Wer die Wirtschaft der Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten beobachtet hat, dem muss der Zyklus des Auf- und Abschwungs aufgefallen sein. Auf Englisch nennt man dieses Auf und Ab “boom and bust”. Interessant ist, dieser Zyklus dauert 8 Jahre, wird durch die Zinspolitik der Fed gesteuert und ist mit dem Wahljahr verbunden. Der “boom” begann 1995 durch einer Vielzahl von Neugründungen von Startup-Unternehmen in der IT-Branche. Jeder der mit dem Begriff “Internet” was tun wollte wurde von Investoren mit Geld zugeschüttet, in der Hoffnung, riesige Gewinnen zu machen. Es kam zu einer regelrechten Hysterie und die Aktienkurse stiegen rapide an. Viele sprangen auf den Zug, sogar Leute die noch nie in Aktien investiert hatten. Ab Mitte 1999 vervielfachte sich innerhalb weniger Monate die Börsenbewertung zahlreicher Unternehmen. Dann kam die Ernüchterung, als realisiert wurde, die erträumten Gewinne kann es nicht geben, es handelte sich nur um Wunschdenken. Die Dot-Com-Blase platzte. Im Februar 2000 erhöhte die Fed die Zinsen auf 6,25 Prozent. Gleichzeitig kamen aber die ersten Zahlen über eine schwächelnde Wirtschaft ein. Die Zahlen im ersten Quartal zeigten, die Konsumenten kauften weniger und die Gewinne der Unternehmen sanken. Während die USA sich auf die nächste Wahl einstellte, fing das Kartenhaus an zusammen zu brechen. Am 12. April 2000 stürzte der Nasdaq-Index um 386 Punkt ab, der grösste Absturz in der Geschichte. Wall Street verlor fast ein Viertel seines Wertes. Der Boom der 90-Jahre wurde zu einem gigantischen Bust Anfang 2000. Als Bush dann 2001 ins Amt kam, hatte der Aktienmarkt 60 Prozent seines Wertes verloren. Clintons “Wirtschaftswunder” war nur auf einer riesigen Illusion aufgebaut.

Division Germania: Die Welt ist schön!

Der Weltenbrand, er ist da. Eiskalt geplant, doch unsichtbar. Globalisierung heißt ihr Losungswort, freie Fahrt in den totalen Völkermord.

Und die Reichen werden jeden Tag noch reicher. Und wir Menschen werden jeden Tag noch gleicher. Der Moloch wächst in fremd gesteuerter Regie. Willkommen in der Multi-Kulti-Kolonie.

Das Kapital umkrallt die Welt. Wer steckt dahinter? Wem dient das Geld? Es sind die selben Herren, wie jedes mal. Die uns in Kriege schicken für ihr Kapital.

Und die Reichen werden jeden Tag noch reicher. Und wir Menschen werden jeden Tag noch gleicher. Der Moloch wächst in fremd gesteuerter Regie. Willkommen in der Multi-Kulti-Kolonie.

Die Völker sterben in dieser Zeit. Der neue Mensch steht schon bereit. Wir werden in das Grab globalisiert. Es endet erst, wenn auch der Letzte rebelliert.

Zum Konsumieren wollen sie uns also drängen? Dann kaufen wir die Stricke an denen sie bald hängen. Die Welt ist kostbar, doch sie ist noch nicht bereit. Doch sie wird kommen, unsere wohlverdiente Zeit.

Dann rennen die Neger wieder friedlich durch ihre Steppen. Und an Aids braucht auch kein Homo mehr verrecken.
Die Welt ist kostbar und das wird sie immer sein.
Freut euch auf eine Zeit im wohligen Sonnenschein.
Die Welt ist schön!

Dee Ex

On April 13, 2016, in Liedtexte und Gedichte, by admin

Frieden (13.4.2016)

Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Feldherr Michael Winkler, der Mann mit Visionen

Dies ist die letzte Geschichte über den alternativen Ersten Weltkrieg. Das heißt, es ist kein Weltkrieg geworden. Das Deutsche Reich hat den Krieg beendet, und gesiegt hat am Ende die Vernunft.

18. November 1914, Berliner Stadtschloß, 11:00 Uhr morgens

Generalfeldmarschall Moltke hatte bei all der aufkommenden Euphorie einen offenen Punkt gefunden: “Jetzt, da wir die Planung bezüglich England durchgesprochen haben, möchte ich den Oberbefehlshaber Ost nicht mit der einfachen Erklärung davonkommen lassen, die Lage im Osten sei stabil. Das mag für unsere Frontabschnitte gelten, doch die Habsburger Truppen stehen unter schwerer Bedrängnis. Ich bitte Sie deshalb, auf die Lage im Osten näher einzugehen.”

Generalfeldmarschall Hindenburg erhob sich. “Eure Majestät, meine Herren, ich wollte angesichts unserer Erfolge in Frankreich nicht auf die desolate Lage unserer Verbündeten eingehen, insbesondere da wir bereits einen Entlastungsangriff auf Lodsch vorbereiten. Es ist richtig, daß die k.u.k.-Armee Galizien weitgehend verloren hat. Lemberg wurde erobert, nur die Festung Przemysl hält sich noch, allerdings vom Feind eingeschlossen. Die Truppen Österreich-Ungarns haben sich in die Karpaten zurückgezogen, um dort der russischen Offensive Einhalt zu gebieten und insbesondere einen Durchbruch in die ungarische Tiefebene zu verhindern.


Kill the Huns - Tötet die Hunnen! Helmut Roewer  Geheimdienste, Propaganda und Subversion hinter den Kulissen des Ersten Weltkriegs  Der Erste Weltkrieg war auch ein Untergrundkrieg, der hinter den Kulissen an vielen Fronten tobte. Schon einen Monat nach Kriegsausbruch war es auf beiden Seiten der kriegführenden Nationen klar, dass dieser Krieg militärisch vorerst nicht zu entscheiden war.  Nun bemühten sich beide Seiten mit verdeckten, nichtmilitärischen Mitteln den Kriegsverlauf so zu beeinflussen, dass ein militärischer Sieg wieder möglich wurde. Um die eigene Bevölkerung gegen den deutschen Widersacher aufzubringen und die amerikanische Öffentlichkeit zu beeinflussen, erfand der britische Geheimdienst z. B. das Märchen von deutschen Soldaten, die nach dem Einmarsch in Belgien angeblich zahlreichen Kindern die Hände abgehackt und sonstige Gräueltaten verursacht hätten. Eine verlogene alliierte Kriegspropaganda zeichnete die Deutschen als »blutrünstige Hunnen«, derer sich die freie Welt zu erwehren hätte. Außerdem sollten neue Teilnehmer, wie die Türkei, Italien, Bulgarien und Rumänien, in den Krieg gezogen werden. In den USA wurden für dieses Ziel sogar Anschläge verübt. Von diesen Ereignissen und von den Personen, die sie auslösten, handelt dieses Buch. Scheinbar feststehende Ereignisse wie das Attentat von Sarajevo, angebliche deutsche Gräuel in Belgien, die Revolution in Dublin, Sprengstoffanschläge in Kanada und in den USA und die bolschewistische Revolution in St. Petersburg werden auf ihre Hintergründe hin untersucht und die handelnden Figuren hinter den Kulissen demaskiert. Gebunden, 504 Seiten, zahlreiche AbbildungenWir beabsichtigen, das Zentrum des russischen Nachschubs in Lodsch zu nehmen, um damit sowohl einem russischen Angriff auf Ostpreußen zuvorzukommen, als auch die Russen zu zwingen, Truppen aus dem Südabschnitt abzuziehen. Im Anschluß rücken wir auf Warschau vor, um die Russen weiter in Bedrängnis zu bringen.

Für den Südabschnitt habe ich die 6. Armee eingeplant. Diese kehrt zunächst in ihre Heimatkasernen zurück, wo sie bis zum 11. Januar verbleibt. Die Zeit wird genutzt, um die Erfahrung der Truppen an Reservisten weiterzugeben. Auf diese Weise wird die neu gebildete 10. Armee aufgewertet, die außerdem zwei Korps der 7. Armee erhalten wird. Die 6. Armee wird bis zum 23. Januar an den San verlegt und geht von dort aus auf Przemysl vor. Die 10. Armee wird zur gleichen Zeit nach Ostpreußen verlegt.

Ich erwarte einen russischen Gegenangriff auf Ostpreußen, der zudem die russische Südfront entlasten soll. Mit der 10. Armee als Verstärkung sollten wir diesen Vorstoß abwehren können. Wir werden im Frühjahr ins Baltikum vorstoßen können.”

“Herr Generalfeldmarschall, im Frühjahr wird unser Schwerpunkt in England liegen”, wandte Moltke ein. “Wir werden die Versorgung der Ostfront nicht im gewünschten Maß durchführen können.”

Herzog Albrecht von Württemberg meldete sich zu Wort. “Meine Erfolge im Westen wurden ermöglicht, weil wir eine Bahnlinie zur Verfügung hatten. Ich schlage vor, zwei Pionier-Divisionen zu bilden, die vorrangig Eisenbahngleise verlegen. Damit stellen wir die Versorgung der vorrückenden Verbände sicher, auch wenn das den Vormarsch verlangsamt. Im modernen Krieg sind die Kampftruppen auf ihren Nachschub angewiesen, ich bin wochenlang in Belgien nicht vorangekommen, weil dieser Nachschub so spärlich geflossen ist. Außerdem schlage ich vor, unsere österreichischen Verbündeten zu veranlassen, ebenfalls solche Pionier-Divisionen aufzustellen.”

Generaloberst Mackensen hatte einen Vorschlag: “Wäre es möglich, die neuen Luftschiffe des Herrn Guderian im Osten zu erproben? Ein Luftangriff hinter den feindlichen Linien würde für einige Verwirrung sorgen und unser Vorrücken erleichtern.”

Oberleutnant Guderian sprang auf. Als er das Stirnrunzeln der Generäle über dieses Verhalten bemerkte, nahm er Haltung an und sagte: “Mit Verlaub, Herr Generaloberst, der Plan gegen England beruht darauf, daß die neuen Möglichkeiten unserer Luftschiffe nicht vorzeitig bekannt werden. Davon abgesehen, brauchen wir für diesen Plan jedes einzelne Schiff, weshalb wir diese Einheiten nicht vorzeitig den Gefahren eines Kampfeinsatzes aussetzen können.”

Reichskanzler Bethmann Hollweg stellte sich an die Seite des Offiziers. “Gut gesprochen, junger Mann. Meine Herren, als halber Zivilist möchte ich einen Punkt ansprechen, der sich militärischen Lösungen entzieht: die Presse. Oder, wenn Ihnen dieser Ausdruck lieber ist: die Heimatfront. Auf der einen Seite müssen wir die Moral der Deutschen aufrecht erhalten. Ein paar Paraden der aus dem Westen heimkehrenden Truppen sorgen dafür, daß sich weitere Freiwillige melden und daß Kriegsanleihen gezeichnet werden, die wir ganz sicher noch benötigen. Im Gegenzug müssen wir unser Volk über die Kriegsbemühungen unterrichten, und zwar gerade an der Ostfront. Nur so lenken wir die Welt von unseren Planungen gegen England ab.”

Der Kaiser sagte lächelnd: “Nun, Herr Reichskanzler, ein paar gut plazierte Lügen und Halbwahrheiten dürften Ihnen doch nicht schwerfallen? Als Politiker haben Sie darin bestimmt Übung.”

“Jawohl, Eure Majestät”, bestätigte der Reichskanzler. “Mit ein paar echten Wahrheiten ist unserer Sache jedoch mehr gedient. Wenn wir über die 10. Armee berichten, die bald in Ostpreußen stehen wird, veranlassen wir die Russen, einen vorschnellen Angriff gegen unsere Stellungen zu führen. Womöglich ergibt sich so die Gelegenheit, ein weiteres Tannenberg herbeizuführen. Außerdem wäre es gut, die Briten zu veranlassen, Hilfe nach Rußland zu schicken.

Admiral Ingenohl wandte ein: “Eine Unterstützung der Russen scheitert an den Wetterverhältnissen. In der Ostsee treffen sie auf die deutsche Flotte, und Murmansk ist wegen des Winters kaum zugänglich.”

“Murmansk…” Generalleutnant Ludendorff dehnte dieses Wort. “Das wäre eine Möglichkeit! Herr Admiral, warum lancieren Sie nicht eine Pressemeldung? Beklagen Sie sich, daß Murmansk außer Reichweite unserer Unterseeboote liegt, und erklären Sie, daß die deutsche Hochseeflotte bereit ist, jeden Vorstoß in die Ostsee wirksam zu unterbinden. Dann brauchen wir einen Experten, der die Untätigkeit der deutschen Marine geißelt, und bei dieser Gelegenheit die Flotte Österreich-Ungarns dazu auffordert, den Suez-Kanal anzugreifen. Ab dann lassen wir durchsickern, daß wir eine Armeegruppe Süd aufbauen, die über Palästina an den Suez-Kanal vorstoßen soll, um so eine Lebensader des Empire zu unterbrechen. Das bindet die Truppen aus Australien und Neuseeland in Ägypten. Womöglich müssen die Türken dort eine Offensive abwehren, aber dazu wird unser angebliches Vorauskommando deren Stellungen verstärken.”

28. Dezember 1914, k.u.k. Hauptquartier

Franz Conrad von Hötzendorf mußte zugeben, daß sein Plan gescheitert war. Der Vorstoß über Neu-Sandez in Richtung Warschau vom 14. Dezember hatte zunächst gute Geländegewinne gebracht, doch dann waren die Österreicher wieder zurückgedrängt worden. Die Russen hatten sich als zähe Gegner erwiesen und mit immer neuen Menschenmassen die Angreifer zurückgedrängt. Gleiches war zuvor den Deutschen passiert. Sie hatten Lodsch von drei Seiten eingeschlossen, doch nicht nehmen können. Erst als die Russen die Stadt am 6. Dezember freiwillig geräumt hatten, konnten sie einrücken. Der Druck auf die Habsburger Truppen hatte durch diese Offensive nur kurz abgenommen, die russische Front hatte sich im Mittelabschnitt konsolidiert.

Conrad – es hatte einer Pressemitteilung bedurft, um allen zu erklären, daß dies sein Familienname war – verfluchte im Geist die Deutschen. Sie hatten darauf bestanden, ihre Truppen in der Heimat gründlich auszubilden, bevor sie die Ostfront verstärken wollten. Außerdem war die Oberste Heeresleitung der Deutschen überaus geschwätzig. Die Aufstellung der 10. Armee in Ostpreußen hätte Conrad unter allen Umständen geheim gehalten. Zu seiner größten Überraschung hatte Conrad heute morgen einen “Reisebericht” aus einer Berliner Zeitung erhalten, wonach Generalmajor Emil Ilse Weihnachten in Betlehem verbracht und nun weiter in den Süden gereist sei, um die türkischen Vorposten zu besichtigen. Der Stabschef der 4. Armee erkundete also das Gelände!

Offiziell wußte Conrad von nichts, doch die 4. Armee wäre in Galizien weitaus sinnvoller eingesetzt. Noch stand sie in Flandern, ebenso die 5. Armee, um eine britische Invasion abzuwehren, die nie erfolgen würde. Jeden einzelnen Soldaten, der in Deutschland auf Weihnachtsurlaub faulenzte, hätte Conrad sehr gut brauchen können.

23. Januar 1915, Hauptquartier der 6. Armee, Sanok

Die Armee war aufmarschiert, ohne daß es Störungen gegeben hatte. Die Österreicher kämpften in den Karpaten, die Russen wehrten sich zäh, der neue deutsche Verband war nicht behindert worden. Die Armee begann ihren Vormarsch auf Przemysl. Das österreichische Hauptquartier hatte zugestimmt, daß die Armee weiterhin dem deutschen Oberbefehlshaber Ost unterstand. Allerdings gab es eine eigene Verbindung zum k.u.k. Hauptquartier. Sanok verfügte über eine Bahnverbindung nach Ungarn, deshalb war diese Stadt als Ausgangsbasis für die Deutschen gewählt worden. Die Österreicher hatten gute Dienste geleistet, um den Aufmarsch der Deutschen zu verschleiern.

Generaloberst Rupprecht von Bayern hatte eine Pionier-Brigade zugeteilt bekommen, welche eine Bahnlinie hinter der kämpfenden Truppe errichten sollte. Ursprünglich war eine Pionier-Division geplant gewesen, doch deren Aufstellung hatte sich verzögert.

Die Österreicher griffen südlich der 6. Armee an. Ihre westlichen Verbände hielten Kontakt zu den Deutschen, die östlichen Verbände sollten nach Norden Richtung Tschernowitz vordringen. Würden die Russen Verstärkungen in den Süden werfen? Dann wäre der Weg für die 10. Armee frei, um ins Baltikum vorzustoßen.

Dem bayerischen Kronprinzen war eine verstärkte Flieger-Abteilung zur Verfügung gestellt worden. Keine Luftschiffe, sondern Flugzeuge, die nur kleine Bomben mit sich führten. Immerhin lieferten sie ordentliche Aufklärungsergebnisse. Die 3. k.u.k. Armee schloß sich rechts an und das erste gemeinsame Ziel hieß Baligrod, mit dem rechten Flügel der 8. russischen Armee.

8. Februar 1915, Bericht über die Kriegslage in der Vossischen Zeitung, Berlin

Das XIV. Reserve-Korps trägt einen neuen Namen: Palästina-Korps. Es wurde als Vorausabteilung der 4. Armee unter Führung von Generalleutnant von Stein nach Palästina abgeordnet, um dort den Stoß britischer Truppen aus Australien und Neuseeland abzufangen. Auf britischer Seite sind 60.000 Mann angetreten, um ein Vordringen der verbündeten Truppen an den Suez-Kanal zu verhindern. Während die Briten weitere Verstärkungen aus Indien heranführen, muß sich unsere Seite auf die Verteidigung beschränken. Die 4. Armee steht mit ihrer Hauptmacht nach wie vor in Flandern und ist auf Grund fehlender Transportkapazitäten frühestens Mitte März marschbereit.

Gute Nachrichten erreichen uns aus der südlichen Ostfront. Die 6. Armee hat sich nach Przemysl durchgekämpft und die k.u.k. Festung entsetzt. Die Überreste der russischen 8. Armee wurden auf Jaroslaw zurückgedrängt. Die russische 11. Armee wurde auf Lemberg zurückgenommen. Das russische Oberkommando gruppiert seine Truppen um, hat Verstärkungen aus dem Raum Warschau abgezogen. General der Infanterie von Below greift seit heute mit der 8. Armee russische Verbände im Raum Warschau an.

So erfreulich sich die Lage an der Ostfront entwickelt, so bedauerlich ist das Stillhalten der Marine. Nach der Verlegung eines Geschwaders der Hochseeflotte in den Kanal nach Dünkirchen, beschränkt sich die restliche Flotte darauf, die Ostsee abzusichern. Das Dünkirchen-Geschwader versteckt sich hinter Minensperren und vermeidet den Kampf mit der englischen Kanalflotte um jeden Preis. Durch Zaudern und Verstecken wurde jedoch noch nie ein Krieg gewonnen. Wann nimmt sich die Marine endlich ein Beispiel an den Erfolgen des Landheeres?

17. Februar 1915, Palästinafront

24.000 Deutschen und 18.000 Türken standen inzwischen 82.000 Briten gegenüber. Wobei dieses Gegenüber mehr als 30 Kilometer Abstand bedeutete. Der Wüstenkrieg hatte eigene Gesetze, und das oberste Gesetz dieses Krieges war, sich Wasservorräte zu sichern. Die verbündeten Truppen lagen in Stellungen nahe Zisternen, die schon in biblischer Zeit existiert haben mochten. Die Briten hatten gute Stellungen an Berghängen, mußten ihr Wasser jedoch über weitere 30 Kilometer heranführen.

Die Kämpfe liefen nach dem immer gleichen Muster ab: Die Briten brachten leichte Feldkanonen, Maschinengewehre und Wasser mittels Kamelabteilungen in die Nähe der deutschen Linien. Nach kurzer Aufstellung begannen sie einen Sturmangriff, den die Deutschen mit schweren Geschützen und überlegener Feuerkraft abwehrten. Für ein Lager, für eine Stellungslinie reichte die Macht der Briten nicht aus, ihre Wasservorräte begrenzten die Operation erheblich. Dabei zählte ein verlorenes Kamel mehr als zwanzig verlorene Soldaten, denn ohne das Kamel ging diesen Soldaten bald das Wasser aus.

Abseits der Kampflinien erstreckte sich ein Massengrab, denn die Deutschen bestatteten die niedergestreckten Gegner. Die Situation hatte sich zu einem Patt entwickelt. Die Soldaten fragten sich, was die 4. Armee daran ändern würde. Auch sie hätte dieselben Probleme, die Wasserversorgung. Dann gäbe es da drüben, in 30 Kilometern Entfernung, ebenfalls ein Massengrab. Nur würden darin deutlich mehr Deutsche als Briten liegen.

2. März 1915, Hauptquartier Oberbefehlshaber Ost

Paul von Hindenburg beugte sich über die Lagekarte. Die Russen waren auf der ganzen Front zurückgedrängt worden. Österreich-Ungarns Truppen hatten sich nicht nur Galizien zurückgeholt, sie standen jetzt an der Schwelle zur Krim. Im Mittelabschnitt hatten die Deutschen Warschau genommen und ganz Russisch-Polen erobert. Im Norden standen die Truppen in Litauen, die 8. Armee sollte in Zukunft Njemen-Armee genannt werden. Der Feldmarschall schüttelte den Kopf. Mochten die Zeitungsschreiber dies abdrucken, in seinem Befehlsstab bleibt dies die 8. Armee.

“Dabei ist dies nur das Ablenkungsmanöver”, sprach Ludendorff die Gedanken seines Oberkommandierenden aus. “Ein überaus erfolgreiches Ablenkungsmanöver.”

“Der Schlieffen-Plan ist damit so gut wie umgesetzt”, folgerte Hindenburg. “Frankreich geworfen und Rußland vor dem Fall. An England hat der gute Mann gar nicht gedacht.”

“Nehmen wir uns an den Römern ein Beispiel”, schlug Ludendorff vor. “Geben wir dem Feind die Zeit, sich neu zu organisieren, um ihn dann mit einem einzigen, konzentrierten Schlag niederzustrecken. Unseren Truppen tut die Ruhe gut, und jeglicher Nachschub, den wir nicht anfordern, bleibt für die Operation dieses Herrn Guderian übrig.”

“Einverstanden, Ludendorff. Geben wir Ruhe.”

18. März 1915, 06:00 morgens, Palästinafront

Die Briten waren in der Nacht herangekommen und stellten sich zum Angriff auf. Die Verteidiger stellten sich ohne allzu große Aufregung bereit, um wieder einmal die Briten zurückzuwerfen.

“Sind mehr als sonst”, urteilte Gefreiter Hackenschmitt. “Da holen wir besser noch ein paar Kisten Munition.” Das Maschinengewehr wollte schließlich ordentlich gefüttert werden.

Kaum war er losgegangen, schlug es auch schon ein. Das waren schwere Koffer, nicht die leichten Feldgeschütze, welche die Briten sonst einsetzten. Hackenschmitt kannte das Spiel, er hatte schweren Beschuß an der Westfront oft genug erlebt. Einschlag abwarten, losrennen, volle Deckung, nächsten Einschlag abwarten. Eines war jedoch anders: die Einschläge waren deutlich schwerer als er es aus Frankreich kannte.

“Das sind Eisenbahngeschütze”, brüllte Oberschütze Dahlmeier.

“Quatsch, wie sollen die eine Eisenbahn gebaut haben?”, rief Unteroffizier Kammhuber. “Das sind Schiffsgeschütze!”

Er hatte recht, das britische Mittelmeergeschwader war aufgeboten worden, um die Pattstellung aufzubrechen, bevor die 4. Armee aus Flandern anrückte. Die Briten hatten sogar ihr neuestes Schiff aufgeboten, die Queen Elizabeth, mit acht Kanonen Kaliber 38,1 cm. Außerdem deckten diese Schiffe die Landung einiger Frachter. Diese hatten das an Bord, was den Briten bisher gefehlt hatte: fast drei Millionen Liter Trinkwasser.

Die Briten hatten aus den Bombardierungen der französischen Hafenstädte gelernt. Von ausgesprochenen Küstenbatterien abgesehen, richtete landgestützte Artillerie zu wenig Schaden an, um Schlachtschiffe ernsthaft zu gefährden.

Das Trommelfeuer dauerte mehr als zwei Stunden. Die türkischen Truppen, die nie etwas Vergleichbares erlebt hatten, waren zum großen Teil geflohen. Die Deutschen hingegen hatten ausgehalten. Teile ihrer Grabenanlagen waren verschüttet, ein Drittel der Maschinengewehre unbrauchbar. Die leichten Feldgeschütze ließen sich zum größten Teil wieder herrichten, die schweren Kanonen waren zum großen Teil ausgefallen.

Das Einzige, was die Briten nicht bedacht hatten, war die Fronterfahrung der Deutschen. Da sich nichts regte, schlenderten sie ohne Deckung auf die deutschen Gräben zu. Die Granattrichter waren für sie Beweis genug, wie erfolgreich diese Bombardierung gewesen war. Nicht nur der Gefreite Hackenschmitt hatte dafür gesorgt, daß die Maschinengewehre deutlich mehr Munition zur Verfügung hatten als sonst. Die Deutschen ließen die Briten nahe heran, bevor sie konzentriert das Feuer eröffneten.

An diesem 18. März wurde die Palästinafront gehalten – und ein weiteres Massengrab angelegt.

25. März, 01:00 Mittags, 4. Armee, südlich London

Die 4. Armee hatte die englische Hauptstadt erreicht. Es hatte keinen nennenswerten Widerstand gegeben, die Briten wollten offenbar nicht um ihre Hauptstadt kämpfen. Die Franzosen hatten um Paris einen weiten Abwehrring gezogen, und die Deutschen hatten sich an die Gepflogenheiten des Krieges gehalten. Die Artillerie hätte bis weit nach Paris hinein gereicht, doch es wurde nur der Abwehrring beschossen. Die Zivilisten sollten durch den Krieg nicht mehr leiden als unvermeidbar war.

Herzog Albrecht hatte zwei Korps detachiert, um an der englischen Südküste nach Westen vorzustoßen. Die 5. Armee unter dem frisch beförderten Generalleutnant Wilhelm von Preußen marschierte an seiner linken Flanke an London vorbei nach Norden, sie würde ein Korps abstellen, um die Stadt aus dem Norden einzuschließen. Der Kronprinz hatte sich Oberleutnant Guderian überstellen lassen und ihn im Namen seines Vaters zum Hauptmann befördert. Offiziell war Guderian nun ein Ordonnanz-Offizier im Stab der 5. Armee, tatsächlich fungierte er als militärischer Berater.

28. März 1915, 06:00 abends, Ipswich

Inn Ipswich saß das in der Falle, was von der einst so stolzen Grand Fleet übrig geblieben war. Der Fluß Orwell bildete einen breiten, entfernt an einen Fjord erinnernden Mündungstrichter. Dieser ließ sich leicht mit eigenen Minen sichern, aber auch genauso leicht mit gegnerischen Minen blockieren. Beides war geschehen, die Briten reparierten die Schäden, die sie beim Nachtgefecht gegen die deutsche Hochseeflotte erlitten hatten. Zugleich sicherten die schweren Schiffsgeschütze einen Bereich bis 30 Kilometer um den Hafen. Die Seeleute waren entschlossen, die Deutschen Stahl und Dynamit schmecken zu lassen.

Die SL10, eines der 17 verbliebenen Schütte-Lanz-Luftschiffe, die Guderians geniale Landeoperation durchgeführt hatten, näherte sich in 2.000 Metern Höhe der Stadt Ipswich. Sie hatte sechs Bomben an Bord, kleine Zweihundertpfünder. Größere Bomben wären zu schwer gewesen, hätten sie heruntergedrückt. In der beginnenden Abenddämmerung lag die Stadt vor ihr.

“Jagdflugzeuge”, meldete der Ausguck. Die SL10 führte keine Verteidigungswaffen mit. Sie hatte nur die Höhe als Schutz und die Kürze ihrer Mission. “30 Sekunden – 20 Sekunden – Bomben bereit – Bomben frei!”

Die SL10 ruckte nach oben, stieg rascher, als die Jagdflugzeuge ihr folgen konnten. Sie drehte nach Nordwesten ab, um die Flieger hinter sich herzulocken. Unter ihr entstanden sechs Feuerbälle, in der Nähe des Hafens. Der Funker gab die genaue Position dieses Markierungsfeuers durch.

Die Flugzeuge durchlöcherten die Zelle des Luftschiffes derart gründlich, daß es notlanden und aufgegeben werden mußte. Die Besatzung geriet für einige Tage in Kriegsgefangenschaft.

Die nächsten Luftschiffe trugen tausendpfündige Bomben. Präzise wie ein Uhrwerk erschienen im Abstand von jeweils 15 Minuten vier Luftschiffe und warfen ihre Bomben in den Hafen, auf die dort liegende Flotte. 16 Schütte-Lanz-Luftschiffe und 8 Zeppeline zerschlugen die britischen Hoffnungen, doch noch einen Sieg zu erringen.

31. März 1915, Hauptquartier Oberbefehlshaber Ost

Die deutschen Truppen waren ab dem 28. März wieder nach Osten vorgedrungen. Russische Armeen, die sich gerade neu organisiert hatten und nur bedingt kampfbereit waren, wurden schnell zerschlagen. Auf den Karten des Generalstabs waren neue Ziele aufgetaucht, Riga, Minsk und Kiew. Natürlich reichte Rußland entsetzlich weit nach Osten, eine Eroberung des tiefen russischen Raumes war für die Deutschen illusorisch. Sie konnten die Armeen zerschlagen, doch es würde ein langwieriges Unterfangen werden, das ungeheure Kosten verschlingen würde.

Generalfeldmarschall Hindenburg wußte das, doch er hatte den Befehl, die Russen zu besiegen. Wenn es sein mußte, in einem langen, langen Krieg.

“Exzellenz?” Der Ordonnanzoffizier baute sich auf und wartete, bis Hindenburg ihm zunickte. “Ein russischer Parlamentär ist eingetroffen.”

“Ein Parlamentär?”, vergewisserte sich Hindenburg. “Spricht er Deutsch?”

“Jawohl, Eure Exzellenz.”

“Dann wollen wir uns anhören, was er zu sagen hat”, entschied Hindenburg. “Ludendorff, kommen Sie bitte mit.” Parlamentär hin oder her, im Lageraum mit den Generalstabskarten hatte er nichts zu suchen.”

Laut seiner Uniform handelte es sich um einen russischen Generalmajor. Hindenburg grüßte und erwartete die Reaktion seines Gegenübers.

“Ich bin Großfürst Michail Alexandrowitsch Romanow”, stellte sich der Unterhändler vor. “Im Auftrag meines Bruders, des Zaren, ersuche ich Sie um einen Waffenstillstand und umgehende Friedensverhandlungen.”

Für Hindenburg blieb die Zeit stehen. Eine Sekunde dehnte sich, alles schien zu erstarren, das Denken setzte aus… Und dann lief die Zeit wieder weiter. Die Nachricht hatte sich schnell verbreitet, er selbst hatte es erst an diesem Morgen erfahren: London hatte kapituliert.

3. April 1915, 08:00 abends, Holyrood Palace, Edinburgh

“Majestät, die Deutschen sind durchgebrochen. Sie haben unsere Verteidigungslinie nach kurzer Vorbereitung einfach überrannt. Manchester, Birmingham, Liverpool – das alles liegt jetzt in ihrer Reichweite.” Herbert Henry Asquith, der Premierminister, klang ernst und hoffnungslos.

“Dann haben wir also verloren”, folgerte Georg V., König von England und Kaiser von Indien.

“In Großbritannien, jawohl Euer Majestät.” Der Premier atmete durch. “Majestät und Eurer Majestät Regierung können jedoch nach Scapa Flow gehen, an Bord eines Schiffes, um diesen Krieg anderweitig fortzusetzen. Kanada, Eure Majestät, und womöglich gelingt es uns, die Amerikaner auf unsere Seite zu ziehen.”

Der König ließ seine Gedanken streifen. Kanada mit seinen Bodenschätzen, würde es erlauben, eine neue Armee aufzubauen, eine neue Flotte. Die anderen Dominions des Empire, Südafrika, Australien, sie würden Bodenschätze liefern, Indien die Soldaten. Die ganze Welt würde Krieg führen, Krieg gegen die Deutschen. Wie lange würden sie es durchhalten? Fünf Jahre? Zehn Jahre? Und mit den Vereinigten Staaten von Amerika an der Seite des Empire, wer wollte ihnen widerstehen?

In Europa gehen die Lichter aus… Wer hatte das wieder gesagt? Egal, jetzt lag es in seinen Händen, diese Lichter wieder zu entzünden, oder sie auf der ganzen Welt auszulöschen. Der Krieg würde Not und Elend bedeuten, und so oft, wie die Deutschen sie überrascht hatten, war nicht sicher, ob die Welt trotz aller Opfer gewinnen würde.

“Nein”, entschied der König.

“Bitte, Eure Majestät?”, fragte der Premier erstaunt.

“Ich habe Nein gesagt”, betonte der König. “Wir haben einen Krieg gewollt, wir haben einen Krieg geführt und wir haben einen Krieg verloren. Wir sollten ihn ehrenvoll beenden, anstatt die Welt in Brand zu setzen. Nehmen Sie Friedensverhandlungen auf!”

“Eure Majestät!”, sagte der Premier ebenso vorwurfsvoll wie entrüstet.

“Haben Sie nicht gehört? Schicken Sie einen Unterhändler! Schicken Sie ihn durch die deutschen Linien, und erbitten Sie für ihn Geleit nach Berlin!”, befahl der König.

“Das wird vermutlich gar nicht nötig sein, Eure Majestät. Der deutsche Kronprinz führt jene Armee, die unsere letzte Verteidigungslinie durchbrochen hat.”

“Um so besser!” Georg V. atmete tief durch. “1066… vor 850 Jahren wurde England das letzte Mal auf eigenem Boden besiegt. Eine Ära geht zu Ende, Mr. Asquith. Hoffen wir, daß die neue Ära eine noch bessere werden wird!”

© Michael Winkler

Die digitale Transformation bedroht einer aktuellen Studie zufolge sowohl das klassische Neuwagengeschäft als auch etablierte Vertriebsstrukturen. Mittlerweile sind 27 Prozent aller Käufer und über 60 Prozent der digitalen Zielgruppen bereit, ihr nächstes Auto im Internet zu kaufen. Wird dieser Entwicklung nicht Rechnung getragen, ergeben sich für Hersteller und Händler erhebliche Volumensrisiken.

Russland und Syrien haben die geplante Großoffensive auf Aleppo offenbar abgeblasen. Moskau fürchtet offenbar, dass die al-Nusra-Miliz mit aus Saudi-Arabien gelieferten Raketen eine Gefahr für die russische Luftwaffe darstellen könnten.

SPD Bayern fordert Verbot von Glyphosat

On April 13, 2016, in Endzeit, by admin

Die bayrische SPD hält ein Verbot von Glyphosat zum Schutz der Bevölkerung für angebracht. Umweltsprecher Scheuenstuhl fordert eine groß angelegte Studie, um die Belastung durch das Monsanto-Pestizid zu untersuchen.

In Bulgarien verfolgen Bürgerwehren Flüchtlinge auf eigene Faust und übergeben sie der Polizei. Bulgariens Regierungschef Borissow bedankte sich öffentlich bei diesen und lobte ihren Bürgersinn.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat der Ukraine einen Kredit in der Höhe von 400 Millionen Euro gewährt . Der Kredit soll in den Realsektor und in den Aufbau von Unternehmen fließen. Die EIB gilt als sehr sorgfältig bei der Überwachung der Verwendung von Finanzmitteln.

Die Bundeswehr hat mehr als 20 Soldaten in den vergangenen zehn Jahren als Islamisten eingestuft. Das Verteidigungsministerium will darauf jetzt mit einem Basis-Check reagieren, den es für alle künftigen Soldaten vor der Einstellung geben soll.

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