Spatz: Man bekommt, was man verdient

On June 27, 2015, in Spatz, by admin

Man bekommt, was man verdient

Der Spatz im Gebaelk

Der Spatz im Gebälk

Demokratie lebt a) von einem gewissen Bildungsstand ihrer Bürger. Sie müssen in der Lage sein, über ihre individuellen Interessen hinaus Gemeininteressen zu erkennen und zu verfolgen. b) von einem Journalismus, der über die Vorgänge vor und möglichst auch hinter den Kulissen sachlich aufklärenden berichtet. Beides ist in Deutschland abhanden gekommen. Der Hauptgrund ist die Desinformation und Demoralisierung der Bürger durch ideologisierte Propaganda (Pseudo-Umweltschutz, Genderismus, Russlandhetze etc.) und das induzierte Irresein aufgrund der Schuldkomplexe seitens zahlungskräftiger Auftragsgeber. Dadurch konnten sich die scheinbar gewählten Machtausübenden als „politischen Klasse“ über den Köpfen der Wählerschaft etablieren. Zur Verteidigung ihrer Position kontrollieren sie über willfährige Journalisten mit „Erziehungsauftrag“ die Desinformation der „einfachen“ Bevölkerung. Mit dem sogn. öffentlich-rechtlichen Journalismus hat diese Klasse ihren Propagandaapparat – wie es heißt – „fest im Griff“.

Bürger hatten früher für interessante und wichtige Informationen bezahlt. Als sie merkten, dass es sich da nur noch um ein „In Form-Bringungs-Geschäft“ handelt, um immer fadenscheinigere Desinformation und Hetze gegen politisch anders Denkende, wandten sich immer größere Teile der „einfachen Bevölkerung“ voll Ekel von der „Politmafia“ und ihren Medien ab. Sinkende Wahlbeteiligung und Abo-Kündigungen haben auch wirtschaftliche Folgen. Medien rentieren z.B. nicht mehr. Die erste Gegenreaktion war die verschärfte Zwangsabgabe für die „öffentlich-rechtlichen“ Medien, als sie von Dienstleistern der vielen zu solchen der politischen Klasse geworden waren. Da die „privaten“ Medien freiwillig dem Trend folgten und entsprechende Einbußen erlebt haben, wollen nun auch sie „öffentlich-rechtlich“ honoriert werden. Marlis Prinzing forderte z.B. in Der Tagesspiegel vom 21.6. ungeniert: „Sie (die Politik) muss das nötige Geld beschaffen, ob durch eine Medien-Abgabe der Bürger oder mittelbar über eine Stiftung aus Branchenvertretern, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft…“ Sie ist nicht die Erste und nicht die Einzige, die unter dem Stichwort „Förderung“ eine Zwangsbesteuerung für die „In-Form-Bringungs-Leistungen“ fordert.

Josef Trappel, Leiter des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft, Abteilung Medienpolitik und Medienökonomie an der Uni Salzburg, sieht zwar ein, „dass Subventionen faul machen”, meint aber dennoch: „Eine Möglichkeit, die Finanzierungslücke im Nachrichtenjournalismus zu schließen, ist die Medienförderung. Das Geld dafür sollte gemeinsam von der öffentlichen Hand und von denjenigen aufgebracht werden, die an Nachrichten verdienen.” Wenn Verkauf und Anzeigen „das Feuilleton oder den Leitartikel nicht mehr tragen” pflichtete Alexander Görlach, Herausgeber des Online-Mediums The European bei: „Dann muss es andere Modelle geben. Crowdfunding ist gescheitert, es bleiben nur noch Stiftungen, Mäzene und – der sicherste Hafen – der Steuerzahler”. http://medianet.at/article/medienfoerderung-ist-mehr-segen-als-fluch-3870.html. Das tut man, wenn der Kirche der „freie Marktwirtschaft“ die Kunden ausgehen.

Schon zu Beginn dieser einzig „anerkannten Zivilisation“ schrieb einer ihrer frühen Missionare, der durch südafrikanischen Bergbau superreich gewordene Cecil Rhodes, in einem Brief von 1891 an seinen damaligen Propagandisten W.T. Stead: „Der einzig mögliche [Weg] zur Durchführung dieser Idee (der Anglo-Amerikanisierung der Welt) ist eine Geheim-(Gesellschaft), die nach und nach den Reichtum der Welt absorbiert, um ihn einem solchen Ziel zu widmen.“ (W.T. Stead, The Last Will and Testament of Cecil John Rhodes (London, 1902),S. 73-77). Rhodes hat sein ungeheures Erbe in diesen Plan gesteckt. Seine Rhodes-Stipendiaten und die Vertreter in den von seinen Kollegen finanzierten Colleges für Postgraduierte haben mit der Zeit die entscheidenden Stellen im wahlunabhängigen Machtapparat des Staats („permanent bureaucracy“) besetzt und steuern die Politik der westlichen Wertegemeinschaft nach diesem Plan bis heute. (Antisemitismus diente zum Teil als Ablenkungsmanöver von der „Absorption des Reichtums dieser Welt“ durch Hochfinanz und britischem Adel nach Plan – heute bildet er das Standardargument der CIA-Linken gegen Kritiker).

Der Plan sah von Anfang an u.a. auch inszenierte Aufstände gegen unerwünschte, beziehungsweise noch nicht gleichgeschaltete Regierungen vor (vgl. der von Rhodes inszenierte „Jameson Riad“, der den Burenkrieg von 1899 und die Übernahme Südafrikas ermöglichte). Heute wird das weltweit und im Großen Stil betrieben. In einem Artikel vom 5.3.2007 im New Yorker hatte Seymour Hersh, der bereits 1969 die Kriegsverbrechen der US-Armee (von 1968) in My Lai aufgedeckt hatte, recht ausführlich die US-Strategie im Nahen Osten beschrieben, die darauf hinausläuft, dass „US-Beamte mit den Saudis zusammenarbeiten, um Milliarden $ an sektiererische Todesschwadronen mit der Aufgabe … Bomben gegen Hezbollah, Motada al-Sadr, Iraner und Syrer zu werfen.“… „Die USA hat sich auch an geheimen Operationen gegen den Iran und seinen (damals noch) Verbündeten Syrien beteiligt. Ein Beiprodukt dieser Aktivitäten war die Ausstaffierung Sunnitischer Extremisten, die eine militante Vision des Islam vertreten und gegen Amerika feindlich und Al Qaeda gegenüber freundlich gesinnt sind…“

Nach dem gleichen Muster (des Gene Sharp) betrieb die westliche Wertegemeinschaft den blutigen Putsch in der Ukraine, den bislang misslungenen Putschversuch in Mazedonien und den möglicherweise gerade in Armenien angeleierten. Die Vorbereitung hierzu findet man im Defense Planning Guidance der USA vom 18.2.1992 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Dort heißt es “Unser erstes Ziel ist zu verhindern, dass ein neuer Rivalen auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion oder anderswo hochkommt, der eine Bedrohung in dem Maße wie die frühere Sowjetunion darstellt. Dies ist die vorherrschende Überlegung, die der neuen regionalen (auf Weltregionen bezogen) Verteidigungsstrategie zugrunde liegt und die verlangt, dass wir uns bemühen, jede feindliche Macht davon abzuhalten, eine Region zu dominieren, deren Ressourcen bei erreichter Kontrolle ausreichen, eine Weltmacht zu schaffen.“ Als Putin verhinderte, dass Chodorkowski als Strohmann westlicher Geldgeber, russische Lagerstätten an den Westen verhökerte, zog er sich damit den zu stürzenden Ruf eines „new Hitler“ zu. Washingtons „erstes Ziel“ ist also nicht, “Freiheit”, “Wohlstand“, „Frieden“, „Menschenrechte“, „Demokratie“ oder „Rechtstaatlichkeit“. Das sind alles zweckgebundene Propaganda-Stichwörter. Das erste Ziel ist Welthegemonie für die herrschenden westlichen Finanzinteressen, dem sich die „anerkannten“ westlichen Medien „freiheitlich“ fügen, um die „Förderung“ nicht zu verlieren.

Den Beweis liefern – nicht nur Waffenlieferungen (darunter u.a. 300 ausrangierte Marder-Schützenpanzer aus der Bundesrepublik) an die Putsch-Regierung in Kiew; den Putsch hat ironischerweise der derzeitige Ukrainischer Präsident Poroschenko mit seiner Aufforderung an den Obersten Gerichtshof der Ukraine zur Rehabilitierung von Viktor Janukowitsch als einen solchen zugegeben; – nicht nur die verlängerten EU-Sanktionen gegen Russland, die Europa nach einer Berechnungen des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung 2,4 Mio Arbeitsplätze und einen Verlust an Wertschöpfung von über 100 Mrd. € einbringen (die zum Teil ironischerweise durch US-Lieferungen an Russland ersetzt werden); – sondern auch die Entscheidung des Intern. Währungsfonds IWF, weitere internationale Steuergelder (auch aus der EU) in die wirtschaftlich bankrotte Ukraine zu pumpen. Gleichzeitig blockiert der IWF weitere Kredite für Griechenland mit der Begründung, dass das Land auf einen Bankrott zusteuere. (Kiew etwa nicht?) . Damit watscht der IWF die EU ab, denn in einer Mitteilung der EU-Kommission vom 18.6. sagte Erweiterungskommissar Johann Hahn : „Ich bin sehr froh, dass die Oberste Rada heute das dritte Paket der Finanzhilfe für die Ukraine für eine Gesamtsumme von 1,8 Milliarden Euro ratifiziert hat, und ich bin sicher, dass wir schon in einigen Wochen der Ukraine die erste Tranche im Rahmen dieses Pakets in Höhe von 600 Millionen Euro werden gewähren können“.

Während die Hunde im Westen aus Angst bellen (Merkel & Co und ihre Medien), zieht die Eurasische Karawane weiter und lässt die westlichen Werteverkörperer links liegen. Auf dem 19. Intern. Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) (vom 18.-20.6.) trafen sich Wirtschaftler und Vertreter von über tausend führenden Firmen (darunter CEOs von BP, Royal Dutch Shell und Total) aus der ganzen Welt (nur nicht aus den USA), um weitere Schritte des BRIC-Bündnisses, der Shanghai Cooperation Organization (SCO), der New Silk Road(s) Union, der Eurasian Economic Union (EEU) zu erörtern und vor allem das Thema “Die Schaffung des Asien-Pazifik Jahrhunderts: Rebalancing East (Wiederaufholen des Ostens)” und entsprechende große Entwicklungsprojekte. Für diese wurde als erstes eine Summe anderer Währungen im Wert von derzeit noch einer Billion Dollar bereit gestellt. (Details unter http://www.forumspb.com/en/2015#!)

Gleichzeitig las man am 17.6. auf der US-Szene Webseite PatriotRissing „Das System ist kaputt (broken), Amerikaner glauben nicht mehr an ihre Institutionen“. „Es ist nicht schwierig zu erkennen, dass die Fundamente brökeln“. Man bezieht sich dabei auf die jüngste Gallup Umfrage nach der “das Vertrauen der Amerikaner in die meisten größeren U.S. Institutionen jeweils weit unter den historischen Durchschnitt gefallen ist.

Zusammengefasst sagen die Umfrageergebnisse: „Nur 8 % haben Vertrauen in den Kongress, 33 % in das Präsidentenamt (presidency), 32 % in den Supreme Court (Gericht), 28 % in Banken, 21 % in Großunternehmen, 24 % in Gewerkschaften, 24 % in Zeitungsmeldungen, 22 % in Fernseh-Nachrichten, aber 52% vertrauen noch auf die Polizei (trotz der jüngsten Skandale ).

Keiner der drei Teile der “Gewaltenteilung” vertraut die Mehrheit der US-Bevölkerung noch. Der amerikanische Traum, der eigentlich nie mehr als ein Traum war, was sich aber unter früheren Bedingungen nicht so leicht erkennen ließ, scheint nun endgültig ausgeträumt zu sein und damit im Grunde auch das Vertrauen in die „Westliche Wertegemeinschaft“. Dass die Krise von 2008 den Beginn des Erwachens einleitete, ist für die USA typisch. Denn das alles folgte erst dem Vertrauensschwund in das Geld, in das Fundament der Institutionen des Dollartums.

Als Gründe nennt PatriotRissing Skandale, auffliegende Regierungslügen, erfundene Rechtfertigungen und gefälschte Statistiken. Sie hätten sich über das Maß angesammelt, das selbst Amerikaner ertragen können. Hinzu käme Kriegsmüdigkeit angesichts der endlosen Kriege und Terrordrohungen, zynisch falsche Versprechungen von „ hope and change”, das Trampeln auf den Bürgerrechten, der scharfe wirtschaftliche Niedergang während des proklamierten Aufschwungs, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Das „and more“ hätten den Geist Amerikas ausgezehrt, ob sich die Amerikaner dessen bewusst sind oder nicht.

Der Vertrauensschwund entspricht dem Verlust an Selbstvertrauen, meint PatriotRissing. Denn entschlossene Leute mit einem starken Willen hätten schon immer dieses Land und andere stark gemacht. Daran fehlt es, das sei durch Beschneidung der Rechte des Einzelnen und das Sich-Verstecken im Kollektiv (oder eher durch Geldgier?) innerhalb und außerhalb der Regierung erstickt oder korrumpiert worden – und kaum anders in Europa, das sich schon früher statt auf die eigene starke Persönlichkeit und das eigene selbständige Denken auf (durch Werbung) starke Führer (ob gewählt oder nicht) verlassen wollte.

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Queen-Besuch: Zwischen Staatsbankett und Staatsbankrott

Gerhard Wisnewski

Die Queen war in Deutschland! Hurra! Alle Medien und Bürger waren begeistert, als wären wir ein Teil des British Empire. Doch was sollte eigentlich die bunte und fröhliche Charme-Offensive? Was wollte die alte Dame wirklich hier? Den europäischen Laden zusammenhalten? Durchhalteparolen von ganz oben verbreiten? Oder von etwas ganz anderem ablenken? Zum Beispiel von den aktuellen Kriegsplanungen?

 

»Beim Staatsbankrott im Schloss Bellevue hat die Queen in ihrer Rede vor einer Spaltung Europas gewarnt«, habe ich am 24. Juni 2015 in der Berliner Morgenpost (online) gelesen. Natürlich steht da in Wirklichkeit: »Beim Staatsbankett im Schloss Bellevue…« Allerdings liegen Bankett und Bankrott in Europa zurzeit nicht weit auseinander (siehe Griechenland). Nach dem Motto: »Vornehm geht die Welt zugrunde«, »Feiern bis der Arzt kommt« – oder was für Sinnsprüche der Volksmund für solche Situationen sonst noch kennt.

 

Teile und herrsche

 

Ausgerechnet die Queen hat im Rahmen ihres Staatsbesuches vor einer Spaltung Europas gewarnt: »Eine Spaltung Europas ist gefährlich.« Das ist lustig. Denn in Wirklichkeit ist die Spaltung Europas schon immer Britanniens oberstes Ziel gewesen, ja geradezu seine oberste Staatsräson. Gerade die Engländer haben immer an vorderster Front an dieser Spaltung gearbeitet.

 

Aus Angst, der Kontinent könnte sich gegen die Insel vereinen, lautete das oberste Ziel, Europa zu entzweien. Da Zwist, Intrige und Zwietracht aber so hässliche Worte sind, hat man es lieber »Balance of Powers« genannt. Klingt ja auch viel besser – Balance ist ja schließlich etwas Schönes: »Balance of Power (engl.: Gleichgewicht der Kräfte) bezeichnet ein Grundprinzip der englischen bzw. britischen Außenpolitik seit dem späten Mittelalter bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Im Wesentlichen bedeutete es, dass Großbritannien eine Vorherrschaft in Festlandeuropa durch nur eine einzige Macht (oder ein Mächtebündnis) nach Kräften zu verhindern suchte… und sei es durch Krieg.« Das ist nicht etwa eine Verschwörungstheorie – es sei denn, jemand wollte Wikipedia als Verschwörungstheoretiker-Organ bezeichnen. Wobei das Lexikon den Zweiten Weltkrieg damit ganz beiläufig mit erklärt, bei dem Deutschland und Russland gegeneinander gehetzt wurden, bis beide blutend am Boden lagen – und Briten und Amerikaner die großen Retter spielen konnten – verkürzt formuliert. Das ist »Balance of Powers« vom Feinsten.

Großbritannien und sein Kontinent

So hat die Queen, die vom 23. bis 26. Juni 2015 Deutschland besuchte, das natürlich nicht formuliert, sondern so: »Großbritannien hat sich auf seinem Kontinent immer
Verheimlicht, vertuscht, vergessen 2015 Gerhard Wisnewski  Was 2014 nicht in der Zeitung stand!  Dieses Buch beginnt dort, wo herkömmliche Jahresrückblicke enden: Es hakt nach, schaut hinter die Kulissen und deckt auf, was uns an Nachrichten innerhalb eines Jahres vorenthalten wurde. Erfolgsautor und Enthüllungsjournalist Gerhard Wisnewski zeigt, was hinter den Schlagzeilen aus Presse, Funk und Fernsehen steckt: Wer setzt die Nachrichten, für die wir uns interessieren sollen, in die Welt? Welche Interessen werden mit dem Lancieren bestimmter Themen verfolgt? Warum verschwinden manche Ereignisse so schnell aus der Berichterstattung?  Gebunden, 368 Seiten, zahlreiche Abbildungensehr engagiert.« Vielen Dank auch. Aber was heißt »auf seinem Kontinent«? Etwa Großbritanniens Kontinent im Sinne eines Possessivpronomens? Oder der Kontinent, auf dem Großbritannien nun mal liegt? Wohl kaum, denn Großbritannien liegt nicht auf dem Kontinent und hat das auch nie so gesehen, obwohl die Queen nun scheinheilig von »unserem Kontinent« spricht.

 

Mit »Engagieren« meint sie heute natürlich auch nicht die britische Geopolitik, sondern nette, freundliche Beispiele, die man gerne in den Geschichtsbüchern liest. Zum Beispiel den walisischen Ingenieur John Hughes, der im 19. Jahrhundert im Russischen Reich eine Bergbaustadt gründete, die heute Donezk heißt und in der Ukraine liegt. Oder den schottischen Schankwirt Richard Cant, der im 17. Jahrhundert mit seiner Familie nach Pommern zog und dessen Enkel Immanuel Kant zeugte, den weltberühmten Philosophen.

 

Botschaft: Sind wir nicht alle eine große Familie? Und: Was wäre Europa ohne Großbritannien? Beispiele, was Großbritannien ohne Europa wäre, führt sie natürlich nicht auf, wie zum Beispiel das Haus Windsor, dem sie entstammt. Die Herrscherdynastie Windsor hieß bis zum 17. Juli 1917 »Sachsen-Coburg und Gotha«, bis man sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges aus opportunistischen Gründen in »Windsor« umbenannte.

 

Vor dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha (Windsor) herrschte in Großbritannien das Haus Hannover (seit 1714). Queen-Ehegatte Prinz Philip ist ein Sohn von Andreas von Griechenland (aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg) und Alice von Battenberg, deren Familie sich ebenfalls umbenannte – in »Mountbatten«. Die Queen und ihr Gatte sind demnach Deutsche.

Besuch bei der schmuddeligen Verwandtschaft

Und nun besuchte die englische Königin also wieder einmal ihre schmuddelige Verwandtschaft – die in der Wolle gefärbten bösen Buben aus Deutschland, die inzwischen aber freundlich Pfötchen geben und mit dem Schwanz wedeln. Große Teile der Visite gelten natürlich dieser Schurken-Rolle, zum Beispiel der Besuch der Zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Berlin, wobei jeder natürlich an das Dritte Reich denkt, und der Gedenkstätte im ehemaligen KZ Bergen-Belsen.

Der Besuch in der Frankfurter Paulskirche galt offiziell der Wiege der deutschen Demokratie, wo ab 1848 die ersten frei gewählten Volksvertreter der deutschen Länder in der Frankfurter Nationalversammlung tagten. Beim Äppelwoi-Sorbet und Grüner Soße im Frankfurter Römer traf Prinz Philip auch Verwandte aus dem Hause Battenberg/Mountbatten. Frankfurt beziehungsweise Hessen ist aber nicht nur die Heimat beziehungsweise Wiege der Battenbergs und der Demokratie, sondern auch der furchterregenden Bankenmacht, die heute den Globus im Würgegriff hat.

Frankfurt ist die Hauptstadt des Geldes und der Banken, die eine ebenso wichtige wie verheerende Rolle in der gegenwärtigen Schuldenkrise spielen. Die Stadt am Main beherbergt die größte deutsche Börse und ist einer der weltweit wichtigsten Finanzplätze. Von hier aus trat auch die Bankiers-Familie Rothschild ihren Siegeszug an, der sie auch in die Londoner City führte, wo Spross Nathan Mayer Rothschild zur ganz großen Nummer aufstieg (übrigens alles WikipediaTrivia).
Die Wahrheit über das Attentat auf Charlie Hebdo Gerhard Wisnewski    Gründungsakt eines totalitären Europa  7. Januar 2015. Dieses Datum wird man wohl ebenso wenig vergessen wie den 11. September 2001: Am Vormittag gegen 11.30 Uhr stürmen plötzlich zwei Vermummte die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris und schießen wild um sich. Elf Redakteure und Mitarbeiter des Magazins sterben. Der Terroranschlag und die spektakuläre Flucht der Täter wird tagelang das bestimmende Medienereignis in Europa und der ganzen Welt. Im Großraum Paris wird der Ausnahmezustand verhängt. Am 9. Januar stürmt ein weiterer Täter einen jüdischen Supermarkt, tötet vier Menschen und nimmt mehrere Geiseln. Am selben Tag werden alle drei Verdächtigen in ihren Verstecken aufgestöbert und erschossen. Fazit: »Der Anschlag auf Charlie Hebdo war ein islamistisch motivierter Terroranschlag«, so das Mainstream-Lexikon Wikipedia. Doch in Wirklichkeit ist in Sachen Charlie Hebdo gar nichts klar:      Warum beging ein führender Ermittler noch in der Nacht nach dem Anschlag Selbstmord?     Weshalb ähnelten die vermummten Täter bei Charlie Hebdo so verdächtig Angehörigen eines polizeilichen Sondereinsatzkommandos?     Weshalb war die Polizei an diesem Tag nicht vor dem Redaktionsgebäude auf ihrem Posten?     Warum hatten die vermummten Täter einen Personalausweis dabei und ließen ihn nach der Tat auch noch im Fluchtwagen liegen?     Warum sollten Kiffer und »Gelegenheitsislamisten« aus Glaubensgründen ein Massaker begehen und anschließend den Märtyrertod sterben?     Warum konnten sie ihre Taten verüben, obwohl sie längst auf dem »Radarschirm« der Behörden waren?     Weshalb sagte der türkische Ministerpräsident Erdogan, das Attentat sei von den Franzosen selbst begangen worden?     Warum erklärten auch andere hochkarätige Persönlichkeiten, die Anschläge seien das Werk der Sicherheitsbehörden?     Warum hatte die Polizei kein Interesse, die Verdächtigen festzunehmen, sondern erschoss sie alle drei wie bei einer Hinrichtung?   Ganz im Gegensatz zu der Darstellung der Mainstream-Medien hören die Fragen im Fall Charlie Hebdo nicht auf. Die offizielle Version steckt voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Diesen Widersprüchen und Ungereimtheiten ist der bekannte Enthüllungsjournalist Gerhard Wisnewski nachgegangen. Er klopfte nicht nur das Attentat selbst in allen Details ab, sondern durchleuchtete auch die politischen, geostrategischen und geschäftlichen Hintergründe - und kam dabei zu einem beunruhigenden Ergebnis: Das Attentat auf Charlie Hebdo war der Gründungsakt eines totalitären Europa.  Gebunden, 136 Seiten, durchgehend farbig illustriertAuch dieses Beispiel für intrakontinentalen Austausch hat die Queen natürlich nicht erwähnt.

 

Queen-Besuch: Links blinken, rechts abbiegen?

 

Aber vielleicht sollte man da auch nicht zu viel hinein interpretieren. Viel interessanter ist, wovon die britische Charme-Offensive und der enorme Medienhype eigentlich ablenken sollten. Sie wissen ja: Links blinken und rechts abbiegen. So sickerte schon 2012 durch, dass die Briten 6000 Panzerfahrzeuge nach Deutschland verlegen wollen. Gleichzeitig mit dem bunten Queen-Besuch in Deutschland wurde in Europa der Krieg geplant, denn angesichts der totalen Finanzpleite Europas und der USA braucht man nun mal einen Krieg.

 

Exakt um dieselbe Zeit des Queen-Besuchs, vom 24. bis 25. Juni, fand in Brüssel ein Treffen der NATO-Verteidigungsminister statt, wo diese unter anderem die Verlegung von schwerem Kriegsgerät nach Osteuropa und die Verstärkung der »NATO-Eingreiftruppe« auf 40 000 Mann planten. Nach dem Motto: Die NATO schließt ein neues Wettrüsten aus und rüstet gleichzeitig auf. Wie immer geht es um einen Waffengang mit Russland.

Aber während man bei Google News über den »Queen-Besuch« über eine Million Treffer findet, bringt es das NATO-Verteidigungsministertreffen in Brüssel eher auf einen der hinteren Plätze (35 000 Treffer). Wenn es dann knallt und sich die europäischen Mächte »ausbalancieren«, werden wir uns daran erinnern, dass die Briten bestimmt nicht schuld waren, denn die Queen war doch so nett…

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Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft fordert das sofortige Ende der Sanktionen gegen Russland, Die Folgen übertreffen „selbst die schlimmsten Befürchtungen“. Damit stellt sich erstmals ein Verband explizit gegen die Russland-Politik von Angela Merkel. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Eckhard Cordes, kündigte seinen Rücktritt an.

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Die Troika hat ihren Vorschlag für Griechenland vorgelegt: Das Angebot an Griechenland würde die ökonomische Zerstörung des Tourismus Griechenlands bedeuten. Offenbar will man Griechenland um jeden Preis aus der Eurozone werfen. Weil man in der EU die linke Regierung nicht ausstehen kann, riskiert man eine wirtschaftliche Katastrophe für ein ganzes Volk. Zugleich werden mit einem Schlag 240 Milliarden Euro vernichtet.

(98)

Der griechische Premier Tsipras hat ein Referendum über den Verbleib Griechenlands im Euro angekündigt. Das Referendum wird bereits am 5. Juli stattfinden. Auch die Idee einer Einheitsregierung ist wieder im Gespräch. Die Banken sollen am Montag normal öffnen.

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Der BGH in Karlsruhe gab am Freitag einem Jesuitenpater aus Berlin recht, der mit anderen Aktivisten auf dem Flughafen Schönefeld direkt vor einer Unterkunft für Flüchtlinge eine Mahnwache abhalten wollte. Die Flughafengesellschaft hatte dies dem Pater untersagt. Der Pater sei in seinem Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt worden, so das Gericht.

(63)

Das Pestizid Glyphosat hat nun auch seinen Weg in die Körper der Deutschen gefunden. Das legen Rückstände in Muttermilch-Stichproben nahe. Das Bundesamt hatte zuvor die Lage verharmlost. Kritiker fordern, das Pestizid aus dem Verkehr zu ziehen.

(87)

Die Euro-Zone balanciert am Rande des Abgrunds. Die Peripherieländer gelten nach wie vor als Wackelkandidaten, falls es wirklich zu einem Grexit oder, noch schlimmer, zu einem Graccident, also einem ungeordneten Bankrott oder Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone kommt.

(77)

Der Bundestag will künftig Aufzeichnungen darüber führen, welche Websites von den Abgeordneten besucht wurden. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Neu hält dies für eine Behinderung der Ausübung des freien Mandats.

(88)

Mitarbeiter des Bundestags und Bundestagsabgeordnete haben keinen Zugriff mehr auf etwa 100.000 Webseiten. Der Internetverkehr soll künftig über den mit einem Filter versehenen Informationsverbund Berlin-Bonn laufen. Das Problem ist offenbar, dass die Abgeordneten völlig sorglos mit kritischen Programmen wie WhatsApp umgehen.

(69)

Weboy