Bewaffnete Terroristen haben das Feuer auf Fahrzeuge mit koptischen Christen in Ägypten am Freitag eröffnet. Dabei wurden mindestens 26 Menschen getötet und 23 verletzt, darunter viele Kinder, laut Offiziellen der Kirche. Bischof Makarios der koptisch-orthodoxen Kirche in der Minya-Provinz sagte, die Angreifer kamen mit drei SUVs und schossen auf einen Pickup mit Arbeiter und auf zwei Busse die mit Pilgern besetzt waren, während sie in einem Konvoi zum Anba-Samuel-Kloster in der Region um Al-Minja unterwegs waren. Viele der Opfer wurden aus nächster Nähe erschossen. “Die Angreifer kamen aus den nahen Bergen und warteten in einem Versteck” sagte der Bischof. “Die Polizei sucht sie jetzt.” Der Überfall fand auf der Strasse welche die Nord-Süd-Fernstrasse mit dem Kloster verbindet, eine abgelegene Gegend der Provinz.

Chronischer Mangel an Selbstachtung

On May 26, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Der Einsatz von Bundeswehr-Kontingenten im Rahmen des Syrien-Krieges auf dem türkischen Stützpunkt Inçirlik war von Anfang an eine Absurdität. Die Stationierung von „Patriot“-Raketen zum „Schutz“ des Nato-Partners Türkei vor Feuerüberfällen aus dem Nachbarland wurde den Beigeschmack nie los, es gehe in Wahrheit darum, die Nato und damit auch Deutschland in eine von der Türkei selbst mit angezettelte militärische Auseinandersetzung hineinzuziehen.

Warum Aufklärungsflugzeuge im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ausgerechnet vom Territorium der Türkei operieren müssen, die die Terroristen länger als Werkzeug regionalpolitischer Interessen gefördert denn bekämpft hat, ist ebenfalls wenig plausibel. Wäre die Bundesverteidigungsministerin nicht so intensiv mit der Demontage ihrer Armee von innen beschäftigt, hätte sie alternative Standorte schon lange gesucht und gefunden haben können.

Eingeübter Nationalmasochismus

Der diplomatische Affront der fortgesetzten türkischen Truppenbesuchsverbote gegen deutsche Politiker hätte schon längst zum Abbruch eines Einsatzes führen müssen, der von Ankara vor allem als Erpressungspotential betrachtet wird. Daß dies trotz gelegentlicher vollmundiger Ankündigungen noch immer nicht erfolgt ist, verrät den eingeübten Nationalmasochismus und chronischen Mangel an Selbstachtung deutscher Politiker, in dem robuster gestrickte Spitzbuben wie der Despot vom Bosporus ein Zeichen innerer Schwäche wittern, das sie gern und weidlich ausnutzen.

Von Rechts wegen müßten es Deutschland, die Niederlande und andere von Erdogan aggressiv geschmähte Regierungen sein, die bei den Nato-Partnern auf wirksame Maßnahmen gegen ein außer Kontrolle geratenes Mitgliedsland dringen. Der Entzug von Zahlungen, Privilegien und Unterstützung würde in Ankara vermutlich mehr Eindruck machen als der zaghaft erhobene Zeigefinger der vom „Flüchtlings-Deal“ paralysierten Kanzlerin. 

Statt dessen blockiert die Türkei die Teilnahme Österreichs an Nato-Partnerschaftsprogrammen, weil man in Wien, anders als im knieweichen Berlin, den EU-Beitritt der Türkei öffentlich in Frage stellt. Dabei müßte die Frage eigentlich lauten, was denn ein Land, dessen Präsident die Verbündeten mit „Nazi“-Tiraden und offenen Drohungen überschüttet, überhaupt noch in einer „westlichen“ Verteidigungsorganisation verloren hat. Die groteske Situation erhellt, wie sehr die Asylkrise und die freiwillige Aushändigung der Schlüssel zu den EU-Grenzen an den Despoten vom Bosporus die Verhältnisse in Europa aus den Fugen gebracht hat.

BERLIN. Mit einer Mahnwache hat der Bund Deutscher Einsatz-Veteranen am Freitag in Berlin für eine bessere Anerkennung der Soldaten, die im Auslandseinsatz dienen oder dienten, demonstriert.

Etwa 70  Teilnehmer – darunter auch Angehörige von Verwundeten und Hinterbliebene von Gefallenen – versammelten sich am frühen Nachmittag vor dem Kanzleramt. Der Veteranenverband fordert ein „klares politisches und militärische Bekenntnis“ zu den Leistungen der „Frauen und Männern, die mit schmutzigen Stiefeln und Waffe in der Hand für die Bundesrepublik Deutschland auf fremden Boden gestanden, ihr Leben riskiert haben.“

Unbelastete Traditionslinie

Im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über den Traditionserlaß der Bundeswehr verdienten nach Ansicht des Verbands die jährlich etwa zehntausend aus dem Auslandseinsatz zurückkehrenden einen Platz in einer „eigenen, modernen und unbelasteten Traditionslinie“ der Truppe.

Dies gehöre zu einer Armee im Einsatz: mit tapferen Soldaten „die helfen, schützen aber auch kämpfen mußten, die gefallen sind oder mit körperlichen oder seelischen Verwundungen heimkehrten, mit Erfolgen und Mißerfolgen, mit militärischen Glanzleistungen aber auch mit Führungsversagen“.

Auf das Leid traumatisierter Soldaten aufmerksam machen

Mit einer Ehrenwache begrüßten die Mitglieder des Veteranenverbands zudem ihren Kameraden Alexander Sedlak, der am Freitag in Berlin seinen 750 Kilometer langen Fußmarsch „Gegen das Vergessen“ beendete. Sedlak, der als Scharfschütze in Afghanistan gedient hatte, wollte damit auf das Leid traumatisierter Soldaten aufmerksam machen und Spenden sammeln.

Insgesamt kamen so fast 10.000 Euro zugunsten traumatisierter Soldaten zusammen. Sedlak bekannte, er sei stolz, sein Ziel erreicht zu haben. Für ein Resümee des Marsches sei es jedoch noch zu früh. „Ich muß das erstmal sacken lassen“, sagte er der JUNGEN FREIHEIT. Der Empfang durch die Kameraden in Berlin sei überwältigend gewesen.

Am Samstag nimmt Sedlak mit anderen Veteranen am gemeinsamen Gedenken im Wald der Erinnerung am Einsatzführungskommando in Potsdam teil. „Das war ja mein eigentliches Ziel.“ Außer um die Spendensammlung gehe es ihm jedoch vor allem auch um eine größere Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Soldaten im Einsatz. (vo)

Attentat auf ägyptische Christen

On May 26, 2017, in Junge Freiheit, by admin

KAIRO. Mindestens 23 koptische Christen sind bei einem mutmaßlich islamischen Terroranschlag in Ägypten ums Leben gekommen, die meisten davon Kinder. Weitere 25 wurden verletzt, als mehrere Attentäter das Feuer auf zwei Busse nahe der Stadt Al-Minya, 250 Kilometer südlich von Kairo eröffneten. Die Kinder waren nach Angaben des Provinzgouverneurs Essam al-Bedaiwy auf einem Ausflug zu einem Kloster.

Bereits im April starben 45 Christen bei zwei Terroranschlägen. Am Palmsonntag hatten die islamischen Attentäter Sprengsätze vor der Markuskirche in Alexandria und in der Kirche Mar Gigis in Tanta zur Detonation gebracht.

Derzeit hat sich noch keine Terrorgruppe zu dem Anschlag bekannt. Im April übernahm der sogenannte Islamische Staat die Verantwortung für die Massaker. Am morgigen Samstag beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. In Ägypten leben rund neun Millionen koptische Christen. Das sind etwas mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Minya-Provinz gilt als eine der Hochburgen der Kopten. (tb)

FRANKFURT/MAIN. In der Wahrnehmung der Bundesbürger ist die AfD in den vergangenen Jahren deutlich nach rechts gerückt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Demnach halten nur 18 Prozent der Deutschen die AfD für eine normale, demokratische Partei. 74 Prozent sind der gegenteiligen Auffassung. Vor zwei Jahren hielten noch 22 Prozent der Befragten die Partei für demokratisch, 62 Prozent verneinten dies.

Anders als noch im Jahr 2014 sehen die meisten Bürger demnach in der AfD heute primär eine Anti-Einwanderungspartei. 79 Prozent nehmen die Partei als solche war (2014: 58 Prozent). Die Wirtschaftskompetenz der Partei hat nach Ansicht der Menschen in dieser Zeit gelitten. Glaubten 2014 noch 25 Prozent der Deutschen, die AfD werde die Wirtschaft stärken, sind heute noch 10 Prozent dieser Meinung. Daß sich die AfD für eine Reduzierung der Staatsverschuldung einsetzt, meinen 12 Prozent (2014: 29 Prozent).

Kluft zwischen AfD-Anhängern und dem Rest

Die Kluft zwischen AfD-Sympathisanten und dem Rest der Gesellschaft illustriert die Frage nach der künftigen Ausrichtung der Partei. Die These, die AfD solle sich darauf konzentrieren, „eine konservative Alternative zu den etablierten Parteien“ zu sein, „aber rechtsextremen Positionen eine Absage erteilen“, befürworteten alle Befragten zu 57 Prozent, AfD-Anhänger hingegen nur zu 28 Prozent.

Hingegen wünschten sich 14 Prozent der Bundesbürger, aber 60 Prozent der AfD-Wähler, die Partei als eine „deutsch-nationale Alternative, die Deutschland gegen zu viele Ausländer und zu viele ausländische Einflüsse verteidigen“ soll. Besorgen muß die Partei, daß 20 Prozent ihrer potentiellen Wähler die AfD durch die Kursänderung der Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik für nicht mehr notwendig erachten. (tb)

+++Amokfahrt in der Mönckebergstraße?+++

Stockholm, Berlin, Nizza, Paris – Mitten in Europa schlagen Islamisten gnadenlos zu und tragen Terror und Gewalt beinahe wöchentlich in unser Alltagsleben. Gleichzeitig wird unsere Heimat von einer Kriminalitätswelle überschwemmt, von Diebstählen bis hin zu Vergewaltigungen und Totschlag.

Ständig werden wir mit den Folgen einer unkontrollierten Masseneinwanderung konfrontiert – in den Zeitungen, im Fernsehen, oder wenn wieder ein #JeSuis-Hashtag die Runde macht. Statt die Konsequenzen einer unmenschlichen Politik zu ziehen, üben sich die verantwortlichen Politiker in der Wiederholung von Durchhalteparolen. Von Angela Merkels „Wir schaffen das!“ bis hin zu Heiko Maas’ „Es gibt keine Verbindung zwischen dem Terrorismus und den Flüchtlingen“ führt ein roter Faden direkt zu den Leichen von Maria L., Peter V. Und Anna B.

Die Identitäre Bewegung Hamburg hat am 6. Mai auf das eklatante Versagen der Politik hingewiesen. Auch in der Mönckebergstraße fand ein „Anschlag“ statt:

Aktivisten sperrten den Tatort ab, an dem die Körper unzähliger „Toter“ lagen. Sie standen sinnbildlich für diejenigen Europäer, die in jüngster Zeit Opfer einer kriminellen Einwanderungspolitik, einer naiven Willkommenskultur und der Fortsetzung der Multikulti-Ideologie wurden.

Neben entsprechenden Bannern wurden die Namen der Opfer ausgelegt und Kreideumrisse aufgebracht. An den Absperrbändern, an denen sich die Schaulustigen sammelten, wurden Zitate der sogenannten „Eliten“ befestigt.

Die Botschaft ist klar: Wer „Terroristen mit Liebe“ (Margot Käßmann) begegnen will, wer denkt, Deutschland würde jetzt „bunter“ (Katrin Göring-Eckhart), der hat jeden Sinn für die Realität verloren. Wer weiterhin für offene Grenzen plädiert und in der Welle von Übergriffen und terroristischen Anschlägen Einzelfälle psychisch gestörter Täter sieht, der hat in der Politik nichts mehr zu suchen.

Wir fordern ein Ende dieser Migrationspolitik, sichere Grenzen und eine sichere Zukunft!

Spenden:
Identitäre Bewegung Deutschland e.V.
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BERLIN. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat Spracherkennungsprogramme zur Identifizierung von Asylsuchenden ablehnt, die es im Frühjahr 2016 angeboten bekam, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Eine Erprobung unterblieb unter anderem wegen Vorbehalten beim Datenschutz. Mit den Programmen hätten beispielsweise die 14 falschen Identitäten des späteren Attentäters Anis Amri enttarnt werden können.

Dem Bericht zufolge hatten mehrere IT-Unternehmen aus Deutschland und Israel der Behörde entsprechende Angebote unterbreitet. Mindestens eines der Unternehmen aus Israel besitze jedoch Kontakte zum israelischen Geheimdienst, schreibt die FAZ unter Berufung auf eine interne Quelle aus dem Bamf. Auch viele Geheimdienste setzen Spracherkennungsprogramme ein. Moderne Programme können anhand von Gesprächsanalysen die Herkunft eines Sprechers mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren.

Falsche Loyalitäten

Nicht nur, ob jemand in seiner Muttersprache spricht, könne so festgestellt werden. Sogar die Zuordnung des Dialektes zu einzelnen Regionen sei möglich. Mittlerweile eruiere die Behörde den Markt für „Systeme der Sprach- und Gesichtserkennung“, bestätigte das Bundesinnenministerium. Ob und wann eine Testreihe geplant sei, wurde jedoch nicht bekanntgegeben.

Rund 60 Prozent der Asylantragsteller erscheinen beim Bundesamt oder den Ausländerbehörden ohne Papiere. Laut einer McKinsey-Studie seien die Abschiebungshindernisse „vorgetäuscht oder selbstverschuldet herbeigeführt“. Die bisherige Methode, Gutachter zu bestellen, ist ausgesprochen umständlich und kostspielig. Zudem besäßen Dolmetscher häufig falsche Loyalitäten: „Wir erwarten von Ihnen eine genaue und neutrale mündliche Übersetzung der Gesprächsinhalte“ mahnt das Bamf in einer Ausschreibung. (FA)

BERLIN. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht die muslimische Zuwanderung als Chance für Deutschland. Christen, aber auch Atheisten könnten von Muslimen lernen, sagte er dem Deutschklandfunk anläßlich des in Berlin stattfindenden Evangelischen Kirchentags. Im Islam würden menschliche Werte wie Gastfreundschaft und Toleranz gelebt.

„Ich glaube zum Beispiel, daß Juden über Jahrhunderte in islamisch geprägten Ländern weniger zu leiden hatten als in christlich geprägten Ländern“, so Schäuble. In der Auseinandersetzung mit dem Islam müßten die Bundesbürger auch bereit sein, „nicht nur das eigene für richtig zu halten“. Der Islam sei Teil Deutschlands. Wer das bestreite, bestreite die Wirklichkeit.

„Wenn wir die Ordnung des Grundgesetzes leben und verwirklichen wollen, müssen wir mit diesen Menschen in einen Dialog treten.“ Mit dem Begriff Leitkultur gehe er zurückhaltend um. „Unsere Art zu leben, unsere Werteordnung“ sei zur Ordnung des Grundgesetzes geworden. Schäubles  (tb)

Nicht lockerlassen

On May 26, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Am Freitag hat es Alexander Sedlak geschafft. Dann will der 27 Jahre alte Afghanistan-Veteran der Bundeswehr nach einem Marsch von rund 750 Kilometern sein Ziel erreicht haben: den Wald der Erinnerung auf dem Gelände des für die deutschen Auslandseinsätze zuständigen Einsatzführungskommandos in Potsdam.

„Ich möchte der gefallenen Kameraden gedenken und so viele Mitmenschen wie möglich zum Gedenken anregen“, begründet der ehemalige Scharfschütze seine Aktion, die er auch nutzte, um Spenden für die Veteranenhilfe zu sammeln. Schon während der Vorbereitung für den Marsch, den Sedlak mit seinem Rottweiler Bruno absolviert, hatte er 2.500 Euro gesammelt.

Gezeichnet aus dem Einsatz zurück

Mit seiner Aktion möchte Alexander Sedlak nicht nur der Gefallenen gedenken, sondern auch auf die Veteranen der Bundeswehr aufmerksam machen und nicht zuletzt auf die Soldaten, die mit Schäden an Leib und Seele aus dem Einsatz zurückgekehrt sind. Wie er selbst. Sedlak war 2011 für sieben Monate in Afghanistan stationiert. Dabei war er als Scharfschütze und Richtschütze eines schweren Maschinengewehrs auch an Kampfeinsätzen beteiligt.

Nicht ohne Folgen: Er kehrte mit Angstzuständen und Depressionen nach Deutschland zurück. „Eigentlich hat es unmittelbar nach dem Einsatz angefangen. Eingestanden habe ich es mir aber erst nach dreieinhalb Jahren. Da hatte ich meinen ersten Flashback“, schilderte Sedlak in der Zeitschrift loyal des Reservistenverbandes seine Erfahrungen. Die überzeugten ihn davon, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Die Diagnose lautete bei ihm wie bei vielen Rückkehrern: Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS.

Keine offizieller Gedenktag für Veteranen

Die Wanderung nach Berlin ist für ihn daher auch eine Art Therapie. Am 17. April ist er in Freiburg gestartet. In 36 Tagesetappen, jeweils 16 bis 28 Kilometer lang, hat er die Strecke seither bewältigt. Daß Sedlak sein Ziel ausgerechnet an diesem Wochenende erreichen will, ist kein Zufall. Der 27. Mai ist vom Veteranenverband zum Tag der Veteranen ausgerufen worden.

Denn bis heute gibt es in Deutschland keinen offiziellen Gedenktag für die Veteranen der Bundeswehr. Vor drei Jahren fand daher auf Initiative des Veteranenverbandes auf dem Gelände des Bendlerblocks in Berlin ein erster inoffizieller Gedenktag statt, um für das Anliegen der Veteranen zu werben.

Erstmals 2011 die Rede von „Veteranen“

Auf offizieller Ebene läuft die Veteranen-Diskussion seit 2011. Damals bezeichnete Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) Soldaten, die an einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teilgenommen hatten, in einer Rede erstmals als Veteranen.

Damit war der Grundstein gelegt für die Diskussion über eine deutlichere Anerkennung der Leistungen der Soldaten der Bundeswehr, wie sie in den meisten anderen Ländern selbstverständlich ist. Bald darauf präsentierte er ein sechsseitiges Diskussionspapier mit Vorschlägen für die „gesellschaftliche Würdigung“ der aktiven und ehemaligen Soldaten mit Einsatzerfahrung.

Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt

Doch auch wenn im 2013 geschlossenen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD die Wertschätzung der Veteranen ein Thema war, geriet das Thema danach schnell wieder ins Abseits. Doch die Betroffenen, die unter anderem im Bund Deutscher Einsatz-Veteranen organisiert sind, ließen nicht locker und stritten vor allem für die Anerkennung und angemessene Versorgung der Veteranen. Seitdem hat sich einiges verbessert.

Doch eine regelmäßige öffentliche Würdigung der Veteranen gibt es bis heute nicht. Aus diesem Grund ruft der Veteranenverband für Freitag zu einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt auf. Unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ soll der Gefallenen gedacht werden sowie aller „unsichtbaren Einsatzveteranen“.

Gemeinsamer Marsch der Stille

Am Sonnabend wird Alexander Sedlak in Potsdam von seinen Kameraden empfangen. Dort ist dann am Wald der Erinnerung, in dem alle Ehrenhaine aus den Einsatzgebieten der Bundeswehr versammelt sind, ein gemeinsamer Marsch der Stille geplant.

Die Organisatoren hoffen, daß der diesjährige Veteranentag auch bei den zuständigen Politikern auf Resonanz stößt. Auf seinen Erinnerungsmarsch habe er „aus der hohen Politik“ bislang jedenfalls noch keine Reaktionen bekommen, bedauerte Sedlak.

JF 22/17

Die Raumsonde Juno hat Wirbelstürme am Jupiter beobachtet.

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