. In der Hoffnung, daß es bald stirbt. Ab und zu gucken Ärzte, ob es schon tot ist. Das Kind ist schwerbehindert. Durch Medikamente, die seine Zwangsgeburt künstlich eingeleitet haben, ist es geschädigt, braucht dringend helfende Hände, die es medizinisch versorgen.

Doch der Säugling wird weiter liegengelassen, unversorgt. Stunde um Stunde. Das Neugeborene kämpft in der Oldenburger Frauenklinik um sein Leben. Es atmet, sein Puls schlägt. Nach fast zehn Stunden gewinnt es den Kampf. Den Ärzten wird mulmig. Weil der Junge nicht wie vorgesehen stirbt, wird er schließlich intensivmedizinisch betreut. Ein Leben beginnt.

Schwere Vorwürfe an Klinik

Der Vorfall vom Juli 1997 wäre nie durch die Presse gegangen, hätten die Eltern des als „Oldenburger Baby“ bekannt gewordenen Tims nicht gegen die Frauenklinik geklagt. Sie seien nicht über das „Risiko“ aufgeklärt worden, so ihr Vorwurf, daß ihr Kind überleben könnte. Der Junge wurde in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben – seine Eltern wollten kein Kind mit Down-Syndrom.

Durch die Abtreibung und die medizinische Unterversorgung erlitt Tim weitere Schädigungen (Wasserkopf, Hirnblutungen, Lungenschäden) und ist deshalb mehrfach behindert. Nach einem halben Jahr intensiver Behandlung konnte er aus dem Krankenhaus entlassen werden. Seitdem lebt er bei seiner Pflegefamilie, die ihn liebevoll aufgenommen hat und stolz auf ihn ist. Entgegen den Prognosen der Ärzte hat Tim mit sechs Jahren noch laufen gelernt und sogar die Schule besucht. Am heutigen Donnerstag wird Tim 20 Jahre alt. (ru, krk)

> Wer Tim und seine Familie unterstützen will, kann dies über die Stiftung Ja zum Leben tun. Zu seinem 20. Geburtstag ermöglicht ihm die Stiftung eine Delphin-Therapie.

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