Spatz: Im Westen nichts Neues

On May 5, 2017, in Spatz, by admin

Im Westen nichts Neues

Der Spatz im Gebälk

Die Kanzlerin ist gegenwärtig auf Wahlkampf-Tour im Ausland. Am 1.5. berichtete Deutschland Radio, sie habe bei ihrem Besuch in Saudi Arabien dem Königshaus, den Finanziers des IS-Terrors, zugesagt, syrischen Kräfte in Deutschland, die in Syrien gegen die legitime Regierung gekämpft und maßgeblich die Flüchtlingsbewegung in Gang gebracht hatten, durch die Bundeswehr als Soldaten ausbilden zu lassen. Vielleicht wurde die Mitteilung oder Frau Dr. Merkel selbst missverstanden und sie will nur die Bundeswehr mit Hilfe der Flüchtlinge auffüllen, weil es dazu an deutschen Bürgern im entsprechenden Alter und mit der entsprechenden Einstellung fehlt.

Ihre Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin fielen dagegen weniger freundlich aus. Das ist sicherlich der antirussischen Stimmung der deutschen Medien geschuldet. Um Punkte zu machen, musste sie Putin das vorwerfen, was die Presse uns Bürgern erzählt, und nur solche Dementi Putins zusammenfassen, die niemand mehr Politikern gläubig abnimmt. Trotz aller Vorbehalte und Widrigkeiten wolle man wenigstens „im Gespräch bleiben“. Das sollte die Deutschen „Russland-Versteher“ oder Weltkriegs-Befürchter etwas besänftigen und davon ablenken, dass gerade Merkel und ihre Entourage die antirussische Rhetorik des Westens am weitesten getrieben und Russland-Sanktionen am striktesten verteidigt haben. Man hat hier ja immer nur Russland für die Vorgänge in der Ostukraine (Bruch von Minsk I und II) verantwortlich gemacht, nie Kiew, wo der Westen den Putsch finanziert, rechtsradikale Kreise an die Macht gebracht und damit die Krise ausgelöst hatte. Natürlich konnte Merkel Putin nichts Konkretes vorschlagen, da ihr transatlantischer Vorgesetzter in Übersee immer noch nicht zu erkennen gegeben hat, wie er den Dialog mit Russland zu führen gedenke. Man verstehe sich nicht und rede aneinander vorbei, habe Putin laut russischer Medien das Treffen kommentiert. Wie auch, es ging ja nur um die Wahlkampf-Show Merkels. Sie hat gewirkt, wenn man den Forsa-Umfragen glauben will. In Frankreich Macron, hier Merkel – im Westen gibts eben nichts Neues.

Neues im Osten? Etwa genauso viele Russen, wie Leistungsträger das ideologisierte Deutschland verlassen haben, nämlich 150.000, sollen 2016 aus der westlichen Welt nach Russland zurückgekehrt sein, um wieder dort zu leben. Dies geschehe seit 2014 mit steigender Tendenz. Über die Hintergründe wird spekuliert. Einer der im Westen akzeptierten Gründe dürfte an dem zunehmenden psychologischen Druck liegen, denen die Russen im Westen aufgrund der von den Medien seit der Ukraine-Krise verbreiteten antirussischen Vorurteile ausgesetzt sind. Das bestätigte „Yan, ein Russe, der seit über 20 Jahren in Paris lebt; er sagte, die Entscheidung der Russen in ihre Heimat zurückzukehren, ist doch offenkundig. ‘Die Informationen in den meisten Medien hier sind von Anfang an verdreht, um die Europäer in Angst vor den Russen zu halten”… ‘Wenn Du einer Gruppe angehörst, die ständig unter Druck steht, dann hast Du noch mehr Angst, deine Nation und dein Land zu verteidigen.‘” (https://www.infowars.com/russians-fleeing-europe-over-anti-trump-russophobia/) Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland haben sich mit den irrsinnigen Behauptungen über angebliche russische Einflussnahme auf die unerwünschten Wahlergebnisse in den USA von 2016 weiter verschlechtert. Auch Merkel war sich nicht zu blöde, in Sotchi dergleichen Befürchtungen hinsichtlich ihrer Wiederwahl im Herbst vorzutragen. Schließt man da etwa von sich auf andere, nur um von den unerfreulichen Veröffentlichungen der E-mails von Clintons Mitarbeiter John Podesta und den darin enthaltenen Eingeständnissen von Absprachen und Korruption abzulenken?

Vielleicht liegt es auch nur an der Ernüchterung der hier lebenden Russen bezüglich der Perspektive im Westen. Die Zentralbanken des Westens begannen vor acht Jahren mit dem Kauf von Schulden (Zahlungsversprechen) und haben entsprechend Geld auf den Markt geworfen. Jetzt besitzen sie solche im Wert von 13 Billionen Dollar davon. Überhaupt kein Problem, heißt es. Die Banken können sich von den Schulden ja auch wieder trennen. Man hat die Schulden gekauft und mit dem frischen Geld den Wertverfall der Wertpapiere aufgehalten. Man könne sie jederzeit wieder verkaufen, heißt es. So einfach ist das – wenn man Käufer dafür findet. Und wer kommt für die Verluste auf. Die Superreichen etwa, denen das neu geschaffene Geld vor allem zugeflossen ist?

Laut den jüngsten offiziellen Daten des Census Bureau der USA beziehen 110 Millionen Amerikaner Mittel aus diversen Programmen des Bundes: Lebensmittelmarken, Behindertenprogramme und dergleichen mehr. Sie haben das durchaus nötig. Das Bureau of Labor Statistics gibt an, dass dagegen nur etwa 125 Millionen Amerikaner eine Vollzeitarbeitsstelle haben. Knapp 112 Millionen im erwerbsfähigen Alter haben keinen solchen Arbeitsplatz. Das heißt, nur 125 Millionen Menschen mit Vollzeitstellen halten die US-Wirtschaft, die neben den Kriegen eine Gesamtbevölkerung von 323 Millionen zu versorgen hat, am Laufen. Rein rechnerisch hat jeder dieser Vollzeit-Arbeitnehmer etwa 2,6 Personen „an der Backe“, zusätzlich zu den anderen Ausgaben des Staates, und natürlich auch noch die Staatsverschuldung in Höhe von 20 Billionen Dollar und die privaten Schulden im Umfang von weiteren 40 Billionen Dollar. Jeder Vollzeitarbeitnehmer hat also gerade einmal für 480.000 Dollar Schulden einzustehen. Natürlich, es gibt auch noch Teilzeitbeschäftigte z.B. bei McDonalds – nur mit welchem volkswirtschaftlichen Gewinn?

Das durchschnittliche Gehalt eines Vollzeit-Arbeitnehmers liegt in den USA nach Angaben des Büros bei 48.000 Dollar im Jahr – immerhin stolze 4000 $ im Monat. Das ist ein Zehntel der rechnerischen Schuldenlast. Bei einem früher üblichen bescheidenen Zinssatz von fünf Prozent müsste jeder Vollzeitbeschäftigte für seine 480.000 Dollar Schulden jährlich die Hälfte seines Einkommens, sprich 24.000 Dollar, für die Zinsen abdrücken. Natürlich ist das eine Milchmädchen Rechnung. Denn wie viele der Vollzeitstellen arbeiten für die Versorgung der US-Bürger, wie viele für die Regierung, für die Werbe-Institutionen und Medien, die für die richtigen Meinung der Bürger in Politik und Werbeunterhaltung sorgen, und natürlich auch für die Rüstung, die sie selbst handhaben dürfen. Freilich könnte der erreichte Stand der Produktionstechnik, wenn man sie ließe, das alles bewältigen – aber Knappheit muss sein, schon um des Systemerhalts willen. Bloomberg tut durchaus seinen Job, wenn das Magazin kürzlich, ohne „fake news“ Alarm auszulösen, schrieb: „Die Wirtschaft wuchs in den vergangenen Wochen in einem bescheidenen bis mäßigen Tempo weiter. Ein enger Arbeitsmarkt hat dazu beigetragen, die Lohnzuwächse zu verbreitern, obwohl die Konsumausgaben sich nur gemischt entwickelten. Das ergab eine aktuelle Umfrage der US-Notenbank.“ Menschen kann man bei solchen Umfragen viel in den Mund legen.

Offiziellen Statistiken zufolge hat der Euro seit seiner Einführung vor 10 Jahren knapp ein Viertel seiner Kaufkraft eingebüßt. Das entspricht einer Inflationssteuer von jährlich 1,6%. Nimmt man den klassischen Indikator für die Werthaltigkeit einer Währung, nämlich Gold, dann stieg der Preis einer Unze Gold von rund 300 Euro im Jahr 2002 auf zurzeit rund 1.150 Euro. Das entspräche rechnerisch einer Euro-Abwertung gegenüber Gold von über 300 Prozent. Der Kaufkraftverlust der D-Mark betrug seit ihrer Einführung 1948 bis zur Ablösung durch den Euro nach 54 Jahren Anfang 2002 rund 78 Prozent. Wer hat davon profitiert, was hat dieser mit dem Profit angestellt?

Die Target-Verbindlichkeiten (die Nettoforderungen der Deutschen Bundesbank gegenüber anderen Notenbanken im Eurosystem) summieren sich zusammen mit Rettungspaketen, Haftungen und Garantien allein für Deutschland auf die stattliche Summe von 1,8 Billionen Euro! Dazu könnte eine weitere Billion zählen, wenn man dazu noch über allerlei Wohlstandsverluste durch die Wirtschaftsrück- und umweltbedingte –Fehlentwicklungen, über Abflüsse zum Ausgleich der Leistungsbilanzdefizite anderer EU-Länder und dergleichen spekulieren wollte. Die Gesamthaftung der Deutschen mag inzwischen sein wie sie will – die wichtigere Frage lautet: Wer ist für diese Entwicklung verantwortlich?

Die meisten Entscheidungen werden nicht in Europäischen Parlamenten oder gar im Europa-Parlament getroffen (für die USA gilt unter anderen Umständen Ähnliches), sondern von der Kommission. Dort stehen noch viele weitreichende Pläne an: eine europäische Arbeitslosenversicherung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Verteidigungspolitik, eine Bankenunion, die allmähliche schrittweise Bargeldabschaffung und vieles mehr. Die EU-Kommission als Entscheidungsgremium ist jedoch nicht durch Wähler, die die Kosten der Entscheidungen zu tragen haben, demokratisch legitimiert, allerdings durch Gewählte. Die Entscheidungen der Kommission sind für die Gewählten dann meistens bindend und befreien sie von „der Verantwortung“. Ähnliches gilt für die Wähler, die die verantwortlichen Gewählten immer wieder bedenken- oder gedankenlos gewählt haben. Aber so funktioniert eben westliche Demokratie und wird ebenso als „unsere Werte“ bejubelt.

Denn „wer viel fragt,“ sagt das Sprichwort, „bekommt viel Antwort.“ Ähnlich gilt auch: Wer kein Geld mehr hat, für den braucht nicht mehr produziert zu werden. Das wiederum gilt ebenso für den, der sehr viel Geld besitzt, denn der sucht lukrative „Anlagen“ für sein Geld. Früher waren das bunte Papiere in seinem Tresor, heute sind es Bits im File seines Bankdepots. Verantwortlich ist, wenn sich kein anderer ausmachen lässt, das allgewaltige Schicksal, früher (vor rund 80 Jahren) hieß das „die Vorsehung“.

Haben Sie sich einmal gefragt, warum z.B. die meisten Umweltmaßnahmen der EU für die Umwelt oder einzelne Personen oft schädlich sind. Nach diversen Maßnahmen wie der Aufstellung von Windrädern und den inzwischen auch schon veralteten „Sparlampen“ trifft es nun auch die neu verordneten LED-Lampen (Licht erzeugende Dioden). Sie sollen laut der Europäischen Direktive zum Öko-Design Energie verbrauchender Produkte (2005/32/CE) die alten Leuchtmittel ersetzen. Das Emissions-Spektrum dieser Birnen enthalte eine überhöhte Blaustrahlung, die der Retina im Auge schadet und zwar nicht nur unter extremen Beleuchtungsbedingungen, sondern immer. Das wollen neue „Studien“ Laboratorien, die der US-Regierung nahe stehen, herausgefunden haben. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/articles/27751961/). Bisher ist nicht bekannt, ob – und wenn ja, wer – neue, ganz andere Leuchtmittel mit staatlicher Unterstützung auf den Markt bringen will und deshalb die Studie in Auftrag gegeben hat, wie das bei den inzwischen aufgeflogenen Klimamessungen der NOAA wohl der Fall gewesen sein mochte. In der EU sorgt inzwischen eine East StratCom Task Force dafür, dass Sie nicht mehr „Fake News“ aufzusitzen brauchen. Dank dieser Arbeitsgruppe kann das Büro für Auswärtige Angelegenheiten wöchentlich zwei Magazine heraus bringen, nämlich The Disinformation Digest und The Disinformation Review. Mit denen können Sie sicherstellen, dass Sie immer zur richtigen Meinung finden und nirgends mehr anstoßen. Ja, unsere tollen Werte.

LEIPZIG. Spezialkräfte der Polizei haben in der Nähe von Leipzig einen mutmaßlichen islamistischen Terroristen verhaftet. Der 29 Jahre alte Syrer Ahmad A. A. soll in seinem Heimatland eine Kampfeinheit der Terrormiliz Jabhat al-Nusra angeführt haben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

„Mit ihr beteiligte er sich im November 2012 an der Eroberung der syrischen Stadt Dibsi Afnan und im Februar 2013 an der Eroberung der syrischen Stadt Tabka“, teilte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof am Freitag mit. Im Frühjahr 2013 war es demnach zu Auseinandersetzungen zwischen der Miliz und der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gekommen, woraufhin sich Ahmad A. A. dem IS anschloß.

Zweite Festnahme

Das mutmaßliche IS-Mitglied soll noch am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser entscheidet über den Vollzug der Untersuchungshaft. Seit wann sich der Mann in Deutschland befindet und ob bei der Durchsuchung seiner Wohnung etwas gefunden wurde, war zunächst nicht bekannt.

Bei dem Großeinsatz in Wachau am Donnerstag abend, an dem auch ein Spezialeinsatzkommando und sowie GSG9-Einheiten beteiligt waren, gab es laut Polizei Leipzig auch weitere Festnahme. Die Basisinformationen in dem Fall stammten aus Bayern und wurden dann an die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe weitergegeben, berichtet der Bayerische Rundfunk. (ls)

BERLIN. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) überprüft rund 2.000 positive Asylverfahren auf systematische Mängel. Grund dafür ist der Fall von Franco A., einem Bundeswehroffizier, dem es unter falscher Identität gelang, subsidiären Schutz als syrischen Flüchtling zu erhalten. Dem Mann wird vorgeworfen, rechtsextreme Anschläge geplant zu haben.

Der positive Asylbescheid im Fall Franco A. sei „eine krasse Fehlentscheidung, wie sie nicht passieren darf“, räumte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Johannes Dimroth, gegenüber der FAZ ein. Seit dem 2. Mai laufe daher eine interne Überprüfung auf gravierende Fehler. Es sei zu klären, „ob es neben dem Einzelfall Franco A. möglicherweise auch systematische Mängel im Verfahren beim BAMF gab.“

Betroffen sind von der Maßnahme positive Asylbescheide zwischen dem 1. Januar 2016 bis zum 27. April von Asylbewerbern, die angeblich aus Syrien und Afghanistan stammen. Es handelt sich dabei um jeweils rund tausend Entscheidungen. (FA)

Die Arroganz der Einheitsfront

On May 5, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Wer immer schon den Verdacht hatte, daß es sich bei CDUSPDFDPGRÜNENLINKEN um eine Art Einheitspartei handelt, innerhalb derer Opposition allenfalls simuliert wird, kann sich nach dieser peinlichen Nummer des hessischen Landtags einmal mehr bestätigt fühlen: Geschlossen „verurteilten“ sämtliche Fraktionen den Kongreß des Aktionsbündnisses „Demo für alle“ an diesem Wochenende in Wiesbaden.

Egal wer in der Aktuellen Stunde des Landtags gerade „Zeichen setzt“ – die abgedroschenen linken Parolen und schablonenhaften Versatzstücke sind dieselben. „Hessen lebt Toleranz und Vielfalt“ (CDU), „rechter Quatsch“ (Linke), „ultrakatholisch“ (SPD), „häßliche Fratze“ (FDP), „Ihr wollt Haß nach Hessen tragen und ausgrenzen“ (Grüne). Die vorgestanzten Phrasen, die die Redner der einzelnen Parteien rituell abspulten, sind so austauschbar wie ihre Inhalte.

Die „Toleranten“ ertragen keine abweichenden Meinungen

Den „Bildungsplan“, der den Schülern nach grünlinker Agenda „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ aufoktroyieren will, hat ein CDU-Minister vorgelegt. Quer durch die Bank sind die Fraktionen sich einig in der allergischen Abneigung gegen Bürger, die sich erdreisten, das, was sie da so treiben, einfach in Frage zu stellen. Das geht ja wohl gar nicht. Und ab aufs „Regenbogenfest“.

Die Panik muß beträchtlich sein, wenn fünf Fraktionen geschlossen über Bürger herziehen, die es doch tatsächlich wagen, über ihre Politik diskutieren zu wollen. Hessens Grünen-Chef findet es „anmaßend“, daß die Veranstalter des Kongresses „für alle“ zu sprechen „vorgäben“. Das Etikett darf er sich getrost selbst ankleben. Auch die Schwarzrotgrüngelblinken sprechen nämlich nicht „für alle“.

Der Unterschied ist, daß die ach so „Toleranten“ in ihrer abgehobenen Nomenklatura-Arroganz Kritik und abweichende Meinungen offenbar nicht ertragen können.

WIESBADEN. Alle Fraktionen im hessischen Landtag haben einmütig einen für dieses Wochenende geplanten Kongreß des Aktionsbündnisses „Demo für alle“ verurteilt. „Ihr wollt Haß nach Hessen tragen und ausgrenzen“, kritisierte der Grünen-Landesvorsitzender Kai Klose. Seine Partei hatte das Thema als Aktuelle Stunde auf die Tagesordnung des Landtags gesetzt, berichtete die Frankfurter Neue Presse.

Klose erinnerte zudem an eine Demonstration gegen Frühsexualisierung im Oktober vergangenen Jahres, an der auch Mitglieder der „Identitären Bewegung“ und ein NPD-Funktionär teilgenommen hätten. „Wer Homosexualität mit Pädophilie gleichsetzt, zieht genau solche Typen an“, betonte der Grünen-Politiker.

Auch die FDP griff den Zusammenschluß mehrerer Familienverbände scharf an. Wenn Homophobie, Rassismus und Antisemitismus ihre „häßliche Fratze“ zeigten, sei es notwendig, daß die Politik ein klares Zeichen setze, sagte der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders.

CDU-Abgeordneter Irmer verurteilt Kritik

Zudem riefen Linkspartei, SPD, Grüne und FPD dazu auf, an einer „Regenbogenfest“ genannten Gegenkundgebung teilzunehmen. Darauf ging die CDU nicht ein. Deren Abgeordneter Hans-Jürgen Irmer verurteilte die Kritik an dem Symposium gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. „Die Intoleranz derjenigen, die Toleranz für sich einfordern, ist extrem gering, das ist zu verurteilen“, sagte Irmer.

„Ich habe Verständnis dafür, was auf dem Kongreß diskutiert wird.“ Man müsse sich fragen, ob die sexuelle Aufklärung in den Schulen altersgemäß stattfinde. „Und das tut sie meines Erachtens nach nicht.“ Der besondere Schutz von Ehe und Familie sei im Grundgesetz verankert und habe „Priorität Nummer eins“. Daß Ehe und Familie privilegiert seien, „muß auch so bleiben, bei aller Toleranz für gleichgeschlechtliche Paare“.

Die Initiatoren von „Demo für alle“ wollen am Samstag unter dem Titel „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“ auf einem Kongreß „die Wurzeln, Argumente und Methoden dieser Pädagogik einer kritischen Prüfung unterziehen“. Ende Oktober 2016 waren zahlreiche Bürger vor das Kultusministerium gezogen, um gegen den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen zu demonstrieren. (ls)

Ralle, der rote Rabauke

On May 5, 2017, in Junge Freiheit, by admin

Im Grunde kann ein Artikel über Ralf Stegner nur mit dem Satz beginnen: Zu Ralf Stegner fällt mir nichts ein. Niemandem fällt zu Ralf Stegner etwas ein. Nicht einmal Ralf Stegner selber.

Bevor die AfD auf der politischen Szenerie erschien, wußte kaum ein Mensch, wer Ralf Stegner ist. Inzwischen hat sich der Sozialdemokrat als eine feste Größe im Talkshow- und Twitter-Zirkus dieser Republik etabliert.

Sein hölzernes Gesicht mit den nach unten gezogenen Mundwinkeln ist zur Marke geworden, zu einer Art Emoji. Stegner erscheint wie eine Commedia dell’arte-Figur, die sich im Jahrhundert und im Genre geirrt hat.

Verläßlicher Wahlkampfhelfer für die AfD

Den Aufstieg in die Glamourwelt des Gefragtseins und sogar -werdens verdankt Stegner den rechtspopulistischen Schwefelbuben, deren Bekämpfung er mangels anderer Alternativen zu seiner Obsession erklärt hat. Und auch die „rechtsextreme AfD-Bande“ oder „die AfD-Idioten“, wie er sie liebevoll nennt, profitieren von der symbiotischen Anhänglichkeit ihrer sozialdemokratischen Klette:

Von Stegners Genossen Heiko Maas abgesehen, besitzen sie zur Zeit keinen verläßlicheren Wahlkämpfer als den stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und Wiedergänger des Mr. Beaker („Mimimi“) aus der Muppet-Show.

Eigentlich verkörpert er sein Feindbild am besten

Das wirklich Drollige, ja Hochkomische an der Konstellation Stegner – AfD besteht ja darin, daß der Sozi habituell genau jene Eigenschaften verkörpert, die er der politischen Konkurrenz unterstellt: Er wirkt frustriert, dumpf, haßerfüllt und harthirnig. Stegners Charme gehört in eine Liga mit der Virilität von Anton Hofreiter und der Selbstironie von Martin Schulz. Gäbe es eine rechte „Heute-Show“, er wäre mit deren personifizierter running gag.

Wer der SPD Arges will, muß nichts weiter tun, als Stegner ins Fernsehen einzuladen. Optimisten kalkulieren um die 10.000 Minusstimmen für die Sozialdemokraten pro Talkshow-Auftritt von Stegner. Nie wirken Rechtspopulisten sympathischer, als wenn der Kastenschädel aus Bordesholm/Kreis Rendsburg-Eckernförde neben ihnen sitzt und ein Gesicht macht, als habe er ein Stück Gammelfleisch im Mund.

Ihn zu zitieren bedeutet der SPD zu schaden

Eine zweite Möglichkeit, der SPD zu schaden, besteht darin, Stegner zu zitieren. „Die rechtsgerichtete politische Instrumentalisierung der Terroranschläge ist widerlich“, twitterte er am 14. November 2015 nach den Massakern islamischer Radikaler in Paris. Einen Monat zuvor hatte er das Messerattentat auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit den Worten kommentiert: „Pegida hat mitgestochen.“

Dieser ethische und auch logische Spagat bereitet unserem roten Rabauken nur wenig Mühe. Im September 2016 erklärte er in einem Interview, die AfD sei ein Fall für den Verfassungsschutz, weil „die Brandreden der Rechtspopulisten zu Brandsätzen zum Beispiel gegen Flüchtlingsunterkünfte werden“. Die Partei trage „eine politische Mitverantwortung für das, was durchgeknallte Rechtsextremisten machen, denn sie bereitet verbal den Boden“. Und er?

„Man muß Personal der Rechtspopulisten attackieren“

„Fakt bleibt, man muß Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren, weil sie gestrig, intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind“, hatte er schon am 8. Mai 2016 getwittert, um 0.33 Uhr übrigens, da war der grobianische Sproß eines Gastwirts-Ehepaars vielleicht schon etwas beschickert. Wer ihn wegen solcher Äußerungen angesichts der ständigen körperlichen Attacken auf AfD-Politiker einen geistigen Brandstifter nennt, geht dennoch fehl; geistig und Stegner, das ist wie eloquent und Merkel.

Stegners Wahrnehmung der Wirklichkeit ist oft von exklusiver Art. „Wenn Leute hinter einer Naziflagge hinterherlaufen, finde ich es falsch, so zu tun, als wüßten die nicht, was sie täten“, erklärte er am 18. November 2016, vergaß aber zu erwähnen, wo er dergleichen beobachtet haben will (gab es vielleicht ein Länderspiel?).

Mit kecker Unbeirrtheit geht es voran

Am 13. Dezember 2016 empfahl der promovierte Politikwissenschaftler: „Wer vor der Islamisierung Deutschlands warnt, braucht medizinischen Rat, keinen politischen. Hier wird man doch eher vom Blitz erschlagen, als daß man einen Islamisten auf der Straße trifft.“ (Immerhin machte er keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus.)

Sechs Tage später ermordete ein Dschihadist am Berliner Breitscheidplatz zwölf Menschen, verletzte 55 weitere zum Teil schwer und versaute unserem Statistiker die Pointe, denn an Blitzschlag sterben im Schnitt nur zehn Deutsche pro Jahr. In kecker Unbeirrtheit schob er am 23. Dezember nach: „99,9 Prozent der Flüchtlinge haben mit Terrorismus genausowenig zu tun wie 99,9 Prozent der Deutschen.“ Mit anderen Worten: Deutsche und Flüchtlinge sind zu exakt gleichen Teilen für den Terrorismus verantwortlich.

Wenigstens kennt er sein Problem

Was dagegen hilft, weiß Stegner auch. „Schweinefleisch in Kantinen, Abschiebe-TV: Dieser ganze konservative Quark zeigt den Unterschied zu uns auf. Wir wollen eine Politik für sozialen Zusammenhalt für alle Menschen, die hier leben“, gab er am 2. Januar dieses Jahres zum besten. Notfalls eben ohne Schweinefleisch.

„Ich bin jemand, der sagt, was er denkt“, vertraute Stegner im Januar 2014 der Badischen Zeitung an. Wenigstens kennt er sein Problem.

JF 19/17

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