“Drum mach’ nur einen Plan”

Der Spatz im Gebälk

In letzter Zeit wird viel darüber gerätselt, was in den Donald Trump gefahren sei. Dabei geht es um nicht weniger als die Möglichkeit eines Dritten Weltkriegs. Viele versuchen sich über die damit verbundene Ungeheuerlichkeit mit der Annahme hinwegzutäuschen, dass Trump einen ganz trickreichen Plan verfolge, um seine Gegner in den Geheimdiensten und bei den Liberal-Imperialisten auszuschalten, und damit endgültig zum „Präsidenten der USA“ zu werden. Tatsächlich hört man nach der Aggression gegen den souveränen Staat Syrien solche euphorischen Bestätigungen im Clinton-Lager, das ihn bisher leidenschaftlich bekämpft hatte. Oder wollte er damit dem Chinesischen Premier Xi Jinping nur eine „Botschaft“ mitteilen? Wollte er zeigen, dass er “tough” sein kann und kein Freund von Putin ist, als dem ihn die NeoCons und deren Nachbeter in Europa verschrien hatten. Sicherlich hat er für “Chaos” gesorgt, aber das war/ist keine durchdachte Strategie, um letztlich eine Neue Ordnung einzuführen, sondern nur die Folge der dummen oder kriminellen Entscheidung, Syrien anzugreifen. Und dann sind da noch die ekelhaften Jubelrufe der Europäer und Ukrainer, dafür, dass sich Trump nun dafür herzugeben scheint, das letzte noch verbliebene säkulare und einigermaßen vernünftige Regime im Nahen Osten zu stürzen. Will man dort lieber ein Kalifat des angeblich moderaten IS. So scheint es.

Der US-Angriff gegen Syrien erfolgte aufgrund einer Unterstellung ähnlich dem Bryce Report von 1915 und verstößt offensichtlich gegen US-Recht, gegen Völkerrecht und die Grundsätze der UNO. Denn der Angriff richtet sich gegen den Geist der US-Verfassung,  den Presidential War Powers Act und die Resolution zur Autorisierung der Streitkräfte (AUMF) von 2001. Das gaben selbst die NY-Times und die Demokraten im Kongress am 7. April zu. Manche meinen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Genozid rechtfertigten prompte Maßnahmen selbst außerhalb des “Rechtswegs” und aller Beweise. Aber rechtfertigen sie auch “Verbrechen gegen Frieden, nämlich Planung, Vorbereitung, Beginn oder Führung eines Aggressionskriegs oder einen Krieg in Verletzung internationaler Verträge“ was Artikel 6a des Statuts des Nürnberger Internationalen Militärgerichtshofs der Alliierten, zum schlechthin höchsten Verbrechen erklärt hat. (Vgl. http://avalon.law.yale.edu/imt/09-30-46.asp). Trumps Maßnahme verstößt auch gegen wenigstens Artikel 1,2,33,39 der Statuten (Charta) der Vereinten Nationen. US-Präsident Trump machte sich mit seiner Aggression gegen Syrien zum Kriegsverbrecher, ob das seine regierenden Lakaien in Europa so sehen oder nicht, die ihr Rechtsverständnis offensichtlich mit Thrasymachos von Chalkedon teilen.

Hat Trump mit der Maßnahme eine innenpolitische Wende erreicht? Kurzfristig scheint das der Fall gewesen zu sein, als man ihn endlich als “Wirklichen Präsidenten“ feierte (z.B. Elliott Abrams in weeklystandard.com am 7.4.) Jetzt hassen oder verachten ihn nicht nur diejenigen, die es immer schon taten, sondern auch ein Großteil seiner Wähler, die auf seine früheren Sprüche hereingefallen waren, die sehr deutlich eine Abkehr vom bisherigen Aggressionskurs der USA versprochen hatten. Und wie steht er nun da? Zuerst hat er seinen engen Freund und Berater Mike Flynn fallen gelassen und danach auch noch Steve Bannon und hat sich den Kriegstreibern James N Mattis and Mike Pence ausgeliefert. Nachdem er die NATO als „veraltet“ abgelehnt hatte, hat er sie jetzt gefeiert und zu diesem Zweck NATO-Oberbürokrat Stoltenberg zu sich geladen. Wer will einem solchen Schlappschwanz noch vertrauen?

Trump hatte in seinem Wahlkampf viel versprochen und ist deshalb trotz der Hetze der gesamten westlichen Presse gegen ihn gewählt worden. Die Absichten mögen damals ehrlich gemeint sein und nicht, wie bei „westlichen“ Politikern üblich, nur dahergeredet. Warum wäre er sonst vom Anglo-American Establishment und seiner Presse so angegriffen worden? Doch auf die Schwierigkeiten, die ihm dieses Establishment und seine Figuren in der US-Bürokratie nach der Wahl gemacht hatten, reagierte er mit einer Kehrtwende um 180°. Er erwies sich damit als das, was mehr und mehr Menschen von Politikern erwarten, wenn sie sie Polit-Prostituierte nennen: „Yes, we can bla bla!“. Was anderes hat er gewonnen als ein paar „Hosianna-rufe“, die dem sicheren „Kreuzige ihn“ vorweg gehen.

Die Illusionen, Washington würde unter dem neuen Präsidenten eine ausgewogene, verantwortungsvolle internationale Politik verfolgen, sind dahin. Und was kann Trump ohne Russland und Iran gegen IS mit dem CIA, dem Initiator des IS-Terrors an seiner Seite, erreichen. Und wieder stehen wir am Rande eines Weltkriegs, wie wir es mit Hillary Clinton und ihren liberalen NeoCons gewesen wären. Das Luftsicherheitsabkommen zwischen Russland und USA über syrischem Territorium wurde per 8. April trotz der vorsichtigen Formulierungen ausgesetzt. Damit können die Russen den Syrern ermöglichen, berechtigter Weise fremde Militärflugzeuge über dem Land abzuschießen. Sie müssen, um nicht selbst als Kriegsprovokateure dazustehen, es nicht selbst tun, wenn sie es „rechtlich gesehen“ auch könnten. Die Amerikaner werden vorsichtiger vorgehen müssen, weil sie nicht mehr wissen, wie die Russen reagieren werden, die einige ihrer modernsten Kriegsschiffe wieder in Richtung Syrien in Bewegung gesetzt haben. Auch der heiße Draht zwischen Moskau und Washington ist durchgeglüht. Vielleicht telefoniert man noch miteinander, aber glaubt man einander noch?

Hierbei fällt ein wenig beachtetes Detail ins Gewicht. Die USA geben an, 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den syrischen Flughaven abgeschossen zu haben. Es seien aber nur 23 dort eingeschlagen und der angerichtete Schaden war so gering, dass syrische Flieger dort am Tag danach wieder aufsteigen konnten. Manche hatten sich gefragt, warum die Russen die Raketen nicht abgeschossen haben, was sicherlich eine Provokation und ein Bruch des Sicherheitsabkommens gewesen wäre. Manche nehmen den unterlassenen Abschuss als Beweis dafür, dass die Sache zwischen Russland und den USA abgesprochen war. Doch wenn es eine abgekartete Sache war, bräuchten die Russen nicht so scharf und gefährlich darauf reagiert haben, wie sie es taten. Jedenfalls stellt sich die Frage, wo die 36 fehlenden Raketen geblieben sind. Wie sähe es aus, wenn die Russen die Raketen elektronisch umgelenkt hätten, so dass sie ins Meer gefallen sind. Dass sie dazu in der Lage zu sein beanspruchen, haben sie im Internet mit Graphiken deutlich gemacht. Wenn das stimmen sollte, sieht es für die Zukunft des illegal aggressiven Welthegemons schlecht aus, denn gefährdete Länder könnten bei den Russen Schutz suchen.

US-Außenminister Rex Tillerson fuhr (trotz des zuvor anders lautenden Gemunkels) doch nach Moskau. Er trumpfte zuvor lauthals auf, Putin müsse sich zwischen den USA und Syrien entscheiden. Daraufhin wollte ihn Russlands Präsident Wladimir Putin nicht mehr empfangen. Putin hat diese Entscheidung nach ersten Gesprächsergebnissen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und Tillerson zurückgenommen; und er habe bei dem Treffen am Mittwoch zu erkennen gegeben, eventuell zum Luftsicherheitsabkommen zurückzukehren, falls die USA die Terrorbekämpfung als ihr wahres Ziel bestätigten, ließ Lawrow am Mittwoch verlauten. War die große Bombe in Afghanistan die überzeugende Bestätigung? Was sonst bei dem Treffen mit Lawrow verabredet wurde, wird man – außer einigen Allgemeinplätzen – wohl nicht erfahren. Tillerson sagte danach der Presse „Wir müssen das Vertrauen zwischen unseren Ländern wiederherstellen, um Fragen zu lösen, die für uns wichtig sind.“ Russischer Medien maßen dem Treffen keine große Bedeutung bei. Man traut amerikanischen Aussagen nicht mehr, selbst wenn das sehr vorsichtig und zurückhaltend zum Ausdruck gebracht wird. Mit Bezug auf die führende Atommacht ist so etwas verheerend, aber doch nur konsequent.

Trump wollte auch innenpolitisch einiges ändern, die sogenannte Gesundheitsreform, Abbau der Regierungs-Defizite, Sparpolitik, Steuersenkungen, Verschlankung der Verwaltung, mehr Arbeitsplätze usw. Ein solches Vorgehen hätte den sogenannten „deep state“, die Drahtzieher hinter Staat und Regierung ernsthaft trocken gelegt und das System reformiert. Viele hofften darauf. Deshalb reagierte die Börse nach seiner Wahl nicht wie von den Vertretern von „deep state“ warnend angekündigt. Nun zeigt sich, dass sich das System offenbar nicht mehr reformieren lässt. Die Leute, die es zum eigenen Vorteil nutzen, die „Cronies“, Auftragnehmer, Banker, Politiker, Wahlkampfspender, Lobbyisten, Gutachter usw wollen keine grundlegende Reform zulassen. Aus ihrer Gier scheint eine unheilbare Sucht geworden zu sein. Deep State, Rüstungsindustrien und Wall Street geben nicht nach und sind nicht bereit, auch nur ein klein wenig zu verzichten. Sie wollen nur noch mehr, d.h. neue Abgaben, Steuern, vor allem mehr Papiergeld und mehr Schulden. Mit welchen Folgen?

Bei der eingeleiteten Meinungskontrolle im Internet wird es nicht bleiben. Man übt in den USA neuerdings vorwiegend Straßenkämpfe in Städten – in US-Städten etwa. Österreichs politische Klasse verweist auf nächste Schritte. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) will ein Gesetz, wonach jemand, der sich einer „staatsfeindlichen Bewegung“ von zehn und mehr Personen anschließt, ohne dass dem irgendeine weitere Organisationsform zugrunde liegen müsste, künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann (der Standard.at vom 21.2.2017). Laut Epicenter.Works, einer österreichischen Initiative für Internet-Freiheit, ließe sich jede Kritik an Behörden oder Politikern unter diesen Tatbestand subsummieren. „Wenn das Gesetz in der geplanten Form beschlossen wird, kann man sehr einfach zum Staatsfeind erklärt werden. Es reicht, einen unliebsamen Bürgermeister zu kritisieren oder gegen politische Entscheidungen aktiv zu werden.“ Im Strafrecht Österreichs gab es den Tatbestand „staatsfeindliche Verbindung“ bereits. Seine neuere Uminterpretation wird damit begründet, dass seit Mitte 2014 immer mehr Bewegungen auftreten, welche (wie in Deutschland etwa die sogenannten „Reichsdeutschen“) die Hoheitsrechte Österreichs infrage stellen. Innenminister Sobotka rechnet ihnen derzeit geschätzte 1.200 Aktivisten zu.

Dem Westen insgesamt droht die langsame Vergreisung. In der Bundesrepublik Deutschland sind nur noch14% der Menschen jünger als 15 Jahre und 20% schon älter als 65 Jahre. Dieser Negativtrend wird für alle großen westlichen Industrieländer weiter zunehmen und dürfte für die Volkswirtschaft letztlich gefährlicher sein, als Deflation und Inflation. Alte Leute scheuen grundlegende Änderungen. Mit Erfindungsgeist, Umdenken und Neuausrichtung ist dort immer weniger zu rechnen, zumal junge Leistungsträger vermehrt dazu tendieren, in Länder mit einer geistig beweglicheren Bevölkerung und mit weniger der Vergreisung geschuldeten Regelungen und Einschränkungen auszuwandern. Die Institutionalisierung der gesellschaftlichen Einrichtungen, das heißt die Tendenz der dort Beschäftigten, statt ihren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, in erster Linie ihren persönlichen Besitzstand zu sichern und auszubauen, ist soweit fortgeschritten, dass sich auf Veränderungen des Systems von innenheraus immer weniger hoffen lässt. Gleichschaltung der veröffentlichten Meinung in den Medien und Umfang, in dem sie geduldet wird, entsprechen dem. Somit wird letztlich eine drastische Krise – nach dem Grundsatz „lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ –allmählich zum Hoffnungsschimmer.

Ostaras Welt (19.4.2017)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Vielleicht kommt ja demnächst ein Kaiser und alles wird viel besser als jetzt. Ein neues Deutschland, ein freies, ehrliches Land, in dem Menschen gleicher Art miteinander leben und eine bessere Zukunft aufbauen. Aber wäre das schon eine Weltenwende? Das Ende des Materialismus, eine neue Spiritualität? Was von dem, was heute existiert, würden Sie zurücklassen und was mitnehmen? Und vor allem, wen würden Sie mitnehmen wollen, jenseits Ihrer Familie und Ihres Freundeskreises? Welche Menschen, die in der Zeitung stehen, die Sie aus Funk und Fernsehen kennen? Na? Da ich an die Fortexistenz nach dem Tod glaube, ist meine Liste leer.

Was aber, wenn die Religionen recht haben? Da geht die Welt ganz real unter, da versammelt der jeweils einzige Gott seine Getreuen um sich, während die Ungläubigen entweder der ewigen Verdammnis anheim fallen oder gleich in einem feurigen Pfuhl verheizt werden. Bei den Esoterikern ist die Rede von einem Aufstieg der Gereiften in die vierte, fünfte oder sonstige Dimension, während die Ungereiften zurückbleiben oder eben auch mehr oder weniger schrecklich dauerhaft aus dem Spiel genommen werden.

Werfen wir einen Blick auf die Mythologie unseres eigenen Volkes, der Germanen. Das sind sehr angenehme Zeitgenossen, da keine Zeugen Odins an der Tür klingeln und nirgendwo eine Kirchensteuer einbehalten wird. Es gibt nicht mal Bischöfe und Kardinäle, die alles besser wissen, den Leuten sagen, wie sie leben sollen, aber die eigene Religion dem Islam und dem Judentum unterordnen. Dafür lassen die Germanen die Welt untergehen, Midgard, unsere Erde, wird zerstört. Das erfolgt in einer gigantischen Endschlacht, der Götterdämmerung. Dort sterben sogar die Götter der alten Epoche, und die bisher so Seligen in Walhall werden dahingemetzelt.

Nach der vollständigen Zerstörung entsteht eine neue Erde, über die Baldur und Ostara herrschen, die Götter des Lichtes, die Götter der Erneuerung, der Auferstehung, der Wiedergeburt. Stellen wir uns eine Erde vor, deren Achse senkrecht steht. Auf der ganzen Welt herrscht immerwährender Frühling. Die Windsysteme haben sich verändert, die Wüsten ergrünen im Regen, der sie fortwährend erreicht. Die Pole sind eisfrei, dort, wo der Mensch Brachen, Karst und Ödland geschaffen hat, erheben sich wieder Wälder. Über der neuen Erde schwebt ein neuer, narbenloser Mond.

Auf der Erde lebt eine gereifte, erwachsen gewordene Menschheit. Es sind jene Menschen, die den Aufstieg vollendet haben, die sich aus der Milliardenzahl der Menschheit herausgelöst, die den nächsten Schritt vollzogen haben. Menschen, die mit der Erde, mit den Erd- und Naturgeistern in Frieden zusammenleben. Schöpferische Menschen, die weder die Erde noch ihre Mitmenschen ausbeuten. Stellen Sie sich vor, Sie können ein Haus, Ihr Heim, mittels Gedankenkraft erschaffen. Die Schöpferkräfte, die auf der niederen, zurückgebliebenen materiellen Ebene, der materiellen Hände Arbeit erforderten, werden auf der neuen Erde Baldur und Ostaras mit bloßen Gedanken ausgeübt.

Die neue Menschheit muß keine Tiere mehr für ihre Nahrung töten, denn die Pflanzen der neuen Erde ernähren sie mit ihren Früchten. Früchte, die im immerwährenden Frühling ständig wachsen. Wir brauchen unser Brot nicht mehr im Schweiße unseres Angesichts zu essen. Ostaras Welt ist die nächste Stufe, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklung. Die Menschen leben dort, um weiter zu lernen, um in ferner Zukunft, wenn diese Welt alt geworden ist, den nun anstehenden Schritt zu tun.

Wo Ostaras Welt sein wird? Wird sie die Erde ersetzen, an ihre Stelle treten? Kreist sie um eine andere Sonne? Oder existiert sie bereits, nur einen Schritt entfernt, getrennt in einer anderen Dimension, oder auf “feinstofflicher” Ebene, als für uns derzeit “dunkle” Materie? Vielleicht ist es auch die Venus, nicht der Höllenplanet, den Sie derzeit vorfinden, sondern ein Planet, der den Namen der Göttin der Liebe zurecht trägt.

Eine gereifte Menschheit, die Kontakt mit außerirdischen Zivilisationen unterhält… Glauben Sie nicht an Hollywood, wo bösartige Außerirdische die Erde plündern wollen, allerdings von einem dunkelhäutigen Piloten und einen jüdischen Computerfreak mit einem simplen Computer-Virus erledigt werden. Auf der Erde gibt es fast nichts, was Außerirdische nicht anderswo im Sonnensystem vorfinden, ohne sich mit lästigen Zweibeinern herumschlagen zu müssen. Wasser gibt es auf den Monden der äußeren Planeten viel mehr als auf der Erde, Metalle finden sich im Asteroiden- und im Kuiper-Gürtel, Kohlenwasserstoffe auf dem Saturnmond Titan. Die Erde wäre höchstens als Lieferant dekadenter Delikatessen – geeistes Menschhirn in Hämoglobin-Sirup – oder als zu besiedelnder Planet interessant. Aber auch da gibt es genug Alternativen, auf denen keine dunkelhäutigen Hollywood-Piloten und jüdische Computerfreaks hausen.

Betrachten wir nun die Anderen, jene, die nicht auf Ostaras Welt gelangen. Und das wird der Großteil der Menschheit sein. Eine Seele, die auf die menschliche Ebene aufgestiegen ist, muß sehr vieles lernen, muß die Aufgaben der menschlichen Ebene meistern. Dazu bedarf es 20, 50 oder 100 Leben. Ein verantwortungsvoller allmächtiger Gott weiß das, er kennt seine eigenen Gesetze. Nur ein Vollidiot von einem Gott würde Seelen, die diese Zeit gar nicht hatten, in einem feurigen Pfuhl verheizen. Es sind allerdings nur die herrschsüchtigen Priester, die auf die Unterwürfigkeit ihrer Gläubigen spekulieren, die ihren eigenen Gott als verschwenderischen Vollidioten hinstellen.

Der jüngste Tag, das Weltgericht, wird ganz anders. Die gesamte Menschheit wird einen Schritt nach vorne gehen, jeder Einzelne. Die gereiften Seelen verlassen die Erde, gehen in Ostaras Welt. Der zweite Teil der Menschheit wird auf unserer jetzigen Erde verbleiben. Diese Menschen bekommen die Gelegenheit, das wiedergutzumachen, was sie der Erde angetan haben. Diese Menschen bleiben im Materiellen verhaftet, doch sie haben eine neue Erfahrung gesammelt, sie waren an der Schwelle des spirituellen Aufstiegs gestanden. Sie haben die Möglichkeit, auf Grund dieser Erkenntnis umzukehren und nicht mehr zu sündigen.

Dann gibt es noch den dritten Teil der Menschheit, jene ganz jungen Seelen, die dank der ungezügelten Vermehrung der Menschen viel zu früh über die Schwelle gezogen worden sind. Diese Tier-Menschen werden von der Erde fortgenommen, auf eine andere Welt verbracht, wo sie friedlich heranreifen können. Als delphinähnliche Lebewesen auf einem der Wasserplaneten unserer Galaxis mögen sie intelligent sein, miteinander endlose philosophische Debatten führen. Ihre Flossen sind jedoch nicht geeignet, Werkzeuge herzustellen. Der Boden des planetenumspannenden Meeres liegt mindestens fünf Kilometer tief, für sie unerreichbar. Erze und Bodenschätze bleiben ihnen vorenthalten. Nirgendwo auf der Wasserwelt läßt sich ein Feuer entzünden. Es gibt keinen Besitz, da jegliche Markierungsmöglichkeit fehlt. Und nur das, was ein Delphin im Maul tragen kann, kann er mit sich führen.

Wir erleben derzeit eine Phase der Vorahnung. Viele Tier-Menschen drängen nach Deutschland, weil sie hier das Zentrum des Aufstiegs erahnen und hoffen, durch die räumliche Nähe mitgenommen zu werden. Sie ahnen, daß es hier irgendwo der Schlüssel liegen muß, doch sie sind mit der Erdenschwere beladen und schaffen es nicht, am besseren Beispiel zu lernen. Viele gereifte Seelen verlassen Deutschland, weil sie nicht mit den Tier-Menschen zusammenleben wollen, im sicheren Bewußtsein, daß alles, was sie für den Aufstieg benötigen, längst in ihnen selbst steckt.

Die in der Materie verhafteten Menschen, die nicht bereit sind für den Aufstieg, versuchen die Welt in ihrem Sinne zu verbessern. Die sogenannten Gutmenschen, die von anderen Menschen ständig fordern, daß sie in dem Sinn gut sein sollen, der den Gutmenschen vorschwebt, haben durchaus die Absichten, das menschliche Dasein zu verbessern, allerdings haben sie nicht begriffen, daß der Mensch nicht in ein Massenverhalten gepreßt werden darf. Die Vergesellschaftung, der Einheitsmensch, wird in seiner Entwicklung behindert. Allerdings ist das ein Stadium, das bis zu einem gewissen Grad die Entwicklung fördert.

Der Tier-Mensch, die junge, gänzlich unerfahrene Seele, profitiert von einem solchen Regelwerk, da sie das richtige Verhalten erlernt. Die großen Religionen der Erde existieren nur deshalb noch immer, weil genug Tier-Menschen die Reihen der Gläubigen aufgefüllt haben, nun als Schafe in der Herde mitlaufen. Im Regelwerk können sie erspüren, was es heißen wird, ein echter Mensch zu sein.

Doch wer den Schritt in Ostaras Welt unternehmen will, der muß sich über diese Regelwerke erheben. Immanuel Kant hat das so formuliert: “Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.” Ein gesetzestreuer Preuße des 18. Jahrhunderts formuliert nicht: “Lebe nach deinen eigenen Regeln, aber tue es so, daß diese Regeln dergestalt sind, daß die Allgemeinheit ebenfalls danach leben könnte.” Aus dem “Tue, was du willst” der Tier-Menschen wird das “Tue, was dir vorgeschrieben wird” der Gutmenschen, das in “Tue, was richtig ist” der gereiften Seelen einmündet. Und was ist richtig? “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” Ganz einfach, oder etwas anders formuliert: “Leben und leben lassen”, beziehungsweise: Nimm dir alle Freiheiten, aber laß sie dort enden, wo die Freiheit deines Nächsten beginnt.

Das Gesetz des Karmas führt nicht in die ewige Verdammnis, es sorgt nur dafür, daß das, was der Einzelne tut, auf ihn fortwirkt, bis er bereit ist, sich zu verändern. Es gibt keinen Zwang, sich zu verändern, wer mit seinen Lebensumständen zufrieden ist, darf in alle Ewigkeit darin verharren. Die Gutmenschen, die anderen Menschen die Regeln aufdrängen und ihre Freiheit einschränken, werden in der Welt leben müssen, die sie geschaffen haben. Sie werden dieser Welt nicht entkommen, wenn sie ihre Denkmuster nicht ändern, und sie wollen diese Welt so gestalten, daß die Denkmuster erhalten bleiben.

Der Weltuntergang ist kein Punktereignis, er passiert nicht am 30. Mai um 13:36 Uhr MESZ, er erfolgt als schleichende Umgestaltung. Die alten Seelen werden die Erde verlassen, sie werden sich in Ostaras Welt wiederfinden. Die jungen Seelen werden begnadigt, in eine ihnen angemessene Welt gelangen. Die Seelen zwischendrin verharren auf der Erde, erleiden das Schicksal, das sie sich selbst bereitet haben. Der Staatsanwalt, der vom Ehrgeiz zerfressen Gedankenverbrechen verfolgt, wird in einer Welt fortleben, in der es keinerlei Gedankenfreiheit mehr gibt. Die Richterin, die mit ihren Urteilen die Freiheit einschränkt, verdammt ihre Kinder dazu, in dieser Welt der Unfreiheit zu leben. Der Minister, der seinen eigenen Haß, seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe im Kontrollzwang auslebt, wird von seinem eigenen Orwell-Staat schließlich aufgefressen.

Wir stehen an der Schwelle einer neuen Epoche, in der die Erde gereinigt werden wird, in der jene die Erde verlassen, die nicht mehr oder noch nicht hierhergehören. Diejenigen, die bleiben werden, gelangen an die Schwelle der Erkenntnis, daß Fehler passiert sind, die korrigiert werden müssen. Sie können diese Erkenntnis annehmen und die Erde nach und nach in einen besseren Ort verwandeln, oder die Erde in einen Höllenplaneten umgestalten, in ein kosmisches Gefängnis.

Die Erde war ein Ort der Vielfalt, an dem Seelen die unterschiedlichsten Lektionen erlernen konnten. Wir sind dabei, diese Vielfalt zu verlieren. Die Erde der Zukunft wird den Menschen nur noch wenige Lektionen erteilen, doch dies wird eine sehr schwere Klasse werden, die sehr oft durchlaufen werden muß, ehe sie erfolgreich absolviert ist. Der “edle Germane”, dem die einstigen Rassehygieniker eine Überlegenheit dank Abstammung attestierten, hat so nie existiert. Wir Menschen werden nicht in Serie produziert, wir sind allesamt Einzelstücke, selbst die eineiigen Zwillinge, deren Genetik identisch ist. Wer sich als Mensch vermassen läßt, verleugnet damit sein Geburtsrecht auf Individualität. Das In-Dividuum, das Unteilbare, macht den Menschen aus. Oh ja, wir teilen durchaus mit anderen Menschen Ansichten, Vorlieben und Verhaltensweisen, doch in der Summe aller unserer Eigenschaften sind wir einzigartig.

In die wunderbare Welt Baldur und Ostaras gelangen keine Massen, keine Typen, keine Serienstücke, sondern Individuen, die ihren eigenen Weg beschritten haben, die jenseits der Schafherde die Freiheit leben. Leben und leben lassen, denn nur, wenn ich bereit bin, meinem Mitmenschen alle Freiheiten zuzugestehen, die ich selbst in Anspruch nehme, lebe ich frei. Der Gutmensch, der als Tyrann und Despot vorschreibt, wo deren Freiheit begrenzt ist, begrenzt damit seine eigene Freiheit. Er zeigt, daß er in seiner Entwicklung begrenzt ist. Der Tyrann, der Herr über Leben und Tod, ist der Gefangene seines eigenen Palastes. Seine Leibwachen sind letztlich Gefängniswärter, wenn er sich ohne sie nirgendwo bewegen kann.

Der Präsident der USA ist der mächtigste Mann der Welt? Was ist das für eine Macht, wenn jeder Schritt, den er geht, von Scharfschützen überwacht wird? Wenn Kanaldeckel zugeschweist und Straßen gesperrt werden, wenn er eine Stadt besucht? Wenn dieser Besuch über Wochen und Monate vorbereitet wird, er also der Sklave seines Terminkalenders ist? Wenn das Protokoll vorschreibt, daß er allenfalls 20 Sekunden Zeit hat, um einem Kind über den Kopf zu streicheln – einem Kind, das zuvor von Schwerbewaffneten durchsucht worden ist? Wo bleibt bei all dieser großartigen Macht die Freiheit?

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie für Ostaras Welt bestimmt sind, prüfen Sie Ihre eigene Freiheit. Was dürfen Sie, was erlauben Sie sich, wo sind Ihre Grenzen? Haben Sie Ihr Leben in der Hand, oder sind Sie ein Gefangener der Regeln, die Andere für Sie aufgestellt haben? Bestimmen Sie, als Chef, oder Ihre Sekretärin, die Ihren Terminkalender führt? Trinken Sie teuren Whisky, weil das dazugehört, oder ein Glas Leitungswasser, weil Ihnen das besser schmeckt? Es ist sehr schwer auszubrechen. Individualität heißt nicht, die Regeln zu übertreten, sondern nach jenen Regeln zu leben, die gut für Sie selbst sind, ohne anderen Menschen zu schaden oder diese zu beschränken.

Die Götterdämmerung ist längst angebrochen, die irdische Menschheit hat ihren Höhepunkt überschritten. Midgard, so wie wir es kennen, wird aufhören zu existieren. Jene, die Midgard zugrunde gerichtet haben, werden verdammt, weiterhin auf Midgard zu leben. Wer unschuldig und unwissend ist, wird zu einem friedlichen Planeten versetzt, dort in Ruhe heranreifen, bis er wieder zu einem Dasein gelangt, das die Erde bis jetzt geboten hat. Jene, die Midgards Lektionen gelernt haben, werden in die neue Welt gelangen, in die Welt von Baldur und Ostara, zu neuer Freiheit – und zu einem Lernen auf weitaus höherer Ebene.

© Michael Winkler

Deutsche Industrie fordert Handels-Abkommen mit China. (Artikel ist nur für Abonnenten zugänglich)

Schottische Insel erreicht völlige Autarkie bei Energie. (Artikel nur für Abonnenten zugänglich)

Tesla muss mit Streik in Deutschland rechnen.

Türkei: Merkel reagiert deutlich anders als Putin und Trump. (Artikel ist nur für Abonnenten zugänglich)

Die Bundesregierung plant Milliarden-Förderungen für Innovation.

Premium WordPress Themes